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Ich brauche eure Hilfe

Hauptsächlich in der Interaktion mit anderen. Mir wird gesagt ich Verhalte mich oft seltsam oder unangebracht. Ich habe Probleme damit zu verstehen was angemessen ist oder höflich.
Vielleicht bin ich auch Autist, was das betrifft, gabs auch immer wieder Hiebe, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Was auch immer wir sind, wir haben das Recht, so sein zu dürfen. Mir machts nichts mehr aus, wenn bestimmte Beurteilungen und Verurteilungen fallen. Ich kann sehr viel, meine Enkelin ist auch sehr begabt, diese Begabungen möcht ich in ihr fördern wo geht, ich richte ihr eine Werkstatt ein, wo sie ihre künstlerische Ader ungebremst ausleben kann. Ich sehe so viele Ähnlichkeiten, mag sie total, sehe in ihr absolut nichts, das weg sollte, das nicht sein darf. Genau so, wie sie denkt und überlegt, wie sie es braucht und mag, kann ich total nachvollziehen, versteh sie total und mir will nicht eingehen, dass sie anders sein soll. Weil man das versucht, ist sie derzeit völlig verunsichert. "Lern diesen oder jenen Beruf.." Mein Sohn, ihr Papa hat gute Absichten, meine Ansicht ist ihm fremd. Die wäre, lass sie in Ruhe, das, was sie gern macht, was ihr liegt, ist auch finanziell absichernd, schiebt sie nicht in die Masse, da gehts ihr nicht gut. Jetzt wäre die weitere Schule dran, sie streikt, muss wiederholen. Ich hoffe, in dieser Zeit wird dieses Ziel außen vor gelassen.
ich vergleich das immer mit der Parabel von den Affen, die den Fisch quälen, weil er nicht klettern kann.
 
Aber von Autisten zu erwarten sich völlig anzupassen damit sie nicht unangenehm auffallen ist zuviel erwartet und funktioniert nicht.
Man kann aber sehr wohl daran feilen, dass man überlebt da draußen, wie zb Floskeln einüben, oder diese Szenen trainieren, die schwer fallen. "Ein Kursus im Umgang mit schwierigen Leuten..""
Das ist, wie eine Fremdsprache intensiv lernen, bis man sich bei bestimmten Situationen sicher bewegen kann.
Einer meiner Neffen war kürzlich vom Ausland zu Besuch, er nuschelte leise, sah immer nur zu Boden, er ist fast dreißig. Mein Freund fragte, was hat er? Ist er nicht richtig im Kopf? Das ist ein Teufelskreis- weil er scheel angeschaut wird, ist er unsicher, er ist verkrampft, er ist absolut ungeübt im "Personenverkehr", weil er sehr zurückgezogen bei meiner Schwester wohnt, ohne Arbeit, die meiste Zeit ist er im abgedunkelten Zimmer, tüftelt an Computerprogrammen, entwirft hochkomplizierte Projekte, aber reden kann er nicht. Er wird das nie lernen, solange er nicht redet.
Ich habe aber erfahren, dass er sehr wohl Freunde hat, sehr wohl lachen kann, auch quasseln, nur bei uns noch nicht. Das hat mich sehr beruhigt.
 
Dein Sohn sollte lernen das es das Leben seiner Tochter ist, auch wenn er nur ihr bestes möchte so ist sie doch ein eigenständiger Mensch mit eigenen Wünschen und sollte sich ihr Leben so Gestalten können wie sie möchte, zumindest in ihrem privaten Rahmen.

Floskeln lernen ist möglich aber im Grunde wünsche ich mir mehr Akzeptanz. Und ich finde auch mit Autismus kann man ein gutes Leben führen und ist nicht automatisch unten durch.
 
Zwischen jemanden in seinem Anderssein akzeptieren und gern Zeit mit ihm verbringen im Sinne einer Freundschaft ist aber schon ein Unterschied. Und das zweitere kann nunmal nicht erzwungen werden.
 
