Dräng mich mal rein, bin nämlich viel zu faul um alles zu lesen 😱.
Habe für "Ja" gestimmt, weil ich es für richtig halte, wenn er abgesetzt werden würde. Ich finde, dass niemand etwas an der Führungsspitze verloren hat, der sich seine Lorbeeren anscheinend erschleicht. Das er von seiner Partei trotzdem noch weiter gestützt wird, sagt eigentlich alles. Ich zumindest weiß (jetzt) ganz sicher, wen ich ganz sicher nicht wählen werde.
Ich habe mit "Nein" gestimmt, aber nur, weil ich die Fragestellung offenbar missverstanden hatte. Eher in der Richtung, wie wahrscheinlich es ist, dass Guttenberg gehen muss. Wenn EuFrank es aber so gemeint hat, dass so jemand nicht mehr als Minister tragbar ist, dann hätte ich endeutig mit "Ja stimmen müssen.
Ich denke, er wird von seiner Partei gestützt, weil sie keinen anderen haben, der so medienwirksam als Politiker und bei der breiten Masse so beliebt ist, warum auch immer
🙄. Er wird eben nicht nur von seiner Partei gestützt, sondern hat - was ich nie begreifen werde - jede Menge Rückhalt beim Volk, auch außerhalb der Wählerschaft von CDU/CSU. Das ist auch der springende Punkt, weshalb Angie und die CDU/CSU ihn bisher nicht haben fallen lassen. Wäre er in einer anderen Partei, würde diese sich auch nicht anders verhalten. Egal, was die Opposition jetzt beteuert. Auch Ulla Schmidt blieb nach der Dienstwagenaffäre im Amt. Bezeichnenderweise hieß es gestern in der Sendung "Hart aber fair", dass nach Umfagen selbst deutlich über 60 % der SPD-Wähler möchten, dass er im Amt bleibt!
Aber die Wahlentscheidung bleibt natürlich jedem selbst überlassen; es geht doch sowieso nur noch darum, welche Partei man für das kleinste Übel hält...
😎
Vielleicht finden sie es ganz ok, so ein Vorbild zu haben und damit eine Rechtfertigung (Gewissensberuhigung) für Ihren eigenen Dreck am Stecken.
Der Gedanke ging mir gestern auch schon durch den Kopf. Die meisten halten doch selber viel vom Tarnen, Täuschen und Verpissen - in der Schule fängt es beim Abschreiben an, später bei der Steuererklärung, und die Art von "Selbstdarstellung", die viele Ehrgeizlinge im Berufsleben betreiben, um die Konkurrenz wegzuboxen, ist im Grunde nichts anderes.
Wer ehrlich und bescheiden ist und sich seine Leistungen, schulischen, akademischen und beruflichen Qualifikationen auf dem mühsamen, anstrengenden Weg selbst erarbeitet, der wird doch in diesem Land dafür nicht anerkannt, sondern nur für seine Naivität belächelt. Die Leute wissen dann gleich: Das ist jemand der Sorte "Marke harmlos", den oder die können wir mit jovialer Freundlichkeit behandeln, als Konkurrent/in kann er oder sie uns sowieso nicht gefährlich werden. So weit ist es doch inzwischen gekommen! Anders ist auch das Phänomen "beliebter Lügenbaron" nicht zu erklären.
Die Leute erkennen ihn gerade wegen seines Täuschungshandelns als einen ihresgleichen an; das macht ihn menschlich und sympathisch für sie. Wäre er chrakterlich und moralisch tatsächlich so integer, wie er immer getan hat, dann wäre er viel zu weit von ihnen weg.
Menschen, die konsequent das Gute tun, waren bei der breiten Masse noch nie beliebt. Erst wird "Hallelujah" geschrien und wenig später "Kreuzige ihn". Hatten wir alles schon vor 2000 Jahren...