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Habt ihr Angst vor dem Tod? Sind wir alle nur Bewusstsein, oder sind wir nichts? Was denkt Ihr?

Deshalb eine Frage: Möchtest du gerne Wiedergeboren werden?
Habe ich persönlich mir überlegt, und würde sagen nein. Jedenfalls mit dem Wissen von heute. Vielleicht würde ich es in weiteren Jahren anders emfpinden.
Aber wenn ich mein Bewusstsein nicht mitnehmen kann, nein dann nicht.
Noch mal als Amöbe anfangen, nein ich glaube dazu habe ich absolut keine Lust.
Wenn ich das Gelernte mitnehmen könnte dann ja.
Aber das geht ja rein biologisch nicht.
Dann könnt ich ja kein Kind sein.
Klappt nicht.
Nein, ich glaube, eine Runde hier on earth reicht mir. 🙂
 
Es fand noch ein Treffen statt. Wir wohnen weit auseinander, sie in München, ich in der Steiermark, in München war unser Vater Gastarbeiter, es zogen alle nach, ich auch, ich siedelte aber wieder heimwärts, aber meine anderen vier Schwestern blieben in der Stadt, sie waren auch sehr viel mit meinem Zwilling zusammen- arbeitsmässig, privat.
Mir war mal nach Besuch, da gings ihr schon sehr schlecht. Ich rang mit mir, fuhr dann los, suchte das Krankenzimmer im Spital und sie lag wie tot da, das erschreckte mich sehr. Genau deshalb fürchtete ich das Treffen, weil sich diese Anblicke so einprägen und so erschüttern dann immer wieder.
Ich war keine fünf Minuten an ihrem Bett, gabs bereits ein Anzeichen von wieder "Eintauchen in den Körper", mit jeder Minute fiel das "Üble" weg, wir plauderten, es war nicht geheuchelt, es war gute Stimmung im Raum, man spürte das, es war kein Krankenbett mehr, nachdem die zwei anderen Schwestern noch dazu kamen, wars ein Kaffeekränzchen gefühlt, es war heiter, meine Zwilling kicherte öfters, sie bot mir was zu trinken an, es kam sogar das "Morgen" ins Gespräch, wenn es wieder aufwärts geht. So fühlte es sich an, es war wie ein Wunder.
Behalte das ganz warm in dir, du scheinst es bis heut so für dich bewahrt zu haben. Das ist doch schön so, oder?
Eine meiner Schwestern war ganz aus dem Häuschen nachher beim Aufzug, sie sprach eine Frau an, wir haben ein Wunder erlebt, Jesus ist das, Jesus heilt! Ihre Religiosität ist etwas anders als meine, sie hat, wie wahrscheinlich jeder, eigene Fantasien.
Mir war so wohl, ich fuhr am gleichen Tag wieder heim, direkt vom Krankenhaus weg und in mir war so richtiges Aufatmen.
Schön und traurig zu gleich, wenn ich das lese.
Sonntag wars... am Montag fiel sie ins Leblose, es war aber noch ein Arzt da, der ihr sagte, Frau B- wissen sie, dass sie jetzt sterben werden? Sie haben verfügt, dass wir nicht eingreifen dürfen, sind sie bereit? Von da weg gabs Panik total, sie kollabierte immer wieder, meine Schwestern erlebten das alles mit, sie schrie und klagte- musste das so sein?
Ich finde nicht. Wenn wir das endlich würdig gestalten dürften. Es wär so nötig. Wir könnten es längst. An allem wir rumgefrickelt, aber ein ruhiges und schönes Sterben ist uns das immer noch nicht vergönnt?
Nein, ist es nicht.
Weißt du, das passt ganz gut heute.
Ich habe heute gelesen, dass die Stadtverwaltung Köln alle Schilder auf Spielplätzen umändern will. Das soll nicht mehr Spielplatzt stehen, sondern "Spiel- und Aktionsfläche".
Und das ist es. Eine abgehobene Kaste aus Verwaltern, die sich aber nur noch mit Nonsens (meine Meinung) beschäftigen, und dafür ihre Kohle kassieren, ohne etwas für die Menschen zu tun, was uns wirklich wirklich in unserem Leben helfen würde.
Was haben die Kinder, die Menschen davon, wenn Aktionismus bestrieben wird, um Schilder umzuändern? Was das wieder kosten wird. Diese ganzen Schilder an und abschrauben. All dieser verklemmte Irrsinn, all das Geld für das sich die Arbeiter blutig puckeln und was in irgendwelchen Amtsstuben versaubeutelt wird.
Es muss endlich Schluss sein, dass wir diese Leute weiter und weiter bezahlen, damit sie sich dann aussuchen, es sich leicht zu machen und sich mit Pillepalle zu beschäftigen, auf Steuerzahlerkosten. So viel Geld, kann bald keiner mehr aufbringen. Was haben die Menschen davon?
Eine menschliche Rechtsprechung, rechtssicher für Ärzte und Angehörige, da wird sich drumrum gewunden. Aber das würde halt wirklich helfen.
Statt dessen malen sie Parkbänke an und schrauben Schildchen ab.
Schildbürger hat man sowas genannt, - zu einer Zeit, als Geld nicht auf den Bäumen wuchs.
Hätte man nicht ohne zu reden still einschlummern lassen können mit Beruhigung dabei? Das werde ich nie begreifen.
Ich auch nicht.
Am Samstag war es dann aus. Ich und sie, wir waren noch einen Tag "feiern". Genau wegen dem war mir irgendwie nicht nach Verzweifelt sein, das war für mich ein "Zeichen"- guck mal, dir gegenüber zeige ich mich so- oder: meine liebe Holunderzweig, ich erspar dir das Grobe...hab ich dir versprochen...
Kurz- ich habe das in Erinnerung abgespeichert und das tröstet mich gewaltig.
Ich drück dich mal. Du hast es wirklich verdient.
Ja, das verstehe ich, es tröstet. Dieser Tag war wie ein Geschenk an euch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kann vielleicht kaum einer verstehen?, aber ich fühle es so.
Viele würden das besser finden, als angehängt zu werden und zurückgehalten zu werden, obwohl das Ende wirklich ersehnt wird. Das Ende solches Zustandes, das Ende dieses Siechens.

Ich habe mal gelesen, dass es Leute gibt, die Wohnungen anmieten, sie wie Intensivstationen ausstatten mit Beatmungsgeräten und für jeden Patienten im Monat 12000 Euro bekommen. Pflegeanstalten....Tote, die angeblich noch leben, weil sie atmen, das aber nur mittels der Maschinen.

Jetzt sind wir noch immer beim Thema. Nichts ist off topic, auch nicht die Frage, warum wir sollen, wenn wir eh nicht mehr wollen?

Kennt ihr die Geschichte vom Indianer, der sagte, heute ist ein guter Tag zu sterben und in die ewigen Jagdgründe zu gehen, er setzte sich hin und starb.

Der eine oder andere inszeniert einen Unfall, oder behauptet, er hat aus Versehen ganz viele Knollenblätterpilze gesammelt....
Ganz im Ernst, man braucht doch keine Erlaubnis, wenn man springen will, dann wirds Wege geben, die frei sind. Die Mutter meines Schwiegersohns hatte MS, ach eine Gipfelwanderung wär noch schön, bis das nicht mehr machbar ist- sie schrieb sich in Gipfelbuch ein, ein paar Schritte weiter rutschte sie aus- bis heute weiß niemand, absichtlich, oder gewollt, geplant.
 
Viele würden das besser finden, als angehängt zu werden und zurückgehalten zu werden, obwohl das Ende wirklich ersehnt wird. Das Ende solches Zustandes, das Ende dieses Siechens.

Ich habe mal gelesen, dass es Leute gibt, die Wohnungen anmieten, sie wie Intensivstationen ausstatten mit Beatmungsgeräten und für jeden Patienten im Monat 12000 Euro bekommen. Pflegeanstalten....Tote, die angeblich noch leben, weil sie atmen, das aber nur mittels der Maschinen.

Jetzt sind wir noch immer beim Thema. Nichts ist off topic, auch nicht die Frage, warum wir sollen, wenn wir eh nicht mehr wollen?

Kennt ihr die Geschichte vom Indianer, der sagte, heute ist ein guter Tag zu sterben und in die ewigen Jagdgründe zu gehen, er setzte sich hin und starb.