so ist sie doch ein eigenständiger Mensch mit eigenen Wünschen und sollte sich ihr Leben so Gestalten können wie sie möchte, zumindest in ihrem privaten Rahmen.
Naja, noch ist sie erst um die 14... sie ist unmündig.
Dann, wenn man sie lässt, wie sie möchte, dann geht sie ein, weil sie Muskelschwund kriegen würde wegen ihrer mangelnden Fitness, weil sie niemals freiwillig Hürden anpacken würde, so viel nicht lernen würde, so viel verlernen würde. Man geht immer den bequemsten und leichtesten Weg... da brauchts schon zuschauen und aufpassen als Eltern, dass sich das Kind gesund entwickelt.
Derzeit gibts Therapie, ich glaub sogar Medikamente, weil die Kleine so gedämpft wirkt.
Ihre Mutter ist unvorstellbar liebevoll, sehr bemüht um ihr Wohl, was mir auch sehr taugt, weil die beiden viel lachen miteinander, viel plaudern und quatschen. Bei meinem Sohn habe ich das Gefühl, dass er Sorge hat, sie kriegt keine Arbeit, wenn sie keinen normalen Berufsweg einschlägt. Er war stets strebsam, fleißig, "tüchtig", ist sehr diszipliniert und traut ihr zu, dass sie diese oder jene Karriere macht, die mit weiterführenden Schulen verbunden ist.
Das ist heuer vereitelt. Es ist fast noch ein Jahr Zeit, andere Möglichkeiten zu überlegen, als sie in Klassen zu schicken, wo sie gemobbt wird.

Wie ist das bei euch, habt ihr nicht euren Weg gefunden, der passt?
Den wird sie auch finden, da bin ich mir sicher.
 
Ich habe einen festen Job, ein gutes Einkommen, einen lieben Ehemann und einen Sohn auch mit ADHS und Autismus.
Ich habe meinen Weg gemacht und hätte es heute psychisch sehr viel einfacher wenn meine Eltern mich damals nicht solchen Druck ausgesetzt hätten bezüglich Job usw ..

Mir tut das in der Seele weh zu lesen wie deine Enkelin gedrängt und was von ihr erwartet wird muss ich dir ehrlich sagen. Ich bekomme da beim lesen Beklemmungen.

Sie soll lernen mit ihrem Defizit gut zurecht zu kommen und nicht, sich an die Gesellschaft anzupassen.
Traut ihr ihr wirklich so wenig zu? Habt doch bitte etwas mehr Vertrauen in sie und mehr Verständnis. Hast du dich wirklich Mal darüber informiert was deine Enkelin hat und wie sich das äußert?
 
Mir tut das in der Seele weh zu lesen wie deine Enkelin gedrängt und was von ihr erwartet wird muss ich dir ehrlich sagen. Ich bekomme da beim lesen Beklemmungen.

Etwas besser ist es geworden durch die Diagnose, jetzt wird sie von den Mitschülern, von den Lehrern milder gesehen und durch die Therapie wird sie höchstwahrscheinlich auch viel Eigenverständnis abkriegen und dieses "Fremdschämen" ablegen können.
Ich bin auch sehr betroffen, spür auch oft Beklemmung, wie es derzeit ist.
Sie könnte so stolz sein auf sich, wie sie ist. Knapp nach dem Schuleintritt las sie bereits dicke Bücher, verfasste Erzählungen und Geschichten wie ein erwachsener Autor. Sie untermalte diese Geschichten mit gemalten Bildern, extrem gekonnt. Ihre Weise, wie sie zuhörte, wie sie antwortete, ich war nur am Wundern, wer bist du...? Boah...
Dann kommt eine Meute und meint, sie muss anders sein. Das muss ich versuchen mit ihr noch mal zu hinterfragen.
 
Hallo @Cleo04, der Thread geht ja grade ein bisschen offtopic.
Ich finde aber sehr gut, was @Nehelenja zum besseren Verständnis schreibt.

Dein Freund klingt richtig sympathisch.
Er ist ein absolut liebenswürdiger Mensch, ein guter Zuhörer, intelligent und witzig. Er liebt Animes, spielt gerne Videogames, mag Fußball und Dart. Er könnte den ganzen Tag Süßigkeiten essen und ich bin langsam echt neidisch auf seinen Stoffwechsel 😀...

Dazu schreibt er noch an seinen eigenen Romanen und entwirft eigene Bilder dazu. Er ist wahnsinnig loyal und ehrlich.

Vielleicht findet sich ja noch jemand.
Und als gute Freundin gehst du sicher auch mal verkleidet mit ihm zur Gamescom 🙂
Heutzutage finden sich nicht wenige Menschen über ihre Leidenschaft fürs Gaming.
 
@Werwiewas Hey danke dir für deinen Kommentar! Ja er ist echt ein Lieber und es tut mir im Herzen weh ihn so leiden zu sehen..

@Nehelenja Dankeschön für deine Beiträge. Eigentlich find ich es auch ganz schön was sich hier aus dem Thread ergeben hat. Vielleicht fand so ein nützlicher Austausch statt☺️
Darf ich fragen, wie du Menschen gefunden hast? Ihm fällt es wahnsinnig schwer 😕
 

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