Hallo zusammen,
Der Grund für meine Wut auf Gott war und ist natürlich das Leid hier auf der Erde.
Oder ist es die Wut auf dich selbst, das du nicht bereit bist, aufzustehen, das zu ändern, es zulässt?
Warum lassen Menschen eigentlich Leid zu?
Beim Leid ist kein Schema F erkennbar.
Die Frage ist nun, was ich mit den offenen Fragen mache.
Leben funktioniert nur dual, alles hat zwei Seiten, Keine Freud ohne Leid.
Es gibt keine Zeit ohne Kummer und Leid.
Es gibt aber auch Ecken, wo Freude und Glück sich verstecken.
Ich kenne diese Fragen: Warum gerade ich, warum jetzt?
Mittlerweile meine ich, dass man mit Gelehrsamkeit allein oder mit frommen Sprüchen der Frage weniger gerecht wird, als wenn man schlicht und ergreifend bekennt:
Wir wissen es nicht!
Kapituliert damit die Vernunft vor der Frömmigkeit?
Wir sind nicht Gottes Marionetten, die er wie ein Puppenspieler tanzen lässt.
Glaube ist keine Entschlüsselung sämtlicher Lebensfragen.
Auch keine Antwort auf alles, was uns quält, bedrückt, manchmal sogar irre macht.
Weder gelehrte Männer noch die Bibel können den Widerspruch auflösen.
Jeder Mensch kann und muss sich zu den Herausforderungen seines Lebens positionieren.
Jeder Mensch hat die Freiheit, sich für oder gegen das Böse zu entscheiden.
Die
Theodizee zwingt gläubige Menschen zur ernsthaften Auseinandersetzung mit dem scheinbaren Widerspruch eines liebenden Gottes und einer leidvollen Welt.
Ich setze der
Theodizee den freien Willen und das Lernen durch Erfahrung entgegen.