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Gutachtertermin wegen Rückführung zur leiblichen Familie

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Ich habe das Drama eines Kindesentzugs ja leider am eigenen Leib erleben dürfen, ich war 2,5 Jahre alt.
Erst war ich bei meiner Oma, gut das war in Ordnung, sie war mir sehr vertraut. Dort konnte ich so ca. ein halbes Jahr bleiben mit meinem 17 Monate jüngerem Bruder.
Der Familienrichter entschied damals auf schuldig für meine Mutter und entzog ihr gleichzeitig beide Kinder. Der Erfolg war, dass ich zu einem extrem sadistischen und gewaltätigem (Aussage meiner Therapeutin) Vater kam, der sofort!! wieder heiratete. Ich bekam sie gleich als meine neue Mutter vorgesetzt. Ich höre heute noch den Satz: Es kommt heute deine Mama. Und wer kam: eine für mich fremde Frau. Ich war unheimlich verwirrt. Das Drama ging dann durch bis ich mich mit 19 aus der Hölle befreien konnte.
Mit 20 Jahren konnte ich meine Mutter wieder sehen, die auch wieder verheiratet war. Dieser Ehemann hat mich ausfindig gemacht und die Wiedervereinigung möglich gemacht.
Mit 21 Jahren bekam ich einen Sohn, allein. Sprichwörtlich allein, da ich zu dem Zeitpunkt genau auf der anderen Seite der BRD lebe, als meine leibliche Mutter, meine Herkunftsfamilie kümmert sich nicht. Freunde waren zu dem Zeitpunkt nicht da. Ich habe alle Kräfte mobilisiert für dieses Kind. Es eigentlich auch "missbraucht" es hielt mich hier auf der Erde und am Leben und gab allem einen Sinn. Später lernte ich mit ca. 22 meinen damaligen Mann kennen. Und das Drama wiederholte sich:
erst bekam ich noch ein Kind. Ein Wunschkind für mich. In dieser Zeit zeigte sich eigentlich schon die pathologische Beziehung zwischen mir und meinem Mann. Ich war blind. Es flogen die Bügelbretter tief und die Butter durch die Küche. Er schlug mich mit Kind am Arm, er beschimpfte mich..... Er durfte das aber ich bin ja verheiratet, im Käfig und gefangen. Mein Verständnis von Ehe ist vollständig verquer. Es ging weiter. Es wurde nach einem wahnsinnigen Ehekrach ein drittes Kind gezeugt. Dazwischen liegen Jahre der Demütigung und auch wieder Versöhnung. Alles nach altem Vorbild. Ok, ein drittes Kind, für mich hiess das: wieder alles schlucken, nochmal viele Jahre Gefängnis.
Als der dritte Sohn dann vier Jahre alt war, begann ich langsam mir Gedanken zu machen. Mittlererweile war das Familienleben so desolat, dass auch die Umgebung dies mitbekam. Ich wurde im Haus gemieden. Wieso, hat damals keiner das Jugendamt verständigt? Da wäre es gerechtfertigt gewesen. Ich musste erstmal in die Psychiatrie, danach eine dreimonatige Weiterbehandlung, da mein Mann die Kinder dermassen misshandelte in dieser Zeit, dass es für die Klinik, in der ich war unverantwortlich gewesen wäre, mich weiterzubehandeln und die Kinder bei dem Vater zu lassen.
Nach dem Klinikaufenthalt habe ich erstmal veranlasst, dass ein Kind in ein heilpädagogisches Heim mit Internat kam. Mein Mann hat ihn bis dahin fast geschafft, er war 9 Jahre und wollte sich umbringen. bzw. schrie meinen Mann an, er solle ihn doch vom Balkon schmeißen dann wäre er tot.
Gut dies ging innerhalb von einem halben Jahr vonstatten und er war erstmal in Sicherheit. Der erste Sohn von mir wurde immer stiller und stiller: Alarmstufe rot! Ihn brachte ich dann in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie unter, danach auf Anraten der Psychologen in einem heilpädagogischen Heim mit Schule.
Der dritte Sohn, und das ist damals meine Sichtweise gewesen, war noch nicht so gefährdet. Ihn konnte ich noch bei mir behalten.
Da mir der erste lange Klinikaufenthalt nicht viel für mich weitergeholfen hat, bin ich selber noch mal in eine Spezialklinik gegangen. Wieder drei Monate, aber nicht ohne für meinen Jüngsten zu sorgen. Er kam bei sehr lieben Bekannten unter, die sich wirklich super gut um ihn gekümmert haben.
Nach dem Klinikaufenthalt kam es endlich zur Trennung, die ich inzeniert habe. Darauf hin hat er sich endlich eine neue Frau gesucht. Vorher konnte ich ihn auch nie losbekommen, er klebte an mir wie Kaugummi.
Nun ging das Drama in eine neue Phase, denn nun kommt das Jugenamt richtig in Fahrt. Ende vom Akt 1: Es wird mir das jüngste Kind auch noch entzogen. Und wer bekommt es: ja richtig geraten, der Vater, der in einer Zwei-Zimmer-Wohnung lebt, dort mit Kind und Partnerin ein EINEM!!! Bett schläft (der Sohn war zu dem Zeitpunkt 11 Jahre) und es auch nicht vermeidet nächtlich mit seiner Partnerin tätig zu sein.
Dies alles unter den Augen des Jugendamtes.
Ich hätte zugestimmt, und da stehe ich auch dazu, dass ich meinen Jüngsten in Pflege gegeben hätte, auch für längere Zeit mit Besuchskontakten. Das wäre bei der damaligen Situation mit Sicherheit Kindeswohl gewesen. Und ich wäre damit auch zurecht gekommen. Aber es kommt ja noch besser: Da sich mein jüngster Sohn irgendwann wieder mir zuwendet, beschließt dieser Vater, das Kind kommt ins Heim. Selbst die Partnerin meines Ex-Mannes befindet ihm gegenüber: wirst schon sehen, wir kriegen Dich dahin.
Nun, sie haben ihn nicht dahin bekommen, dies habe ich einer sehr engagierten Anwältin zu verdanken. Und meinem Lebenspartner, der sich für mich und meine Kinder eingesetzt hat. Übrigens habe ich alle drei Kinder wieder zu mir holen können. Zwei wohnen jetzt noch bei mir, einer ist jetzt seit einem Jahr selbständig draussen und probiert sich aus. Meine Söhne sind heute 15, 19 und 22 Jahre alt.
Eigentlich hätte es viele sinnvolle Stationen gegeben, in denen im Sinne des Kindeswohl gehandelt werden können, sowohl in meiner eigenen Kindheit, (es muss Leute gegeben haben, die meinen Vater brüllen haben hören, es muss Leute gegeben haben, die die blauen Flecken am ganzen Körper gesehen haben wo war da die Hilfestellung? Wenn ich als kleines Kind in einer versteckten Form um Hilfe gebettelt habe, offen kann man dies aus Angst nicht, wurde ich nur als Lügnerin abgestempelt). Es kam nichts nichts nichts.... Da knappse ich heute noch dran. Und ich wollte es für meine Kinder anders und habe das Drama noch mal durchlebt.
Meinen Anteil sehe ich daran durchaus und er ist nicht sonderlich schmackhaft.
Wo war die Hilfe als meine Kinder sie wirklich gebraucht hätten? Als ich nicht mehr die Kraft hatte diese zu suchen? Wer bitte weiss schon, dass auch psychische Gewalt ein Grund ist ins Frauenhaus zu gehen? Das auch alte Muster einen wieder und wieder in die gleiche Situation bringen können?
 