Der eine oder andere inszeniert einen Unfall, oder behauptet, er hat aus Versehen ganz viele Knollenblätterpilze gesammelt....
Ganz im Ernst, man braucht doch keine Erlaubnis, wenn man springen will, dann wirds Wege geben, die frei sind. Die Mutter meines Schwiegersohns hatte MS, ach eine Gipfelwanderung wär noch schön, bis das nicht mehr machbar ist- sie schrieb sich in Gipfelbuch ein, ein paar Schritte weiter rutschte sie aus- bis heute weiß niemand, absichtlich, oder gewollt, geplant.
Bin schockiert über die letzten Zeilen. Vielleicht der falsche Ausdruck.
 
Es ist durchaus möglich, auf den Sterbeprozess Einfluss zu nehmen: Thema "Sterbefasten". (Betrifft nur Personen, die nach und nach schwächer werden und das Ende sich abzeichnet).
 
Viele würden das besser finden, als angehängt zu werden und zurückgehalten zu werden, obwohl das Ende wirklich ersehnt wird. Das Ende solches Zustandes, das Ende dieses Siechens.
Finde ich auch.
Hab eine Freundin, die in dem Bereich arbeitet. Ja, es ist so. Das läuft aber auch über die Kassen. digee Leute werden gepf
Jetzt sind wir noch immer beim Thema. Nichts ist off topic, auch nicht die Frage, warum wir sollen, wenn wir eh nicht mehr wollen?

Kennt ihr die Geschichte vom Indianer, der sagte, heute ist ein guter Tag zu sterben und in die ewigen Jagdgründe zu gehen, er setzte sich hin und starb.

Der eine oder andere inszeniert einen Unfall, oder behauptet, er hat aus Versehen ganz viele Knollenblätterpilze gesammelt....
Ganz im Ernst, man braucht doch keine Erlaubnis, wenn man springen will, dann wirds Wege geben, die frei sind. Die Mutter meines Schwiegersohns hatte MS, ach eine Gipfelwanderung wär noch schön, bis das nicht mehr machbar ist- sie schrieb sich in Gipfelbuch ein, ein paar Schritte weiter rutschte sie aus- bis heute weiß niemand, absichtlich, oder gewollt, geplant.

Viele würden das besser finden, als angehängt zu werden und zurückgehalten zu werden, obwohl das Ende wirklich ersehnt wird. Das Ende solches Zustandes, das Ende dieses Siechens.
Find ich auch.
Ich habe mal gelesen, dass es Leute gibt, die Wohnungen anmieten, sie wie Intensivstationen ausstatten mit Beatmungsgeräten und für jeden Patienten im Monat 12000 Euro bekommen. Pflegeanstalten....Tote, die angeblich noch leben, weil sie atmen, das aber nur mittels der Maschinen.
Ich habe eine Bekannte die in den Bereich arbeitet, das läuft über die Kasse. Diese Art von Patienten sind "beliebt". Das soll nicht pietätlos klingen, es ist einfach Realität. Sie können gut geplant werden, werden regelmäßig gewendet und sondenernährt. Gewaschen. Das kann über Jahrzehnte so gehen. Weil sie nicht umherlaufen und nicht reden, quasi nicht teilnehmen, sind sie gut planbar und versorgbar. Und es wird besser bezahlt, als normaler Pflege-Umsatz.
Da kann man jetzt schimpfen, wie ich das ausdrücke. Aber es ist so in unserem System.
Jetzt sind wir noch immer beim Thema. Nichts ist off topic, auch nicht die Frage, warum wir sollen, wenn wir eh nicht mehr wollen?
Von mir aus kann der Faden gern weiter in diversen Austausch gehen, wer mag.
Der eine oder andere inszeniert einen Unfall, oder behauptet, er hat aus Versehen ganz viele Knollenblätterpilze gesammelt....
Ganz im Ernst, man braucht doch keine Erlaubnis, wenn man springen will, dann wirds Wege geben, die frei sind. Die Mutter meines Schwiegersohns hatte MS, ach eine Gipfelwanderung wär noch schön, bis das nicht mehr machbar ist- sie schrieb sich in Gipfelbuch ein, ein paar Schritte weiter rutschte sie aus- bis heute weiß niemand, absichtlich, oder gewollt, geplant.
Wäre nach meiner Ansicht schön, die Menschen dürften eine Wahl haben. Nicht jeder ist mutig.
Nicht jeder will einen Berg runterfallen und seine Knochen zerschmettern, um zu sterben.
Oder Pilze essen und elendige Schmerzen haben, wenn Nieren und Leber versagen.
Und warten und aushalten müssen.
Leiden.
Wäre menschlich, finde ich, eine Wahl haben zu dürfen.
Dann kann man wählen.
Wer sanft und in Begleitung einschlafen möchte, darf es.
Wer Pilze essen möchte, oder von einer Brücke oder einem Berg springen möchte, kann wählen.
Beim ersten könnte man sich immerhin verabschieden.
Bei Nr. 2, so wie es jetzt ist, muss man schweigen.
Wäre schön, finde ich, wir dürften wählen und hätten somit eine Wahl.
Das ist meine persönliche Meinung.
Nicht jeder ist so mutig, nicht?
Kann es nicht sein.
Ich fände es sehr mitmenschlich.
Eine Wahl zu ermöglichen.

