Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Habt ihr Angst vor dem Tod? Sind wir alle nur Bewusstsein, oder sind wir nichts? Was denkt Ihr?

Der Mensch ist dazu in der Lage, sich ein Jenseits vorzustellen.
Der Mensch ist in der Lage sich ein Jenseits selbst zu basteln, er ist in der Lage eines zu übernehmen.
Jedes Mal macht er sich ein Bild, das nur in seinem Kopf oder in mehreren existiert.

Das Leben ist von Glauben erfüllt , wenn Glauben das ist , das man sich etwas vorstellt, aber das was mir hier so teilweise entgegenspringt ist, das man Glauben für so etwas wie eine fanatische Überzeugung hält .....

tiefer Glaube , ist es nicht schwer etwas zu glauben was nicht ist, wieso also vorstellen .....tja die Neugierde halt.....

oder doch die Angst in den Tod zu gehen ohne festen Halt ...zumindest in der inneren Überzeugung .....????

Oft wenn die Menschen so alt sind , das sie sterben, dann sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, das Bewußtsein hat ggf. stark abgebaut das ZN stark gelitten, das Ich , der Mensch , ändert sich , so kommt es Außenstehenden oft vor ...Alte wissen manchmal nicht mehr wer sie sind , je besser die Pflege , desto angenehmer die Zeit die man noch bei Bewußtsein ist, aber wenn das weg ist , man die Leute nicht mehr erkennt oder ans Kauen erinnert werden muss...beim Füttern ....dann ist irgendwann der Punkt erreicht wo der Akku wirklich leer ist, und dann stirbt man.

Ob da die ganzen Fragen noch wichtig sind ? Ich glaube nicht.
Da finde ich es viel wichtiger dass man seinen letzten Atemzug in Ruhe tun kann, ohne viel nachzudenken, einfach einschlafen.
 
Einer meiner Schwager kam vom Urlaub in Südtirol jetzt ins KH- Sprachverzögerung, Hinken, viel wirres Reden, tiefe Erschöpfung- was hat er nur?
Er kann schon lang nicht mehr lachen, weil er depressiv ist, er isst weit über sein Maß hinaus und ist sehr dick inzwischen, sein tägliches Flascherl Wein gibts auch und nun wäre er noch mit so einer Beeinträchtigung "gesegnet", falls man da nichts machen kann. Vielleicht sehnt er sich nach Gehen und macht deshalb sehr viel, das nicht gesund ist.
Der Gedanke, dass es richtig Ende wird, der erschüttert mich trotzdem.
Das Thema war ja hier ursprünglich unter anderem: sind wir alle nur Bewusstsein?- alles nur Schein?

Als ich meiner Krebskranken Schwester "gute Medizin" mitbrachte, drückte sie die mir wieder in die Hand und deutete mir, spar dir das, es war, als ob sie mir klammheimlich verriet, dass sie entschieden hat zu gehen und alles, das angeblich gut zum Kräftigen, zum Durchstehen gereicht wurde, das spie sie sofort wieder aus in hohem Bogen. Die Blicke von ihr, die machten mich ruhig, "mach dir keine Sorgen, das passt schon, so wie es ist...""" dieses Gefühl gab sie mir.

Mein Schwager wirft auch alle Tabletten in den Müll seit Langem, die ihm ein Arzt verschreibt. Sagt das nicht schon viel aus?
 
Die Blicke von ihr, die machten mich ruhig, "mach dir keine Sorgen, das passt schon, so wie es ist...""" dieses Gefühl gab sie mir.

❤️
Ich glaube, das ist sehr tröstlich. Schön, dass ihr Gelegenheit hattet, diese Blicke noch zu tauschen.
Und es macht nichts, wenn der Strang sich in eine andre Richtung entwickelt.
Vielleicht ist die Frage, ob wir alle ein Bewusstsein sind, auch von den interessierten Usern ausreichend beantwortet, aber ich finde es schön, wenn jeder seine Gedanken zum Leben und zum Sterben, und zum Sein oder nicht sein - oder Später-sein hier hinein schreiben mag.
Du hast mich sehr bewegt. Und bist ein sehr liebevoller und achtsamer Mensch, so wie du dich liest.
Ohne belehren oder besonders schlau sein zu wollen, teilst du einfach deine Gedanken.
Dankeschön dafür.
Es ist auch eine Einladung an alle, die sich in der nächsten Zeit noch Gedanken ums Thema machen wollen, hier diese einzutragen.
Feel free.
 
Ich glaube, das ist sehr tröstlich. Schön, dass ihr Gelegenheit hattet, diese Blicke noch zu tauschen.

