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Helfen bei Kinderarmut in Deutschland ?

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Zitat:

Viele Menschen möchten gar nicht nachdenken, möchten gar nicht eigene Entscheidungen treffen, möchten nicht darüber debattieren, was Gut und Böse sind. Viele Menschen empfinden das eigenständige denken als Last
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Man ist ja schon richtig froh, das jemand da ist, der es ganz genau weiß.
 
Diejenigen Rentner, die aus den "guten Jahren" eine den heutigen Maßstäben nach gradezu unverschämte Rente beziehen - und euch damit belasten - werden in 10 Jahren sogut wie ausgestorben sein. Ich kenne mit dem Nachbarn meines Schwiegervaters auch so einen.
Dann hat der Rentnerstaat ein anderes Problem, aber das ist hier ja nicht Thema.
Die Menschen, die du ansprichst, auf die muss natürlich Druck ausgeübt werden, damit sie den Hintern hochkriegen. Nur lässt sich nicht vermeiden, das die auch Kinder haben, die nicht in der Motivationslosigkeit und Depression verharren sollten. Sowas wie einen Elternführerschein, um die Reife fürs Kinderkriegen nachzuweisen, gibts ja nicht. Wir könnten eine Basis- oder Volksdemokratie haben, wenn es diese Trägheit nicht gäbe.
Und es gibt Kinder, deren Eltern durch Krankheit zu Hartz-Empfängern geworden sind. All diesen Kindern sollte Hilfe zur Selbsthilfe nahegebracht werden.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Rentnern geht es gut, besser als Kindern.
Und sicherlich ist Hilfe zur Selbsthilfe gut, aber wann wird diese Hilfe zur Bevormundung, die sich ja anscheinend viele wünschen?!
 
"Die" Rentner gibt es eben nicht. Derzeit sind die Unterschiede krasser als du glaubst - wo du doch sonst immer gut informiert bist, hast du hier aber erhebliche Lücken.

Wann die Hilfe zur Bevormundung wird ? Es gibt Menschen, und du hast sie ja auch angesprochen, die ihr ganzes Leben lang nicht erwachsen werden. Ich bin kein Sozialforscher, um zu den Ursachen etwas sagen zu können. Für Kinder ist Hilfe zur Selbsthilfe jedenfalls keine Bevormundung. Sondern eine Chance, nicht so wie die Eltern zu werden. Oder nenn es meinetwegen eine Evolutionschance.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich gibt es Unterschied. Aber der Durchschnitt zählt und hier ging es keiner Rentnergeneration besser, als heute. Die, die wirklich arm dran sein werden, sind die heutigen jungen Menschen.

Hilfe zur Selbsthilfe ist gut, aber sollte die nicht eigentlich beim Elternhaus liegen? Der Staat hat ja nicht die Möglichkeiten,in jede Familie einzeln rein zuschauen.

Und die Verfettung der heutigen Kinder ist bestimmt nicht auf einen Mangel an Geld zurückzuführen. Auch nicht bei Hartz IV Familien. Mit deutlich weniger als 5 Euro pro Tag und Mensch, kann man sich gut und gesund ernähren.
 
Und die Verfettung der heutigen Kinder ist bestimmt nicht auf einen Mangel an Geld zurückzuführen. Auch nicht bei Hartz IV Familien. Mit deutlich weniger als 5 Euro pro Tag und Mensch, kann man sich gut und gesund ernähren.
dem stimme ich voll und ganz zu ... ich ernähre mich (aufgrund meiner magersucht) ebenfalls nur von wenigen euro am tag ... ein bisschen brot und wasser reichen mir schon ... bloß nicht zuviele kalorien ... es geht also doch
 
Bitte, Sick-Freak, Deine Magersucht ist an der Stelle wirklich unerheblich und im Übrigen ist Magersucht alles andere als gesund und sicher kein Rezept für die Ernährung von Kindern.

Dr.House, das ist aber das Problem am Durchschnitt. Wenn man nur den Durchschnitt betrachtet, erhält man ja ein völlig anderes Bild. Wichtig sind aber eben auch die Randgruppen, die unsere Gesellschaft zulässt. Und da gibt es auch arme Hanseln unter den Rentnern, die kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.

