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Habt ihr selbst schon ein Buch veröffentlicht- Erfahrungen und Tipps?

Jacky_101

Mitglied
Hey !

Ich bin noch recht neu im Forum- aber hoffe ich hab hier das richtige Sub-Forum für meine Frage gefunden. Ich könnte wirklich bisschen Hilfe brauchen. Seit 2 Jahren habe ich nun an meinem Roman geschrieben. Ein gesellschaftskritischer Roman verpackt in Fantasy und unechten Welten. Dennoch spricht er sehr aktuelle und wichtige Themen an. Ich hab so viel Herzblut und schlaflose Nächte in das Buch gesteckt…. Jetzt ist es fertig (was sie sehr eigenartig anfühlt) und ich würde gerne veröffentlichen. Tja- nun stand ich da und hatte keine Ahnung, wie ich das nun angehe. Was sind die Hürden, auf die ich mich vorbereiten sollte? Welche Möglichkeiten zu publizieren gibt’s? Ich geh da leider völlig ahnungslos in den Prozess hinein. Hat hier vielleicht schonmal jemand ein Buch veröffentlich? Ich würde mich über alle Inputs dazu sehr freuen!
 
Ich hatte es mal angedacht, es aber wieder verworfen. Kann nicht so viel und schnell tippen. Vertippe mich öfter. Korrektur dauert zu lange. Sollte ein Buch über das Bedingungslose Grundeinkommen werden.

Wenn man ein Buch veröffentlichen will, muß man sich einen Verlag dafür suchen. Man weiß aber nicht, ob die es überhaupt lesen. Wenn ja, wird ein Lektor es sich ansehen.

Oder man muß es im Selbstverlag herausbringen. Kann man ja mal im Internet nachlesen, wie das geht. Oder in einem Literaturforum anfragen. Im Internet bekommt man das heraus.

Guckst Du hier:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du googelst bekommst du jede Menge Antworten. Es fängt damit an, dass du ein Manusskript an einen Verlag schickst. Er lehnt es ab oder möchte es veröffentlichen. An den nächsten Verlag schicken usw. usw.
 
ich habe wissenschafltiche Bücher, Fachbücher,
veröffentlicht. Ich denke, der Prozess wird nun nicht so anders sein, denn beide Arten von Büchern, Romane und Fachbüchern, brauchen Druck, Vertrieb, Werbung und ISBN-Nummern.
Soweit ich das weiß,
ist die "Deutsche Literaturgesellschaft" ein guter Ansprechpartner.

ich bin an einen Verlag ran getreten und habe gefragt, ob sie verlegen möchten;
nach Zustimmung haben sie das Skript durchgesehen. Dann kam ein Vertrag, wieviel ich für die Veröffentlichung zahlen sollte, wieviel der Verlag. Dann wurde besprochen, welche Form, welche Auflage und ich konnte das Cover illustrieren bzw Vorschläge annehmen oder verwerfen.
Auch musste ich die Druckfassungen mehrere Male durchsehen und in Austausch mit dem Lektor treten, das hat fast genauso lange gedauert, wie das Buch zu schreiben.


der Verlag hat sich verpflichtet, das buch auf messen vorzustellen und auf seiner HP, gab dann auch flyer/pdfs, die ich verteilen konnte bzw. die auf messen ausgelegt worden sind.
dann sollte ich noch Leute vorschlagen, die das Buch rezensieren. Der Verlag kümmert sich auch um die ISBN-Nummern-Anlage.
Die Verlage nehmen für die Veröffentlichung und ihre Hilfe ab 3000.- aufwärts (Springe nimmt glaube ich so 6000.-, Waxmann 5000.-, soweit ich gehört habe), ab der 2. Auflage, so es eine geben sollte,
kann man eine Gewinnbeteiligung erwarten.
wenn das Buch veröffentlicht ist, kann man es bei der VG Wort anmelden, eine Art GEMA für Bücher,
da gibt es je nach Art des Buches dann Geld dafür, dass es unter einer ISBN-Nummer vertrieben werden darf (waren so 1000.-, ändert sich jedes Jahr).
Die Bücher sind dann in jeder Buchhandlung und natürlich auch auf amazon zu bestellen.

Es gibt im wissenschaftlichen Bereich auch einen Verlag, der "einfach nur druckt", so, dass man das Buch in der Hand hat,
der meldet auch ISBN etc.. an, jedoch wird das Buch nicht öffentlich vertrieben, z.B. auf Messen etc..,
dafür kostet es auch nur 800.- bis 1000.-, was Kollegen so erzählen.
Dafür musste man es aber komplett selbst korrigieren und setzen,
also Schrift(grad), Größe, Seitenaufbau.... also alles, was der "teurere Verlag" dann selbst gemacht hatte. Klar, dafür hat man ja auch gezahlt

