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Habe ein Problem mit meiner Biographie berechtigt oder unberechtigt?

Oh man.... Ehrlich gesagt versteh ich nicht woher die Komplexe rühren. Ich mein, du hast letztendlich nen Job und dazu noch nen guten. Aber du stürzt dich in ne kleine Sinnkrise wegen paar Jugendsünden 😕

Also deine Probleme hätte ich gern... Wollen wir tauschen?

Du meinst man würde das als Jugendsünde abstempeln und nicht als Dummheit? Sollte man mit 19 oder 20 nicht schon soweit sein
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du die Ausbildung bestanden hättest, wärst Du dann da, wo Du jetzt bist?

Es sind zwei verschiedene Sachen, sich mit seiner Biografie auszusöhnen, sie anzunehmen und zu erkennen, daß sie genau so, wie sie war, gut und richtig war, weil jeder Schritt gebraucht wurde, um uns dahin zu bringen, wo wir jetzt stehen. Und auf der anderen Seite nicht jedem jede Station dieser Biografie auf die Nase zu binden.

Ich lüge auch nicht. Aber ich erzähle auch nicht alles, was mich und meine Persönlichkeit bis heute geformt hat. Aber nicht aus Scham, sondern weil noch nicht jeder auf dem Stand ist, aus den Kategorien von Bewertung, bestehen und Versagen, gut und schlecht, schwarz und weiß, auszusteigen und den Standpunkt eines wertungsfreien "so ist es" anzunehmen.

Sehr gute Antwort. Das ist genau das Problem viele Menschen sind es nur als schwarz-weiß.

Als ich damals versucht habe meine Ausbildung zu beenden obwohl ich wirklich am Ende war, aufgrund permanenten Überstunden Beleidigungen und Ausbildung Fremdtätigkeiten und Konzentrationsstörungen die daraus resultierten.Meine Ausbildung nicht bestanden habe. Sagten nur alle selber schuld.
Also nicht nur dass sie auch unter dieses Mobbing gelitten habe, sondern zum Schluss auch noch unter den Schuldzuweisungen.
 
Nun Alter ist relativ. Letztendlich ist ja was aus dir geworden, also spielt das damals keine Rolle mehr. Es ist schlicht egal

Sehr gute Antwort. Das ist genau das Problem viele Menschen sind es nur als schwarz-weiß.

Als ich damals versucht habe meine Ausbildung zu beenden obwohl ich wirklich am Ende war, aufgrund permanenten Überstunden Beleidigungen und Ausbildung Fremdtätigkeiten und Konzentrationsstörungen die daraus resultierten.Meine Ausbildung nicht bestanden habe. Sagten nur alle selber schuld.
Also nicht nur dass sie auch unter dieses Mobbing gelitten habe, sondern zum Schluss auch noch unter den Schuldzuweisungen.

Du meinst man würde das als Jugendsünde abstempeln und nicht als Dummheit? Sollte man mit 19 oder 20 nicht schon soweit sein

Hallo Hajooo, erst einmal vielen Dank für Deine Zeit,Dein Verständnis, und deine Empathie. Sicherlich könnte ich sagen es geht mir gut. Aber eigentlich bin ich ein Perfektionist kann es nicht leiden etwas abzubrechen was ich angefangen habe.
Das war damals in der Ausbildung so. Obwohl ich mich damals sehr sehr schlecht gefühlt habe, habe ich nicht auf mich gehört und es trotzdem weiter durchgezogen.

Wahrscheinlich ist genau das, dass Problem,Soll ich genau ein aufgeben sei es in Form von Kündigung oder psychisches aufgeben bei Menschen gehasst habe,und es mir damals selbst passiert ist. Durch meine Vergangenheit sind mir viele Wege verbaut worden, oder besser gesagt ich habe es mir selbst verbaut.

In der Ortschaft wo ich wohne bin ich als Unternehmer relativ bekannt, So dass mir auch vorgeschlagen worden ist in die Politik zu gehen als Bürgermeister etc. das habe ich immer abgelehnt, weil ich genau weiß wenn irgendeiner meiner Vergangenheit rum gehabt mir das sofort aufs Butterbrot geschmiert wird.
Man weiß ja wie das in der Politik ist.


Um auf deine Frage zurückzukommen sind dieses einfach nur Interviews wie zum Beispiel Für Fachzeitschriften,Unternehmensvorstellungen etc.Die Angst besteht dann darin dass eventuelle Kunden oder Bestandskunden einen dann nicht mehr ganz für voll nehmen könnten. Auch bei den Mitarbeitern muss ich natürlich ab und zu streng sein, aber mein Motto ist hart aber herzlich.Habe immer ein offenes Ohr. Aber es ist schon passiert das ich mich von Mitarbeitern trennen mussten weil sie ihre Arbeit einfach nicht gut gemacht haben und darunter die Qualität meiner Firma gelitten hat. Das ist immer ein Punkt wo ich dann sage dass ich nicht gerade Sympathiepunkte bei diesen Mitarbeitern gesammelt habe,und das meine Vergangenheit auch hier ein gefundenes fressen wäre.

