Stell dir vor andere entscheiden darüber dein Grund und Boden zu verscherbeln, dich davon zu verscheuchen und einen neuen Besitzer aus einem anderen Teil der Erde da wohnen zu lassen. Der Teilungsplan wurde ja nicht auf Grundlage von Einigung verabschiedet sondern auf Druck und die arabischen Staaten haben durchweg gegen den Teilungsplan gestimmt. Jüdische Milizen haben sogar Terroranschläge gegen die Briten verübt weil man von der Idee mit dem jüdischen Staat abrückte. Deutschland hat das ja selbst zu verschulden gehabt, deswegen konnte man das akzeptieren. Zudem wurden die Einwohner der verlorenen Gebiete nicht vertrieben. Prinzipiell haben sich grob gesehen lediglich die Gebietsgrenzen verschoben. Darüber hinaus hatten die Einwohner eine kulturelle und geschichtliche Verwurzelung. Vorallem aber hat das kein religiös-fundamentalistischen Hintergrund. Der abgenickte Teilungsplan für Palästina hatte übrigens einen völlig völkischen Charakter indem vorgesehen war die Mehrheit der Juden, die überwiegend durch Masseneinwanderung dahin gelangten, in einen Staat zu packen mit fruchtbarem Boden und die Mehrheit der Araber in den anderen mit überwiegend unfruchtbaren Boden und Wüste.
Ja, was du schreibst ist interessant, ich nehme es mal so zur Kenntnis, bin aber gespannt, ob anders tickende dazu was zu sagen haben. Wie hätte man es denn damals unter dem Eindruck Kriegsgewinner zu sein machen sollen?
Eins ist klar, dass die damaligen Weltmächte ihre Gewalt nutzten ohne zu viel nachzufragen. Man bürdete ja auch Deutschland die Reparationen auf, die dann mit zu einer Stimmung führten, die zum zweiten Weltkrieg führten, hat an paar Kanten wohl Ähnlichkeit mit dem Aufstand der Araber.
Und wenn du mir geschrieben hast, wie man s hätte machen sollen, muss dich ja doch auch was einfallen, was man also heute daraus machen könnte, wenn es sich so verhält, wie man nachvollziehbar von dir liest.
Dass die beiden Völker dort nicht einen gemeinsamen Staat bilden können, in dem es beiden gut geht, tja, das liegt wohl an den Extremisten auf beiden Seiten, die meinen ein Gott wäre jeweils mit ihnen und würde sie in ihrem ganz eigenen Bestreben unterstützen, dabei haben sie selbst wenn sie nach der Bibel gehen einiges vergessen, was solche Ansichten wertlos macht, denn die Bibel gibt keinen Anlass zu glauben, Gott wäre mit dem politischen Volk Israel. Die Zeiten sind vorbei, wo das biblische abgestützt wäre. Wenn das aber jemand partout anders sieht, wie z. B. auch der Islam, oder außer den Ultra-Juden auch manche christliche Gruppen, die Paulus nie verstanden haben, was will man dann machen?
Auf jeden Fall ist es religiöser Fanastismus, der wohl hinter allen Bemühungen steht, beiden gerecht zu werden und den kann man niemand ausreden.
Jedenfalls gibt der im Islam geehrte Jesus und die Hauptperson der Christen und der von den Juden nach wie vor, nichtt als Hauptperson anerkannte Jesus (ein Jude) keinen Grund dafür, zu glauben, Gott wäre heute mit irgendeiner dieser politisch aufgerüsteten Völker.
Neben beigesagt black jack, ist mir mein Boden und Land, was mir genau, wie damals den Arabern nicht offiziell gehörte, auf dem ich ab er wie sie langjährig wirtschaftete, genommen worden. Ich hätte prozessiern können damals und vielleicht sogar gewonnen. Aber um des Friedens willen verzichtete ich und schloss mich einer Reglung an, die keinen mehr aufregt und das hat sich bis heute (möchte auf Einzelheiten hier verzichten) für alle gut ausgewirkt. Auch so kanns gehen.
Sigi