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Haben Beziehungen überhaubt noch ne Chance?

snapie

Mitglied
Wenn ich mich betrachte oder viele andere hier und lese und lese denk ich einfach nur egal ob jung oder alt egal ob 1-oder 20 Jahre irgendwo scheint alles zu ende zu gehen. Ich frag mich wieso das so ist? Das klingt und ist alles so Demütigend das man am liebsten im Boden versinken möchte! Ich dachte immer man könnte ne Beziehung so aufbauen mit Freiheiten und Gemeinsamkeiten das es so ausgeglichen ist das man ein Lebenlang zusammenbleiben könnte und Seitensprünge nicht mal in Frage kommen würden ,man nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden würde?!
Scheinbar alles nur scheinwelt?! Mich endtäuscht das jetzt bitter um ehrlichzusein wenn es in sachen Libe keine zuckunft gibt?!?
Ich denke jede Beziehung oder ehe die länger als 25 Jahre gut läuft ist mehr als nen 6er im Lotto, es gibt einfach dinge im Leben die kann man sogut wie garnicht erreichen, aber damit Leben zu lernen das es soetwas scheinbar echt relativ selten gibt ist verdammt schwer! Was denkt ihr darüber?
 

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LunasVater

Mitglied
ich denke, dass die auswahl an potentiellen partnern durch unsere moderne welt (sie wird eben immer kleiner) größer geworden ist, und das die moralischen fesseln einfach nicht mehr existieren. es ist der preis der freien welt, denn wenn wir z.B. auf muslimische staaten sehen, ist eine ehescheidung dort fast undenkbar. so wie es auch bei uns lange zeit war.
außerdem fehlen krisen, die familien bzw. paare immer eng zusammen geschweißt hatten.

du hast recht! dauerhafte beziehungen zu führen, halte ich heute für fast unmöglich. bis vor kurzem glaubte ich noch dran.
heute weiß ich, dass ich dieses ganze beziehungszeugs satt habe und mich nicht mehr binden werde.

der mensch ansich ist für monogamie (biologisch gesehen) nicht geschaffen. und sobald er die möglichkeit erhält , sich zu bedienen, wird dies auch getan.

ob man das nun verteufelt oder nicht. wer wollte andererseits schon einen rückfall ins mittelalter? :cool:
 

Yenlowang

Aktives Mitglied
Ich für meinen Teil denke, das es schwerer geworden ist eine "gute" und "lange" Beziehung zu führen. Da sich die Welt an sich verändert hat.

Ich weiß noch, wie ich meine Oma und meinen Opa bewundert habe.

Sie haben sich während der Wirren des 2. Weltkrieges kennengelernt und haben sehr jung geheiratet. Meine Oma war 16 und mein Opa war 18...

Sie hätten vor 5 Jahren goldene Hochzeit gehabt... Aber es sollte leider nicht sein.

Das war für mich etwas was Bestand hatte. Der eine wusste was der andere wollte. Sie hatten ihre Ecken und Kanten, allerdings wussten sie beide was sie aneinander hatten.

Allerdings kamen beide aus einer zeit, wo es fast unmöglich/undenkbar war zu sagen: "Ich verlasse Dich!"

Aber das stand nie zur Debatte, sie haben sich geliebt, das weiß ich...

Heutzutage ist die Welt "leider" nicht mehr schwarz und weiß, sondern bunt. Die äußeren Einflüsse und Reize sind vielfältig geworden, man muss sich nicht mehr mit der Institution "Beziehung" beschäftigen, wenn man nicht will.

Das Arbeiten an einer Beziehung erfordert zum einen Willen und zum anderen eine ganze Menge Kraft. Und es sind leider viele Menschen nicht mehr bereit so viel zu investieren... :(

Es ist heutzutage einfacher zu sagen: "Ich will nicht mehr!" oder den Menschen zu betrügen, anstatt sich damit auseinander zu setzen was nicht stimmt.

Man ist leider nicht mehr bereit an der Beziehung zu arbeiten, sondern beendet sie und stürzt sich in eine neue. Vielleicht in der Überzeugung es diesmal besser zu machen, oder nun endlich den richtigen getroffen zu haben.

LG
 
B

Benjamin-29

Gast
Hi snapie,

eine der wenigen Sicherheiten die es gibt ist, dass unser Leben irgendwann zu Ende geht. Was du bis dahin aus dir und deinen Beziehungen machst, das liegt bei dir.

