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Habt ihr Angst vor dem Tod? Sind wir alle nur Bewusstsein, oder sind wir nichts? Was denkt Ihr?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133379
  • Datum Start Datum Start
Ich habe heute über das Thema noch mal nachgedacht. Auch weil du das über deinen Schwager geschrieben hast und er seine Medis wegwirft.
Ich denke - jetzt mal ganz privat für mich - wenn ich wüsste, ich könnte - UNkompliziert Begleitung und Hilfe bekommen, mein Leben zu beenden, wenn ich keine Lust mehr habe, ich würde definitiv viel viel leichter und fröhlicher sein.
Ohne betteln zu müssen, ohne zig Anträge und Bittelei, ohne das von oben absegnen zu lassen und mich mit 1000 Von-Oben-Stellen auseinanderdividieren zu müssen, das fände ich persönlich würdig.
Würde ich glatt feiern.
Ich glaube, ich persönlich fände das so befreiend, dass ich noch mal richtig einen Schub an Lebenslust hätte. Weil ich mein Ende selber wählen dürfte.
Das kann vielleicht kaum einer verstehen?, aber ich fühle es so.

Wenn man schwer krank ist und nicht mehr selbst handeln, aber den Sterbewunsch äußern kann, dann finde ich es auch wichtig, dass ein Arzt ein Sterben ohne Leid einleiten dürfen sollte. Leider ist das ja aber nicht so bzw. meiner Ansicht nach geht da nicht genug. Eine aktive Sterbehilfe sollte in Deutschland daher meiner Meinung nach endlich erlaubt werden.

Aber wenn man selbst noch handlungsfähig ist, kann man es doch selbst beenden. Wird da dem Staat nicht eine zu große Rolle für das eigene Leben zugesprochen?

Oder ist mit würdig nur gemeint, dass man den Tod auf möglichst angenehme Weise herbei führt? Das kann ich nachvollziehen. Ich würde es auch angenehmer in Begleitung und mit fachlicher Hilfe ansehen - natürlich alles nur rhein hypothetisch gesprochen.
 
Oder ist mit würdig nur gemeint, dass man den Tod auf möglichst angenehme Weise herbei führt? Das kann ich nachvollziehen. Ich würde es auch angenehmer in Begleitung und mit fachlicher Hilfe ansehen - natürlich alles nur rhein hypothetisch gesprochen.
Ja, ich fände genau das gut, wenn es erlaubt werden würde. Es ist halt, als wären wir Besitz. Jemand, eine Escheidungsinstanz hebt oder senkt den Daumen.
Du gehörst.
Wem?
Fast feudalistisch.
 
Ja, ich fände genau das gut, wenn es erlaubt werden würde. Es ist halt, als wären wir Besitz. Jemand, eine Escheidungsinstanz hebt oder senkt den Daumen.
Du gehörst.
Wem?
Fast feudalistisch.
Aber du bestimmst doch, wessen "Besitz" du bist. Du hast die Freiheit dein Leben zu leben oder es zu beenden.

Zum Vergleich:
Manche Menschen messen dem, was die Regierung beschließt oder macht auch so viel Bedeutung auf das eigene Leben bei, dass ich mich frage, warum sie das machen. Das geht sogar so weit, dass manche auswandern wollen, wenn der oder der an die Macht kommt. Man kann das Leben aber doch im Kleinen für sich leben, wie man will, solange man nichts böses bzw. keine Verbrechen macht. Im Alltag interessiert es mich wenig, was die da oben mal wieder beschlossen haben. Danach richte ich ja nicht meinen Tag aus. Davon merke ich oft noch nicht mal etwas.
 
Wenn wir das endlich würdig gestalten dürften. Es wär so nötig. Wir könnten es längst. An allem wir rumgefrickelt, aber ein ruhiges und schönes Sterben ist uns das immer noch nicht vergönnt?
Nein, ist es nicht.
Dem Staat die Verantwortung für ein ruhiges und schönes Sterben zu überantworten ist Irrsinn. Diesem Anspruch kann der Staat nicht gerecht werden, denn er muss es ja am Ende konkreten Stellen und Personen zur Durchführung übertragen.

Die meisten Menschen können ihrem Leben selbst ein Ende setzen, wenn die Krank oder sonstwie hinfällig sind. Tun die aber nicht. Sie wollen leben, und wenn das nicht mehr geht, soll der Tod gnädig mit ihnen sein.

Der Staat mischt sich ja auch kaum in die Frage ein, ob und wie man geboren wird und in welche Verhältnisse hinein. Daraus folgt konsequenter Weise, dass er das beim Sterben genauso handhabt.

Das Leben ist eine Vorübung auf den Tod hin. Wer das völlig aus dem Blick verliert und sich bis zum bitteren Ende mit der Grundsteuer und dem Klimawandel beschäftigt, ist da natürlich aufgeschmissen. Pragmatische Lösungen wie Palliativmedizin sind darum natürlich nicht falsch. Mir schauder aber bei dem Gedanken, was sich der Staat ausdenkt, um mich bis in den Tod hinein glücklich zu machen.
 
Wer das völlig aus dem Blick verliert und sich bis zum bitteren Ende mit der Grundsteuer und dem Klimawandel beschäftigt, ist da natürlich aufgeschmissen.
Ich glaube nicht, dass das viele Menschen machen, als bis zum bitteren Ende. Und das sagt ja das Wort, bitter müsste es nicht sein.
Es würde dann allerdings in eine gesellschaftliche Diskussion übergehen.
Im Grunde habe ich meine Frage auf philosophischer Ebene gestellt.
Ich hab hier interessante Beteiligungen gelesen, ein ganzer Durchschnitt von -a bis z.
Weitergehende Überlegungen würde ich im Forumsbereich - Gesellschaft- sehen.
Wer möchte, kann dort sicher ein Thema eröffnen, denke ich mal.
 

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