edit:
einmal habe ich für den
RAABE-Verlag eine Auftragsarbeit geschrieben (also sie haben mich gefragt, ob ich zu einem bestimmten Thema ein Buch schreiben möchte), da bekam ich zu Beginn gleich ein AutorInnenhonorar, das ergab sich aus der Anzahl der Viertel-Seiten.
Dieses Buch wurde aber nicht gedruckt, sondern ist als e-paper zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jacky,
ich habe in den letzten 24 Jahren mehr als 50 Bücher veröffentlicht, sowohl bei großen als auch kleinen Verlagen, im Eigenverlag (am Anfang) und über Amazon-KDP. Letzteres wäre für dich die richtige Wahl, denke ich. Denn als Neuautor ohne mediale Präsenz bist du auch bei sehr guter Qualität unter dem Radar der Verlage und Agenturen. Wenn du dein Buch dann mal 500-1000 mal verkauft hast, ist es viel einfacher, einen Verlag zu gewinnen. Hier steht, wie das geht: https://kdp.amazon.com/de_DE/ und wenn du weitere Unterstützung oder Tipps brauchst, einfach fragen. Ich habe schon einigen Autor:innen geholfen, ihre Bücher auf den Markt zu bringen, war mal Buchhändler und hatte einen Kleinverlag. Also die ganze Palette an Erfahrung sozusagen 🙂

Kannst mir gerne mal einen Textauszug per PN schicken, dann gebe ich dir ein Feedback.
 
Hey !

Ich bin noch recht neu im Forum- aber hoffe ich hab hier das richtige Sub-Forum für meine Frage gefunden. Ich könnte wirklich bisschen Hilfe brauchen. Seit 2 Jahren habe ich nun an meinem Roman geschrieben. Ein gesellschaftskritischer Roman verpackt in Fantasy und unechten Welten. Dennoch spricht er sehr aktuelle und wichtige Themen an. Ich hab so viel Herzblut und schlaflose Nächte in das Buch gesteckt…. Jetzt ist es fertig (was sie sehr eigenartig anfühlt) und ich würde gerne veröffentlichen. Tja- nun stand ich da und hatte keine Ahnung, wie ich das nun angehe. Was sind die Hürden, auf die ich mich vorbereiten sollte? Welche Möglichkeiten zu publizieren gibt’s? Ich geh da leider völlig ahnungslos in den Prozess hinein. Hat hier vielleicht schonmal jemand ein Buch veröffentlich? Ich würde mich über alle Inputs dazu sehr freuen!

Hi,

ich habe ein Buch sowie diverse Artikel in Fachzeitschriften in der Vergangenheit veröffentlicht.
Das Buch musste über einen Verlag veröffentlicht werden (meine damalige Uni wollte das so).
Prinzipiell ist der von @Werner vorgeschlagene Weg der für dich monetär günstigere und er ist natürlich ebenfalls der VG Wort zu melden, damit bei dir schnell Geld fließt ungeachet der Verkaufszahlen.

Ein guter Verlag hat den (non-monetären) Vorteil diverser Hilfestellungen (Korrekturlesen, Auswahl der Vertriebswege, Gestalten des Covers, Unterlagen für die VG Wort etc.), die für Neu-Autoren durchaus interessant sein können. Kurzum, es kostet was, ebnet allerdings auch Wege... und... du kannst die Kosten für einen Verlag über die Steuer absetzen und zumindest teilweise wieder reinholen ("Werbungskosten").

Ich habe in diesem Thread von @beihempelsuntermsofa bereits zusammengefasst, wie die einzelnen Schritte mit einem Verlag aussehen, wenn du magst, kannst du mal reinschauen:

 
Ich würde sagen man hat heutzutage viele Möglichkeiten ein Buch zu veröffentlichen: klassischer Verlag, Selbstverlag, Dienstleistungsverlag, Druckkostenzuschussverlag, Online in mehreren Varianten, man kann einen Literaturagenten beauftragen...hab ich was vergessen?🙂
Aber die Möglichkeiten hat natürlich jeder, dementsprechend groß ist auch die Nachfrage. Die Verlage werden teilweise überschwemmt mit Manuskripten, online findest du jede Menge Bücher (falls man sie überhaupt findet),...
Ich würde mal viele Verlage anschreiben und sie fragen, wie man sein Manuskript einschicken soll. Dann schickst du dein Manuskript an die Verlage und während du auf die Antworten wartest, setzt du dich hin und schaust dir die anderen Möglichkeiten an. Überlege dir ob Selbstverlag etwas für dich wäre, ob du es alleine schaffst oder ob du Hilfe benötigst, was sind deine Ziele,....
 
Ich hatte es mal angedacht, es aber wieder verworfen. Kann nicht so viel und schnell tippen. Vertippe mich öfter. Korrektur dauert zu lange. Sollte ein Buch über das Bedingungslose Grundeinkommen werden.
Wenn man ein Buch veröffentlichen will, muß man sich einen Verlag dafür suchen. Man weiß aber nicht, ob die es überhaupt lesen. Wenn ja, wird ein Lektor es sich ansehen.
Guckst Du hier:

Danke für deinen Tipp! Vielleicht findest du ja doch nochmal die Zeit dafür, an deinem Buch zu arbeiten. Das Thema wäre auf jeden Fall sehr wichtig und spannend! Wünsche dir da alles Gute!!

ich habe wissenschafltiche Bücher, Fachbücher,
veröffentlicht. Ich denke, der Prozess wird nun nicht so anders sein, denn beide Arten von Büchern, Romane und Fachbüchern, brauchen Druck, Vertrieb, Werbung und ISBN-Nummern.
Soweit ich das weiß,
ist die "Deutsche Literaturgesellschaft" ein guter Ansprechpartner.

Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen! Spannender Einblick auf jeden Fall. Und tolle Sache, dass einmal auch der Verlag auf dich zugekommen ist. Das wünscht sich bestimmt jeder Autor! 🙂 Dann werde ich mir mal Verlage raussuchen, die für mich passen könnten und die anschreiben.

Hallo Jacky,
Ich habe schon einigen Autor:innen geholfen, ihre Bücher auf den Markt zu bringen, war mal Buchhändler und hatte einen Kleinverlag. Also die ganze Palette an Erfahrung sozusagen 🙂
Vielen Dank für deine Antwort. Ich glaube nur, dass ich mein Buch tatsächlich gerne drucken würde und nicht nur Online veröffentlichen. Finde das irgendwie netter. Vielleicht auch, weil ich eh viel zu viel corm Computer sitze den ganzen Tag über.

Hi,
ich habe ein Buch sowie diverse Artikel in Fachzeitschriften in der Vergangenheit veröffentlicht.
Das Buch musste über einen Verlag veröffentlicht werden (meine damalige Uni wollte das so).
Prinzipiell ist .....
Danke dir für das Verweisen auf den Post. Da werd ich mich jetzt gleich mal reinlesen.

Ich würde sagen man hat heutzutage viele Möglichkeiten ein Buch zu veröffentlichen: klassischer Verlag, Selbstverlag, Dienstleistungsverlag, Druckkostenzuschussverlag, Online in mehreren Varianten, man kann einen Literaturagenten beauftragen...hab ich was vergessen?🙂
Aber die Möglichkeiten hat natürlich jeder.....
Danke EmmaB für die prägnante Zusammenfassung aller Möglichkeiten! Ich habe auch schon gemerkt, dass es wirklich unendlich viele Neuautoren und solche dies gerne werden wollen gibt! Viele Verlage schreiben leider auch schon auf ihrer Webseite, dass sie im Moment keine neuen Manuskripte annehmen können. Das entmutigt dann leider schon. Selbstverlegen hab ich auch schon drüber nachgedacht- nur bin ich mir hier nicht sicher, ob ich wirklich alles alleine hinkriege....
 
Vielen Dank für deine Antwort. Ich glaube nur, dass ich mein Buch tatsächlich gerne drucken würde und nicht nur Online veröffentlichen. Finde das irgendwie netter. Vielleicht auch, weil ich eh viel zu viel corm Computer sitze den ganzen Tag über.

Du hast bei KDP die Auswahl, es nur als E-Book, nur gedruckt (Hardcover oder Softcover) oder in beiden Varianten anzubieten (was ich empfehle, da es Leser:innen gibt, die sich gerade Romane lieber auf dem Lesegerät oder Pad mit in den Urlaub nehmen).

Es kostet dich auch nichts (außer der Aufbereitung vorab), das dort anzubieten und du bekommst ab dem ersten Buch (dessen Preis du selbst bestimmst!) deine Tantiemen monatlich ausbezahlt. Autor:innen können auch täglich sehen, wieviele Bücher sie verkauft haben. Das alles ist bei normalen Verlagsveröffentlichungen ganz anders. Zuerst wartest du 1-2 Jahre, bis es überhaupt auf den Markt kommt und die Abrechnungen sind erst lange nach dem Verkauf.

Ich sehe z. B., ob sich ein Radiointerview oder eine Besprechung in Verkäufen auszahlt, weil ich ja jeden Tag nachsehen kann, wenn ich das will. Schau dir das nochmal genauer an.

Noch ein Vorteil, gerade für Neulinge: Wenn dir nach dem Druck deines Probeexemplars Fehler auffallen, kannst du die jederzeit korrigieren und eine neue Druckdatei hochladen. Bei einem Verlag, der dir gleich mal 3000 Exemplare druckt, ist der Fehler dann auch 3000 mal drin 🙂
 
Ich habe selbst kein Buch publiziert, kenne aber einige Leute, die das haben, versucht haben und vieles

Berühmt und reich wird man mit Fantasy heutzutage als Noname jedenfalls nicht im deutschsprachigen Raum.
och , man weiß nie
ich war früher in einem Kinderforum unterwegs, da hat auch der Schreiberinnen dort mal probeweise Kapitel rumgeschickt,
was man denn davon halten würde...
und irgendwann wurde es halt das erste Buch und dann auch gedruckt.
Mittlerweile ist sie eine der erfolgreichsten Kinder-Fantasy-Autorinnen.
ursula poznanski, erebos
 

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