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Helfen bei Kinderarmut in Deutschland ?

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Hmm.

Ich bin ja selbst zum Hartz-Empfänger geworden - da ich mit dem Sohnemann zusammenlebe und man mir Hartz deshalb mächtig gekürzt hat, weiss ich nicht wie das ist, alleine und mit dem Regelsatz auszukommen.
Kostenbewusstsein - ein Beispiel: Es gibt Pfeffer-Nachfülltüten von den Markenherstellern zwischen 1,99-2,49€ - und bei Plus komplette grosse Streuer für 49 Cent.
Was ich damit sagen will: Wenn schon "praktisches Leben" nicht zu den schulischen Lehrplänen gehört, sollten dann nicht Hartz-Empfängern (Erwachsenen) Kurse darin angeboten werden ? Über den richtigen Umgang mit Geld ?

Peter
 
Was ich damit sagen will: Wenn schon "praktisches Leben" nicht zu den schulischen Lehrplänen gehört, sollten dann nicht Hartz-Empfängern (Erwachsenen) Kurse darin angeboten werden ? Über den richtigen Umgang mit Geld ?

Peter
wer bezahlt das?
 
Kosten-Nutzen-Relation. Die Einsparungsseite: Das einigen Menschen ohne zusätzliche Hilfe auskämen. Vielleicht würd auch die Kriminalitätsrate sinken. Die Ausgabenseite: Volkshochschul-Kurse sind so teuer nicht.
Wir - der Staat - bezahlen im übrigen auch die Steuerverschwendungen, die der Bundesrechungshof jährlich auflistet.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Sori - du bist Lehrerin - liegts am Schulsystem, dass es Menschen gibt die mit Geld nicht umgehen können, oder liegts in den Genen bzw. der Persönlichkeit ?
Dieser Michael Jackson dürfte ja auch nahezu pleite sein, obwohl er Millionen gescheffelt hat. Was man auch schon von hiesigen Lottogewinnern gehört hat.

Peter

Ja, nur wird Michael Jackson immer jemanden finden, der ihn irgendwie finanziert.
In denen Genen liegt das sicher nicht, oder wenn nur zu kleinem Teil. Das ist sicher eine Erziehungsfrage und somit Aufgabe der Eltern und der Schule.
Wenn die Eltern einem das schon vorleben, dann ist die Gefahr groß, dass man das später selbst nicht hinkriegt.
Oder wenn man bei reichen Eltern groß wurde, die einem immer alles bezahlt haben aber man nie mit einem bestimmten monatlichen Betrag auskommen musste. Dann ist das, wenn die elterliche Unterstützung irgendwann flöten geht, auch ganz schön hart...

Was ich damit sagen will: Wenn schon "praktisches Leben" nicht zu den schulischen Lehrplänen gehört, sollten dann nicht Hartz-Empfängern (Erwachsenen) Kurse darin angeboten werden ? Über den richtigen Umgang mit Geld?

Peter


Das kommt ja auf die Schulform an. Als in den Sonderschulen für Menschen mit einer geistigen Behinderung steht das praktische Leben und somit auch der Umgang mit Geld an erster Stelle. Da hat das ganz hohe Priorität.
Und so hart das ist, die Schulen für Lernhilfe wissen inzwischen, welche Perspektive ihre Schülerschaft hat und da stehen nehmen den Versuchen der beruflichen Integration auch Dinge wie "Hartz-IV-Antrag ausfüllen" auf dem Lehrplan. Da gehören Haushaltsführung, etc. zum Unterrichtsstoff.
Aber je weiter das nach oben geht, desto weniger wird Wert gelegt auf diese Dinge. Die Hauptschule machts noch ein bisschen und spätestens beim Gymi hörts ganz auf.
VHS-Kurse scheint es übrigens zu geben in den größeren Städten. Aber dafür muss ja erstmal die Einsicht da sein, dass man Hilfe braucht. Weil vorschreiben lassen will sich das ja keiner
 
Naja, Sori,

als Hartz-Empfänger kriegt man schon einiges vorgeschrieben. Zumindest für die, die garnicht mit dem Geld zurechtkommen, könnte es verpflichtend gemacht werden, die Teilnahme an einem solchen Kurs.
Die Gefahr scheint mir auch, und nicht wenig, bei den reichen Eltern die ihre Kinder übermässig verwöhnen zu liegen, und halt wie du sagst, im Schulsystem, was "nach oben" Dinge voraussetzt, die einfach nicht gegeben sind. Solche Kinder könnten übel aufs Maul fallen, wenn sie mal auf eigenen Füssen stehen.
Aber wir Älteren haben früher auch geglaubt, alle, einzelne Menschen, Firmen, Gewerkschaften, Politiker - dass das "Wirtschaftswunder" ewig weitergehen würde. Die Situation jetzt hat niemand vorausgesehen.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Da wären wir wieder beim dem Problem von vorhin:

Wie wird überprüft, ob jemand mit dem Geld zurecht kommt. Woran macht man das fest und wer soll da ein Auge drauf haben.
Das sich das Schulsystem ändern sollte, da red ich schon seit Jahren von, aber auf mich hört ja keiner ^^.

