von vollkommenen Maßstäben zu sprechen finde ich überheblich und man sollte das eher den Göttern überlassen und sich im Jenseits drüber streiten finde ich. Ob jemand überheblich denkt, wenn er so denkt, muss jedem selbst überlassen bleiben, genauso, wie es dir überlassen ist, so zu denken, wie du denkst. Ich habe nur versucht, die Sicht darzustellen, die sich einem aufdrängt, wenn man glaubt, es gibt einen Gott und wenn man glaubt, er äußert sich durch die Bibel.
Meiner Meinung nach ist es recht abstrus davon zu reden dass ein durch Menschen geschriebenes Buch wie die Bibel vollkommene Maßstäbe aufstellt, da klar ist dass dort alles was steht bereits durch menschliche subjektive Filter gelaufen ist.
Midas-Effekt etc...also Beinhaltung von Unvollkommenheit durch die Abstraktion von Sprache, Subjektivem Krams etc.
Menschen sind an sich auch nur Tiere...Säugetiere...damit habe ich an sich kein Problem und auch kein Problem damit mich mit Tieren zu vergleichen 😉 Du kannst dich ja gern damit vergleichen, stimmt ja auch in manchem. Aber es ist eben nicht prinzipiell so, dass alles, was Tiere tun auch Menschen tun und umgekehrt. Deswegen ist der gerade Schluss da einfach ncht sauber gedacht.
Ich finde den christlichen Anthropozentrismus an sich recht überheblich..das der Mensch auf ne höhere Stufe gestellt wird mit Sonderrechten und sowas....das mag ich nicht besonders. Denn es ist eher ungewiss und nicht jeder Mensch erlangt eine höhere Bewusstseinsebene. Stimmt ja auch, was du sagst, sobald ich Gott in Frage stelle, an die Evolution glaube, sind wir auf deiner Linie. Tu ich das nicht, passt deine Linie nicht mehr. Doch das, was dadurch entsteht, ist für jemand, der Gott in Frage zieht logischerweise dann nichts mehr.
Ich würde sagen dass die Bibel von vollkommeneren Maßstäben unter der Formel Gott habe diese erfunden spricht. Moderne Theologen sehen das übrigens ähnlich und scheuen auch den Vergleich mit der Tierwelt nicht. Sexuell sind wir sehr ähnlich gestrickt wie Bonobos....und können auch daraus auch was über uns Menschen lernen: das wir eben nicht ne Sonderschöpfung sind sondern ein mit unseren Mitwesen gleichwertig auf einer Stufe stehendes Mitgeschöpf in einer langen Kette der Wesen. Das Streben nach einer besseren Haltung ist natürlich selbstverständlich und an sich braucht es dazu keine Bibel lt. meinem Verständnis. Die Bibel ist ggf sowas wie eine Wiedererinnerung daran dass das Streben nach mehr Vollkommenheit ganz gut ist und das friedliche Miteinander fördert.
Was mir nicht so behagt ist daraus was Besonderes zu machen und krampfhaft an einzelnen Formulierungen zu haften...man sollte die Bibel eher unscharf auf ihre Kernpunkte hin lesen.
Man sollte, willst du jedem deine Sicht, die schön und gut sein mag aufzwingen? Wer an Gott glaubt und glaubt, dass die Bibel sein Wort ist, sieht die Dinge eben völlig anders, muss es anders sehen, solange er das glaubt. Ob jemand daran glauben sollte, ist ja hier nicht das Thema, wenn ich mich recht entsinne. Es geht hier nur den Faden zu verstehen, im Falle, jemand glaubt an beide Dinge, die ich nannte, wie er dann die Inhalte der Threaderstellerinsfrage sehen könnte. Deine Meinung in Ehren, aber sie schweift vom Thema ab, zu sehen, wie einer, der an beides glaubt, die Welt sieht, wie sie sich durch diese Brille darstellt. Das versuchte ich klarzu malen. Auch mir geht es hier nicht darum, dafür zu kämpfen, dass irgend jemand diese oder jene Meinung vertreten sollte.
Sigi
Vollkommenheit oder Annäherung an einen volllkommeneren Zustand beginnt an sich für mich durch runterkommen vom hohen Thron und auf der Erde bleiben....gemeinsam in guter Gesellschaft mit allem Mitgeschöpfen...Tieren und Pflanzen und nicht zu vergessen unseren Urahnen den Amöben und Geißeltierchen....apropos...da gab es doch diese mittelalterlichen Mönche die sich selbst geißelten...nu...woher das wohl stammt? Von Urururur..........opa Geißeltierchen vielleicht?
Ein Mensch wir nicht unvollkommener im Vergleich zu den tierischen Mitwesen und Verwandten...im Gegenteil wird grad dadurch klar welche Verantwortung man als sozusagen stärkste Spezies auf dem Planeten in Bezug auf die Welt und alle Geschöpfe darin hat....
Tyra
Die Frage die ich mir stelle und in die Runde werfe: Ist das Reden von Vollkommenheit und Bezug zu Gott eher Narzissmuspusher oder Demutsformel? Ich denke das kann man so oder so lesen und einigen pusht es eher den Anthropozentrismus und andere macht es ggf bescheidener und demütig vor etwas Göttlichem dass Vollkommenheit ausstrahlt.
Wie sieht diese Vollkommenheit denn dann aus? Diskriminierung und Abwertung oder gar Verteufelung von Homosexualität klingt für mich unvollkkommen und fühlt sich auch net rund und genehm an....