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Google-Bashing

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D

Dr. House

Gast
Ich kann dieses ganze Google-Gebashe nicht mehr hören!

Das auch noch von einer Regierung, die die Vorratsdatenspeicherung auf den Weg gebracht hat, an Acta beteiligt ist, Elena auf den Weg bringen will, Nacktscanner einsetzen möchte, ein Zensurgesetz verabschiedet hat und immer mehr die Privatsphäre seiner Bürger einschränkt.

Natürlich, ohne Verdacht sollen Daten von Bürgern gespeichert werden und am Flughafen Menschen gescannt, aber wenn Google mit Autos öffentliche Plätze und Straßen, die sowieso jeder sehen kann, fotografiert und ins Internet stellt, dann geht das zu weit. 🙄

Ilse Aigner, unsere Verbraucherschutz und Landwirtschaftsministerin:

"Ich erwarte, dass der Konzern offenlegt, wo und wie und wie lange Bilder gespeichert und mit welchen privaten oder kommerziellen Daten sie kombiniert werden sollen."

Bitte? Sie erwartet?

Wer glaubt diese Frau, wer sie ist, dass sie von Google irgendetwas fordern kann und zu erwarten hat? Einfach lächerlich. 🙄

Aber das passt halt alles ins stimmige Gesamtbild des Deutschlands 2010: faul, innovationsfeindlich, wirklichkeitsfremd. Zum kotzen!
 
Vor allem, wenn man bedenkt in 17 Länder glaub ich gibts das ja schon, oder? 😉
Wir sind doch eh schon lange gläserne Menschen.... :mad:
Wobei ich ungerne auf Google zu finden sein möchte....
 
Man muss solche Unternehmen wo es geht einschränken in ihrer Datensammelwut. Es kann nicht sein, dass wir zu gläsernen Kunden mutieren - was ist das denn bitte für ein Fortschritt?
Und wo bremst Datenschutz die Innovation?

Ich lobe mir die Piratenpartei! 🙂
 
google - alle benutzen's, aber keiner will's gewesen sein 😀

ich kann es irgendwo noch verstehen, wenn die suchbegriffe für einen überschaubaren zeitraum gespeichert werden - für maximal drei monate beispielsweise.

aber die daten werden über jahre(!) gespeichert. das ist schon arg lang....
 
Man muss solche Unternehmen wo es geht einschränken in ihrer Datensammelwut. Es kann nicht sein, dass wir zu gläsernen Kunden mutieren - was ist das denn bitte für ein Fortschritt?
Und wo bremst Datenschutz die Innovation?

Ich lobe mir die Piratenpartei! 🙂

Ich bin ebenfalls Anhänger der Piratenpartei. Aber es gibt einen Unterschied: Bei Google kann man sich es aussuchen, beim Staat nicht. Niemand wird gezwungen, Google zu benutzen. Die nächste Suchmaschine ist nur einen Klick entfernt.

Im übrigen sammeln alle Unternehmen Daten, das ist normal. Wichtig ist, dass damit kein Schindluder betrieben wird und Google hat da bis jetzt eine absolut reine Weste.

Außerdem werden Daten auch benötigt. Die Korrekt-Funktion bei Google, wenn man etwas falsch schreibt, also das "meinten Sie....?", funktioniert nur deshalb, weil die Daten gespeichert werden.

Google ist hauptsächlich immer noch eine Suchmaschine. Suchmaschinen sollen relevante von irrelevanten Webseiten trennen und das nur anhand von wenigen Wörtern, die als Suchbegriff eingegeben werden. Wörter, die oftmals auch noch mehrdeutig sind.

Google muss das Nutzungsverhalten seiner User kennen, um relevante Ergebnisse zu liefern. Wenn ich Tuning-Freak bin und mich dauernd nur auf Tunig-Webseiten bewege und oft nach "tiefer legen" oder "Breitreifen" suche, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wenn ich "Golf" bei Google eingebe, nicht den Sport meine, sondern das Auto.