Wie lange andere Beziehungen halten, ob an Seitensprünge gedacht wird oder nicht, ob andere sich Freiheiten gönnen und Gemeinsamkeiten finden oder nicht, was unsere Großeltern getan haben, etc. - das kann man alles als demütigen empfinden, muss man aber nicht.
 

pete

Sehr aktives Mitglied
Ich glaub nicht, dass man pauschal die "gute alte Zeit" heraufbeschwören sollte, und dass nun heute alles schlechter ist.

Die Zeit, wo man sich nie getrennt hätte - meine Eltern passten überhaupt nicht zueinander, Maximum an Streit - nein, das war alles andre als gut.

Wenn sich heute schneller getrennt wird wenns nicht passt - ist das wirklich falsch ? Da, wo es aber passt, geschieht dies eben nicht. Ist auch niemand mehr bereit an sich selbst zu arbeiten ? Ja, war das denn vor Jahrzehnten mehr, wo man sich nie getrennt hätte ? Nach meinen Beobachtungen eher weniger.

Nein, man sollte die heutige Zeit und die Menschen nicht schlechter reden als sie sind.

Peter
 
C

Chris1970

Gast
Man darf auch nicht vergessen, dass man das Forum nicht als repräsentativ betrachten darf.

Hier sind überdurchschittlich viele, bei denen es schief gelaufen ist und die sich aus genau diesem Grund auch hier aufhalten.
 

Yenlowang

Aktives Mitglied
Ich glaub nicht, dass man pauschal die "gute alte Zeit" heraufbeschwören sollte, und dass nun heute alles schlechter ist.

Da stimme ich Dir zu. So habe ich das auch nicht gemeint, ich bezog es eher auf den Aspekt, das man früher noch mehr "gekämpft" hat. Zumindest habe ich es so erlebt...

Ich habe in vielen Gesprächen erlebt, das es heutzutage einfacher ist sich zu trennen, als sich um die Probleme Gedanken zu machen.


Wenn sich heute schneller getrennt wird wenns nicht passt - ist das wirklich falsch ? Da, wo es aber passt, geschieht dies eben nicht. Ist auch niemand mehr bereit an sich selbst zu arbeiten ? Ja, war das denn vor Jahrzehnten mehr, wo man sich nie getrennt hätte ? Nach meinen Beobachtungen eher weniger.

Punkt für Dich ;) Über diesen Aspekt hab ich in meiner Betrachtung noch keinen Gedanken verloren...

Nein, man sollte die heutige Zeit und die Menschen nicht schlechter reden als sie sind.

Würde ich auch nicht machen, ich erlebe mit meiner jetzigen Freundin , das es auch anders geht, als in den Beziehungen die ich davor geführt habe.

Liebe Grüße
 

snapie

Mitglied
Erfahrungen macht jeder im Leben ist klar, aber soweit wie ich gekommen bin das mein ich damit bin ich genausoweit wie die meisten hier! Das wollt ich bloß mit dem Beitrag sagen und niemanden hier angreifen oder mich in selbstmitleid versinken lassen! Ich denke auch das früher vielleicht nicht alles besser war aber man nicht sofort aufgegeben hat. Das macht mich ja grad so traurig. Denn auch ich hab eigentlich immer an die Große Liebe geglaubt :( aber der Passende deckel an den glaub ich nicht mehr. Denke heute zu Tage muss und sollte man versuchen sich damit abzufinden allein zu bleiben, man wird vielleicht hier und da mal ne Beziehung haben aber wie gesagt nicht von Dauer! Zeiten haben sich nunmal geändert das jeder sich es viel zu leicht macht da habt ihr schon recht.
 

LunasVater

Mitglied
jep! es ist eben einfacher geworden vor den problemen davonzulaufen. und sowieso sind die wege kürzer zu neuen versuchen.

ob das alles so negativ ist?
man muss sich eben nur auf die situationen einstellen.
eine sache des lernens und der fähigkeit auf veränderung zu reagieren.
 

maximilian

Aktives Mitglied
Wenn ich Ehepaare im KKH frage wie sie es so lange miteinander aushielten, kommt man am Ende schon darauf dass man immer mal ein Auge zudrücken muss, und auch mal verzeihen können muss.
Heutzutage gibts doch etliche Menschen die sagen: ein Seitensprung und ich bin weg, anstatt sich wie vernünftige Menschen zu arrangieren. Früher war es üblich sich da zu arrangieren, man hatte ja auch keine Wahl weil Scheidung nicht gesellschaftlich akzeptiert war. War jetzt nur ein Beispiel, vielen reichen ja auch schon kleinere Probleme.
 

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