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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

Der böse Gedanke, dass der Mann sich jetzt in seiner Rente ein Vollzeit-Hobby zugelegt hat - seine kleine Tochter - kam mir auch schon.
Ich denke ja, wenn sie neun ist, dann werden die Karten eventuell bald ganz neu gemischt. Viele kommen ja recht früh in die Pubertät.
Und bei einer so engen Bindung wird es auch einen heftigen Ablöseprozess geben.
Abgesehen davon: halte dir mal vor Augen, dass es auch schlimmere Probleme gibt als ein so vielseitig begabtes Kind. Wollte ich nur mal gesagt haben.
 
Das Kind selbst ist vermutlich gar nicht das Problem.
Die Probleme scheinen ganz woanders zu liegen.
Und um sich damit nicht auseinander setzen zu müssen und eventuell Konsequenzen, egal welcher Art, zu ziehen , wird alles auf's Kind projiziert.
 
Einen Test für eine Hochbegabung würde ich sie nicht machen lassen, wenn verschiedene Nachteile damit verbunden sind und sie es nicht will.

Dein Mann redet fies und verständnislos mit dir.
Nur seine extrem verwöhnte Prinzessin ist ihm wichtig und deine Gefühle und deine Nerven sind ihm egal ?

Wenn dich der Musik Krach stört sollte die Tochter dir dein Hobby verbieten...meint dein Mann ?
Unglaublich.

Ihr könnt euch einen Proberaum für ihre Musik mieten.

Den Lärm würde ich mir nicht bieten lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht bei euch nicht nur um den Lärm, in eurer Beziehung ist ein riesiges Leck und ihr könnt es nicht stopfen, wenn ihr so weiter macht.

Dein Mann scheint nicht zu blicken, wie ernst eure Lage ist.
Oder, es ist ihm schlichtweg egal.
War das Leck vielleicht auch vorher schon da und ihr habt versucht , die Schieflage in eurer Beziehung mit einem Kind zu beheben?
Vielleicht war das auch ein maßgeblicher Anteil an eurem sehr späten Kinderwunsch - weil du im Hinterkopf hattest, wie eure Beziehung war, als die älteren Töchter klein waren und du wolltest, dass es wieder so wird?

Damit wärt ihr nicht allein , das ist ja ein relativ weit verbreitetes Phänomen. Der Gedanke an eine Schwangerschaft, das Bemühen darum, die medizinischen Eingriffe...das schweißt eine Beziehung ja vielleicht nochmal zusammen?!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Mann um die älteren Töchter auch so einen Hype veranstaltet hat, allein schon, weil die zu zweit waren. Wie war das denn damals, bei euren jetzt erwachsenen Kindern? Hattest du da auch so wenig Mitspracherecht, was die dürfen und was nicht?
 
Ich finde zumindest gut, dass du in der Diskussion mit deinem Mann hartnäckig bleibst. Inakzeptabel finde ich hingegen, dass du die Kosten zur Anschaffung des neuen Instruments alleine tragen sollst. Da würde ich ganz sicherlich auch nochmal nachfassen. (Habt ihr getrennte Kassen? Ist eure/deine finanzielle Situation entspannt?) Grundsätzlich würde ich die Umstellung auf E-Schlagzeug aber angehen, da du dann zumindest schon mal ein gravierendes Problem weniger hättest. Außerdem käme ja auch Geld rein durch den Verkauf des aktuellen Schlagzeugs, das die Gesamtkosten reduziert. Die Forderung nach einem exklusiven Modell könnten sie ja gerne haben, Ich würde da lediglich ein angemessenes für Fortgeschrittene anschaffen. Dein Mann hat dir ja die Verantwortung übertragen und bekanntlich bestimmt der Klavierspieler die Musik - um im Genre zu bleiben. Las dich doch einfach mal (alleine) beraten und schildere dort offen das Problem. Vielleicht nehmen die euer Schlagzeug sogar in Zahlung.

Auf jeden Fall angehen würde ich die Testung auf Hochbegabung. Es ist völlig sinnentleert zu meinen, dass das Problem einfach so verschwände wie hier offensichtlich eine Userin denkt. Durch Weggucken löst man keine Probleme.
Noch dürfte euer Kind ja auf der Grundschule sein. Die Zusage, die Klasse nicht wechseln zu müssen, würde ich ihr für die aktuelle Schule auch ohne Wenn und Aber geben.
Entscheidend würde dann aber die Wahl der weiterführenden Schule - und die würde ich an dieser Stelle noch überhaupt nicht erwähnen, sondern dann später vom Ergebnis der Untersuchung abhängig machen. Umso wichtiger finde ich zeitnah das Elterngespräch mit dem Kinderarzt oder -therapeuten zum Thema.
Wie sind eigentlich die Noten deiner Tochter? Und was spiegelt euch die Klassenlehrerin? Bei Hochbegabung müsste von der eigentlich schon tendenziell ein entsprechendes Signal kommen.

Und ja, das Verhältnis zu deinem Mann finde ich auch mehr als seltsam. Er scheint mehr Interessenvertreter eurer Prinzessin zu sein als dein fürsorglicher Partner. Empfindest du selber eure Beziehung als wertschätzend? Fühlst du dich verstanden und geliebt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundsätzlich würde ich die Umstellung auf E-Schlagzeug aber angehen, da du dann zumindest schon mal ein gravierendes Problem weniger hättest.

Dadurch lernt die Tochter keine Grenzen kennen, die sie mit neun Jahren wohl noch nicht oft gesetzt bekommen hat. Da fände ich die Einführung von festen Übungszeiten für alle Beteiligten besser.

Auf jeden Fall angehen würde ich die Testung auf Hochbegabung.
Sehe ich auch so. Über Ängste kann man im Vorfeld sprechen.
 
Dadurch lernt die Tochter keine Grenzen kennen, die sie mit neun Jahren wohl noch nicht oft gesetzt bekommen hat.
Da hast du absolut Recht. Allerdings müsste @Kati63 sich dafür gegen ihren Mann durchsetzen und da sehe ich aktuell kaum Bereitschaft auf der einen und wenig Einsicht auf der anderen Seite. Daher dann doch lieber den Spatz in der Hand und eine weniger gute Lösung wählen.

Für die Tochter ist das definitiv nicht gut; die muss es dann halt später auf andere Weise lernen oder wird so manche Enttäuschung erleben. Solange Papi lebt wird der dann retten müssen, was er sicherlich auch tun wird, sofern es der Sachverhalt hergibt.

Ich glaube, @Kati63, ihr habt versäumt, im Vorfeld über eure Vorstellungen bzgl. Kindererziehung zu sprechen - kann das sein? Es ist ganz sicher nicht normal, wie dein Mann eure Tochter entgegen deiner Bedürfnisse pampert. Und ja, ich fänd auch interessant zu hören, wie es früher mit den beiden ersten Kindern war.
 

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