Zuletzt bearbeitet:
"liebe Tachi ,
ich würde mich freuen,
wenn wir beide von einander lernen könnten.
Ich bin eine betroffene leibliche Mama
und Du bist Pflegemama .

beide mit Bindungen an ein und das selbe Kindie .

Ich würde gerne mal die andere Seite kennen lernen dürfen .

herzlichst Oceanne :blume:"

Hallo Oceanne,

ich finde es sehr gut, wenn wir beide uns austauschen würden. Das kann nur ein Vorteil für uns beide sein.
Allerdings denke ich, dass du eine sehr untypische "leibliche Mutter" bist.
Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass wir uns nicht austauschen können.
Ich würde nämlich auch gerne kennenlernen, wie es sein könnte.

Liebe Grüße,

Tachi
 
Ich denke untypisch, weil du an deine Kinder denkst und nicht an dich.

Außerdem versuchst du dich in die Lage von Pflegeltern zu versetzen. Pflegeeltern wissen alle, dass es nicht die leibllichen Kinder sind, die sie versorgen. Aber das ist nicht nur ein versorgen, sondern das ist Liebe. Man merkt nicht, dass es nicht das leibliche Kind ist. Man leidet, man freut sich und man ist genauso stolz wie leibliche Eltern.

Ich glaube auch, dass der Spruch:" Eltern sind nicht die, die ein Kind geboren haben, sondern die bei denen man lebt", schon richtig ist.

Im Grunde kann einem Kind doch nichts besseres passieren als 3 oder 4 Elternteile zu haben. Es müssen nur ganz klar Grenzen gesteckt sein. Wer ist für was verantwortlich usw.

So, ich glaube du weißt jetzt was ich mit untypisch meine, oder?
 