Überfettung von Kindern ist ja wieder ein ganz anderes Thema. Aber auch da gibt es eben das andere Ende der Kette, dass Kinder hungrig in die Schule kommen. Theoretisch ist es sicher möglich, ein Kind auch von Hartz IV und ggf. mmit Unterstützung der Tafel gesund zu ernähren. Dafür muss die Mutter aber die entsprechenden Kompetenzen mitbringen: Geldmanagement, entsprechendes Einkaufsgeschick und etwas Ahnung von Kochen sollte sie auch haben, damit es vielseitig wird. Diese Kompetenzen werden vielen aber nicht oder zu wenig vermittelt.
Und dann gehts eben auf die falschen Sachen, so lange das Geld da ist und wir haben das Problem "Überfettung". Dazu kommt ja meist ein Deifizit an Freizeitmöglichkeiten, so dass das Kind auch noch den ganzen Tag vor der Glotze hockt...
Aber dieses Phänomen gibt es ja nun absolut kein Schichtenproblem, sondern weit verteilt.
 
doc - den durchschnitt zu betrachten führt doch zu einem schiefen bild. nimm den zusammenhang der einkommen - arbeitnehmer und gewerkschaften haben lohnzurückhaltung geübt, managergehälter sind überproportional gestiegen, die einkommensschere klafft weiter auseinander, und der durchschnitt würde ein bild ergeben, dass es allen gut geht.

Hilfe zur Selbsthilfe ist gut, aber sollte die nicht eigentlich beim Elternhaus liegen? Der Staat hat ja nicht die Möglichkeiten,in jede Familie einzeln rein zuschauen.
dieser zustand sollte angestrebt werden. das die realität nicht so ist, und wie man sie verbessern könnte, darüber diskutieren wir ja.

Mit deutlich weniger als 5 Euro pro Tag und Mensch, kann man sich gut und gesund ernähren.
mit deutlich weniger nicht. und die lebensmittelpreise steigen und steigen. beispiel: die reisproduzierenden länder in fernost überlegen an einem kartell, ähnlich der opec beim rohöl. es ist nicht nur bei reis so, sondern generell bei lebensmitteln. ich habe diese woche für einen kopf eisbergsalat 1,99 € bezahlt - den gabs vor ein paar monaten für 59 Cent.

Peter
 
Also ich sage auch, dass es möglich ist für 3 Euro ein schmackhaftes Essen für zb 4 Personen zu kochen.

Ich sehe die Problematik auch darin, dass viele junge Menschen überhaupt nicht mehr kochen können und sich von Fertigprodukten ernähren.
Diese sind natürlich weitaus teuerer als wenn ich es selber herstellen würde.

Vor allem aber auch wissen viele gar nicht mehr welches Gemüse oder Obst grade Saison hat, da alles über da ganze Jahr verfügbar ist. Man merkt es nur an den Preisschwankungen.

Ich frage mich auch, warum muss unbedingt ein Eisbergsalat für 1,99€ gekauft werden wenn das Geld knapp ist. Dann verzichte ich doch darauf und kaufe mir etwas anderes dafür was nahrhafter ist.
 
Also, vielleicht doch mal lesen Jane Doe.
Die Höhe der Hartz 4 Leistungen interessieren hier nicht. Mir ging es um die Höhe der Geschenke!

Und genau darauf bin ich eingegangen. Habe es extra für Dich explizit recherchiert und durchgerechnet. Regelsatz vs. Wie viel Kostet ein Kind.
Wie von mir geschrieben, beträgt der Unterschied ca. 250,00 €.
Ergo habe ich Dir geantwortet, daß nach dieser Berechnung die Höhe von 250,00 € als Geldgeschenke angemessen sind.


Diese Höhe steht aber durch die Vermögensfreibeträge ( zumindest für ein Jahr ) fest.


