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Ich darf nicht traurig sein!

Ich nochmal, bin doch noch nicht ins Bett.

Ist es eigentlich auch normal das einen andere Leute so derartig nerven? Egal wer was sagt oder auch nicht sagt, regt mich nur noch auf. Meine Schwiegermutter frägt mich jedesmal: Wie gehts? Ja, wie soll es mir schon gehen? Frag doch nicht ständig so sau blöd!!! Und mein Schwiegervater kann nichts wie blöde Sprüche reissen.
Irgendwie regt mich gerade alles und jeder auf. Man kann es mir auch nur schwer recht machen, dass gebe ich sogar zu. Das liegt wahrscheinlich alles nur an mir, weil ich mich selbst nicht leiden kann. Oder? Und ich glückliche Menschen einfach nicht sehen will! ? Und einen Hass habe ich auf alte Menschen und wie...

Das musste jetzt einfach mal raus!
 
Liebe Dauni

Ich verstehe jedes Deiner Worte, glaube mir.
Man ist alleine, traurig und leer.
Aber Dauni urteile nicht zu hart über andere
Menschen. Sie sind nicht so betroffen wie Du,
sie sagen Dinge, die Dir weh tun.
Nur DU kannst so fühlen, niemand sonst.
Lasse sie reden, später, wirst Du es verstehen.
Worte können weh tun, keine Worte aber auch.
Schau Dir Deine Maus an. Ich glaube, sie wird
Dir helfen. Ihre Liebe macht Dich stark.
Du schaffst das, ich weiss es.

Anna
 
Liebe Dauni,

ich kann Dich gut verstehen, Du fühlst Dich allein und verwzeifelt und magst nicht hören was andere sagen. Zurückziehen ist gut, aber nicht abkapseln von allem, dann wird es nachher nur noch schlimmer.

Vielleicht sagst Du den Leuten, die Dich "nerven", dass Du im Moment ein bischen mehr Ruhe brauchst. Würde das gehen? Vielleicht haben sie auch schon mal einen nahestehenden Menschen verloren und verstehen es besser als Du denkst? Probier es doch mal.
Oder kannst du vielleicht irgendwo hin und ein paar Tage ausspannen, was anderes sehen, zusammen mit Deinem Kind? Als meine Mutter starb bin ich auch zwei Monate später für einige Tage weggefahren und das war gut so. Weg von allen Leuten, die Fragen stellten und weg von allen, die genervt haben, überhaupt mal was anderes zu sehen und zur Ruhe kommen. Ich war damals an der See.

Meine Mutter war damals schon jahrelang krank, aber jetzt nicht so, dass man damit hätte rechnen müssen. Als ich damals zu ihr fuhr, wurde sie gerade weggebracht, das war plötzlich als würde ich in einer anderen Dimension sein. Ein Gefühl, wohl die Seele, die sich so schützen will.
Einige Zeit später sah ich es dann so, dass es gut war, dass sie so gestorben ist, einfach im Sessel, nachdem sie ihre Lieblingssendung gesehen hat und noch lachen konnte und dann einfach einschlief. Ein schöner Tod ...
Darüber war ich froh und Gott dankbar, auch wenn sie erst 67 war. Und ich habe daran gedacht, dass es gut so war, sie hat nicht mehr gelitten unter ihren Krankheiten.
Nachdem mein Vater genau 1 Jahr später starb sind Dinge herausgekommen, wo ich gesagt habe, es ist gut, dass sie zuerst gehen musste und das alles nicht erfahren hat.
Und so denke ich auch heute noch. Alles in allem war es gut so, wie es kam, aber dennoch bin ich traurig und vermisse sie. Obwohl es schon 16 Jahre her ist. Natürlich ist es nicht mehr so schlimm wie damals, denn das Leben musste ohne sie weiter gehen und leider zerbrach sogar die komplette Familie, weil sie immer irgendwie der Mittelpunkt zu uns allen war. Das ist schade, aber für mich auch gut so.

Leider habe ich kein reales Grab von ihr, das wurde leider weggemacht, als ich für mehrere Monate zuerst im Ausland gelebt hatte und dann 1 Jahr in einem Krankenhaus war und niemanden hatte, der sich darum kümmern konnte. Deswegen habe ich virtuell eines gemacht, das hast Du ja auch schon gesehen.