Ja , ich liebe meine Kinder über alles ,
und ich sehe , das Jugendamt bereits eine komplette Entfremdung bei meinem Cedric geschafft hat .
Aber ich sehe auch, wie Cedric sich mit seinen 10 mon freut , wenn er seine Pflegemama sieht und darunter leide ich nicht, da ich weiß das mein Kindie es dort sehr gut hat. Schlimmer wäre es , wenn er weinen und jammern würde.
Also ist mein Cedric die letzte Baustelle, die ich habe.
Und weißt was Tachi, ich werde alles dafür tun, das Pflegeeltern , Cedrics Leihgeschwister in Kontakt bleiben können, sollte irgendwann eine Rückführung anstehen.

ich habe den Pflegeeltern ein Fotoalbum gebastelt , mit Cedrics Geschwistern usw . und Cedrics Geschichte .
Meine Entwicklung in diese Richtung hat auch etwas gedauert, ganz schmerzfrei war die nicht *ggg* . Aber Pflegeeltern sind in der behördlichen Schiene leider das letzte Glied und ich muß denen mehr als dankbar sein, das sie meinem Kindie ein zu Hause auf Zeit gegeben haben , wo ich nicht sorgen durfte.
Sie haben meinen Respekt und ewige Hochachtung , das sie das Optimum Liebe , Geborgenheit usw meinem Kindie gegeben haben .
Ob es nun auf Zeit oder für immer ist.🙂

Und nix anderes haben Pflegeeltern verdient , fertig.
 
Warum hat man dir deine Kinder weggenommen? Und wie lange sind sie denn schon weg?

Sieht es denn gut aus mit einer Rückführung? Ich meine ist sie denn geplant?
 
ich litt mal unter einer Borderline Störung ,
hatte mit dem Kindesvater riesenstreß ,
habe mich fertig machen lassen , wie es nicht mehr geht und
und ..........
Der Kindesvater boykottiert den Umgang , den Kindies geht es richtig S****
und bei Cedric war das so , das mir die Dame vom Jugendamt meinte erzählen zu müssen , nach dem ich mich vom Kv habe fertig machen müssen, und ich eine Nacht im Krankenhaus war, aber Kindie abgegeben habe, wo ich merkte geht nicht !!!Bin gerade unfähig !
das sie ans Gericht schreibt, und mir Kindie nicht wieder gibt , hatte ich einen Suizid versuch auf dem Zettel.

und deine Geschichte gleicht eigentlich fast meiner ,
nur andere Seite. es steht und fällt alles mit dem Gutachter .

Tja schulterzuck.

bei Cedric wäre das loslassen, wesentlich schmerzfreier , weil ich es einfach weiß, das es ihm gut geht ,anders als bei meinen anderen beiden Kindern. dort würde ich, wie sagt man so schön ,bis zum verrecken kämpfen, damit es denen gut geht .🙂
 
Ach Oceanne, das hört sich alles echt schrecklich an. Ich denke aber, dass du bei Cedric wirklich eine gesunde Einstellung gewonnen hast.
Das dir das schwer fällt ist ja klar. Ich denke aber, wenn du mit den Pflegeeltern zusammenarbeitest, dann werden sie dich auch unterstützen.

Kannst du denn gegen den Kindsvater überhaupt nichts machen?
Es kann doch nicht sein, dass er dir die Kinder absolut entzieht. Was sagt denn das JA dazu?

Ist denn eigentlich das Gutachten schon gemacht worden oder wartest du noch auf einen Termin?
 
Liebe Tachi,

ich habe als Sachbearbeiterin einen jungen Grashüpfer, ,
der mich regelrecht haßt ., Ich hatte nach dem Suizid , die 14 Tage Zeit zu überlegen , diese Frau anzuzeigen, sie ist hier die lebendige Bildzeitung .:mad:
Beim Vater, meint Madam, ist alles bestens :mad:,
die ist sogar damit einverstanden ,
das wenn der KV arbeitet , meine Kinder von einem Menschen betreut werden , der wegen Körperverletzung im Gefängnis saß.:mad:
Wohl gemerkt, mit Einverständnis des Jugendamtes .

Selbst bei Cedric muß ich wieder vor Gericht , ich darf ihn nur in begleitetem Umgang sehen. Meine Damen vom Jugendamt haben beschlossen , das Cedric jetzt noch eine Person dazwischen geschoben bekommt , und ich die Pflegemama nicht mehr sehen darf . Machen wir es dem Kindie extra schwer , damit man vor Gericht argumentieren kann, seht Ihr, wir hatten doch recht :mad:

Ja liebe Tachi ,
das geht bei mir ab und ich habe andere Baustellen, als Menschen zu hassen, die meinem Kindie gutes tun 🙂 und sich trotzdem an die Auflagen meiner Madam (JA) halten.
 
achso und auf einen Gutachtertermin warte ich bereits ein halbes Jahr,
was im Moment auch ganz ok ist, weil Cedric war ja nicht geplant 🙂
und ich muß mit Hartz 4 noch ein Etagenbett etc etc zusammen kratzen , Rechtsanwalt bezahlen und und und 🙄,
ich muß mich ganz schön bewegen .

Ist er bei Euch eigentlich auch schon anberaumt? So ein Gutachter kommt auch zu Euch . Aber ich denke , das weißt Du🙂, und eventuell ist das auch Eure Chance.🙂
 
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