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Ich habe keine Familie

#Maya

Ava hat entschieden, ihre Posts hier zu löschen.
Ich stimme Dir in manchen Teilen zu.
Aber hier nochmal ein Zitat aus dem EP Ava ist Mitte 30.
Ich glaube (Bauchgefühl), es sind für sie wichtige Beziehungen (vielleicht auch mit Kinderwunsch) zerbrochen und um DA nicht genau hinschauen zu müssen, wieso und weshalb, weil es viel, viel zu weh tut, fokussiert sie sich jetzt auf einmal auf die nicht vorhandene Familie. Es ist ja auch traurig. Aber ganz gewiß nicht neu für sie. Natürlich kann sie kaum jemand verstehen, ihrer Meinung nach.

Ich sehe es etwas anders. Mit den vielen zerbrochenen Beziehungen wird ihr bewusst, dass sie nie eine sichere Bindung zu einem Menschen hatte. Bedindungsloses Angenommensein, geliebt sein.
Gerade weil andere Beziehungen so "leicht" brechen.
 
A

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Re: Ich habe keine Familie
Ich sehe es etwas anders. Mit den vielen zerbrochenen Beziehungen wird ihr bewusst, dass sie nie eine sichere Bindung zu einem Menschen hatte. Bedindungsloses Angenommensein, geliebt sein.
Gerade weil andere Beziehungen so "leicht" brechen.
Und die Erkenntnis kommt mit Mitte 30? Out of the blue? Denn Menschen, die Eltern hatten, wurden ja immer bedingungslos angenommen und geliebt, gell?
Ich kann mich noch erinnern, daß Ava schon in die Schule ging.
 
Ich sehe es etwas anders. Mit den vielen zerbrochenen Beziehungen wird ihr bewusst, dass sie nie eine sichere Bindung zu einem Menschen hatte. Bedindungsloses Angenommensein, geliebt sein.
Gerade weil andere Beziehungen so "leicht" brechen.

Genau, es kam noch niiiiiiieeeee in der Menschheitsgeschichte vor, dass Eltern überzogene oder falsche Erwartungen an Kinder stellten 🙄
Oder sie mit Liebesentzug oder Anschweigen bestrafen, wenn sie nicht funktionierten 🙄
Oder Kinder vorwarfen für ihr verkorkstes Leben verantwortlich zu sein 🙄

Neeeein, noch nie und ich muss überhaupt nicht von der Heiligsprechung von Eltern kotzen 🙄
 
@Angua und Sil

Es macht einen riesen Unterschied, ob ein Kind in den ersten Jahren Urvertrauen entwickelt und sicher gebunden ist.
Wenn die Eltern sich dann als "Unmenschen" im weiteren Verlauf zeigen und alles bricht, ist der Schmerz ein anderer.
Oder wenn Kinder ihre Eltern, Bezugspersonen in sehr frühem Alter verlieren, ist das auch nochmal was anders.
Ihr verkennt etwas sehr elementares.

Aber es geht in erster Linie darum, dass sich ein Mensch an Andere wendet, anstatt "gesehen" zu werden, kommen Antworten im Sinne "stell dich nicht so an".
Das kann es aber nicht sein.
 
@Angua und Sil

Es macht einen riesen Unterschied, ob ein Kind in den ersten Jahren Urvertrauen entwickelt
Ava war da schon über sechs. Das könntest Du nachlesen, wenn sie es nicht gelöscht hätte. Ich weiß nicht mehr, wie alt sie war, als die letzte Angehörige starb, aber Erinnerungen dürfte sie schon gehabt haben. Die ersten Kleinkindjahre hatte sie schon lange hinter sich.
 
Ava war da schon über sechs. Das könntest Du nachlesen, wenn sie es nicht gelöscht hätte. Ich weiß nicht mehr, wie alt sie war, als die letzte Angehörige starb, aber Erinnerungen dürfte sie schon gehabt haben. Die ersten Kleinkindjahre hatte sie schon lange hinter sich.

Sie war 6 Jahre alt, als sie komplett alleine blieb.
Die Frage ist, ob irgendjemand sich vorstellen kann, wie traumatisierend das ist.
So etwas vergleicht man nicht auf die schnelle mit irgendwelchen "Helikopter-Eltern" oder ähnliches.
 
Ich zitiere daoga:
Empfundene "Lücken" in der eigenen Kindheit lassen sich später zwar auf verschiedene Art kompensieren, aber nachträglich nicht mehr füllen. Man kann sich nur damit trösten, daß es trotzdem irgendwie immer vorwärts ging, daß die Tage trotzdem irgendwie erfüllt waren und herumgingen.

Viele Menschen haben solche empfundenen Lücken, ob mit Familie oder ohne, ob wegen der Familie oder aus anderen Gründen, die TE ist da nichts außergewöhnliches.
Ich habe ihr heute Mittag erzählt von einem fast 80jährigen Mann, der als Kleinkind ausgesetzt wurde. Er lebt hier im Ort.
Ich möchte behaupten, im Krieg oder in der Nachkriegszeit kam das gar nicht selten vor. Schwierig war es damals und schwierig ist es heute für diese Kinder. Aber es ist schon auffällig, daß gerade jetzt...eine Frau hat eine biologische Uhr...diese Probleme, die schon Jahrzehnte bestehen, einen solchen Stellenwert bekommen. Das ist für mich ein Stellvertreterproblem und nichts anderes.
Denn Ava kann für sich nichts an der Vergangenheit ändern. Gar nichts. Und wenn hier zehn und zwanzig Leute schreiben "Ist bei mir ähnlich, mit geht es ja so S****."
 
Ich zitiere daoga:
Ich habe ihr heute Mittag erzählt von einem fast 80jährigen Mann, der als Kleinkind ausgesetzt wurde. Er lebt hier im Ort.
Ich möchte behaupten, im Krieg oder in der Nachkriegszeit kam das gar nicht selten vor. Schwierig war es damals und schwierig ist es heute für diese Kinder. Aber es ist schon auffällig, daß gerade jetzt...eine Frau hat eine biologische Uhr...diese Probleme, die schon Jahrzehnte bestehen, einen solchen Stellenwert bekommen. Das ist für mich ein Stellvertreterproblem und nichts anderes.
Denn Ava kann für sich nichts an der Vergangenheit ändern. Gar nichts. Und wenn hier zehn und zwanzig Leute schreiben "Ist bei mir ähnlich, mit geht es ja so S****."

Wissen wir denn, das es erst jetzt einen Stellenwert bekommt?

Sie war auf der Suche nach "Gleichgesinnten", Menschen die ihre Situation verstehen und nicht nach Antworten: was man nicht ändern kann sollte man akzeptieren oder ähnliches.
 

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