Oh man.... Ehrlich gesagt versteh ich nicht woher die Komplexe rühren. Ich mein, du hast letztendlich nen Job und dazu noch nen guten. Aber du stürzt dich in ne kleine Sinnkrise wegen paar Jugendsünden 😕

Also deine Probleme hätte ich gern... Wollen wir tauschen?

Ich bin mittlerweile erfolgreich selbstständig.

Hatte in meiner Jugend aber viele Probleme mit meiner Ausbildung, und habe damals auf meine Eltern gehört und mich nicht getraut ab zu brechen obwohl ich abbrechen wollte.

Ich habe mich durch mein Umfeld beeinflussen lassen .Musste starkes Mobbing ertragen, und bin zweimal durch meine Ausbildung gefallen. Vor zwei Jahren hat mich meine Vergangenheit wieder eingeholt, in dem ich in einem Interview über meine Biografie gefragt worden bin. Ich habe gelogen Und nur die positiven Seiten meines Lebenslaufes erwähnt, weil ich mich für meine Vergangenheit schäme. Auf der anderen Seite ärgere ich mich auch über mich selbst das ich nicht selbstbewusst genug bin zu meiner Vergangenheit zu stehen. Weil ich eigentlich überzeugt bin dass dieses von dieser Gesellschaft nicht toleriert wird.

Seitdem beschäftigt mich meine Vergangenheit wieder und ich kann mich kaum auf mein Geschäft konzentrieren.

Sind meine Gedanken berechtigt ? Es ist mir einfach peinlich dazu zu stehen, als wenn es mir nichts ausmacht, und weil es den Eindruck machen könnte das ich das sogar noch Gut finden würde oder für dumm gehalten werden könnte.

Sind meine Gedanken richtig? Oder habe ich ein psychisches Problem?

Hier mein Lebenslauf:





Hauptschule: Abschluss erweiterter Hauptschulabschluss. Mit 17 Jahren 1 Jahr Ausbildung Elektro abgebrochen, danach Ausbildung zum Verkäufer mit Abschluss, danach Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel ohne Abschluss ( 2 mal durchgefallen). Mit 20 Jahren 1,5 Jahre Bundeswehr . Mit 22 Jahren selbstständig im Hausvertrieb. Mit 25 Jahren Aufbau einer eigenen Bauträgergesellschaft. Mit 32 Jahren Weiterbildung zum Betriebswirt mit Abschluss. Danach Expansion der Bauträgergesellschaft.

Du hast ein Problem damit weil du nur Hauptschule hast??

Ich finde es Absolut nicht schlimm, manchmal nur die positiven Seiten zu erwähnen. Um weiter zu kommen muss man das tun.

Außerdem hast du doch auch mehr als das beste draus gemacht. Sei stolz auf dich!!

Ich hab zb auch nur Realschule und werde oft von oben herab angeschaut. Hab aber auch einen guten Beruf und bin glücklich.

Leider legt die Gesellschaft ziemlich viel wert drauf, aber dem darfst du nicht so viel Beachtung schenken!! Du musst glücklich sein.

Danke, du meinst also auch es ist besser die negativen Seiten zu verheimlichen?Mein Problem ist gar nicht die Hauptschule, sondern das ich durch meine Ausbildung gefallen bin. Ich hatte damals ich keine Lust mehr und hatte auf meine Eltern gehört und bin nur deshalb Zur Abschlussprüfung gegangen. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren und hatte kein Stück gelernt, trotzdem bin ich hingegangen. Das ist Das worüber ich mich heute Schäme. Das wenn Leute dieses erfahren Sie mich als dumm bezeichnen könnten.

Und ich mir Einrede das, dass heute als Geschäftsführer zu peinlich ist.

Nach außen hin sieht mir das keiner an wirke sehr selbstbewusst. Aber wenn ich in einem Interview wegen einem Werbeartikel oder einen image Artikel nach meiner Biografie gefragt werde lüge ich.Mich belastet idass ich nicht zu meiner Vergangenheit stehen kann. Weil ich Angst habe wie dieses von der Öffentlichkeit aufgenommen werden würde.

Also für mich klingt das nach einer soliden Karriere. Vom Hauptschüler zum Betriebswirt. Du kannst stolz auf dich sein.

Was da mal zwischendurch "nicht gepasst" hat kannst du getrost ignorieren.

Die Zeiten, wo man auf Dauer etwas "erfolgreich" verheimlichen konnte sind lange vorbei.

Steh zu Dir...alles andere ist nicht weiterführend.
Alles Gute.

Aber ist da der Betriebswirt nicht etwas entwertet wenn man sagt man ist in der Vergangenheit zwei mal durch so etwas triviales wie der Kaufmann im Einzelhandel gefallen? Wirkt das nicht dümmlich? Und ist die Gefahr nicht groß das dieses manche Menschen ausnutzen um einen lächerlich zu machen, die Menschen die einen nicht mögen? Ich bin leider ein Mensch der kann schlecht mit Lügen leben. Ich habe mich leider schon öfters dabei ertappt als ich zb. von Journalisten wegen ein Image Video oder Bericht nach meiner Biographie gefragt würde ich nicht ehrlich war, obwohl dieses für den ein oder anderen gerade eine Motivation darstellen könnte nicht aufzugeben. Auf der anderen Seite denke ich aber,dass es dann so rüber kommen könnte als wäre ich noch Stolz darauf. Das andere Bedenken besteht aber auch wie gesagt das es dann wieder andere geben könnten die einen damit aufziehen. Ich weiß das klingt alles etwas Wirr aber so denke ich.

