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Ich habe ein Jahr verschwendet

Die Umschulung wurde nicht abgelehnt, es wurde noch nicht einmal festgestellt, ob ich sie machen darf. Das ist ja mein ganzes Dilemma.
Nachdem ich jetzt schon ein Jahr Anträge, Beurteilungen und Reha hinter mir habe, soll noch monatelang weiter geprüft werden. Ich habe kein Kraft mehr dafür.
Dieser bürokratische Unsinn zermürbt mich einfach nur.

Meine Einschränkungen habe ich nicht erwähnt, weil sie keine Rolle spielen für die Umschulungen, die ich anstrebe.

Ich kann in meinem alten Beruf auf Baustellenumgebung nicht mehr arbeiten, weil ich dort immer wieder allein mit vielen Männern bin.
Und ich wollte es deshalb hier nicht breit treten, weil es für manche ein ACHTUNG TRIGGER
sein kann.

Ich bin mehrfach vergewaltigt worden und kann nicht alleine mit Männern "eingeschlossen" sein, was in meinem alten Job vorkam.

Meine Diagnosen sind Posttraumatische Belastungsstörung, Depression, Schlafstörung und Panikstörung.
Ob das "Unsinn" ist, kann hier keiner beurteilen. Warum sollten sie etwas finanzieren, wenn für sie absehbar ist, dass du wegen Überlastung abbrichst.

Dann ist ja schon Kundenverkehr heikel und das ist wohl offensichtlich.
 
So wie ich das verstanden habe, macht die Arbeitsumgebung bei dir einen großen unterschied.
Baustelle - geht nicht mehr . PTBS ist oft an Räume, Gerüche, Geräusche, eben den Kontext gebunden. Es macht was mit deinem Sicherheitsgefühl, was ich total verstehen kann. Da läuft vieles unbewusst im Gehirn ab, was nicht steuerbar ist. Von daher kann ich dein Anliegen nachvollziehen. Eine Umgebung wie zB im Büro, in einer Schule, einer Bäckerei, im Altenheim usw. ist dann was ganz anderes.
Es ist unfair und Mist, dass dir das „passiert“ ist und du nun damit leben musst.

Hast du schon versucht, dich ganz normal auf eine andere Arbeitsstelle zu bewerben? Du könntest auf geringe Stundenbasis anfangen und dann aufstocken oder dich hocharbeiten.
 
Vielleicht wird die Umschulung auch abgelehnt, weil in beiden Berufen kein besonderer Bedarf besteht?
Die Umschulung wurde nicht abgelehnt, es wurde noch nicht einmal festgestellt, ob ich sie machen darf. Das ist ja mein ganzes Dilemma.
WeiterbildungBuchen

@ms.cooper schrieb auch nicht, dass abgelehnt wurde, sondern machte dich auf einen wichtige Aspekt aufmerksam.

Nachdem ich jetzt schon ein Jahr Anträge, Beurteilungen und Reha hinter mir habe, soll noch monatelang weiter geprüft werden. Ich habe kein Kraft mehr dafür.
Dieser bürokratische Unsinn zermürbt mich einfach nur.

Wie willst du dann Vollzeit oder auch nur Teilzeit Leistung erbringen können?
Die Bürokratiemühle ist anstrengend und lästig. Die Alternative wäre, dich selbständig um Möglichkeiten für dich zu bemühen, die deine Probleme (Männer, Belastbarkeit) berücksichtigen und dir mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Scheitern verschaffen, sondern für dich längerfristig funktionieren können.

Vielleicht, wenn ich im Quereinstieg unterkomme.
Ich hatte gedacht ich gehe den offiziellen Weg, habe mir Hilfe und Unterstützung erwartet, aber ich werde es jetzt wohl doch alleine schaffen müssen.

Du scheinst es sehr uninformiert angegangen zu sein, dich nicht vorbereitet zu haben. Auf mich wirkt alles undurchdacht.

Ich habe eine Ausbildung im Handwerk gemacht und dort auch beinahe 15 Jahre lang gearbeitet.
Von der Entwurfserstellung bis zur fertigen Montage habe ich alles gemacht. Mit meiner Vorbildung wäre es möglich als Mediengestalterin wieder einzusteigen, was ich für wenig realistisch hielt, da KI momentan viele dieser Jobs obsolet macht. Während der Reha durfte ich einen Mediengestalter kennenlernen, der seinen Job deshalb verloren hat.
Da ich bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung habe, könnte ich ohnehin eine Umschulung auf 2 Jahre verkürzen.

