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Hilfe.

Hi Jobre, Du hast recht, keinèr kann das fühlen und nachvollziehen, wie es dir genau geht. Und auch wenn es viele gibt, denen es ähnlich schlecht geht, nützt dir das vermutlich nichts. Hast du dir die Antworten durchgelesen aus dem Thread, den Du gepostet hast?

Natürlich kannst du schlecht von einem Tag auf den anderen aufstehen, dich anlächeln und zur Arbeit gehen. Aber ich glaube, du kannst 1-2 kleine Dinge tun. Du kannst dich anziehen und vielleicht schaffst du es rauszugehen.

Du hast Pech gehabt leider mit dem Arzt, nicht jeder ist auch empathisch nur weil er einen Doktortitel hat. Aber es gibt andere.

Wenn du willst, dass sich dein Leben ändert, wenn du noch ein kleines bisschen Hoffnung hast, dann tue ein bisschen was dafür. Räum etwas auf, mach diesen Anruf, falls du es noch nicht getan hast. Du bist 19 Jahre, dein Leben ist noch nicht dabei, auch wenn du eine schlimme Kindheit hattest und keine guten Angehörigen.

Gib dich nicht auf. Mit guten Antidepressiva hättest du weniger düstere Gedanken und könntest mehr tun. Liebe Grüsse
 

Hallo Binchy,

schau mal hier: Hilfe.. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ja werde gleich einkaufen gehen, dann frühstücken, dann ein wenig spazieren wenn ich es schaffe und dann keine ahnung was ich tun werde
 
Okay, das klingt nach 1 guten Plan.

Hast du was zum Lesen da? Liest du gerne? Oder aufräumen: du könntest dir sagen, dass du 20 Sachen aufräumst
 
Das ich unter Depressionen und Selbstmord gedanken leide ist ja die eine schlimme Sache aber hinzu noch einsam zu sein und niemanden in meiner Umgebung zu haben ist so viel Schlimmer. Verstehst du was ich meine?
 
Soweit ich mich zurück errinern kann das ich mich Sicher und in Geborgenheit beziehungsweise sehr Wohl gefühlt habe war 2018 wo ich über dem Sommer bei meiner Mutter und meinen Zwei Brüdern in ihrer Wohnung übernachtet habe. Daran denke ich oft sehr gerne zurück, aber gleichzeitig tut es auch sehr weh weil diese errinerungen immer schwammiger in meinem Kopf werden. Ich weiß nicht ob das durch meinen starken Alkohol konsum kam aber allgemein steh ich auch viel öfter neben mir.
 
Eigentlich habe ich mir geschworen nie wieder hier etwas zu schreiben da es mir sowieso nichts weiter als Kritik und Mitleid bringt was meine Situation sowieso nur noch mehr bestärkt.

Ich kann einfach nicht mehr. Es ist Monatsanfang und ich habe kein Geld mehr.

Erst noch vor 2 Wochen hatte ich meinen letzten Suizid Versuch worauf hin ich erneut in eine Klinik gekommen bin und nach 2 Tagen aus der Krisen intervention entlassen wurde.

Ich habe all das immer noch nicht verarbeitet und logischer Weise immer noch mit den selben Beweggründen zu kämpfen.

Ich habe niemanden um mich herum und wenn ich niemanden sage dann meine ich auch niemanden.

Meine Mutter und Großeltern haben sich endgültig von mir distanziert nachdem ich um Hilfe gebeten habe. Mit den Worten: wir können dir nicht helfen, arbeite an dir selbst.

Das alles was hier passiert in meinem Leben fühlt sich so surreal an. Ich habe es probiert mit Hilfe. Ganze Vier mal war ich im Jahr 2020 in stationären Behandlungen und es hat nichts geholfen. 7 Monate eine Therapie begonnen und mit all meiner Kraft und voller Demut bin ich auf jeden Menschen zu gegangen um vergebens um Hilfe zu schreien die nie kam.

Das ganze hier entwickelt sich zu einer endlosen Schleife und wer mir was anderes erzählen will sollte sich davon halten Menschen in einer schwierigen phase Ratschläge zu geben die nichts weiteres als fehl Leitung bewirken.
(bezogen auf Leute die immer sagen, das es vorbei gehen wird)

Lebend und freiwillig werde ich mich nie wieder irgendwo was sich Hilfe auf die Stirn schreibt begeben. Für manche mag es der richtige Weg sein. Für mich eine unertragbare art der Konfrontation mit Dingen die mich triggern und noch schlechter fühlen lassen als zuvor.

Das letzte Weihnachten und Silvester hat mir nochmal gezeigt wie schlecht man von Menschen eigentlich behandelt werden kann. Ich habe mich noch nie so einsam gefühlt wie jetzt und ich möchte bitte nur noch jemanden haben der bei mir ist.

