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Freunde allein zu Hause - Die Suche nach dem Namen für ein Gefühl und eure Meinungen

Surrender

Sehr aktives Mitglied
Hey,

folgendes Szenario: Ein Freund übernachtet bei euch. Am nächsten Morgen müssen alle Bewohner (Partner und du zB, aber auch potenzielle Mitbewohner) früh raus.

Womit fühlt ihr euch wohler:

Option A) Dem Freund das mitzuteilen und das er entsprechend auch früh hoch muss.
Option B) Dem Freund zu erlauben auszuschlafen - auch wenn es heißt, dass er bei euch alleine zu Hause bleibt.

Wichtig: Welcher Freund ist erstmal irrelevant, wir gehen davon aus, dass er euch vertraut ist. Es geht hier um das Gefühl um des Ortes.

Genau genommen empfinde ich es so, dass mein "Safespace", das heilige zu Hause, davon mehr oder wenig verletzt ist, wenn ein Freund allein bei mir zu Hause ist. Ich würde daher eher Option A wählen.
Dieses Gefühl fällt mir unfassbar schwer logisch zu beschreiben, weil es wie gesagt unabhängig ist von dem Individuum um den es geht. Es könnt mein bester Freund sein, den ich seit meinem Kindesalter kenne und ich würde immernoch ähnlich fühlen. Nicht so hart, dass es absolut keine Ausnahme möglich sein würde - aber dennoch wäre immer das flaue Gefühl da.

Ich suche den Namen dieses Gefühls und wie man es beschreiben kann, wenn es für ein Individuum gar nicht existiert und dieses immer auf Option B gehen würde - es sei denn, es handelt sich um ein nicht vertrauensvolles Individuum. Aber da es dann um die Person und nicht um den Ort geht, ist es halt etwas völlig anderes.

Danke schonmal im Voraus für eure Antworten 🙂
 
Es hört sich an, als wenn da kein absolutes Vertrauen wäre. Als wenn da ein kleiner Teil Mißtrauen ist, was der Freund in Deiner Abwesenheit machen könnte. Vielleicht auch, dass er Dinge anfasst oder vielleicht ein bisschen schnüffelt, was Du nicht kontrollieren kannst.

Wenn Du generell ein Problem mit Kontrolle hast - vielleicht sehr kontollierend bist - dann würdest Du da ja komplett die Kontrolle abgeben. Und das schafft ein Gefühl von Unbehagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich würde es dermaßen erklären, dass du einfach kein gutes Gefühl dabei hast, eine nicht zum Haushalt gehörende Person bei dir alleine in der Wohnung zu lassen. Das ist nichts schlimmes und auch nichts verwerfliches, sondern einfach dein Empfinden! Nichts also, worüber du dich unnötig rechtfertigen müsstest.

Bei mir zumindest kommt es aber schon ein bisschen auf die Person an: Meine Kinder samt Enkel dürfen natürlich gerne bleiben, gute Freunde der Familie ebenso.

LG,
SFX
 
Hi Surrender,
es ist ja eigentlich vollkommen irrelevant, wie die Allgemeinheit das empfindet. Wenn es sich für dich nicht gut anfühlt, ist das so.
Ich hatte schon sehr oft die Situation, dass ich entweder bei einer Freundin allein war (mehrtätiger Besuch bei einer Freundin - sie geht arbeiten, ich vertreibe mir den Tag, Besuch bei einer Freundin - sie geht noch was einkaufen, Übernachtungsbesuch bei einer Freundin - sie muss früh raus)
Auch umgedreht gab es das schon oft. Wenn eine Freundin bei mir schläft, versuche ich entweder später auf die Arbeit zu gehen, dass man noch zusammen frühstücken kann oder die Freundin steht mit mir früh auf oder sie bleibt noch liegen. Aber wie gesagt, wenn du es anders empfindest, dann sag doch dem Freund: WIR müssen zeitig aufstehen, weil ich dann los muss
 
Genau genommen empfinde ich es so, dass mein "Safespace", das heilige zu Hause, davon mehr oder wenig verletzt ist, wenn ein Freund allein bei mir zu Hause ist.

