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Google-Bashing

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Außerdem scheint sich ja die ganze Welt nach dem auszurichten, was sein könnte, wenn.....
Damit werden ja Kriege angezettelt.
 
Interessante Logik. Man wendet sich also nicht mehr gegen das, was real gemacht wird, sondern gegen die Möglichkeiten, was gemacht werden kann.

Damit kannst du auch die Waffenindustrie stützen. Von ihr hängen auch viele Arbeitsplätze ab, man kann viel Geld mit ihr verdienen und außerdem gibts auch so einen kleinen Zusammenhang zwischen "Forschung" und Waffenindustrie.

Waffen töten Menschen? Unsinn, Menschen, die die Waffen benutzen tragen die Verantwortung - aus unbelebten Elemten, Metallen oder Plastik setzen sich nicht selbstständig Bomben, Panzer und Schusswaffen zusammen (in Bezug zu: "Was gemacht werden kann")


Zu glauben, dass ein Konzern, der sich "do no evil" als Motto gibt, seine Macht nicht oder niemals wirtschaftlich ausnutzen kann oder könnte, ist einfach naiv. Google wird von Menschen gelenkt und wie diese dauerhaft handeln, kann niemand vorhersagen.

[...]
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum ersten mal seit langem habe ich gewisse Zweifel an der Zukunft bzw. am guten Ende der Zukunft. Die Informationstechnologie und kein anderes Unternehmen steht so sehr dafür wie Google, wird gerade sehr behindert.

Es ist ein Kampf Alt gegen Neu. Die alten Medien und deren Ordnung, gegen die neuen Medien und ihre Ordnung.

Gestern wurden in Italien Google-Mitarbeiter zu Bewährungsstrafen verurteilt, wegen eines Videos, was bei Youtube eingestellt war. Die Mitarbeiter hatten nichts mit dem Video zu tun und nach dem es eine Beschwerde eingegangen war, wurde es auch gelöscht.

Das Gericht sah das anderes und argumentierte, Youtube müsse die Videos vor dem einstellen kontrollieren. Sicher. 🙄

Zwei Zahlen dazu:

* Pro Minute werden mehr als 20 Stunden Videomaterial auf Youtube hochgeladen.

* Auf Youtube werden täglich mehr als eine Milliarde Videos geschaut.

Wie soll man das vorher kontrollieren? Das geht nicht. Andernfalls muss man den Dienst einstellen.

Ähnliches gibt es bei Street View: Google arbeitet nach dem Opt-Out verfahren, was bedeutet, dass man erstmal alle Straßen fotografiert und ins Internet stellt und wenn Bewohner dann ein Problem damit haben, können sie sich melden.

Ilse Aigner, die Verbraucherschutzministerin, möchte ein Opt-In Verfahren. Das bedeutet, dass Google vorher fragt, ob es Straßen, Häuser usw. fotografieren. darf.

Doch das ist praktisch nicht möglich. Jeden Hausbesitzer, jeden Anwohner einer Straße in ganz Deutschland zu fragen.

Oder aber das Verlage fordern, dass Google für die sog. "Snippets", also für die Webseiten Ausschnitte auf den Ergebnisseiten von Google, Geld bezahlt. Wenn diese Verlage nicht wollen, dass Google diese Snippets anzeigt, können die ganz einfach ihre Webseiten so einstellen (robot.txt), dass Google diese Webseiten gar nicht mehr anzeigt.

Es ist also eine Kampf der alten Medien gegen die neuen. Und glaubt mir, die alten sind S****.
 
"Zweifel an der Zukunft"....Soso.

"* Pro Minute werden mehr als 20 Stunden Videomaterial auf Youtube hochgeladen.

* Auf Youtube werden täglich mehr als eine Milliarde Videos geschaut."
1. Wieviel von dem Videomaterial ist -deiner Meinung nach- relevant für die Öffentlichkeit? 2. Was bringts, wenn tausend mal dasselbe Video eingestellt wird (das gibts durchaus, besonders bei Popsongs)? 3. Wieviel Speicher und Traffic verbraucht diese "Innovation" vollkommen sinnlos?

Da du so ein Technikfreak bist, weißt du sicher, wieviel Traffic duch Spam und diverses Erotikmaterial verursacht wird....und auch wieviel Energie und Speicher dafür sinnlos verschwendet wird.