Menschen urteilen über mich und lästern. Beleidigen mich, lachen mich aus aber kennen mich nicht.

Ich habe den Bezug dazu verloren welche Qualitäten es an mir gibt.

Noch vor einem Jahr war ich auf einem guten Weg und jetzt ein Jahr später sitze ich hier und alles erscheint auswegslos.

Diese Worte wirken nicht schwer und ich denke nicht das mich hier irgendjemand versteht.

Alles ist eine Bedrohung, ich traue mich nicht mehr auf die Straße.

Niemand geht auf mich zu, auch nicht im Internet. Ich kann einfach nicht mehr. Ich bin für alles überlastet und bin bist aufs höchste überfordert. Schon das aufstehen aus dem Bett ist eine riesige Herausforderung. Ihr wollt nicht wissen wie meine Wohnung aussieht.

Kann mir jemand helfen?
Ihr seht selbst das es nichts mehr gibt als sich selbst das Leben zu nehmen.
Hey,
Ich kann dich nachvollziehen ich hatte auch mal starke Depressionen jedoch nicht so stark wie bei dir.
Dadurch habe ich angefangen mir die Birne voll zu kiffen und dabei bin ich auch heute noch, aber es geht mir gut.
Jetzt mal zu dir, es ist ein sehr heikles Thema und es gibt nicht for alles eine Antwort.
Aber hast du vielleicht mal versucht etwas Abwechslung in dein Leben zu bringen?
Für mich hört es sich ziemlich danach an als wärst du die meiste Zeit über alleine, durch eigene Erfahrung ist dies sehr schlecht da man dann wirklich durchdrehen könnte.
Hast du denn vielleicht alte Kamerden die du vllt mal auf Facebook oder sonstigem kontaktieren könntest?
Vielleicht könntest du dadurch neue soziale Kontakte kriegen, die sind nämlich sehr wichtig für einen Menschen.
 
Meine Antwort wurde wohl kassiert.
Im Wesentlichen ging es darum dass man entweder die Ratschläge annimmt und sich in Therapie begibt - zu wenig Therapeuten; nicht für jeden Hilfreich; oft werden einfach nur Symptome bekämpft, statt die Ursachen zu beseitigen - oder man zieht einen Schlussstrich im Leben. Denn verstehen kann dich eh keiner, Jobre. Nur versuchen zu verstehen. Vielleicht wäre ein Sozialarbeiter das richtige für dich, weil der mit dem Papierkram gut helfen kann - reinste Schikane! - und man hat jemanden zum Reden. Es gibt auch noch das betreute Wohnen.

Ich für meinen Teil mache bei diesem Spielchen nicht mehr mit. Ich hole mir auf radikalste Weise meine Freiheit zurück - wenn ich diese jemals besessen haben sollte. Diese Gesellschaft macht einen krank! Da braucht man sich auch nicht wundern, dass viele nicht mehr können, wie sie „sollen“.
 
Hallo Jobre,

ich kann mir vorstellen - mit dem Kopf - wie schlimm das sein muss, keinen zu haben, nicht nur, dass es einem schlecht geht, sondern auch keine Bezugsperson zu haben. Wenn dann nur hier online mal schreiben, das ist natürlich besser als nichts, aber es ersetzt das nicht.

Aber das muss ja nicht für immer so sein. Es gibt Möglichkeiten, Leute kennenzulernen - jetzt im Moment schwerer als sonst, aber irgendwann wieder möglich. Das Wichtigste ist aber, finde ich, dass Du die Energie dafür bekommst bzw. es Dir seelisch wieder etwas besser geht, dass Du das Thema angehen kannst. Solange Du so depressiv bist und Dir alles zu viel ist, drehst Du Dich natürlich im Kreis und wirst kaum Leute kennenlernen.

Also: Antidepressiva, den Termin am 01.2.21 wahrnehmen. Und vielleicht hier Leute zum schreiben suchen, wenn Dir das gut tut - z.B. Er sucht sie oder er sucht jemanden. Manche hier treffen sich ja wohl auch später mal im realen Leben.

Was könntest Du Dir an Möglichkeiten denn vorstellen, was interessiert Dich? Wenn es Dir besser geht, wäre Ehrenamt natürlich eine Möglichkeit. Oder in eine Kirchengemeinde gehen, wenn Du gläubig bist. Gibt es Einrichtungen, die Du kennst, wo Du Dir vorstellen kannst, Leute zu treffen?

Wenn Du eine Perspektive hast, wenn Du Dir das vorstellen kannst, dass Du jemanden kennenlernst, einen Freund, eine Freundin, jemanden, dann kann Dir das Kraft und Hoffnung geben, weiterzumachen.

Wie war Dein Tag heute? Hast Du was gemacht? Liebe Grüße
 

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