Findest du es schlimm so zu empfinden?
Du darfst das.

Bei mir wirkt das auf manche sicher fast absurd:

1. Manche Person kenne ich auch nach Jahren nicht so gut, weil es nur sehr selten zu Begegnungen/Besuchen kommt, kann sie aber ein- und ausspazieren lassen, diesem Menschen einen Schlüssel in die Hand drücken. Weil es einfach passt.

2. Bei manch vertrauterer Person könnte ich das nicht. Weil wir uns zwar mögen, lange kennen, es da aber bei aller Freundschaft etwas Trennendes, eine Grenze gibt, was eine echte, tiefere Verbindung nicht möglich macht.
Wohingegen oben diese Möglichkeit spürbar bestünde, Gespräche gelegentlich eine andere Qualität haben können. Beidseitig mehr Toleranz und Offenheit besteht.

Person 1 ist gern gesehener Übernachtungsgast.
Personen wie aus 2. habe ich früher bei mir übernachten lassen.
Das fühlte sich nicht gut an, eine Bedrohung/ein Störfaktor in meiner 'Burg'.
Inzwischen mache ich das nicht mehr. Dafür gibt es Ferienwohnungen etc.
Ich fühle mich so deutlich wohler.
 
Ich finde es nicht schlimm, so zu empfinden. Mir geht es darum, eine Erklärung zu finden, die von Menschen verstanden werden kann, die eben so überhaupt nicht empfinden.

Außerdem wäre ich interessiert, wieviele unterschiedliche Meinungen dazu gibt. Es gibt ja sehr viele Graustufen zwischen A und B und der Akzeptanz der Optionen.
 
Ich selbst würde unaufgefordert gemeinsam mit den Bewohnern die Wohnung verlassen und definitiv nicht allein in der Wohnung bleiben wollen, weil ich selbst mich dabei unwohl fühlen würde. Keine Vertrauensperson sollte beleidigt sein, wenn er gebeten wird, zeitgleich die Wohnung zu verlassen.

Ich war mal als Gastgeberin in einer ähnlichen Situation wie du sie beschreibst. Mein Bauchgefühl sagte mir damals "den Freund nicht allein in der Wohnung lassen". Ich habe nicht auf diese innere Stimme gehört, schliesslich bin ich jemand, der einem Freund vertraut, dass er nichts Unangebrachtes, Vertrauen verletzendes macht. Ich habe eine etwas ungewöhnliche Art, meine Ordner im Regal zu haben, ebenso gewisse Dinge in der Schreibtischschublade. Beides wurde definitiv - ich nenne es mal so - "angeguckt", was für mich ein absoluter Vertrauensbruch war. Man kann einem Menschen nur bis vor die Stirn gucken und einige scheinen ihre Neugier nicht unter Kontrolle zu haben. Ich denke, das Bauchgefühl ist oft nur eine leise Stimme, die man gern beiseite schiebt, aber wohl doch ein guter Wegweiser ist, das richtige zu tun.
 
Ich finde es nicht schlimm, so zu empfinden. Mir geht es darum, eine Erklärung zu finden, die von Menschen verstanden werden kann, die eben so überhaupt nicht empfinden.

Außerdem wäre ich interessiert, wieviele unterschiedliche Meinungen dazu gibt. Es gibt ja sehr viele Graustufen zwischen A und B und der Akzeptanz der Optionen.
Aaaah, okay! Es geht Dir also um eine Erklärung 😎 Die einfachste und völlig legitime Erklärung wäre: „Weil ich das einfach nicht möchte!“, wobei sich Leute damit meistens leider nicht zufrieden geben. Ansonsten sag einfach:

„Weißt Du, ich frühstücke einfach viel lieber gemeinsam mit dem Besuch und außerdem können wir dann einfach alle in den Tag starten und jeder macht wieder sein Ding. Fühlt sich für mich einfach besser an und ich kenne das ehrlich gesagt auch nicht anders.“

LG,
SFX
 

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