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Hängt Gottes Liebe von der Sexualität ab?

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Ich habe ihn erst verstanden (zumindest hoffe ich das), nachdem ich den von ihm geposteten Fachartikel (also den zweiten link) durchgelesen hatte.
Er ist eigentlich bloß der Meinung, dass die bipolare Geschlechtereinteilung nicht zutreffend ist, da es zu viele verschiedene Zwischenformen aus genetischen, psychischen, hormonellen und sonstigen Gründen gibt, und dass es für die Individuen, die einer dieser Zwischenformen angehören, diskriminierend sei, in eine der Schubladen "Mann" oder "Frau" gezwängt zu werden. Es sollte daher möglich sein, auch weitere Schubladen zu haben. (in etlichen Kulturen gab oder gibt es ja auch noch weitere Schubladn als diese beiden)

Ein für mich durchaus nachvollziehbarer Standpunkt, über den es sich nachzudenken lohnt.
 
betr Diskussion zur Geschlechtertrennung: Trennung ist an sich Illusion, gehört aber zum Spiel des Lebens dazu. Unterm STrich verbleiben nur Menschen oder noch reduzierter Energiefäden im Kosmos oder wie ein Zenmeister es ausdrückte auf die Frage was der Mensch sei: ein Schlauch zum Kosmos.

Was dann die einzelnen sexuellen Rollenspiele mit den uns eine zeitlang verliehenen Körpern mit jeweiligen Geschlechtsmerkmalen angeht, herrscht eine große kulturelle Vielfalt und diverse Regularien dazu..einiges stammt aus Religionen anderes aus sonstigen kulturellen oder pädagogischen Traditionen. Und letztlich kann jeder für sich selbst entscheiden was man mit seinem Körper und seiner Sexualität so anfängt.
Jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten wählen. Bei manchen ist der Rahmen durch selbstgesetze Regeln oder gewisse Glaubensvorstellungen ggf enger geschnallt und manchmal leidet man darunter, andere leben ein wenig freier und haben anderswo ihre Leidenszipperlein...so ist halt das Leben.

Tyra
 
Hallo Löwentochter,

das was dich jetzt so in Gewissenskonflikte bringt, ist wahrscheinlich das Ergebnis von Erziehung. Im Grunde genommen erkenne ich an dem, was du geschrieben hast, dass du dich mit deiner eigenen Logik gut zu verteidigen und zu rechtfertigen weisst. Und das ist gut, aber nicht genug.

Solche Gefühle wie du sie erlebst, spürst du sicher schon länger, vielleicht schon zu einem Zeitpunkt, als du noch als Kind gegolten hast. Stell dir mal einen Gott vor, der einem Kind homosexuelle Neigungen in die Wiege legt und dann aber als Sünde verfolgt. Das wäre doch wahrlich nicht göttlich...oder?

Zum Wort Greuel möchte ich noch folgendes sagen. Vor kurzen kam in einer Doku im TV eine Aussage, dass das Wort Greuel zu biblischen Zeiten eine ganz andere Bedeutung hatte. Also nicht den Sinn, den es heutzutage verkörpert. Ich weiss aber nicht mehr so genau, was es war.

Dein Konflikt in dieser Glaubensfrage weitet sich doch bestimmt auch in andere "Sünden" aus. Du musst davon weg, denn das macht dich krank für den Rest des Lebens. Nutze jetzt die Zeit deines jungen Lebens, professionelle Hilfe zu suchen...ehe du im Alter nicht mehr davon los kommst. Verfall nicht in den Irrglauben, damit alleine fertig zu werden.

Viel Glück wünsche ich Dir....

LG odietamo

PS. Ich glaube ich bin hier etwas zuspät dran mit meiner Antwort. Tschuldigung
 
Zuletzt bearbeitet:
Da Gott Geist ist und wir nach seinem Ebenbild ebenso, wird alles Materielle von uns abfallen.
Alle Bücher und alle Sexualität.

Es gibt keine weiblichen oder männlichen Geistwesen da sie beide geistigen Merkmale in sich vereint tragen, wie Gott es ebenso in sich trägt.
Er ist selbstlose Liebe frei von allen eingrenzenden Zwängen.

Was bleibt ist Gottes Geist der Liebe und seine aus Ihm gewollten geistigen Formen.

Wer kann diese be- oder verurteilen außer Ihm?
Dies wäre eine Dummheit da nur Er seinen Willen wirklich kennt.

Da die Liebe nicht beurteilt, wird das Geistwesen selbst entscheiden ob es reiner Geist aus Gott sein möchte oder wieder in das materielle Leben eintreten will.

