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Günter Grass - Ein Antisemit ? Eure Meinung ?

  • Starter*in Starter*in Dr. HuH
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Den Text in Versform halte ich weder für besonders gut, noch für antisemitisch.
Er richtet sich nicht gegen die Juden, sondern gegen die Politik der israelischen Regierung.

Ich denke auch nicht, daß Israel einen Angriffskrieg plant, sondern, daß es um Abschreckung geht.
Der iranische Hitzkopf ist unberechenbar, ich halte ihn für einen geisteskranken Fanatiker.

Seit die Vereinten Nationen der Gründung des Staates Israel zugestimmt haben, sehen sich die Israelis von Feinden regelrecht umzingelt. Noch buchstäblich in der selben Nacht haben die bewaffneten Konflikte angefangen und DIE gingen NICHT von den Israelis aus.
Die Juden haben gelernt, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen und das erfolgreich.

Daß der Nahostkonflikt eines der möglichen Szenarien für den 3. Weltkrieg ist, ist hinreichend bekannt.
Die potentielle Bedrohung geht von Iran aus, da würde ich mich an Israels Stelle auch bis an die Zähne bewaffnen.

Und daß die Israelis in dieser fragilen Situation empfindlich auf so einen Text - ausgerechnet von einem deutschen Nobelpreisträger - reagieren, ist nachvollziehbar ( wenn auch aus meiner Sicht überzogen ).
 
Grass ist ein antisemitischer Heuchler, der von Israel besessen ist. Er macht aus dem Aggressor ein Opfer und aus dem Opfer einen Täter.

Und natürlich kann und muss man sich die Frage stellen, warum gewisse Leute immer wieder mit Israel anfangen? Der Nahostkonflikt bietet wahrlich nicht das Potential, einen Dritten Weltkrieg zu entfachen oder den Weltfrieden zu beenden.

Viel gefährlicher ist z.B. ist die Lage auf der koreanischen Halbinsel. Nordkorea ist Atommacht, leidet unter einer Hungersnot und ist innenpolitisch seit dem Tod von Kim Jong-il extrem fragil. Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass aus dieser Ecke etwas kommt. Dass der Sohn und Nachfolger, Kim Jong-un, eine außenpolitische Wahnsinnstat begeht, um innenpolitisch bzw. dem Militär gegenüber, Stärke und Handlungsfähigkeit zu beweisen.

Auch viel gefährlicher als der "Nahostkonflikt" ist die Lage zwischen den Atommächten Indien und Pakistan oder die Lage im failed state Pakistan an sich.

Wieso spricht Grass nicht darüber? Ganz einfach: Weil es weder in Nordkorea, Indien oder Pakistan Juden sind. Er ist besessen von den Juden, will relativieren, aufrechnen usw.

Ein passender Artikel dazu (einige Auszüge):

Grass will "mit letzter Tinte" noch einmal Recht behalten, aus ganz persönlichen Gründen. Er gehört zu einer Generation von Männern, die es nie verwunden haben, dass sie am Beginn ihrer Karriere auf der falschen Seite standen. Man kann das verstehen: Ein Engagement bei der Waffen-SS ist normalerweise kein guter Anfang, um sich anschließend eine Existenz als wandelndes Weltgewissen aufzubauen. Wenn ich mich als 15-Jähriger freiwillig zur Wehrmacht gemeldet hätte, wäre ich anschließend vermutlich ein bisschen gehemmt, den Überlebenden von damals heute wieder den Marsch zu blasen.

Auf der Rechten hat man versucht, ins moralische Plus zu kommen, indem man die eigenen Verbrechen verkleinerte. Auf der Linken ist man den umgekehrten Weg gegangen. Statt die eigenen Untaten zu leugnen, hat man sie ausgestellt und sich so eine Unbedenklichkeitsbescheinigung in eigener Sache besorgt. Man kann es auch anders sagen: Wir Deutsche haben unsere Lektion aus dem Holocaust gelernt, wird Zeit, dass die Juden das auch tun.

Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
 
Besonders klug war die Äußerung nicht. Sie ist einseitig und nährt dadurch den Antisemitismus-Verdacht, wenngleich hier in Deutschland die Verdachts-Keule sowieso besonders schnell geschwungen wird. Der Nahost-Konflikt ist vielschichtig...das ignoriert Grass.

Er hat sich keinen Gefallen getan. Vielleicht sollten auch Dichter und Denker mit über 80 zwar nicht mit dichten und denken aufhören, aber ihr Sendungsbewusstsein aus Gründen des Selbstschutzes besser im Griff haben.
 
schon toll, wie so ein kleines Gedicht Millionen Menschen beschäftigt.
Schon mal daran gedacht, daß es ein Marketing-Gag eines älteren Schriftstellers ist um seine Werke wieder mal ins Rampenlicht zu rücken?
 