Kann halt auch nicht sein, womit wir dann wieder mitten immer Threadtitel wären, dass Kinder aus sozial schwachen und/ üder ausländischen Familien überproportional in Haupt- und Sonderschulen landen. Die sind sicher nicht alle dümmer, die sind nur ärmer - an Geld und vor allem an Bildungschancen. Ein nicht endender Teufelskreis.
 
Also wenn ich manches hier so lese, kann man schon zur Überzeugung gelangen, viele wolle eine rund-um Versorgung. Nicht nur im materiellen Sinne, sondern auch im geistigen. Immerhin sind Erwachsene Menschen eben erwachsen und sollten schon auf sich selbst achten können bzw. wissen, wie sie mit Geld umgehen.

Naja, bestätigt eigentlich meine Theorien, dass die Menschen sich eigentlich nur eine Nanny wünschen.
 
Hier gibts zwar keine Suppenküchen, soweit ich weiss nur in unsrer Kreisstadt, aber ich denke doch, dass die, die sich da Lebensmittel holen, auch ihre Bedürftigkeit nachweisen müssen. Wäre eine Möglichkeit, den Personenkreis ohne viel Aufwand zu erfassen, der für solche Kurse infrage käme.

Es gäbe viel zu tun, aber die pauschale Verurteilung der Hartz-Emfänger durch diesen Ex-Grünen Oswald Metzger besagt ja, dass die Problematik garnicht erkannt wird. Mit Geld allein kann man nur lindern, kommt aber nicht an die Wurzel des Übels. Die Formel dafür kann nur Hilfe zur Selbsthilfe sein - zum einen durch ein praktischeres und ballastfreies Schulsystem. Zum anderen muss die Umverteilung von unten nach oben aufhören. Ein Beispiel: Die beschlossene Rentenerhöhung kostet den Staat ca. 2 Milliarden Euro, und ein Kleinstrentner darf dann mit 3 Euro im Monat mehr rechnen. Wenn man die Kosten kennt - warum dann nicht anders ? Eine Obergrenze von meinetwegen 1500 € setzen, und die Renten andersrum gestaffelt nach unten erhöhen, dass die Ärmsten am meisten kriegen ?
Hat man - wie Ex-Bundespräsident Herzog formuliert hat, Angst vor einem Rentnerstaat bzw. deren Macht ? Oder sitzen die Politiker aus Gleichgültigkeit Probleme aus ?

Was Kinder aus sozial schwachen Familien angeht, könnte und wird sich das Problem zu einer Angelegenheit ausweiten, die viel mehr Kosten verursacht, als ein Angehen der Probleme verursachen würde. Folgekosten dieser Kinder als Erwachsene, möglicherweise ihr ganzes Leben lang.

Peter
 
Immerhin sind Erwachsene Menschen eben erwachsen und sollten schon auf sich selbst achten können bzw. wissen, wie sie mit Geld umgehen.

Du setzt da einen Idealzustand voraus, der aber so nicht gegeben ist. Wir hatten hier im Forum vor längerer Zeit eine Frau, die einen Thread eröffnet hat, und - allen Ernstes - gefragt hat, ob für ihre studierende Tochter denn 1500 Euro von den Eltern ausreichend sein würden. Jemand hat darauf geantwortet: Ich bewerbe mich bei ihnen als Tochter.

Peter
 
Wir leben doch schon in einem Rentner-Staat. Die Rentner haben viel zu viel Macht, was sich auch an der außerplanmäßigen Rentenerhöhung ablesen lässt.

Und zum Idealzustand: Das wäre wahrlich der Idealzustand.
Das wir aber nicht in diesem Leben, hat nicht ausschließlich etwas mit dem System zu tun, sonder auch viel mit den Menschen selbst.

Viele Menschen möchten gar nicht nachdenken, möchten gar nicht eigene Entscheidungen treffen, möchten nicht darüber debattieren, was Gut und Böse sind. Viele Menschen empfinden das eigenständige denken als Last.
 
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