Das sah die Sachbearbeiterin in diesem Threadfall wohl anders:

Auf Nachfrage von stern.de bestätigt der Leiter des Hanse-Jobcenters, Frank Junghans, die ablehnende Position. "Es gibt klare gesetzliche Bestimmungen, die festlegen, was als zusätzliche Einnahme erlaubt ist und was nicht. Danach sind Geldspenden, die die Hälfte des Regelsatzes (173 Euro ) überschreiten, auf das Arbeitslosengeld II (ALG II) anzurechnen." Allerdings seien Ausnahmen möglich. Dann etwa, wenn die "Zuwendung" einmalig ist, zweckbestimmt und "das Einkommen nicht nachhaltig verändert". Die 250 Euro-Spende für Pauline hält die zuständige Sachbearbeiterin jedoch für so erheblich, dass sie per Bescheid das Arbeitslosengeld um eben 250 Euro kürzt.

Und mokieren solltest Du Dich nicht über die 8 Euro die mehr erlaubt sind, als Du das angenommen hast

Ich hatte gar nichts angenommen, und mokiert habe ich mich auch nicht. Nur eine Berechnung angestellt. 😎

, sondern - in diesem Fall - über Deine Unwissenheit.

Ich lerne immer gerne dazu.😉🙂

Zitat Jane Doe:

Ich finde auch, daß Eltern, deren Kinder die Möglichkeit haben, sich in sozialen Einrichtungen eine warme Mahlzeit holen können, noch etwas von ihrem Nichtgeld abgezwackt bekommen. Schließlich sparen sie sich ja die Kosten für eine Mahlzeit.

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Also, da geht mir wirklich der Hut hoch. Das ist doch nicht ernstgemeint?

MIKENULL: Selbstverständlich war das IRONISCH gemeint!!!
Ich verfechte hier, daß für Kinder besser gesorgt werden muß und gebe dann so etwas im Ernst von mir??

Ich habe eine Zeit lang bei der Tafel mitgeholfen.
Es stimmt, daß zum Teil von den Geschäften nur Waren abgegeben werden, die sie absolut nicht mehr verkaufen können. Von der zermatschten Tomate, gärigen Weintrauben, bis zu verfaulten Kartoffeln.
Die Tafelhelfer sortieren in diesen Zeugs aus, was noch zu gebrauchen ist.

Aber es gibt tolle Geschäfte, noch sehr gut zu verwertende Lebensmittel abgeben. Sogar richtige Delikatessen.
Und leider auch immer noch Geschäfte, die ihre übrig gebliebenen Lebensmittel lieber wegwerfen, als sie an die Tafel zu geben, obwohl die Tafel die Lebensmittel bei ihnen abholt. U.a. gibt es hier einen Bäcker, der sein Brot, Kuchen usw. abends lieber in den Müll kippt.

Ich habe ‚nur‘ Vormittags beim aussortieren mitgeholfen, aber ich weiß von Tafelhelfern, die nachmittags bei der Verteilung helfen, daß manche Kunden unmöglich sind.
Da wird sich darüber beschwert, daß das Brot nicht frisch ist, daß sie nur weißes Brot haben wollen, Obst und/oder Gemüse mit kleinen Druckstellen abgelehnt wird, der Joghurt nur noch 3 Tage haltbar sei usw.
Auch begreifen diese Menschen nicht, daß die Tafel kein Supermarkt ist. Die Tafel nur Lebensmittel ausgeben kann, die als Spenden reingekommen sind.
Es eben Tage gibt, da ist z.B. keine Wurst, Käse oder Milch da.
Da kommt nicht einmal ein kleines Dankeschön für die ehrenamtlichen Helfer, da wird gemotzt.

Aber dafür gibt es dann die Menschen, die glücklich sind, 2 x in der Woche Lebensmittel zu erhalten. Und für die macht man sich dann gerne die Arbeit!

Für mich ist es normal, beim Bäcker das Vortagsbrot 1 kg für 1 € zu kaufen, nur nach Sonderangeboten zu greifen. Für 0,29 Cent/100 gr. werden von mir die Wurstan/abschnitte gekauft.

Häufig genug bin ich wütend über die Preise u.a. bei Obst und Gemüse.
Aber dann wird es halt nicht gekauft, basta.
 
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