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Ich darf nicht traurig sein!

Ich kann das gut nachvollziehen was du schreibst. Auch ich scheine nach aussen hin den Eindruck zu hinterlassen gut mit der Situation des Selbstmordes meines Vater klarzukommen. Aber innen sieht alles ganz anders aus...
Die Schuldgefühle, die ganzen Selbstvorwürfe, die unendliche Traurigkeit.


Wie soll man funktionieren in diesem Zustand? Die Trauer bewältigen? Geht es dir auch so dass du einfach nur trauern möchtest?


Als meine Mutter vor fünf Jahren verstorben ist habe ich wirklich ein volles Jahr gebraucht das alles zu akzeptiern. Erst danach wurde es wieder leichter, wobei ich meine Mutter nach wie vor vermisse und mir manchmal ist als wäre sie sogar noch da. Als könnte ich sie besuchen und alles ist wie es war. Mein Vater hatte ja auch alles so belassen wie es immer war und für mich war es schon schwer ihn zu besuchen, weil alles noch so an sie erinnert. Jetzt, nachdem mein Vater auch noch weg ist bin ich zum erstenmal wieder in ihr gemeinsames Schlafzimmer gegangen. Alles war dort noch so wie früher, nur etwas verstaubt. Mein Vater hat nie mehr dort geschlafen. Er hat sie nicht wirklich gehen lassen können....


Ich verstehe dich so gut, wie es für dich ist. Diese Leere, diese Sinnlosigkeit. Das ganze Leben wird in Frage gestellt, nichts hat mehr Bedeutung.


Ich wünsche dir so sehr dass du für dich und dein Kind wieder einen Sinn im Leben findest! Ich wünsche mir das auch für mich. Wir dürfen fröhlich sein, auch nach so einem Verlust, aber wir dürfen auch traurig sein.


Wie gesagt, ich weiß wie es ist. Ich habe das alles schon mal durchgemacht, nur dass ich damals noch einen Vater hatte. Es ist jetzt einfach auch für uns an der Zeit erwachsen zu werden und dieser Welt einen Stempel aufzudrücken.
Ich frage mich wie meine Eltern den Verlust ihrer Eltern damals überwunden haben. Ich habe nie erlebt dass sie so sehr getrauert haben wie ich es jetzt tue.


Das Leben geht einfach weiter und der Tod ist sein ständiger Begleiter. Das ist einfach die Wahrheit die uns immer bewußt sein sollte und womit man plötzlich ganz anders lebt.
Vielleicht ist es eine Aufforderung intensiver zu leben, bewußter zu leben. Füreinander da sein, damit man nie das Gefühl hat etwas verpasst zu haben wenn jemand geht....


Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft, liebe dauni!!!!!!!
 
Hallo Ihr Lieben,

ich komme einfach nicht mehr mit mir klar.... Ich würde mich am liebsten jeden Tag zusaufen, einfach alles vergessen und momentan auch am liebsten nicht mehr leben. Obwohl ich einen tollen Mann und ein wundervolles Baby habe. Ich hasse mein Leben und mir fehlt meine Mama. Ich kann es einfach nicht verstehen! Meine Mama ist weg für immer! Und ich würde am liebsten bei ihr sein! Ihr sagen, wie sehr ich sie liebe und sie um verzeihung bitten.
Es ist alles so.......... Ich weiß auch nicht! Traurig bin ich und alleine obwohl ich nicht alleine bin fühle ich mich so
 
So, nun ist der bock fett.... Gestern habe ich wieder was getrunken... Mein Mann ist darüber natürlich nicht begeistert. Er meinte: einfach so, es ist ja nichts passiert! Nein! Nichts! Meine Mama ist seit drei Monaten tot, ich komme überhaupt nicht damit klar, meine Freunde lassen mich im Stich aber sonst geht es mir blendend.
Er hat gemeint, wenn ich morgen oder am Samstag getrunken hätte dann würde er es noch verstehen (am Samstag würde meine Mama 50 Jahre alt werden ) :-(
Ich weiß das ich ein Problem mit dem trinken habe... Deswegen bin ich auch beim Psycho. Doch was soll ich machen? Momentan finde ich einfach alles bescheiden...
Ach, ich weiß auch nicht. Und lust auf irgendwas habe ich auch nicht mehr....
 
Liebe dauni,
es tut mir leid dass es dir so schlecht geht, aber ich kann dich sehr gut verstehen. Auch ich trinke momentan jeden Tag etwas Alkohol. Meistens aber nur verdünnt und auch nur abends, damit ich besser einschlafen kann.


