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Google-Bashing

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So ein Quatsch.

Google hat deine IP-Adresse, mehr nicht.

Und ob sich hinter der einen IP immer dieselbe Person versteckt, man vielleicht in einer WG lebt oder sich den PC mit anderen Familienmitgliedern teilt, kann Google gar nicht sagen.

Ganz zu schweigen davon, dass es Anbieter gibt, die dir immer wieder eine neue IP zuweisen.
Es geht leider viel weiter. Wer zB einen EmailAccount bei Google hat, dessen Emails werden regelrecht von Google gelesen. So weiß ich zB von einem Universitätsmitarbeiter, dass er die Literaturangaben in seinen Mails als Google-Werbung wiederfand. Das kann kein Zufall mehr sein.

Anderes Beispiel:
Mit Googles Streetview könnte man schnell in Kombination mit einem normalen Telefonbuch sehen, in was für einem Haus einer wohnt.

Wenn Dir, House, das nichts ausmacht, kannst Du ja mal ein paar Bilder von Deiner Behausung hier in ein Album stellen.
 
Niemand ist gezwungen, sich bei Google einen Mail-Account zuzulegen oder andere Dienste von Google zu nutzen. Des weiteren ist es falsch, dass Google die Mails "liest". Jedenfalls im herkömmlichen Sinne.

Bei Google gibt es einen Algorithmus, ein automatisiertes Computerprogramm, was den Inhalt der Mails auf bestimmte Schlüsselwörter scannt.

Ein persönliches Beispiel: Ich hatte Korrespondenz bezüglich unseres ehemaligen Vereins. Nach einer Zeit tauchte am oberen Bildschirmrand Werbung auf: Verein gründen leicht gemacht, Vereinssoftware usw.

Die Werbung kam deshalb zustande, weil der Algorithmus mehrmals in meinen E-Mails das Wort "Verein" gescannt hat.

Dazu muss man aber folgendes wissen: Kein Mitarbeiter von Google hat Zugang zu den E-Mail Konten. Kein Mensch liest also die Inhalte. Daneben muss man anerkennen, dass es auch im Internet nichts kostenlos gibt.

Google, wie alle anderen IT-Firmen, hat enorme Kosten: Server, Mitarbeiter, Energie usw. Im Internet gibt es klassisch zwei Methoden zu bezahlen: Erstens der User bezahlt selbst für den Service oder aber der Service wird durch Werbung finanziert.

Die meisten entscheiden sich für das letztere, also die Werbefinanzierung. Werbung hat das Ziel ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Wie man oft im Internet sieht, kann Werbung sehr penetrant sein.

Warum ist das so?

Es ist schlicht und ergreifend deshalb so, weil klassische Werbung relativ ineffektiv ist. Nicht jeder klickt auf eine Anzeige, daher gibt es Verluste. Diese Verluste versucht man oft so auszugleichen, dass viel Werbung geschaltet wird.

Nach dem Motto: Eine der zwanzig der Anzeigen wird schon irgendwie interessant sein und der User drauf klicken.

Ich bin sicher, du kennst solche Seiten.

Hier kommt Google und versucht dieses Problem zu lösen, in dem es die Werbeanzeigen auf den Inhalt zuschneidet. Wir erinnern uns, in meinem Fall war es "Verein". Weil die Werbung auf den Inhalt zugeschnitten ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich auf die Werbung klicke. Und weil diese Wahrscheinlichkeit höher ist, muss Google weniger Werbung schalten und diese ist auch weniger aufdringlich.

Es ist eine Win/Win Situation, sowohl für den User als auch für Google.

Denn einer der großen Vorteile der Google-Services ist, dass die Werbung sehr gering ist und sehr unaufdringlich. Wenn du z.B. bei Yahoo! Mail bist, wirst du bunt blinkenden Werbebannern förmlich erschlagen. Bei Google hast du lediglich ein oder zwei kleine Textanzeigen.