Du willst nich so ganz begreifen, welche Folgen es haben könnte, wenn Google sich z.B. durch Wechsel der Unternehmensleitung von seiner lilabrause Unternehmensphilosophie verabschieden könnte, hm?
 
Ich glaube das wirklich. Google könnte seine Position so ausnutzen und den Wettbewerb verzerren und die User an sich binden, tut es aber nicht.

Immer offen, immer für offene Standards, macht es den Usern einfach, Google zu verlassen, immer innovativ usw.

Solange Google noch nichts wirklich getan hat, weshalb man sie verurteilen sollte, soll man sie in Ruhe lassen.

Ich persönlich habe nichts gegen Google. Ich benutz es ja auch. Deswegen sehe ich trotzdem die Gefahr, dass Google seine Machtposition ausnutzen könnte. Momentan gibt es noch viele Ausweichmöglichkeiten andere Anbieter zu nutzen, aber das könnte sich auch ändern. Google arbeitet zu zielstrebig darauf hin ein allumfassender Informationsanbieter zu werden. Und es ist eigentlich davon auszugehen, dass Google sobald es in der Position dazu ist, beginnen wird für die Dienste Gebühren zu verlangen. Der ganze Aufwand mit Bücher scannen und Städte abfahren wird doch nicht aus Spaß an der Freude oder aus Idealismus betrieben. Das zu glauben ist doch wirklich blauäugig.

Wobei man natürlich auch sagen muss, dass das alles das gute Recht des Konzerns wäre.
 
Noch einmal: Wenn Google anfängt, seine Position auszunutzen bzw. es Anzeichen dafür gibt, dann kann man was machen. Aber nicht vorher auf Verdacht.
 
Noch einmal: Wenn Google anfängt, seine Position auszunutzen bzw. es Anzeichen dafür gibt, dann kann man was machen. Aber nicht vorher auf Verdacht.

Ja ganz fein.
Der Konzern handelt länderübergreifend und die wirtschaftliche, auch technologische Macht die von ihm ausgeht, kann niemand absolut sicher einschätzen....aber klar, wenn das liebe "do no evil"-Unternehmen mal irgendwann nicht mehr so spuren sollte, evtl. sogar, weil es staatlich beeinflusst wird, dann macht "man" einfach was dagegen. Ganz einfach...und auch so offensichtlich.

Weißt du was? Ich find die aktuelle politische Situation in Deutschland nicht so cool....du anscheinend auch nicht?
Holen wir uns doch einfach nen König für Deutschland, der alleine die Macht trägt, der muss sich dann nicht mit so Müll wie Koalitionsverhandlungen beschäftigen, sone one-man-Regierung ist zur Abwechslung bestimmt mal voll cool.
Und wenn er rumzickt....ja dann macht "man" einfach was dagegen. Höhö.
 
Es ist eh schon alles zu spät. Google ist Big Brother. Oder wird zumindest immer mehr dazu. Das kann schwierig werden Google noch irgendwie aufzuhalten, mal davon abgesehen dass scheinbar unverständlicherweise sowieso keiner daran Interesse hat?
 
Hallo Leser!

Mir gefiehl ganz gut, was ich heute in der Presseschau des Deutschlandfunks (Blick in die morgigen Zeitungen) hörte:

Aus Sicht der FRANKFURTER NEUEN PRESSE haben wir die Kontrolle über unsere persönlichen Daten längst verloren:

"Die Türen zu unserer Privatsphäre stehen sperrangelweit offen. Heute ist nicht unbedingt der Staat die massivste Bedrohung. Der Suchmaschinen-Riese Google besitzt inzwischen wahrscheinlich genauere Personenprofile als jede Regierung dieser Welt. Wir liefern unser im Netz aufbewahrtes Persönlichkeitsbild gleich mit."
Quelle: Deutschlandfunk - Presseschau vom 02.03.2010 23:00
 
Der Suchmaschinen-Riese Google besitzt inzwischen wahrscheinlich genauere Personenprofile als jede Regierung

So ein Quatsch.

Google hat deine IP-Adresse, mehr nicht.

Und ob sich hinter der einen IP immer dieselbe Person versteckt, man vielleicht in einer WG lebt oder sich den PC mit anderen Familienmitgliedern teilt, kann Google gar nicht sagen.

Ganz zu schweigen davon, dass es Anbieter gibt, die dir immer wieder eine neue IP zuweisen.
 
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