Hier wird gesagt, dass man Buchhändler und Bibliothekare nicht mehr benötigt.
Was benötigt man denn dann heutzutage noch?

Mir fehlt deine Eigeninitiative. Wieso hast du dich darüber nicht informiert?
 
Was kannst du gut?
Was machst du gerne?
Wozu bist du bereit?
Was geht gar nicht für dich?

Wie viele tägl. Arbeitsstunden, Leistung abliefern, hältst du unter Belastung, mit Begegnung mit Männern, für realistisch?
Nicht kurzfristig, sondern auf längere Sicht gedacht.
 
Das Problem ist halt, dass die ganze Energie eingesetzt wurde, um eine Förderung zu bekommen, anstatt zu versuchen, selbst einen Mini-Job oder ähnliches zu finden. Und eine Komplettförderung einer Umschulung über das Jobcenter ist nicht so einfach. Vor allem bei einem Quereinstieg ist das sehr schwer. So etwas ähnliches hatte ich vor vielen Jahren auch mal angefragt.
 
Das Problem ist halt, dass die ganze Energie eingesetzt wurde, um eine Förderung zu bekommen, anstatt zu versuchen, selbst einen Mini-Job oder ähnliches zu finden. Und eine Komplettförderung einer Umschulung über das Jobcenter ist nicht so einfach. Vor allem bei einem Quereinstieg ist das sehr schwer. So etwas ähnliches hatte ich vor vielen Jahren auch mal angefragt.
In meinem Fall ist die Rentenversicherung der zuständige Träger, da ich bereits 15 Jahre eingezahlt habe, aber bei beiden Behörden wird es ein ähnlicher Aufwand sein.

Ich lese raus, dass es bei dir auch abgelehnt wurde?
 
Was kannst du gut?
Was machst du gerne?
Wozu bist du bereit?
Was geht gar nicht für dich?

Wie viele tägl. Arbeitsstunden, Leistung abliefern, hältst du unter Belastung, mit Begegnung mit Männern, für realistisch?
Nicht kurzfristig, sondern auf längere Sicht gedacht.

Ich bin kreativ und interessiere mich für Kunst und Kultur.
Man sagt mir, ich könne gut mit Kindern umgehen, sie mögen mich aus irgendeinem Grund.
Meine Leidenschaften sind lesen, fotografieren und zeichnen.
Ich habe jahrelang im Ehrenamt Erfahrung mit der Betreuung älterer, dementer Menschen.

Was ich schon ausprobiert habe, im Probearbeiten, war Pflege. Vielleicht gewöhnt man sich an das Waschen und Windeln wechseln, aber mir hat es so weh getan, dass man pro Bewohner nur etwa 5 Minuten Zeit hat und sie sich unterhalten wollen, man aber nicht kann.... das schaffe ich auf Dauer eher nicht.

Ich traue mir durchaus 30-40 Arbeitsstunden zu.
 
Du scheinst es sehr uninformiert angegangen zu sein, dich nicht vorbereitet zu haben. Auf mich wirkt alles undurchdacht.

Mir fehlt deine Eigeninitiative. Wieso hast du dich darüber nicht informiert?

Ja also danke erstmal für die Vorwürfe.

Ich habe mich informiert und Erfahrungswerte eingeholt, allerdings hat sich in den letzten Jahren so ziemlich alles an der früheren "beruflichen Erprobung" geändert und auf den offiziellen Seiten stehen nicht die lächerlich langen Wartezeiten oder wie lange es in den individuellen Fällen tatsächlich dauert.

Was in meiner Macht stand, habe ich getan, es war ein langer Prozess und was in meiner Lage eben möglich war. Nebenbei war ich ja auch noch stationär und mache seit 2 Jahren immer noch regelmäßig Traumatherapie.
Ich weiß, dass viele das hier nicht als Arbeit ansehen werden, aber auch das ist anstrengend.
 
Dann solltest du mal schauen, dass du dir einen Mini-Job suchst, wo du zumindest wieder in den Arbeitsalltag reinkommst.
Danke, ich habe ich bereits beworben und bin im Auswahlverfahren mit zwei anderen Bewerbern für einen Aushilfsjob an einer Bedientheke.
Nebenbei suche ich natürlich noch anderweitig. Ich darf bis zu 6 Monate arbeiten um meine finanzielle Sicherheit zu gewährleisten, laut Rentenberater, das hatte ich ihn extra gefragt.
 

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