Hast du das Gefühl, dass, wenn du trinkst, du deiner Mutter näher bist? Du erzähltest dass deine Mutter auch ein Problem mit Alkohol hatte, deswegen kommt mir der Gedanke. Ich habe nach dem Tod meiner Eltern immer etwas gesucht wobei ich mich ihnen verbunden fühle.
Was ich ganz speziell bei meiner Mutter hatte war, dass ich versucht habe für sie das weiterzuleben was sie jetzt nicht mehr kann. Dinge zu tun die sie besonders geliebt hat oder die sie tun wollte und nie gemacht hat. Ich vermisse meine Mutter nach fünf Jahren immer noch sehr, aber ich hoffe nie so ein Leben zu führen wie sie es getan hat. Und sie hätte es auch nicht gewollt.


Welche Erinnerungen verbindest du mit deiner Mutter? Denkst du gerne an sie? Was hat sie gerne gemacht? Was waren ihre Wünsche vom Leben? Was würde sie dir wünschen?


Ich finde es ok zu trauern und ich habe damals, und jetzt wieder, viel Halt im Glauben, in meiner Weltsicht gefunden, die sich beim Tod meiner Mutter sehr verändert hat. Es ist einfach so schwer den Verlust eines geliebten Menschen zu verkraften. Und in unserer Gesellschaft wird der Tod so sehr verdrängt dass man kaum noch weiß wie man damit umgehen soll wenn man davon betroffen ist. Es wird so getan als gäbe es den Tod nicht. Dabei wäre es so wichtig sich gegenseitig zu stützen und zu helfen. Füreinander da zu sein, einfach, in dieser schweren Zeit.
Versuche gar nicht erst den Schmerz zu verdrängen, sondern trauere so lange wie du brauchst. Nimm dir bewußt Zeit für dich und deinen Schmerz. Je mehr man weint umso weniger werden die Tränen, habe ich die Erfahrung gemacht.
Ich gehe auch in Psychotherapie, suche mir verschiedene Möglichkeiten immer wieder über alles reden zu können, oder zu schreiben.
Aber suche dir auch etwas das dir Freude macht. Wie ist es mit deiner Tochter? Kannst du mit ihr nicht kurz deine Trauer vergessen? Kinder sind Leben und holen einen immer wieder in das Jetzt.
Ich freue mich immer wenn mich das kleine Nachbarsmädchen besucht und wir zusammen spielen. Ich führe viele Gespräche mit meiner Tochter, sie ist allerdings schon 15.
Das Leben geht weiter. Der Tod kommt unweigerlich auch irgendwann zu uns. Warum nicht die Zeit bis dahin so gut es geht genießen? Wir treffen uns alle wieder und unsere Liebsten sind immer um uns, im Tod wie im Leben. Das glaube ich und das spüre ich auch so. Meine Eltern sind immer bei mir wenn ich an sie denke. Ich bin ein Teil von ihnen. Ich liebe plötzlich die Ähnlichkeiten die ich von meiner Mutter habe, sosehr ich sie abgelehnt habe solange sie lebte.
Was hast du von deiner Mutter geerbt?


Ich hör dir gerne zu dauni, es tut so gut jemanden zu haben der ein ähnliches Schicksal teilt. Ich bin froh dass es dich gibt und dich gefunden zu haben.


Kraft und Liebe
 
Hallo Kimmy,

hab leider nicht viel zeit deswegen nur kurz. Ich habe schon lange das Problem das ich immer dann trinke wenn es mir schlecht geht... Und ich habe Angst abhängig zu werden und was ich definitiv nicht will, ist so zu werden wie sie.

Von meiner Mama habe ich nichts geerbt. Sie war ein armer Schlucker.

Ich meld mich heute Abend wieder.

Denk an Dich!
 
Hallo Ihr Lieben,

naja, sowie meine Mama war möchte ich nicht sein! Für ein Kind nicht schön zu sehen und für einen selber auch kein Leben...

Morgen würde meine Mama 50 Jahre alt werden :-( Ich weiß gar nicht wie ich den Tag morgen schaffen soll. Was macht ihr an solchen Tagen?

Ansonsten fühle ich mich einfach nur schlecht......
 
Ich habe mir überlegt einen Herzluftballon zu kaufen und Ihr ein paar Worte zu schreiben und ihn dann steigen zu lassen... Doch und dann? Wohin mit mir?
 

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