Hier liegt das Übel aller materiellen Religionslehren die Gott verzerrend darstellen um ihrer materiellen Vorteile aufrecht zu halten.
Was es in seiner geistigen Seinswelt nicht gibt, kann dort nicht existieren und ist nicht aus Gott.

Weder Religion noch sexuelle Orientierung, betreffen Gott und wer in sein Reich nach Hause möchte, sollte nach dem geistigen Leben trachten welches leider von keiner materiellen Kirche gelehrt wird, da diese nur dem materiellem Schein dienen.
 
Ja, das tue ich. Man muss, auch das sagt uns sein Wort, Gott mehr gehorchen als Menschen - ich würde nach einem langen und oft sehr, sehr schweren Leben sagen:

Man DARF Gott mehr gehorchen als Menschen.
Warum "darf"? Weil ER in allem Bestand hat, während Menschen immer wankelmütig und ein Unsicherheitsfaktor bleiben werden (mich incl.; mich sogar besonders - leider....)

Ich habe bisher ausnahmslos erfahren, dass der Weg mit Gottes Gebot - eher Rat und Weisung für uns, geschehen aus Liebe zu seinen Geschöpfen - immer zum Segen war, der auf meinen eigenen oft so kranken Füßen immer ins Aus führte.
AUCH in dieser Hinsicht.

Und so wird MEINE Entscheidung IMMER zuerst für Gott sein - über ALLE Menschen hinweg und erst recht über MEIN oft so falsches und zerstörerisches Trachten und Sehnen hinweg.
"This is MY way"😉🙂

Christa

Die Art und Weise wie du über dich selbst redest lässt nicht darauf schießen das du bei Gott Frieden gefunden hast. Es klingt eher als wenn du dich von fremden Menschen führen lässt die dir eintrichtern das du ein schlechter Mensch bist der nur durch Gehorsam ein guter wird. Du schreibst du lässt dich von Gott führen und stellst sein Wort über das Wort von Menschen. Die Bibel ist aber nicht Gottes Wort. Sie wurde von Menschen mit all den Fehlern die Menschen machen geschrieben und die Bibel wurde bewusst von Menschen zum Zwecke der Durchsetzung von Lebensvorstellungen verändert. Gehorchst du der Bibel gehorchst du Menschen die dich leiten und führen und dir deinen freien Willen nehmen. Betest du oder besser meditierst du und hörst sei Wort dann spricht Gott zu dir. Denn er spricht zu uns allen wenn wir ihm zuhören und nicht den Menschen die uns verblenden.
 
Hallo liebe hilferuf'ler,

Vielleicht hätte das hier besser in das Forum Liebe/Sexualität oder zu Sonstiges gepasst, aber ich fand, die Rubrik "Leben" passt auch... Was soll's.

Vorab einige Informationen: Ich bin Schülerin, bi- bzw. homosexuell (so genau kann ich das nicht sagen 😉) und bin seit ungefähr einem Jahr konfirmiert. Auch wenn ich in anderen Beiträgen nicht immer den Anschein erwecke, aber ich denke viel über mein Leben - und auch Gott - nach. Und in letzter Zeit habe ich irgendwie so meine Zweifel an ihm.

Ich weiß, hier im Forum ist wie auch im normalen Leben von eingefleischten Gläubigen bis zu Aus-Langeweile-Sonntags-Kirchengängern so ziemlich alles vertreten. Und deswegen stelle ich diese Frage an alle, die sich über meine Ungläubigkeit entrüsten wollen, an alle, die eine Runde mit mir philosophieren wollen und an alle, die auch schon oft über diesen Sachverhalt nachgedacht haben oder sogar eine Antwort darauf haben:

Liebt Gott mich überhaupt, wenn ich lesbisch / schwul / bisexuell bin?

Natürlich werden die meisten jetzt erst einmal antworten: Gott liebt jeden Menschen, der sich zu ihm bekennt und seine Sünden bereut. Aber so wie Homosexualität in der Bibel betrachtet wird (siehe Levitikus 20,13), beiläufig zwischen Inzest und Ehebruch eingestreut und als "Greuel" bezeichnet, kommt mir meine sexuelle Neigung hin und wieder wie ein Verbrechen vor.

"Wenn jemand bei einem Mann liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist und sollen beide des Todes sterben. Blutschuld lastet auf ihnen." Und der Gott, der das gesagt hat, soll gerecht sein, soll alle Menschen lieben? Sind Frauen und Männer nicht gleichberechtigt? Wenn eine Frau einen Mann lieben darf, wieso darf ein Mann das dann nicht auch, und umgekehrt?