Ich selbst bin mit meinem Google-Account eingelogt und seit dem sind meine Ergebnisse relevanter geworden, weil sie aufgrund meiner Search-History angepasst werden. Auf meinem Handy läuft Android, das mobile Betriebssystem von Google und auch da bin ich eingeloggt.

Und wenn ich über mein Handy nach "Pizza" suche, dann ist Google intelligent genug, über GPS auf meinen Standort zuzugreifen und mir Pizzerias in meiner Nähe zu nennen.

Das ist Innovation.
 
Ich glaube das Misstrauen gegen Google ist durchaus angebracht, da Google immer wichtiger und immer mächtiger wird. Die Kritik gegen Google richtet sich dabei eher gegen die Möglichkeiten die dadurch im Negativen entstehen könnten und nicht gegen das was google real macht.

Diese schizophrene Haltung hat doch durchaus etwas gutes. Google ist gezwungen sehr benutzerfreundlich zu sein und auf Datenschutz zu achten und der Benutzer erfreut sich trotzdem an den Möglichkeiten des Angebots.

Natürlich ist es schön, wenn Google einem die Pizzeria findet, ohne das man was dafür tun muss, aber wenn der Pizzabäcker irgendwann man bei Google nicht mehr auftaucht, weil er kein Vertragspartner ist und kein Geld an Google überweist, dann ists halt blöd.
 
Die Kritik gegen Google richtet sich dabei eher gegen die Möglichkeiten die dadurch im Negativen entstehen könnten und nicht gegen das was google real macht.

Interessante Logik. Man wendet sich also nicht mehr gegen das, was real gemacht wird, sondern gegen die Möglichkeiten, was gemacht werden kann.

Dann verbieten wir doch direkt Messer. Damit werden zwar real meistens Brote geschmiert, aber die Möglichkeit, jemanden damit zu erstechen, ist ja auch gegeben.

Man richtet sich also nicht mehr der Realität nach, sondern seinen eigenen, paranoiden Vorstellungen.

Natürlich ist es schön, wenn Google einem die Pizzeria findet, ohne das man was dafür tun muss, aber wenn der Pizzabäcker irgendwann man bei Google nicht mehr auftaucht, weil er kein Vertragspartner ist und kein Geld an Google überweist, dann ists halt blöd.

Das ist nicht das Geschäftsmodell von Google.
 
Interessante Logik. Man wendet sich also nicht mehr gegen das, was real gemacht wird, sondern gegen die Möglichkeiten, was gemacht werden kann.

Dann verbieten wir doch direkt Messer. Damit werden zwar real meistens Brote geschmiert, aber die Möglichkeit, jemanden damit zu erstechen, ist ja auch gegeben.

Man richtet sich also nicht mehr der Realität nach, sondern seinen eigenen, paranoiden Vorstellungen.

Das ist nicht das Geschäftsmodell von Google.

Natürlich ist das nicht das Geschäftsmodell von Google. Sonst wäre Google auch nicht erfolgreich. Du kannst aber nich sagen was wäre wenn sich alle Menschen Google so bedingungslos hingeben würden wie du.

Der Vergleich mit dem Messer funktioniert nicht. Googel ist ein Konzern, bestehend aus Menschen, der denkt. Ein Messer kann nicht denken.
 
Es ging darum, dass du dich nicht gegen das gewendet hast, was passiert, sondern das, was möglicherweise passieren könnte. Daher war der Messer-Vergleich schon angebracht.

Google hat eine weiße Weste. Weißer, als die allermeisten Konzerne.
Das ist nicht nur ein Konzern, es ist eine Philosophie: Don't be evil.

Ich glaube das wirklich. Google könnte seine Position so ausnutzen und den Wettbewerb verzerren und die User an sich binden, tut es aber nicht.

Immer offen, immer für offene Standards, macht es den Usern einfach, Google zu verlassen, immer innovativ usw.

Solange Google noch nichts wirklich getan hat, weshalb man sie verurteilen sollte, soll man sie in Ruhe lassen.
 
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