Vielleicht könntest Du das auch mal von der Seite betrachten, dass Deine Mutter jetzt nicht mehr leidet an ihrer Sucht und sie ihren Frieden gefunden hat und es ihr gut geht.

Es ist nicht immer leicht den richtigen Weg zu finden, wo manchmal viele Steine im weg sind. Aber mancher Stein liegt glücklicherweise mal im Weg um zu verhindern, dass man über einen noch größeren stolpert. Oder der größere ist so schwer, dass man es nicht allein schafft, ihn zur Seite zu räumen.
Da ist es manchmal gut, wenn man jemanden an seiner Seite hat.
Ich weiß ja nicht wie sonst das Verhältnis zu Deiner Schwiegermutter ist und zwischen ihr und Deinem Kind. Aber bitte vergiss darüber nicht, dass es auch die Oma deines Kindes ist. Und ein Kind braucht manchmal seine Oma. Ich hoffe, dass sie eine gute Oma ist und Dich versteht. Aber das kann sie nur, wenn Du dich mitteilst.

Ich wünsche Dir alles Gute und schick Dir liebe Grüße,
Cora
 
Hallo,

am Wochenende hab ich mich voll zugesoffen. Das wollte ich schon lange... Leider macht es das auch nicht besser... Ich wünschte es gäbe irgendwas womit es sich leichter Leben läßt. Doch ich habe die befürchtung es wird für immer bleiben. Sie war und bleibt meine Mama auch wenn unser Verhältnis so beschissen war gegen ende habe ich sie doch über alles geliebt. Ich wünsche mir das sie das heute weiß! Doch wenn ich genau überlege, wahrscheinlich war es das jetzt. Licht aus und Schluß! Das macht mir Angst, der Gedanke, sie nie wieder zu sehen, einfach schrecklich!
Ständig stell ich mir sie vor wie sie in der Trauerhalle da liegt und dann sehe ich wie sie nur noch Asche ist. Ich bekomme diese Bilder nicht raus aus mir. Und in zwei bis drei Wochen ist dann endlich die Seebestattung. Hat eh schon lange gedauert... Mir graust es davor. Der letzte Weg für meine Mama.

@Gabi, Cora und Winnie: wie geht es Euch? Meldet Euch doch mal wieder. Grüssle
 
Hallo dauni, nachdem du als einzige meinen Eintrag beantwortet hast, bis jetzt, hab ich mich auch hier registriert. Ich bin die, dessen Vater Selbstmord begangen hat und habe gerade deine Geschichte gelesen. Es ist grauenhaft was du durchmachen mußt! Es tut mir so leid! Auch ich habe meine Mutter schon verloren, vor 5 Jahren jetzt und jetzt eben meinen Vater. aber ich erinnere mich noch sehr gut wie das mit meiner Mutter war. Es war irgendwie anders. Damals wurde mir so bewußt dass man ja nur eine Mutter hat und das die jetzt unwiederbringlich weg ist. Auch wenn meine Mutter an Krebs und langem Leiden gestorben ist, so habe ich es nie wirklich überwunden dass sie weg ist. Wenn ich nicht selber Mutter wäre und für ein Kind sorgen müßte weiß ich nicht wie ich es überwunden hätte, weil auch ich sehr an meiner Mutter hing. Allerdings war das wie bei dir, auch nicht immer leicht zwischen uns. Letztendlich glaube ich auch dass mein Vater wegen ihr den Selbstmord begangen hatte, weil er sie so sehr vermisst hat. Ich weiß wie schwer es für dich ist ein kleines Kind zu haben und Mutter zu sein, wenn die eigene Mutter gestorben ist. Ich habe meine Tochter zu der Zeit sehr vernachlässigt. Ich bin noch dazu Alleinerziehend und es war niemand da der uns aufgefangen hätte in dieser schweren Zeit. ich erlebe das gerade wieder und mir scheint es noch schwieriger diesmal. Vor allem, weil man sich bei Selbstmord soviele Schuldgefühle macht. Ich denke auch immer, dass ich nicht trauern darf und selbst die wut gestehe ich mir nicht zu. Verdammt, es ist so hart!!! Aber bitte trinke nicht! Die zeit deiner Mutter ist abgelaufen, dein Kind braucht dich! So schwer das ist. Deiner Mutter geht es jetzt gut, sie leidet nicht mehr. Ich versuche mir das für meine Eltern auch immer vorzustellen, irgendwo weiß ich dass es so ist und trotzdem komm ich so schwer damit klar aus dem Nest geworfen worden zu sein. Selbst Mutter für mein Kind zu sein! Aber ich will es so gut machen wie ich kann. Meine Eltern haben auch ihr bestmögliches gegeben. Besser konnten sie es nicht, und es ist ok. Und du bist auch ok!
 
Liebe Kimmy,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Es tut gut zu wissen das es anderen auch so geht, ich meine damit, mit seinem Kind überfordert zu sein. Man muß irgendwie für sein Kind da sein, egal wie es einem geht? Nein, ich konnte das die ersten Wochen gar nicht und zum Glück hat meine Maus einen tollen Papa der sich gekümmert hat. Heute geht es an manchen Tagen ganz gut mit ihr.. Je nachdem wie es mir selbst geht.
Das Du auch Deine Mama verloren hast tut mir unendlich leid....
Und jetzt das auch noch mit Deinem Dad, ich kann verstehen das es Dir den Boden unter den Füßen wegreißt. Schrecklich ist das, unvorstellbar.
Darf ich fragen wie alt Du bist und Dein Kind?
Vielleicht möchtest Du ein bisschen mehr erzählen, höre gerne zu.
 
Liebe Dauni,

sorry, ich dachte die Bestattung wäre schon vorbei.

Das ist ja grausam diese lange Zeit bis dahin. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es Dir nach der See-Bestattung ein wenig besser geht. Meinst Du nicht auch?

Ich habe die Zeit damals vom Ableben meiner Mutter bis zu ihrer Bestattung als schlimmste Zeit empfunden - sie war noch da, aber auch doch nicht. Ich konnte sie aber auch nicht besuchen, weil ich zum einen psychisch nicht konnte und zum anderen auch meine Mutter so in Erinnerung zu behalten wie sie war.

Ich glaube nicht, dass Du mit Deinem Kind überfordert bist, denn ich denke, Du bist mit der Situation, der Trauer überfordert, die jetzt Deine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Vielleicht kannst Du bewusst Termine machen. Mit wem? Mit Deiner Tochter. Jetzt ist wunderschönes Wetter, geh vielleicht auf den Spielplatz mit ihr oder irgendwohin, wo sie Dir das Leben zeigen kann. Sie wird Dir zeigen wie schön das Leben sein kann und dass es sinnvoll ist sich darauf einzulassen.

Was Deine Mutter getan hat, war ihre eigene Entscheidung und das muss man akzeptieren, ob man will oder nicht. Und egal wie es kam, niemand anders trägt die Schuld, nur sie. Ebenso wenig kann Dein Kind nicht die Verantwortung für Dein Leben übernehmen. Das geht nicht.

Was macht die Psychotherapie? Und wie ist es mit dem Baum, machst Du das?

Alles Gute und liebe Grüße,
Cora
 
Liebe dauni, ich fühle so mit dir! Mir geht es gerade genauso...

Da ist jetzt einfach eine Leere die nie wieder ausgefüllt wird. Nie diesen geliebten Menschen mehr berühren zu können, seine Nähe spüren können, die Stimme hören. Einzig der vertraute Geruch an den Kleidungstücken, die zurückgeblieben sind. Einzig die Erinnerung bleibt... und das ist viel zu wenig...! Warum?!
 
Hallo

@Kimmy: ja, dass ist viel zu wenig. Ich habe auch ein paar Kleidungsstücke von meiner Mutter, ich hole sie nur nach und nach aus der Tasche weil ich einfach ihren Geruch noch brauche. Sonst bleibt ja nicht mehr viel.

Das Wochenende war für mich wieder schlimmer... Es gab viele momente wo ich sehr traurig war und immer noch bin. Für ausenstehende macht es vielleicht nicht den Eindruck und auch sicher für meinen Mann nicht, ich denke er denkt das es mir besser geht... Doch im Prinzip ist das egal!
Wie auch immer, ich kämpfe immer wieder mit Schuldgefühlen obwohl ich eigentlich keine haben bräuchte (ich weiß) und auch mit der lust am Leben. Momentan lebe ich nur für mein Kind, nicht für mich. Mir macht das keinen Spaß und auch keinen Sinn mehr.

Nun ja, dass sind so meine Gedanken...
 

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