Vielleicht ist es Sünde, eine verheiratete Frau zu begehren, aber wie kann es Sünde sein, einen anderen Menschen zu lieben? Ich denke, es kommt Gott auf die Seele an und nicht auf Äußerlichkeiten!? Natürlich hängt das Verhalten und der Charakter auch vom Geschlecht ab, aber nur weil ich als Frau eine Frau liebe, ist das doch nicht weniger wert, als wenn ich ein Mann wäre. Oder?

Und da sind schon wieder diese blöden Zweifel. Hat Gott vielleicht Recht, wenn er sagt, das sei Sünde? Und möchte ich überhaupt von einem Gott geliebt und erlöst werden, der meine Liebe als schmutzig abtut? Ich bin auf keinen Fall bereit, diese "Sünde" zu beichten oder sonst irgendetwas in dieser Richtung zu tun, weil ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufe, dass dies das 21. Jahrhundert ist und ich mich eigentlich für nichts schämen muss... Ich weiß nicht mehr weiter - es gibt so viele Menschen, denen Gott geholfen hat, deren Leben von Gott erfüllt sind und denen Gottes Liebe einen Sinn im Leben gegeben hat.

In mir widerspricht sich alles und das macht mir langsam aber sicher verrückt... 🙁

Liebe Grüße,
eure Löwentochter

Setze Dich mal genau mit dem Text auseinander und dann wirst Du feststellen , daß die Exegese, die viele betreiben völlig deplaziert ist . Der Text von den jeweiligen Verlegern gerne anders wiedergegeben wird , um der Exegese des " Vereins" dem sie angehören, zuzuspielen.

Dann wird aus einer homosexuellen Neigung eine Sünde ....

Andererseits gibt es aber auch genug Beispiele in der Menschheitsgeschichte , wo Männer , die auf Frauen stehen, zwecks " böse sein " zu wollen Männer penetrieren, auf die sie nicht "stehen" , wo die Abspaltung der sexuellen Empfindung soweit reicht, daß sie sich daran aufgeilen , " böse " zu sein.

Ich kann Dir nur raten geheuchelten Übersetzungsversuchen keinen Glauben zu schenken ohne Dich wirklich mit den Texten auseinanderzusetzen, die absichtlich verändert sind und von Organisationshörigen Verlegern oder Vorbetern bestimmter Gesinnung , im veränderten Modus angeführt werden , um den Menschen von Gott und seiner Natürlichkeit zu entzweien.
 
Ich habe nur mal hinein gelesen. Man kann alles Ausschlachten, Auslegen und Beschwichtigen, etc.. ...solange bis man sich es so geredet hat das es passt. Wenn dann noch genügend versch. Personen formulieren kann man sich einen Text aussuchen, der einem gefällt und gemeinter Weise alles so berücksichtigt das man sich damit wohlfinden kann.


Eines darf man nicht vergessen, Gott ist kein Mensch in dem Sinne. Wie immer wir über ihm denken, es wird ihm in keiner Weise auch nur annähernd vollständig gerecht.


Zum TE - Eingangspost kann ich nur sagen: wenn ich eine Neigung habe über der in den Geboten (10 Gebote), welche die zentrale Richtlinie auch heute noch darstellen, die Sünde markiert ist, dann muss ich damit rechnen das dieses Verhalten mich von Gott trennt. Denn Sünde trennt von Gott, der hier mit bibl. Erörterung gemeint ist. Denn Jesus ist nicht gekommen um die Gesetze aufzuheben. Was er dazu sagen würde kann man sich vorstellen, eine Frau, welche die Ehe brach verteidigte er wehement. Doch einen Freifahrtschein hat er nicht verkündet: alá "Nun tue weiter, wie es Dir gefällt."

Auch kann man in den Berichten der Bibel nach der Überlieferung Gottes Meinung zu Sodom & Gomarra lesen.

Er ist da etwas eigenwillig, der große da oben. Ich habe ihn so akzeptiert wie er ist, mit all seinen Eigenarten. Für jmd, der hier unsicher ist: Der Mensch ist Sünder, so oder so, aber evtl. kann man versuchen das das Maß nicht überläuft.

Wie man hierbei misst kann eig. jedem selbst überlassen werden, denn jeder erschafft damit das Maß wie an ihm gemessen wird. Wenn ich nachlässig bin, kann ich also nicht erwarten das an mir Genauigkeit, wenn ich untreu bin kann ich nicht erwarten das mir Treue, wenn ich geizig bin kann ich nicht erwarten das mir Großzügigkeit u.s.w. vergolten wird.