Auch gut denkbar.
Er wird´s uns heute noch sagen - ich weiß nur noch nicht in welchem Programm.

Hier.
Spiegel-online:

Hamburg/Behlendorf - Einen Tag nach der Veröffentlichung seines umstrittenen Israel-Gedichts "Was gesagt werden muss" wird sich Literaturnobelpreisträger Günter Grass am Donnerstagabend erstmals zu dem Text und den Reaktionen äußern. Wie sein Sekretariat in Lübeck der Nachrichtenagentur dpa sagte, werde Grass das Gedicht für die ARD-Tagesthemen vortragen und dabei einige Fragen beantworten. Auch Mitarbeiter des ZDF-Kulturmagazins "Aspekte" werde er empfangen. Der 84 Jahre alte Schriftsteller lebt in Behlendorf bei Lübeck
 
Zuletzt bearbeitet:
Grass ist ein antisemitischer Heuchler, der von Israel besessen ist. Er macht aus dem Aggressor ein Opfer und aus dem Opfer einen Täter.

Und natürlich kann und muss man sich die Frage stellen, warum gewisse Leute immer wieder mit Israel anfangen? Der Nahostkonflikt bietet wahrlich nicht das Potential, einen Dritten Weltkrieg zu entfachen oder den Weltfrieden zu beenden.

Viel gefährlicher ist z.B. ist die Lage auf der koreanischen Halbinsel. Nordkorea ist Atommacht, leidet unter einer Hungersnot und ist innenpolitisch seit dem Tod von Kim Jong-il extrem fragil. Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass aus dieser Ecke etwas kommt. Dass der Sohn und Nachfolger, Kim Jong-un, eine außenpolitische Wahnsinnstat begeht, um innenpolitisch bzw. dem Militär gegenüber, Stärke und Handlungsfähigkeit zu beweisen.

Auch viel gefährlicher als der "Nahostkonflikt" ist die Lage zwischen den Atommächten Indien und Pakistan oder die Lage im failed state Pakistan an sich.

Wieso spricht Grass nicht darüber? Ganz einfach: Weil es weder in Nordkorea, Indien oder Pakistan Juden sind. Er ist besessen von den Juden, will relativieren, aufrechnen usw.

Ein passender Artikel dazu (einige Auszüge):





Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

nochmals lieber Lost in Translation,

warum argumentierst Du so aggressiv?
Wenn Du Grass als Heuchler diffamierst, musst Du Dich nicht wundern, das entsprechend scharfe Worte für/gegen Dich gefunden werden.

Wagst Du das Potential des Nahostkonflikts mit Hinweisen zu anderen Gefahrenherden der Welt zu beurteilen, andererseits verbittest Du gesprochene Worte (Kritik), weil es den Bestand von Israel gefährden könne.
 
Muss es hier nochmal posten weil es hier besser passt finde ich.


Also.

Günter Grass hat sich mit 15 freiwillig zur Wehrmacht gemeldet nicht zur SS er war halt genauso verblendet wie der größte Teil der deutschen Jugend . Aber was sollte er machen entweder man hat mitgemacht oder man wurde zum Außenseiter und bekam sogar massive Probleme.

Als er 17 Jahre alt war befand er sich dann ganze 6 Monate in der SS dann wurde er nämlich gefangen genommen. Er hat sich auch nicht freiwillig zur SS gemeldet sondern wurde einberufen hätte er "Nein" sagen sollen dann hätten sie ihn getötet. Achja und das ganze war eine Panzerdivision also nichts mit KZ oder so.

Man sollte nicht so schnell Menschen als Antisemiten abstempeln nur weil sie sagen was war ist und kein Blatt vor den Mund nehmen aus Angst vor dem Gesellschaftlichen aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, habe ich nicht. Wirklich nicht.

Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen dem Vergleich von Krisenherden und der Kritik an Israel.

Du scheinst aber zu übersehen,

das (zumindestens ich) die Existenzängste Israels sehe,
was aber nicht bedeutet, das damit alle außenpolitischen Aktionen Israels gerechtfertigt sein müssen.

Judenverfolgung gab es (leider) schon während der Kreuzzüge (schon mal an die Juden abreagieren), das verurteile ich,

bedeutet das Aber, das ich das Vorgehen Israels(sry, Regierung) nicht zumindestens kritisch beurteilen darf, ohne gleich als Gegner abgestempelt zu werden ?
 
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