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Ich habe ein Jahr verschwendet

Ja also danke erstmal für die Vorwürfe.

Ich habe mich informiert und Erfahrungswerte eingeholt, allerdings hat sich in den letzten Jahren so ziemlich alles an der früheren "beruflichen Erprobung" geändert und auf den offiziellen Seiten stehen nicht die lächerlich langen Wartezeiten oder wie lange es in den individuellen Fällen tatsächlich dauert.

Was in meiner Macht stand, habe ich getan, es war ein langer Prozess und was in meiner Lage eben möglich war. Nebenbei war ich ja auch noch stationär und mache seit 2 Jahren immer noch regelmäßig Traumatherapie.
Ich weiß, dass viele das hier nicht als Arbeit ansehen werden, aber auch das ist anstrengend.
Weil du dich versteifst auf die Förderung, weil du sagst, du kannst mit einem Ausbildungsgehalt nicht leben und das empfinde ich als sehr unrealistisch.

Natürlich ist eine Therapie keine Arbeit.

Ich an deiner Stelle würde jede Möglichkeit einer geregelten Arbeit annehmen. Pflege allerdings halte ich für dich nicht für passend.
 
Danke, ich habe ich bereits beworben und bin im Auswahlverfahren mit zwei anderen Bewerbern für einen Aushilfsjob an einer Bedientheke.
Nebenbei suche ich natürlich noch anderweitig. Ich darf bis zu 6 Monate arbeiten um meine finanzielle Sicherheit zu gewährleisten, laut Rentenberater, das hatte ich ihn extra gefragt.
Gleichzeitig kannst du dich ja für die Ausbildung als fami bewerben.
 
So wie ich das verstanden habe, macht die Arbeitsumgebung bei dir einen großen unterschied.
Baustelle - geht nicht mehr . PTBS ist oft an Räume, Gerüche, Geräusche, eben den Kontext gebunden. Es macht was mit deinem Sicherheitsgefühl, was ich total verstehen kann. Da läuft vieles unbewusst im Gehirn ab, was nicht steuerbar ist. Von daher kann ich dein Anliegen nachvollziehen. Eine Umgebung wie zB im Büro, in einer Schule, einer Bäckerei, im Altenheim usw. ist dann was ganz anderes.
Es ist unfair und Mist, dass dir das „passiert“ ist und du nun damit leben musst.

Hast du schon versucht, dich ganz normal auf eine andere Arbeitsstelle zu bewerben? Du könntest auf geringe Stundenbasis anfangen und dann aufstocken oder dich hocharbeiten.

Danke für deine Worte und dein Verständnis.

Ja, ich habe mich bereits schon auf eine Hausmeisterstelle beworben, allerdings habe ich keine Antwort erhalten. Tatsächlich ist die Stelle schon seit einem Jahr ausgeschrieben, ich glaube mittlerweile, die existiert gar nicht.
Außerdem habe ich mich als Aufbereiter im Quereinstieg beworben, dabei geht es um Lampen sauber machen und prüfen, die haben nach weiteren Qualifikationen gefragt und sich dann nicht mehr gemeldet.
Dann habe ich mich bei Bekannten beworben, die mich liebend gerne einstellen würden, aber höchstens als Minijobber, weil sie sich das sonst nicht leisten können. Und auch nicht auf Dauer.

Ich weiß nicht wie das in anderen Regionen ist, aber bei uns haben hier nacheinander 3 große Firmen ihre Produktion ins Ausland verlegt und Mitarbeiter entlassen.
Es fühlt sich gerade alles so hoffnungslos an.
 
Danke für deine Worte und dein Verständnis.

Ja, ich habe mich bereits schon auf eine Hausmeisterstelle beworben, allerdings habe ich keine Antwort erhalten. Tatsächlich ist die Stelle schon seit einem Jahr ausgeschrieben, ich glaube mittlerweile, die existiert gar nicht.
Außerdem habe ich mich als Aufbereiter im Quereinstieg beworben, dabei geht es um Lampen sauber machen und prüfen, die haben nach weiteren Qualifikationen gefragt und sich dann nicht mehr gemeldet.
Dann habe ich mich bei Bekannten beworben, die mich liebend gerne einstellen würden, aber höchstens als Minijobber, weil sie sich das sonst nicht leisten können. Und auch nicht auf Dauer.

Ich weiß nicht wie das in anderen Regionen ist, aber bei uns haben hier nacheinander 3 große Firmen ihre Produktion ins Ausland verlegt und Mitarbeiter entlassen.
Es fühlt sich gerade alles so hoffnungslos an.
Probiere doch erst mal aus, ein paar Stunden zu arbeiten. Jetzt gleich einen unbefristeten Job zu erwarten, ist ja schon sehr optimistisch, oder eher unrealistisch.
 
Ja also danke erstmal für die Vorwürfe.

Ich habe mich informiert und Erfahrungswerte eingeholt, allerdings hat sich in den letzten Jahren so ziemlich alles an der früheren "beruflichen Erprobung" geändert und auf den offiziellen Seiten stehen nicht die lächerlich langen Wartezeiten oder wie lange es in den individuellen Fällen tatsächlich dauert.

Was in meiner Macht stand, habe ich getan, es war ein langer Prozess und was in meiner Lage eben möglich war. Nebenbei war ich ja auch noch stationär und mache seit 2 Jahren immer noch regelmäßig Traumatherapie.
Ich weiß, dass viele das hier nicht als Arbeit ansehen werden, aber auch das ist anstrengend.

Kritische Rückmeldungen sind natürlich nicht angenehm. Können manchmal aber mehr anregen als eine darüberkippte Flasche Weichspüler. Streicheleinheiten für die Seele sind wohltuend und helfen auf andere Weise als rational die Sachlage zu betrachten.

Dich darüber zu informieren, was der Markt braucht und wo wenig gute Aussichten bestehen halte ich für sinnvoll und machbar.

Wenn einem das System wenig hilfreich erscheint und sich alles lange hinzieht, hilft es dir nicht zu jammern. Parallel selbst aktiv nach Lösungen suchen oder spätestens bei aufkommender Unzufriedeheit damit zu beginnen bringt weiter.

Sich über diverse Berufsbilder informieren. Auch ein Berufseignungstest wäre möglich. Und - shocking - mal in anderen Bahnen denken. Was ich aus dem Thread ziehe läsdt mich zwar denken, du bist nicht geeignet für Selbständigkeit, doch erstens kann ich mich täuschen und zweitens scheint das ein Gedanke zu sein, den viele Menschen eigenartigerweise gar nicht auf dem Schirm haben. Also habe ich es somit mal erwähnt.

Und doch, ich weiß aus eigener Erfahrung sehr gut, wie anstrengend stationäre und ambulante Traumatherapie ist. Ich weiß aber auch, dass ich mein Leben selbst in die Hand nehmen muss.
 
Was sagt dein Rententräger denn?
Gibt es von ärztlicher Seite Empfehlungen bzgl Arbeitszeiten.
Mir wurde gleich gesagt ich wäre nicht mehr Arbeitsfähig = unbefristete Berentung

Die erste Beurteilung war auch ich wäre weniger als 3 Stunden am Tag arbeitsfähig.
Nach einem Jahr Therapien und Reha wurde jetzt festgestellt, dass ich dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe, außgenommen meiner letzten Arbeitsumgebung und Nachtschicht.

Also stehe ich mehr als 6 Stunden dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu Verfügung laut Entlassungsbericht. (Natürlich gehe ich weiterhin zur Therapie)
 

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