Man schneidet sich sein Leben wie im hier so im da. Man ist sozusagen sein eigener Chirurg, ist der Fehler fatal, hat das fatale Folgen wie im hier so im da(nach).

"Verkaufe/verlasse alles was Du hast und folge mir nach." Sagte Jesus zu seinem Gastgeber, damit machte er ihm das beste Angebot, welches er geben konnte. Der, welcher am Kreuz neben ihm hing und ihm im Glauben folgen wollte, dem versprach er unverzüglich Großes. Wir können nichts Großes erwarten, wenn man sich nicht nach seinen Worten, etc. richtet. Denn richtet man sich nicht auf ihn aus, so richtet man sich auf das Böse aus. "Kehret um/auf das ihr umkehret." J.C

Obwohl der Mensch seine Schwächen hat, Gott diese kennt und zu Verzeihen bereit ist, kann nicht aus Ungesundem Gesundes geredet werden, was das Verhalten betrifft und so müssen wir mit den Folgen leben.

Wenn ich sexuellen Kontakt mit einer Frau habe, die ich sonst nicht weiter kenne und kennen will, kann es durchaus sein das ein "zufällig" gezeugtes Kind darunter leidet. Ebenso mit allen anderen Sünden, diese bleiben nicht folgenlos.

Da kann man sich auf den Kopf stellen und es verharmlosen bis der Arzt kommt, es ändert nichts. Gesetze sind Gesetze und sein Wort wird nie vergehen, garantiert nie. Man sollte bedenken was man tut und wofür und warum und letztlich hat Jesus in der Bergpredigt nicht umsonst so harte Worte gesprochen. Mit meinen Worten: den Stein, den man wirft, wird genau so fallen wie man ihn geworfen hat innerhalb der bestehenden Gesetze.

Grüße,
Peace
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebt Gott mich überhaupt, wenn ich lesbisch / schwul / bisexuell bin?
Natürlich tut er das, sonst hätte er dich nicht so geschaffen.

Man darf auch als gläubiger Mensch nicht alles wortwörtlich nehmen, was in der Bibel steht. Vieles ist aus der damaligen Zeit und Gesellschaftsordnung heraus entstanden. Die Bibel wurde ja von Menschen und nicht von Gott höchstpersönlich geschrieben. Es gibt im Alten Testament z.B. auch zwei sich widersprechende Schöpfungsberichte (siehe 1. Buch Moses, "Genesis"). Und vieles (z.B. die Schilderung der Erschaffung der Welt in sieben Tagen) sowie das "biblische" Alter mancher dort genannter Menschen ist ebenfalls nicht wortwörtlich, sondern eher symbolisch zu verstehen. Jahresangaben enthalten häufig eine Zahlensymbolik.

Gläubig zu sein, bedeutet auch nicht, alles wortwörtlich und unkritisch hinzunehmen, was in der Bibel steht, auch wenn manche Christen- und Kirchenhasser im Forum das gern so darstellen wollen. Auch Jesus sprach zu den Menschen in Gleichnissen, um seine Werte durch Übertragung auf Geschehnisse, die den Menschen der damaligen Zeit aus ihrem Alltag vertraut waren, besser vermitteln zu können. Er kritisierte auch manches, was im Alten Testament steht (z.B. "Auge um Auge, Zahn um Zahn"), weil es ihm zu radikal und zu unbarmherzig war.

Ich würde mir an deiner Stelle überhaupt keine Gedanken machen. Jeder Mensch ist von Gott geliebt.
 
ich finde solche Diskusionen mehr als mühseelig. Leztenendes reden wir über Glauben, und der unterscheidet sich doch stark von allem.

Zumindest kann man festhalten, das Homosexualität und Bisexualität nichtss unnatürliches ist, was einen ja Fanatiker gerne einreden wollen. Es kommt im Tierreich vor, ist also nichts, was nur den menschen betrift. Ich denke nicht, das es, wenn es denn einen Gott gibt, seine Liebe von der Sexualität abhängt.
 
Gott liebt alle. Die, die sterben durch fremde Hand. Die, welche missbraucht und gefoltert werden. Die Glücklichen. Die Verlorenen. Die, die er zappeln lässt. Die, welche er schnell erlöst.
Wer wäre ER, würde er nicht auch Schwule und Lesben lieben? Er liebt sie alle. Die Mörder, die Quäler. Alle.
Damit ist diese Liebe so gut wie keine Liebe.
Aber das ist ein anderes Buch.
 
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