Werner
Sehr aktives Mitglied
Und sind diese "Hilfestellungen" sonst gratis?
(...) Selbst bei klassischen Verlagen bezahlt man für die erbrachte Leistung des Verlags. Nur dann bezahlt man es eben über Tantiemen.
Sicherlich möchte jeder bei einem klassischen Verlag unterkommen. Da muss man dann keine Vorleistungen bringen und jemand macht alles für einen. Aber man muss halt auch ehrlich sagen, das ist sehr unwahrscheinlich. Dennoch sollte man es probieren. Aber soll man es dann einfach sein lassen?
@ EmmaB: Die Frage ist doch, wer das Risiko trägt. Im "Normalfall" ist das der Verlag. Der schätzt ein, ob sich ein Titel ausreichend verkaufen wird, um die Kosten zu decken und auch Gewinn zu bringen.
Diese Risikoabschätzung kann aber ein/e Neuautor/in kaum sinnvoll machen. Er/Sie wird in der Regel von ihrem/seinem starken Wunsch getrieben, das Buch publiziert zu sehen und so einen Statusgewinn zu haben. Diesen Wunschtraum nützen manche der "Verlage" aus und lagern das Risiko, sprich, die Kosten, auf die Autor:innen aus.
Nach meiner Erfahrung können Literaturagenturen sehr gut einschätzen, ob ein Buch erfolgreich publiziert werden kann. Deshalb würde ich, falls ich es über Amazon-KDP* oder ähnlichen kostenlosen (!) diensten nicht selbst schaffe, an jemand wenden, der das kann (das kostet nicht so viel wie das komplette Drucken etc. dem "Verlag" zu überlassen, denn es werden ja erst Bücher gedruckt, wenn sie jemand kauft) oder halt an eine Agentur. Lehnt die das Werk ab, ist das schonmal ein guter Hinweis, dass es auch auf dem Markt wenig Chancen hat.
* Ich habe auf diesem Weg in den letzten Jahren viele Tausend Euro verdient und alles selbst gemacht bzw. mir beigebracht. An Kosten sind mir nur der Kauf der nötigen Programme entstanden, aber die kosten auch nicht die Welt, weil im Abo zu beziehen.