Hier wäre mal ein praktisches Beispiel dafür, warum das System tötet
Neuer Rekord: 350 Prozent Hartz IV Sanktion
Das zieht einem die Strümpfe aus!
Man sollte doch mal dieser Strangulationsmeisterin von MainArbeit, diesem berühmten "Vorzeigejobcenter" der kreisfreien Stadt Offenbach, ganz freundlich mit ihrer Art und Weise ein paar Jahre Hartz IV verordnen.
Ich würde gern mal wissen, ob sie sich für ihre tolle Leistung wenigstens bei der Frau entschuldigen muß! Das war nämlich nicht bei mir der Fall, dafür, daß man mir plötzlich die gesamten Leistungen ohne Ankündigung an einem Freitag strich, obwohl ich 2x schriftlich meinen Umzug rechtzeitig vorher mitgeteilt habe und dann zur Sicherheit persönlich im Arbeitsamt den erfolgten Umzug, postwendend am nächsten Tag, gemeldet habe. Man strich mir die Leistungen mit der Begründung, daß ich angeblich nicht erreichbar gewesen wäre.
Das nennt sich Verböserung eines Kunden, wenn man ihm unrichtige Sachverhalte oder angebliches falsches Verhalten unterstellt.
Hatte ich doch tatsächlich den richtigen Riecher, daß mir der Umzug zum Nachteil gerechnet werden würde. Deshalb bin ich extra noch mal persönlich dort aufgekreutz, obwohl die Aktion eine Tagesfahrt für mich darstellte und ich keinerlei Fahrgeld bekam. Hätte ich mich auf meine schriftlichen Meldungen verlassen, ich weiß nicht, .... also eigentlich hätten die ja reichen müssen.
Ich bin damals auch zum Sozialgericht, weil mir aus der fiesen Aktion gegen mich erstens Kosten entstanden und unnötige Verwicklungen und peinliche Klimmzüge (die ich mir und Euch jetz erspare zu schildern) erwuchsen, da wir keinerlei Bargeld hatten, weil ausgerechnet genau an diesem Freitag meines Gattens Konto unangekündigt gesperrt war, weil er angeblich Zahlung ans Finanzamt nicht geleistet hatte, was aber so auch nicht stimmte, weil sein Einzahlungskonto zwar leer war, aber meines dafür um das Doppelte überzahlt gefüllt war, weil ich versehentlich seine Zahlungen mit seinem Namen mit auf "mein" Konto gezahlt hatte, weil es ja "unsere" Zahlungen waren für eine gemeisame Angelegenheit, war das bei mir untergegangen mit den unterschiedlichen Konten - bis dahin hatte ich das nicht so verbissen gesehen.
Nun sage mir noch einer, die Behörden arbeiten nicht zusammen und wenn, dann ganz bestimmt nicht zum Vorteil des Bürgers.
Das Sozialgericht hat gemeint, daß das Arbeitsamt nicht verpflichtet ist, für Kosten einzustehen, die durch Nichtzahlung anfallen! Kam auch weder eine Aufforderung vom Gericht ans Arbeitsamt zu einer Entschuldigung, noch kam einer vom Arbeisamt auf die Idee, sich zu entschuldigen. Hätt ich mir zwar auch nix kaufen können, aber immerhin wäre es eine moralische Anerkennung gewesen, daß ich mich betreffs der Umzugsmeldung richtig verhalten habe, wofür sie mich ja nun mal bestrafen wollten, wenn ich es nicht getan hätte.
Glücklicherweise hatte das Finanzamt dann am Montag ein Einsehen und den abverlangten Strafzins erlassen, daß uns wenigstens das erspart blieb.
Gut, ja, gestorben sind wir zwar nicht...., aber es war schon enorm aufregend, wenn man plötzlich unvermittelt kein Geld hat/bekommt, das auch noch an einem Freitag kurz nach Mittag, wo man nix mehr mit Ämtern klären kann. Man fühlt sich total ausgeliefert, obwohl man sich keiner Schuld bewußt ist.
Ich kann mich über diesen Vorgang, wie es mir persönlich mit dem Amt ging, nicht genug ärgern und muß immer bei gegebenen Anlaß daran denken und wieder bei passender Gelegenheit schimpfen, wie heute.