Es fand noch ein Treffen statt. Wir wohnen weit auseinander, sie in München, ich in der Steiermark, in München war unser Vater Gastarbeiter, es zogen alle nach, ich auch, ich siedelte aber wieder heimwärts, aber meine anderen vier Schwestern blieben in der Stadt, sie waren auch sehr viel mit meinem Zwilling zusammen- arbeitsmässig, privat.
Mir war mal nach Besuch, da gings ihr schon sehr schlecht. Ich rang mit mir, fuhr dann los, suchte das Krankenzimmer im Spital und sie lag wie tot da, das erschreckte mich sehr. Genau deshalb fürchtete ich das Treffen, weil sich diese Anblicke so einprägen und so erschüttern dann immer wieder.
Ich war keine fünf Minuten an ihrem Bett, gabs bereits ein Anzeichen von wieder "Eintauchen in den Körper", mit jeder Minute fiel das "Üble" weg, wir plauderten, es war nicht geheuchelt, es war gute Stimmung im Raum, man spürte das, es war kein Krankenbett mehr, nachdem die zwei anderen Schwestern noch dazu kamen, wars ein Kaffeekränzchen gefühlt, es war heiter, meine Zwilling kicherte öfters, sie bot mir was zu trinken an, es kam sogar das "Morgen" ins Gespräch, wenn es wieder aufwärts geht. So fühlte es sich an, es war wie ein Wunder.
Eine meiner Schwestern war ganz aus dem Häuschen nachher beim Aufzug, sie sprach eine Frau an, wir haben ein Wunder erlebt, Jesus ist das, Jesus heilt! Ihre Religiosität ist etwas anders als meine, sie hat, wie wahrscheinlich jeder, eigene Fantasien.
Mir war so wohl, ich fuhr am gleichen Tag wieder heim, direkt vom Krankenhaus weg und in mir war so richtiges Aufatmen. Sonntag wars... am Montag fiel sie ins Leblose, es war aber noch ein Arzt da, der ihr sagte, Frau B- wissen sie, dass sie jetzt sterben werden? Sie haben verfügt, dass wir nicht eingreifen dürfen, sind sie bereit? Von da weg gabs Panik total, sie kollabierte immer wieder, meine Schwestern erlebten das alles mit, sie schrie und klagte- musste das so sein? Hätte man nicht ohne zu reden still einschlummern lassen können mit Beruhigung dabei? Das werde ich nie begreifen.
Am Samstag war es dann aus. Ich und sie, wir waren noch einen Tag "feiern". Genau wegen dem war mir irgendwie nicht nach Verzweifelt sein, das war für mich ein "Zeichen"- guck mal, dir gegenüber zeige ich mich so- oder: meine liebe Holunderzweig, ich erspar dir das Grobe...hab ich dir versprochen...
Kurz- ich habe das in Erinnerung abgespeichert und das tröstet mich gewaltig.
 
Ich habe jetzt hier nur ein bisschen was überflogen, sind mittlerweile zu viele Seiten geworden.
Deshalb eine Frage: Möchtest du gerne Wiedergeboren werden?
 
Und es macht nichts, wenn der Strang sich in eine andre Richtung entwickelt.
Guck mal, wie viele Seiten du bereits am Laufen hältst mit deinem Auftauchen und deinem Thema!
Es betrifft uns alle, wie es ausschaut ist das eh ein Kernthema überhaupt, um das sich viel dreht, bewusst, oder unbewusst. Tod leugnen, Tod ersehnen, Tod fürchten, Tod vermeiden wollen, Tod riskieren, Tod findet keiner langweilig, stimmts?
 
Ich habe heute über das Thema noch mal nachgedacht. Auch weil du das über deinen Schwager geschrieben hast und er seine Medis wegwirft.
Ich denke - jetzt mal ganz privat für mich - wenn ich wüsste, ich könnte - UNkompliziert Begleitung und Hilfe bekommen, mein Leben zu beenden, wenn ich keine Lust mehr habe, ich würde definitiv viel viel leichter und fröhlicher sein.
Ohne betteln zu müssen, ohne zig Anträge und Bittelei, ohne das von oben absegnen zu lassen und mich mit 1000 Von-Oben-Stellen auseinanderdividieren zu müssen, das fände ich persönlich würdig.
Würde ich glatt feiern.
Ich glaube, ich persönlich fände das so befreiend, dass ich noch mal richtig einen Schub an Lebenslust hätte. Weil ich mein Ende selber wählen dürfte.
Das kann vielleicht kaum einer verstehen?, aber ich fühle es so.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Was macht ihr wenn ihr dringend Kontakt sucht und niemanden habt? Ich 48
G Paruresis - Angst vor Toiletten Ich 69
G Ich habe Angst vor Krankheiten Ich 8

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben