Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Günter Grass - Ein Antisemit ? Eure Meinung ?

  • Starter*in Starter*in Dr. HuH
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
bedeutet das Aber, das ich das Vorgehen Israels(sry, Regierung) nicht zumindestens kritisch beurteilen darf, ohne gleich als Gegner abgestempelt zu werden ?

Du kannst Israel sooft kritisieren, wie du magst. Das macht aus dir keinen Antisemiten.
Man sollte bei der Kritik allerdings fair sein. Ob jemand fair ist, daran kann man sehen, ob er antisemitische Tendenzen hat.
 
bedeutet das Aber, das ich das Vorgehen Israels(sry, Regierung) nicht zumindestens kritisch beurteilen darf, ohne gleich als Gegner abgestempelt zu werden ?

Das darf man nicht nur das muss man sogar !!!

Wenn man bedenkt was die während der zweiten Intifada gemacht haben (2000-2005).
Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben mit Panzern überfahren Gegnern wurden Arme und Beine gebrochen um sie Kampfunfahig zu machen usw. Natürlich ist das alles nicht so schlimm wie das was sie während der ersten Intifada gemacht haben(1987-1993) dort wurden noch mehr Zivilisten ermordet . Seid 1998 werden Aufständische die mit Stöcken und Steinen Bewaffnet sind mit Gummigeschossen (die zu Arm und Beinbrüchen führen) Kampfunfähig gemacht.

Und dieses Volk wagt es bedenken zu äußern wenn in Deutschland mal was passiert was Fremdenfeindlich sein könnte.Nur weil wir eine schreckliche Geschichte haben die es besser nie gegeben hätte aber das ist numal fast 70 Jahre her.

In Israel sind diese menschenverachtenden Übergriffe aktuell aber wehe einer sagt was dann ist er der böse Antisemit.
 
Zuletzt bearbeitet:
was ich seltsam finde

äußert man Kritik, an der sich meines Erachtens abzeichnenden Islamisierung Europas, wird man als Rechtspopulist geschmäht, ob hier im Forum oder in den Medien allgemein (siehe z.B. Geert Wilders)

geht es aber gegen den Judenstaat, brechen sich sämtliche Ressentiments Bahn und zwischen Linken, Rechts-außen (und wahrscheinlich Muslimen) herrscht plötzlich Konsens

man sollte nicht vergessen, dass Israel, das einzige westlich orientierte, demokratische, rechtsstaatliche Land im ganzen Nahen Osten ist und trotzdem ist alle Welt gegen Israel, wenn im Iran Schwule an Baukränen aufgehängt oder im Irak Emos gesteinigt werden, da echauffiert sich niemand, ganz zu Schweigen von der Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern...

Hmm, ich bin mir nicht sicher, ob wirklich niemand protestiert, wenn in islamisch geprägten Ländern Gräueltaten verübt werden. Ich hab mal im Zuge einer politischen Kampagne einen Protestbrief an den saudi-arabischen König geschrieben, weil ein (oder mehrere?) Schwule dort zum Tod durch Prügel verurteilt worden waren. Amnesty schweigt sicher auch nicht zu den Zuständen in diesen Ländern. Aber meinem Gefühl nach könntest du recht haben, dass die Öffentlichkeit in Deutschland sich mehr über die israelische Regierung aufregt. Vielleicht ist das - auch - deswegen so, gerade weil Israel eine Demokratie und ein Rechtsstaat ist - da erwartet man mehr Respekt vor den Menschenrechten als in einer Diktatur oder einem sogenannten Gottesstaat. Israel ist teilweise sehr westlich geprägt, und natürlich ist es sehr gut, dass es im Nahen Osten überhaupt eine Demokratie gibt. Aber die Willkür, die die israelischen Grenzsoldaten gegenüber den Palästinensern, die einfach nur zu ihrem Feld, nach Hause oder zum Gebären in die Klinik wollen und stundenlang nicht durchgelassen werden, ausüben, ist einfach unmenschlich. Und das ist nur das, was mir spontan so einfällt zu dem Thema.
Und andererseits: Ehrlich gesagt, bin ich unglaublich froh, dass die Habsburger u. ich weiß nicht wer noch alles im 17. Jahrhundert ihren Job gut gemacht u. die Osmanen vor Wien geschlagen haben!! Ich bin sehr dankbar, dass ich als Frau hier mein Mund aufmachen, wählen, demonstrieren, mich scheiden lassen, aus der Kirche austreten und arbeiten kann, wenn ich will!!
Was mir noch dazu einfällt: Ich war in den 80er Jahren in der Friedensbewegung sehr aktiv, und damals hat sich meine Wut auch vor allem auf die USA und die damalige deutsche Regierung konzentriert. Weil ich an der Haltung der Sowjetunion sowieso nichts ändern konnte. Und von den greisen Betonköpfen in Moskau hab ich mir eh nichts erwartet. So ähnlich gehts mir heute mit den Diktaturen im Nahen Osten und anderswo. Diese Regimes verachte und hasse ich total, habe keinen Einfluss auf sie und erwarte keine Humanität von ihnen, weil das zum jetzigen Zeitpunkt illusorisch wäre. Aber Israel gehört meinem Empfinden nach viel eher "zu uns", und deshalb verbalisiere ich wohl meine Wut eher als wenn ein Regime in einem islamisch geprägten Land die Menschenrechte mit Füßen tritt. Ja, irgendwo ist das sehr ungerecht, denn in den islamisch geprägten Ländern ist die Situation noch ärger. Ich denke, es hat es auch damit zu tun, dass ich die Zustände in einem islamisch geprägten Land, in dem Frauen und Mädchen nichts oder kaum was gelten, so furchtbar finde, dass ich mich mit dem ganzen Elend dort nicht auseinander setzen will.
Und ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht die einzige bin, die so denkt und fühlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Gedicht "Was gesagt werden muss" scheint Deutschland und andere Länder der Welt zu empören. Nach dem Interview wird klar, dass sich Grass 'diskriminiert' und vom Mob der Presse angegriffen fühlt. Hier sollte beachtet werden, dass Ich persönlich der Meinung bin, dass er mit dem Veröffentlichen bereits etwas gezeigt hat (ganz unabhängig vom eigentlichen Thema). Kaum erhebt jemand das Wort gegen den Stadt Israel, so wird dieser als Antisemit betitelt. Gestern Abend wunderte ich mich, wieso irgendein Vorsitzender der Juden seine Betroffenheit ausdrückte, wie sehr das ganze doch gegen ihre Religion gehen würde. Die Frage ist nun, wo der Zusammenhang zwischen Kritik am Staate Israel und der jüdischen Religion steht. Meiner Meinung nach total unsinnig. Die Juden fühlen sich permanent von allem angegriffe. Manchmal denke ich tatsächlich, dass es schon ein Teil der jüdischen Religion geworden ist, sich unterdrückt zufühlen. Das soll jetzt alles nicht beleidigend klingen und ich habe auch nichts gegen Juden, aber das ist nun einmal meine Meinung. Wie seht ihr das?

Sehr schön geschrieben.
 
Die Juden fühlen sich permanent von allem angegriffe. Manchmal denke ich tatsächlich, dass es schon ein Teil der jüdischen Religion geworden ist, sich unterdrückt zufühlen. Das soll jetzt alles nicht beleidigend klingen und ich habe auch nichts gegen Juden, aber das ist nun einmal meine Meinung. Wie seht ihr das?

Das Problem ansich ist der Zionismus, ein jüdischer Fundamentalismus und politisch nationalistische Ideologie. Leider ist es wie auch in anderen Religionen, dass liberale Gläubige die Fundamentalisten verteidigen wenn sie von Leuten außerhalb der Religion kritisiert werden. Es gibt aber auch Juden die sich gegen Israel aussprechen weil die zionistische Idee des auserwählten Volkes, was auch verglichen wird mit dem geprägten Begriff Herrenrasse der Nationalsozialisten, den Judenhass schürt.
 
Ich kann darin keinerlei Antisemitismus oder wie schon erwähnt wurde Antizionistische Tendenzen erkennen.

Klar sind dort antizionistische Tendenzen drin und das ist auch richtig so.

Ich kann auch die extreme Situation der Israelischen Bevölkerung nach empfinden.

Die haben sie sich selber eingebrockt.

Nur dieses Situation zu verändern können nur die Machthaber in Israel und ihre Kontrahenten und zwar vor allem die Palästinenser lösen.

Was sollen die Palästinenser tun? Sich weiter schikanieren und wie Dreck behandeln lassen. Da werden beispielsweise palästinensiche Kinder auf dem Weg zur Schule von der Armee eskortiert weil jüdische Siedler sie mit Steinen bewerfen.

Deshalb ist das aktuelle Werk nach meiner Ansicht vollkommen richtig!

Es wird leider nix bewirken. Sigmar Gabriel war mitte März in Hebron und sprach von der Politik eines Apartheids-Regimes. Gabs auch wieder Empörung und er sollte sich entschuldigen und der ganze Kram.
 
Das Gedicht "Was gesagt werden muss" scheint Deutschland und andere Länder der Welt zu empören. Nach dem Interview wird klar, dass sich Grass 'diskriminiert' und vom Mob der Presse angegriffen fühlt. Hier sollte beachtet werden, dass Ich persönlich der Meinung bin, dass er mit dem Veröffentlichen bereits etwas gezeigt hat (ganz unabhängig vom eigentlichen Thema). Kaum erhebt jemand das Wort gegen den Stadt Israel, so wird dieser als Antisemit betitelt. Gestern Abend wunderte ich mich, wieso irgendein Vorsitzender der Juden seine Betroffenheit ausdrückte, wie sehr das ganze doch gegen ihre Religion gehen würde. Die Frage ist nun, wo der Zusammenhang zwischen Kritik am Staate Israel und der jüdischen Religion steht. Meiner Meinung nach total unsinnig. Die Juden fühlen sich permanent von allem angegriffe. Manchmal denke ich tatsächlich, dass es schon ein Teil der jüdischen Religion geworden ist, sich unterdrückt zufühlen. Das soll jetzt alles nicht beleidigend klingen und ich habe auch nichts gegen Juden, aber das ist nun einmal meine Meinung. Wie seht ihr das?

völlig richtig.
Und sie fahren recht gut mit dieser ewigen Mitleidstour.
Deshalb werden sie auch in absehbarer Zeit nicht damit aufhören.

Kaum kommt von irgendwo Kritik an den eigenen Machenschaften legt man sich auf den Rücken, schreit laut "ich werde schon wieder unterdrückt" und schon wird man von fast der gesamten Welt bedauert.
Kommt die Kritik vom (aus jüdischer Sicht) böserestesten Staat ever (Deutschland), ist der Aufschrei umso größer.

Und schon erntet man wieder Mitleid ohne Ende .... und kann so nebenbei wieder ein paar palästin. Kinder zu Krüppeln schießen.
Interessiert ja keinen.
Sind ja selber schuld die Kinder.
Warum laufen sie auch direkt vor dem Gewehr eines solchen unterdrückten Friedensengels herum?
 
Hallo,
Er habe mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" dazu aufrufen wollen, dass sowohl Israel als auch Iran ihre Atomanlagen internationaler Kontrolle unterwerfen sollten, sagte Grass.

Nicht mehr und nicht weniger lese ich daraus!(!)

Sollte Israel - vermutlich mit konventionellen Bomben und Sprengköpfen - Irans Atomanlagen angreifen, könnte das zum Dritten Weltkrieg führen, warnte der Schriftsteller.
"Der Tenor durchgehend ist, sich bloß nicht auf den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt", sagte Grass in einem Interview.


"Widerrufen werde ich auf keinen Fall", sagte er dem TV-Magazin "Kulturzeit" (3sat).
Wie kann man sich daran nur derart hochziehen -
und sogar eine bundesweite Endlosdiskussion draus machen??😱

Der Mann ist kein Teeny mehr - 84 Jahre gelebtes Leben und Lebenserfahrungen
haben seine Sichtweise geprägt.

Das soll mancher Jungspunt erst mal nachmachen(!)
statt hier zu versuchen, Herrn Grass wirklich jedes Wort im Munde umzudrehen...🙄
 
Genau da liegt das Problem: Es ist ja bekannt, daß die Israelis ( die Regierung ) mit einem Luftschlag alle iranischen Tätigkeiten auf dem Atomsektor ( inclusive der Labore inmitten Teheran ) ausschalten will. Der Iran ist aber viel zu stark sowas kommentarlos hinzunehmen - also wird es eskalieren. Und weitere Staaten da unten werden sich nicht zurückhalten.

Ich verstehe auch hier nicht, wie man sich zu Kommentaren wie "Antisemit" hinreißen läßt.
Grass hat in seinem Leben bewiesen, daß er gerade das nicht ist.
Er hat seine freie Meinung geäußert - und diese Meinung darf auch kritisiert werden. Mehr aber nicht.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben