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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

Ich weiß auch schon was passieren würde, wenn sie nicht so oft Instrumente spielen dürfte. Sie würde dann immer bei uns sitzen. Im Wohnzimmer oder im Esszimmer. Fragen stellen, Langeweile bekunden, nach Medienzeit fragen usw. Sie kann sich, wie gesagt, außer den Instrumenten schlecht selber beschäftigen.

Ein Feriencamp kommt sowieso nicht in Frage. Sie würde sich so dermaßen quer stellen und Theater machen. Sie müsste dann ja wahrscheinlich mit anderen Kindern draußen spielen. Das geht für sie natürlich gar nicht.
[/QUOTE]

So viel also zur pflegeleichten Tochter.

Naja, da ist viel schief gelaufen.

Auch zwischen deinem Mann und dir.
 
Ihr habt also das Geld für so ein Elektronik-Trommel-Dings. Aber du sollst es kaufen und deiner Tochter die schlechte Nachricht überbringen und alles ausbaden, wenn es dann Streit gibt. Ja, das ist ein Problem, ihr seid euch nicht einig.

Und sie hat keine anderen Kinder, mit 9 Jahren? Nur euch, und da werdet ihr mit Fragen gelöchert und müsst ein tagesfüllendes Kulturprogramm auf die Beine stellen?!

Das könnte schon sein, mit der Hochgegabung. Aber sie braucht soziale Kontakte auch privat, zu anderen Kindern. Und wenn sie das nicht will oder kann, muss sie lernen, ihre Langeweile zu kanalisieren.

Für solchen schlauen Kinder gibt es auch Angebote. Und dieses nur- für- sich- sein- wollen ist keine Kompetenz, sondern eher ein Problem im weiteren Leben.
 
Wobei ich auch Kinder mit Hochbegabung kenne.
Diese sind trotzdem (oder erst recht?) fähig, sich alleine zu beschäftigen.

Nach deinen Erzählungen zu urteilen, habt ihr das Kind zu sehr in den Mittelpunkt gestellt.
Da ist es kein Wunder, wenn sie nicht mit anderen Kindern spielen möchte oder sich selbstständig eine Beschäftigung sucht.

Bei euch könnte ich mir vorstellen, wenn ein Test die Hochbegabung bestätigen sollte, dass sich die Situation zuhause noch verschärfen würde.

Weil dein Mann dann noch mehr dahinter her wäre, dass Mädchen auf den Thron zu stellen. Es würde sich dann wahrscheinlich absolut alles um ihr Wohlbefinden drehen.

Du klingst so passiv und depressiv.
Scheinst alles so hinzunehmen, obwohl es dir damit massiv schlecht geht.

Auf die Fragen, ob man ein Gartenhaus kaufen könnte und isolieren, einen Kellerraum schallisolieren könnte oder einen Proberaum anzumieten…gehst du überhaupt nicht ein.

Auch, dass du mit deiner Tochter sprichst, ihr klarmachst, dass du durch den Lärm krank wirst…gehst du nicht ein.

Es gäbe Lösungen, die musst du aber anstreben und durchsetzen.

Ihr lebt als Familie zusammen.
Bei euch bist du aber ausgeschlossen.

Oder du suchst dir eine kleine Wohnung und ziehst aus.
Damit meine ich nicht, dass du die Beziehung beenden sollst (falls dir noch was an deinem Mann liegen sollte), sondern ihr trennt euch räumlich und du kommst nach Hause, wann immer es passen sollte.

Wenn du dich nicht durchsetzen möchtest, dann bleibt alles wie es nun ist.
 
Naja, sorry, da ist wirklich auch die Frage, warum.will man/Frau mit Mitte 50 nochmal.ein Kind bekommen? Obwohl man schon zwei hatte, die jetzt erwachsen sind.

Wie kommt es, dass man als Paar den einzigen Lebensinhalt darin sieht, ein weiteres Kind zu bekommen?

Kann ich eben auch nicht nachvollziehen. Könnte es sogar noch eher, wenn man es noch nie erlebt hatte, schwanger zu sein und Kinder zu bekommen und aufzuziehen.

Ich weiß, darum geht es hier jetzt nicht, aber ich hatte das Bedürfnis, diese Frage nochmal loszuwerden.
Das ist doch in der aktuellen Situation völlig obsolet - Kind und Problem sind ja nunmal vorhanden.
Warum die TE und ihr Mann das so wollten , ist im EP hinreichend beschrieben.

Je länger ich hier mitlese, desto mehr bin ich der Überzeugung, das Problem ist ausschließlich die starre Haltung des späten Vaters. Wenn der seine Prinzessin nicht permanent pampern würde, wäre die Situation eine vollkommen andere.
 
Wenn genug Geld für Instrumente und Equipment da ist, kann ich auch eine Wand und eine Tür in dieses Haus einziehen und das räumlich trennen. Da muss eben die blöde Wendeltreppe herausgerissen und eine andere Treppe eingesetzt werden. Und da geht es bis zu einer Wand und einer Tür.

Das so etwas nicht pragmatisch umgesetzt werden kann, ist ein Zeichen eurer Uneinigkeit. Ja, und gegen deinen Mann einfach drauflosbauen ist natürlich auch ein Problem. Aber so kommst du eben unter die Räder, bei jedem einzelnen Problem.
 
Du klingst so passiv und depressiv.
Scheinst alles so hinzunehmen, obwohl es dir damit massiv schlecht geht.
Das Gefühl habe ich auch.
Habt ihr schon mal über eine Familientherapie nachgedacht? Dein Mann wird das vermutlich komplett überflüssig finden, aber es genügt vollkommen , dass du leidest, um das mal anzudenken.
Oder du suchst dir eine kleine Wohnung und ziehst aus.
Damit meine ich nicht, dass du die Beziehung beenden sollst (falls dir noch was an deinem Mann liegen sollte), sondern ihr trennt euch räumlich und du kommst nach Hause, wann immer es passen sollte.

Wenn du dich nicht durchsetzen möchtest, dann bleibt alles wie es nun ist.
Das finde ich gut.
Tatsächlich würde ich das als Ultimatum setzen: entweder ihr bemüht euch miteinander um eine Familientherapie, weil es für dich unmöglich ist, dich mit der aktuellen Situation zu arrangieren - oder eine räumliche Trennung ist die Folge.

Eventuell spielt bei deinem Mann auch schon eine Portion Altersstarrsinn mit rein. Sonst müsste ihm daran gelegen sein, dass auch du dich wohlfühlst.
 
Das ist doch in der aktuellen Situation völlig obsolet - Kind und Problem sind ja nunmal vorhanden.
Warum die TE und ihr Mann das so wollten , ist im EP hinreichend beschrieben.

Je länger ich hier mitlese, desto mehr bin ich der Überzeugung, das Problem ist ausschließlich die starre Haltung des späten Vaters. Wenn der seine Prinzessin nicht permanent pampern würde, wäre die Situation eine vollkommen andere.
Ich glaube halt, es könnte helfen, wenn man darüber nachdenkt, was eigentlich die Ausgangssituation war und was sich.daraus entwickelt hat.

Und was man heute daraus machen kann. Durch Reflektion zum Beispiel.
 

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