In der Praxis sieht es oft anders aus.
- Man zahlt mehr als man für Miete zahlt
Mindestabtragung sind 1%! Alles darüber hinaus lässt sich mit dem Kreditinstitut verhandeln.
Verhandelt man mit einem Vermieter auch über die nächsten Mieterhöhungen?
Meine Raten steigen nicht, wenn ich das nicht möchte. Den Mieterhöhungen bist ausgeliefert. Wenn auch in einem bestimmten Rahmen. Aber selbst dieser ist ja ärgerlich.
- Abgezahlt ist das Haus erst in 20 Jahren. Was dann ist, ob man dann überhaupt noch lebt?
Also wenn ich mit 60+ auf die Idee komme ein Eigenheim anzuschaffen, habe ich offensichtlich den richtigen Zeitpunkt verpasst. Und ein Haus in 20 Jahren abzahlen? Das wäre eine fürstliche Ausgangslage. Das kann ich dann jedem nur raten.
- Es kommen Renovierungs- und Instandhaltungskosten auf einen zu. 30.000 € für ein neues Dach, 20.000 € für ne neue Heizung usw.
Und dennoch habe ich keine Mietzahlungen in den Gulli geschoben, sondern Wertsteigerungen geschaffen. Obwohl, mit horrenden Mietzahlungen schaffe ich auch Werte - beim Vermieter.
- Energiekosten steigen. Ein alleinstehendes Haus verbraucht deutlich mehr als z.B. eine große Etagenwohnung.
Du kannst eine Wohnung wohl auch nicht mit einer freistehenden Immobilie vergleichen.
Oder gehst du auch ins Porschezentrum und beklagst dich darüber das die Autos teurer sind als bei Dacia nebenan?
- Man wird älter, der anfangs schöne Garten wird zur Last
Das ist korrekt. Der Garten ist aber immer noch schön, auch wenn er dir zu Last fällt!
😉
Entweder holt man sich einen Jugendlichen aus dem Ort der einen für ein Taschengeld unterstützt, verkleinert seinen Garten (wir verkaufen z.b. irgendwann das unbebaute Nachbargrundstück) oder legt den Garten rechtzeitig so an das er so pflegeleicht wie möglich ist. Hat man alles selbst in der Hand.
- Irgendwann sind die Kinder aus dem Haus und man hat eigentlich mehr Platz als man braucht
Wir können nie genug Platz haben. Für Hobbies, etc.
Aber auch hier: Das letzte Eigenheim kann man ja dann anschaffen wenn die Kinder aus dem Haus sind. Bei uns sind die Kinder aus dem Haus, da war ich Ende 40. Da ist also noch lange nichts zu spät. Vorherige Immobilien ließen sich mit deutlichem Gewinn verkaufen. Was dann wiederum sogar vorteilhaft für das letzte Objekt ist.
- Immobilienwerte steigen vielleicht, aber wenn man eh nicht verkaufen will, ist das nur Reichtum auf einem Papier
Das ist korrekt. Die Werte die wir heute schaffen, sind dann nur noch für unsere Erben.
Aber ist das was schlechtes für die Kinder vorzusorgen? Macht man das nicht wenn man Kinder hat?
Sorgst du lieber für die Kinder des Vermieters? ^^
- Und die Kinder, die das Haus erben sollen, wollen vielleicht lieber mitten in der Stadt leben und verkaufen das geliebte Haus nach dem Todesfall
Ein Sarg hat halt keine Regale. Das können sie machen wie sie wollen. Ist doch schön wenn sie dadurch finanziell ihrem Traum vom Stadtleben, dann dadurch eher und leichter erreichen können.
Wenn unser geliebtes Haus jemand bekommt der es genauso zu schätzen weiss, ist doch alles gut.
Und falls nicht, soll mich das interessieren wenn ich bereits die Augen zugemacht habe?
Das Haus war, bevor wir es gekauft haben, doch auch nicht unser.