Und ich glaube, im Verlauf der Unterhaltung hier, es lebt und stirbt sich schöner mit irgendeiner Art von Glauben.
An was auch immer.
Zumindest für die, welche glauben möchten.
 
Also in der Überschrift steht "Habt ihr Angst vor dem Tod? Sind wir alle nur Bewusstsein, oder sind wir nichts? Was denkt Ihr?"
Darauf beziehe ich mich und habe schon gesagt, dass ich keine Angst vor dem Tod habe, höchstens vor dem Sterben. Als mein Bruder starb, ging er auf den Markt, hatte ein paar Blümchen für seine Frau gekauft und ging zum Käsestand... Dort fiel er einfach um und war tot. Wenn ich genauso sterben könnte wäre es schön. Nicht für meine Angehörigen, aber für mich.

"Bewusst" meinen Tod herbeiführen könnte ich nicht, vielleicht wenn ich mir so Leiden so leiden ersparen könnte, aber wer weiß das schon vorher? Ich denke, dass ich irgendwo auch in der Verantwortung stehe, bis zum Schluss durchzuhalten. Sonst könnte ich ja auch gleich abtreten.

Weil wir eben nicht "nichts" sind, achte ich das Leben. Sowohl das, der anderen, als auch meins.
Das denke ich...
 
Also in der Überschrift steht "Habt ihr Angst vor dem Tod? Sind wir alle nur Bewusstsein, oder sind wir nichts? Was denkt Ihr?"
Darauf beziehe ich mich und habe schon gesagt, dass ich keine Angst vor dem Tod habe, höchstens vor dem Sterben. Als mein Bruder starb, ging er auf den Markt, hatte ein paar Blümchen für seine Frau gekauft und ging zum Käsestand... Dort fiel er einfach um und war tot. Wenn ich genauso sterben könnte wäre es schön. Nicht für meine Angehörigen, aber für mich.
Da ist traurig für dich, weil du miterleben konntest, wie schnell etwas vorbei sein kann, obwohl man nichts, aber auch nichts geahnt hat. Aber wenn ein Tod, ja dann würde ich mir sowas auch wünschen. Natürlich eigentlich erst, wenn man sehr alt ist.
"Bewusst" meinen Tod herbeiführen könnte ich nicht, vielleicht wenn ich mir so Leiden so leiden ersparen könnte, aber wer weiß das schon vorher? Ich denke, dass ich irgendwo auch in der Verantwortung stehe, bis zum Schluss durchzuhalten. Sonst könnte ich ja auch gleich abtreten.
Ich habe das Gefühl von Verantwortung nicht.
Weil wir eben nicht "nichts" sind, achte ich das Leben. Sowohl das, der anderen, als auch meins.
Das denke ich...
Das stimmt, das Leben der anderen und sein eigenes achten, ist im Grunde das gleiche, wie: Liebe deinen Nächsten WIE dich selbst.
 
Natürlich ist letztlich jeder für sein Leben verantwortlich, trotzdem war ich stets für (gute) Ratschläge dankbar.
Ich auch. Ich hab oft Ratschläge gegeben, mein Leben lang haben mich viele gefragt, darin war ich gut. Ich finde aber, gerade deshalb darf man auch andere fragen. Denn manchmal ist man "betriebsblind" und /oder steckt eben in einer Phase, wo man Ältere z.B. auch fragen sollte. Die waren da eben schon, wo man selbst gerade ist.
Man sollte halt "die Richtigen" fragen.
Denn alle haben ja oft ganz viel Meinung, und eher wenig Ahnung. 🙂
Ich vielleicht auch. 😅
 

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