Hatte meine Vergangenheit schon längst begraben, bis ich dieses eine Interview führte da kam alles wieder hoch. Scham , Pein und all diese Dinge. Weil ich mich ertappt habe das ich nicht zu meiner Vergangenheit stehe!

Wenn man nicht zu seiner Vargangenheit steht, dann ist das eben so.
Wichtig ist aber doch, dass man die Kurve bekommen hat und mit seiner Vergangenheit vielleicht deshalb trotzdem auch souverän umgehen kann.

Kannst Du damit etwas anfangen?

Aber Soll ich wenn ich nicht zu meiner Vergangenheit stehen, souverän mit meiner Vergangenheit umgehen?
 
Aber Soll ich wenn ich nicht zu meiner Vergangenheit stehen, souverän mit meiner Vergangenheit umgehen?

Ich verstehe nicht was dein Problem ist.

Welche Rolle spielen zwei abgebrochene Ausbildungen, wenn du Jetzt einen guten Job hast? Irgendwie hab ich den Eindruck, dass du in der Vergangenheit lebst
 
Ich verstehe nicht was dein Problem ist.

Welche Rolle spielen zwei abgebrochene Ausbildungen, wenn du Jetzt einen guten Job hast? Irgendwie hab ich den Eindruck, dass du in der Vergangenheit lebst

Habe ja nicht abgebrochen sondern bin durchgefallen . Das sieht aus wie gewollt aber nicht gekonnt. Bei einen Abbruch zeigt man ja noch eigenen Willen, und man kann sich besser rausreden. Kein Mensch glaubt man geht zur Prüfung wenn man nicht will, aber so war es bei mir, und es macht den Eindruck das man zu dumm war die Prüfung zu verstehen, ich hätte es verstanden wenn meine Konzentration da gewesen wäre.
 
Die meisten Leute werden die Details aus deiner Vergangenheit sowieso nicht kennen.
Du machst dir viel zu viele Gedanken.
Es gibt etliche Politiker, erfolgreiche Geschäftsleute, Hollywood-Stars, Firmengründer usw die in jungen Jahren mehrfach scheiterten.
ZB weil es nicht ihre Leidenschaft war oder weil sie zu jung waren oder aus finanziellen Gründen oder aus gesundheitlichen Gründen usw.
Viele haben nichtmal einen Schulabschluss geschweige denn ein Studium.

Außerdem hast du doch eine nachvollziehbare Begründung: Deine Konzentration war zum damligen Zeitpunkt nicht da.
Du kannst doch jemandem, der psychisch nicht fit ist, vorwerfen, wenn er eine gewisse Leistung zu diesem Zeitpunkt nicht erbringen kann, sofern er es später locker schafft? Oder bist du so hart zu anderen?

Deine Gedanken wären berechtigt, wenn du damals 100% fit gewesen wärst mental, gut vorbereitet und trotzdem unfähig.
 
Die meisten Leute werden die Details aus deiner Vergangenheit sowieso nicht kennen.
Du machst dir viel zu viele Gedanken.
Es gibt etliche Politiker, erfolgreiche Geschäftsleute, Hollywood-Stars, Firmengründer usw die in jungen Jahren mehrfach scheiterten.
ZB weil es nicht ihre Leidenschaft war oder weil sie zu jung waren oder aus finanziellen Gründen oder aus gesundheitlichen Gründen usw.
Viele haben nichtmal einen Schulabschluss geschweige denn ein Studium.

Außerdem hast du doch eine nachvollziehbare Begründung: Deine Konzentration war zum damligen Zeitpunkt nicht da.
Du kannst doch jemandem, der psychisch nicht fit ist, vorwerfen, wenn er eine gewisse Leistung zu diesem Zeitpunkt nicht erbringen kann, sofern er es später locker schafft? Oder bist du so hart zu anderen?

Deine Gedanken wären berechtigt, wenn du damals 100% fit gewesen wärst mental, gut vorbereitet und trotzdem unfähig.

Also du meinst es ist offensichtlich das es so war wenn man es später geschafft hat? Und normal denkende Menschen würden das erkennen . Sonst weiß ja nur ich das ich nicht konzentriert war . Früher hat das jeder als Ausrede angesehen, und mich eben sagen wir mal freundlich theoretisch nicht so begabt gehalten
 
Bei mir im Freundeskreis gibt es viele Leute die mehrere teilweise komplett unterschiedliche Ausbildungen angefangen haben.
Manche Leute brauchen einfach ein paar Anläufe um das richtige für sich zu finden. Das Wichtige ist dass man am Ende das passende findet, was bei dir ja jetzt der Fall zu sein scheint. Ich sehe darin also überhaupt keine Problem.
 

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