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Habe ich ein "Muttersöhnchen" erzogen?

Wie sieht eigentlich dein Sohn die Sache? Hatte er irgendwann einmal Tendenzen zu mehr Selbstständigkeit, oder ist es für ihn so wie es jetzt ist genau passend?
 
Natürlich habe ich gedacht, dass es vielleicht doch mehr Mütter bzw. Söhne gibt, die auch so leben. Und ja, mit etwas mehr Zuspruch hätte ich gerechnet. Oder zumindest in einigen Beiträgen ein wenig mehr Freundlichkeit...


Normalerweise wird von den Eltern erwartet, dass die Kinder eigenständig werden und ausziehen. Dein Sohn wohnt bei dir, er arbeitet Teilzeit, trägt mutmaßlich zur Miete bei und ihr verbringt sehr viel Zeit miteinander. Du wäschst seine Wäsche, kochst das Essen, erkundigst dich, wann er nach Hause kommt usw.

Ich fände so eine Beziehung auch zwischen Mutter und unselbständiger Tochter bedenklich.

Warum sollte sich eine Frau diese Beziehung Mutter/Sohn antun? Wenn der Sohn nicht bereit ist, auszuziehen, dann ist er nicht erwachsen genug für eine normale Beziehung mit einer Frau. Er hat doch alles was er braucht bei dir.

Und solange dein Sohn und du eure Situation normal findet und nicht änderungswürdig, werdet ihr auch nichts ändern und da ist eine andere Frau nur ein Störfaktor.

Dein Sohn kennt es nicht anders, es wurde ihm wohl auch nie vermittelt, dass das nicht normal ist.
 
Natürlich habe ich gedacht, dass es vielleicht doch mehr Mütter bzw. Söhne gibt, die auch so leben.h.


Zum Glück nicht....

ich habe 3 Kinder erzogen und alle sind selbstbewusste und eigenverantwortliche Menschen geworden.Wenn auch nur eines meiner Kinder so wäre wie Dein Sohn hätte ich mir die grössten Vorwürfe gemacht....

unser Ziel muss doch sein dass unsere Kinder mal
selbstbestimmt leben
 
Natürlich habe ich gedacht, dass es vielleicht doch mehr Mütter bzw. Söhne gibt, die auch so leben. Und ja, mit etwas mehr Zuspruch hätte ich gerechnet.


Was brachte dich dazu, so etwas zu denken? Wie viele Menschen siehst du so leben?

Zuspruch würde weder dich noch deinen Sohn weiterbringen.
Freundlichkeit, ja, würde sicher gut tun. Nur manchmal bewirkt ein sanftes Streicheln oder sanfter Druck, vorsichtige Hinweise, absolut gar nichts.

Gelegentlich ist ein kräftiges Rütteln von Nöten, damit etwas die Abwehr durchdringt. Was das Risiko birgt, dass erst recht dichtgemacht wird. Den einen, immer richtigen Weg, gibt es nicht.

Aber eines ist klar: der von dir und deinem Sohn gegangene Weg ist nicht richtig, nicht gut, nicht gesund.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kannte einen Mann, der auf diese Art mit seiner Mutter zusammen gelebt hat. Nach dem Tod seiner Mutter ist er vereinsamt, weil er keine anderen Beziehungen gehabt hat und es ihm auch nicht gelungen ist, neue Beziehungen aufzubauen.
Er wurde/war unglücklich und verbittert. Schließlich hat er sich, etwa drei Jahre nach dem Tod seiner Mutter, mit 54 Jahren das Leben genommen.
So etwas ist sehr traurig.
 
Wobei es da auch kulturelle Unterschiede gibt. In Italien ist es wohl beispielsweise deutlich häufiger so, dass Männer relativ lange oder sogar einen Großteil ihres Lebens bei den Eltern bzw. bei der Mutter bleiben.


Ich kann nicht für die Allgemeinheit in Italien sprechen, aber ich habe italienische Wurzeln und Freunde dort.
Ich spreche von eher ländlichen Gegenden, kleinen Städtchen.

Da gibt es die Töchter, die beim Vater leben.
Nur: sehr traditionell schmeißen die Mädels den Haushalt, der Vater arbeitet und schafft das Geld ran. Die Älteste wird einen Cousin heiraten, der bisher aus Kostengründen auch zu Hause lebte.

Da gibt es den Vater, der mit seinen beiden erwachsenen Söhnen in einer WG lebt.
Einer versuchte sein Glück in Deutschland, scheiterte nach Jahren an privaten Problemen und zog zurück, der andere jobbte am Bau und was sich sonst ergab.
Alle 3 halten sich mit irgendwelchen Jobbs über Wasser, Freundinnen kommen zu Besuch.

Dafür gibt es Gründe:

https://www.google.com/amp/s/amp.we...-wohnen-junge-Italiener-bei-ihren-Eltern.html

Mit den wirtschaftlichen Verhältnissen in Deutschland ist Italien nicht vergleichbar.
 
Wenn sie keine Freunde/Kontakte hat, denkt sie natürlich, dass die anderen wie sie sind.
Es sind keine Möglichkeiten vorhanden, sich mit anderen zu vergleichen.

Erscheint mir nicht logisch.
Die TE lebte nicht ihr ganzes Leben auf einer einsamen Insel.
Beteits als Kind wusste ich um die ungefähren Lebensumstände der Menschen in meinem Umfeld.
Bei welchem Nachbarn die Eltern unten mit der noch jungen Tochter und der Sohn oben mit seiner Frau lebte, wo der Enkel bei der Oma lebte, die Eltern keine Zeit für ihn hatten usw.

Man erfasst etwas vom Leben der Arbeitskollegen, der Verkäuferin um die Ecke, der anderen Bewohner im Viertel/in der Straße.
Selbst über das TV-Programm bekommt man mit, welche Lebensgemeinschaften der Norm in Deutschland entsprechen und was in irgendeiner Form aus dem Rahmen fällt.

Man müsste schon diverser Sinne und einem Großteil Intelligenz beraubt sein, um das nicht wahrzunehmen.
 
Ich kannte einen Mann, der auf diese Art mit seiner Mutter zusammen gelebt hat. Nach dem Tod seiner Mutter ist er vereinsamt, weil er keine anderen Beziehungen gehabt hat und es ihm auch nicht gelungen ist, neue Beziehungen aufzubauen.
Er wurde/war unglücklich und verbittert. Schließlich hat er sich, etwa drei Jahre nach dem Tod seiner Mutter, mit 54 Jahren das Leben genommen.
So etwas ist sehr traurig.


Ich kenne auch jemanden. Immer im Haus der schwierigen Eltern gelebt, mit einem psychisch kranken Bruder. Er selbst hat auffällige Vorlieben entwickelt. Es gab einen einzigen Versuch mit einer Frau in seinem Leben. Was nicht funktionierte. Inzwischen hat sich die Situation verschlimmert, er ist schwer depressiv und verbittert. Und zieht das weiter durch. Mutter und Bruder leben noch.
 

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