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Haushalt Aufteilung im Paar mit Frau als Hauptverdienrin

Natürlich sollte es dem Einkommen entsprechend sein.
Möchtest du mit 400 Euro Auszubildendengehalt auch die Kosten tragen, die du nun einfach so
stemmen kannst, als gut Verdienende?
Dann sehe dich im Recht.
Emanzipation bedeutet aber auch, als Frau die gleichen Verpflichtungen wie ein Mann.
Du verdienst mehr, er nicht. Dann musst du auch mehr bezahlen.
Nur so ist Frau dann auch der wahrliche Mann in der Beziehung mit denselben Verpflichtungen und keinen anderen.
 
Immer dieses Vorverurteilen.
Ich selber habe in meinen 20ern so gelebt, auch mit 30 den Rappel bekommen, mit 31 ein Studium begonnen, das ich mit 36 erfolgreich in der Regelstudienzeit abgeschlossen habe. Also keine Verurteilung, sondern eher Verständnis, weil ich bis 30 auch so war. (Gebe zu, das muss man ohne diesen Hintergrund falsch verstehen - sorry dafür!)
Finanziert habe ich mich während des Studiums mit gelegentlichen Programmieraufträgen und v.A. nächtlichem Kellnern. Zu der Zeit war ich mit einer Grundschullehrerin zusammen. Im Leben nicht wäre ich auf die Idee gekommen, bei ihr unterzukriechen oder mich gar von ihr finanzieren zu lassen. Nicht wegen der Mann-Frau-Rolle, sondern weil ich selber die Verantwortung für die Folgen meiner Entscheidungen trage.


Der Mann macht eine Ausbildung! Vielleicht Vollzeit.
Und er spart Geld, weil er bei der TS für die Hälfte mitwohnen darf (s. Eingangspost)


Außerdem haben sie das gemeinsam beschlossen
Eben! Er auch. Und er war zu diesem Zeitpunkt bereits 1 Jahr in der Ausbildung. Er wusste also, wieviel Geld er im Portemonnaie hat.


Wie würde dieses Beispiel aussehen: Frau arbeitet Teilzeit wegen der Kinder und verdient dementsprechend weniger als ihr Mann. Der verlangt jetzt aber von seiner Frau, dass sie 50:50 die Kosten übernimmt.
Es geht hier nicht um ein Ehepaar. Und selbst, wenn: wenn man gemeinsam eine Absprache trifft, kann nicht einer 3 Monate später ankommen und Forderungen stellen.

Zumindest nicht in meiner Welt...
 
Wenn er sich durch das Zusammenziehen finanziell verbessert hat (z.B. vorher 900, jetzt 600 und die will er nun auch noch drücken), dann würde ich ihn 50% zahlen lassen.
Denn wohnen muss er so oder so.

Das gilt umso mehr, wenn das vorher zwischen euch so vereinbart worden ist.

Das ist aber nicht in Stein gemeißelt, letztlich gehts darum eine Lösung zu finden mit der alle Beteiligten leben können. Das muss nicht bedeuten, dass es "fair" ist.
 
Wenn hier ein Mann geschrieben hätte, sähe die Sache hier wohl anders aus. Da wären alle über ihn hergefallen, wie man die Frau nur so ausnehmen kann. Jetzt schreibt hier eine Frau und der Mann soll zahlen auch wenn das ungerecht ist und hätte sein Leben vorher anders organisieren sollen und gefälligst vorher eine Ausbildung machen sollen. Ein Hoch auf eure Doppelmoral.
 
....
Und er spart Geld, weil er bei der TS für die Hälfte mitwohnen darf (s. Eingangspost)
.....

Sie aber auch. Er wohnt also nicht gnadenhalber bei der TE.

Aber vielleicht kann ich bei diesem Thema schlecht mitreden, weil ich Aufrechnerei in einer ernsthaften (!) Beziehung ekelhaft finde. Hier liegt aber wahrscheinlich schon der Hase im Pfeffer. Die TE und ihr Partner sind kein Team, das sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen will, sondern es sind zwei Personen die aktuell zusammen wohnen.
 
hm schwierig.....

Er spart ja schon Geld dadurch, dass er jetzt bei dir wohnt und die Häfte deiner Miete günstiger ist als seine vorherige eigene Wohnung.

Hätte er seine eigene Wohung überhaupt behalten können mit dem Ausbildungsgehalt?

Das ist der springende Punkt, finde ich.

Wenn er die alte Wohnung alleine sowieso nicht mehr finanzieren hätte können, dann soll er froh sein jetzt günstiger bei dir wohnen zu können.

Vielleicht ist es so, dass er nach 3 Monaten merkt, dass ihm, obwohl er jetzt bei dir wohnt, fürs Leben immer noch zu wenig Geld bleibt, um sich wohlzufühlen bzw. sich mal was gönnen zu können.
Aber das hätte er vorher kalkulieren bzw. ausrechnen müssen.

Vielleicht frustiert es ihn, wenn du nach Abzug aller Fixkosten noch (von mir geschätzte) 1.000 Euro zur Verfügung hast und er nur 200 Euro.
Dass er das vorher nicht bedacht hat, das es ihn hart trifft sich nix gönnen zu können und du so viel mehr zur Verfügung hast.

Oft merkt man sowas ja erst nach einiger Zeit im Alltag.

Hast du den Eindruck, dass ihm genug Geld übrigbleibt für seine Bedürfnisse?
 

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