Ich habe heute über das Thema noch mal nachgedacht. Auch weil du das über deinen Schwager geschrieben hast und er seine Medis wegwirft.
Ich denke - jetzt mal ganz privat für mich - wenn ich wüsste, ich könnte - UNkompliziert Begleitung und Hilfe bekommen, mein Leben zu beenden, wenn ich keine Lust mehr habe, ich würde definitiv viel viel leichter und fröhlicher sein.
Ohne betteln zu müssen, ohne zig Anträge und Bittelei, ohne das von oben absegnen zu lassen und mich mit 1000 Von-Oben-Stellen auseinanderdividieren zu müssen, das fände ich persönlich würdig.
Würde ich glatt feiern.
Ich glaube, ich persönlich fände das so befreiend, dass ich noch mal richtig einen Schub an Lebenslust hätte. Weil ich mein Ende selber wählen dürfte.
Das kann vielleicht kaum einer verstehen?, aber ich fühle es so.
Wenn man schwer krank ist und nicht mehr selbst handeln, aber den Sterbewunsch äußern kann, dann finde ich es auch wichtig, dass ein Arzt ein Sterben ohne Leid einleiten dürfen sollte. Leider ist das ja aber nicht so bzw. meiner Ansicht nach geht da nicht genug. Eine aktive Sterbehilfe sollte in Deutschland daher meiner Meinung nach endlich erlaubt werden.
Aber wenn man selbst noch handlungsfähig ist, kann man es doch selbst beenden. Wird da dem Staat nicht eine zu große Rolle für das eigene Leben zugesprochen?
Oder ist mit würdig nur gemeint, dass man den Tod auf möglichst angenehme Weise herbei führt? Das kann ich nachvollziehen. Ich würde es auch angenehmer in Begleitung und mit fachlicher Hilfe ansehen - natürlich alles nur rhein hypothetisch gesprochen.