Zu Street View: Google macht hier wirklich schon sehr viel, um die Sorgen der Menschen in Deutschland zu zerstreuen. Es werden die Gesichter von Menschen unkenntlich gemacht, die auf Fotos zu sehen sind. Ebenso wie Autokennzeichen. Bei Bedarf kann man Fotos auch löschen lassen.

Aber wir müssen auch festhalten, dass Google öffentliche Plätze und Straßen fotografiert und ins Internet stellt. Die sind für alle zugänglich und sind bereits im Internet. Auf Fotogalerien von Touristen, in Blogs, auf Facebook und Twitter, auf Flickr usw.

Ich könnte jetzt das Haus meines Nachbarn fotografieren, das Bild ins Internet stellen und es wäre absolut legal.

Sicher sollte man die Bedenken der Menschen Ernst nehmen, das wird auch getan. Aber die aktuelle Google-Debatte sollte dennoch nüchtern und unaufgeregt geführt werden.
 
Es ist ja nicht nur eine Frage der Werbung und des E-Mail Services. Google hat bereits diese Sache mit der Gesichtserkennung entwickelt die es jedem möglich macht Daten von jedem abzurufen wenn man nur die Handykamera auf denjenigen richtet. Google sucht mal eben alle Informationen über die entsprechende Person zusammen die man mal ins Internet gestellt hat. Man kann da jetzt noch tausend Dinge aufzählen die Google entwickelt und die in den nächsten Jahren erscheinen werden. Das blöde ist aber gerade dass man selber Google nicht mal benutzen muss um da irgendwie mit reingezogen zu werden.

Wie war noch der sehr interessante Kommentar vom Google Chef? Wer wirkliche Sicherheit wolle, solle am besten das Internet gar nicht erst nutzen oder so ungefähr. Das sagt ja nun wirklich schon alles.

Google löscht übrigens auch nicht die komplette IP-Adresse, sondern nur die letzten ein oder zwei Ziffern, was den Kreis der Nutzer auf wenige tausend erweitert. Als ob man unter denen nicht schnell wieder gefunden werden würde.
 
Das ist so nicht korrekt.

Google selbst hat keine Software, die es ermöglicht Menschen zu fotografieren und sie anhand des Bildes im Internet zu identifizieren. Du sprichst wahrscheinlich von einer Software die das kann, die Recognizr heißt.

Diese stammt aber nicht von Google, sondern läuft nur auf dem Handy-Betriebssystem von Google, Android. Google selbst hat aber keine Kontrolle darüber, wer welche Programme für sein Betriebssystem schreibt. Ähnlich wie Microsoft keine Kontrolle darüber hat, wer Programme für ihr Betriebssystem schreibt, Windows.

Des weiteren, obwohl Google nichts damit zu tun hat, muss man auch anerkennen, dass so eine Software eben auch nur dann funktioniert, wenn entsprechende Daten im Netz bereits sind.

Wenn man z.B. auf Facebook oder StudiVZ ein Profil hat und dort sein Foto hochlädt, dann ist das öffentlich, sofern man nicht in den Einstellungen explizit gesagt hat, dass es privat sein soll.

Viele Internetuser gehen immer noch viel zu sorglos mit ihren Daten um.

Google anonymisiert die IP-Adressen und das ist korrekt. Damit ist eine Zuordnung nicht mehr ohne weiteres möglich.
 
Viel entscheidender finde ich, ob der Staat in Zukunft die Informationen von Google abrufen wird, um sie für seine Zwecke zu nutzen.
Das ganze faengt mit Terrorabwehr an und dann wirds ausgeweitet...

Trotzdem bin ich auch gegen das permanente rumhacken auf Google, wir alle sind letztendlich selbst Schuld. Wir nutzen taeglich diese Suchmaschine, schauen uns Videos auf Youtube an und nutzen liebend gern ihren Emaildienst.

Wir haben den Konzern so stark gemacht.

Liebe Grüsse
Velo
 
Nun, Google wehrt sich immer vehement mit allem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Begehrlichkeiten des Staates und hat bis jetzt, nach meiner Kenntnis, auch eine saubere Weste wenn es darum geht.

Nichtsdestotrotz, und Google sagt das selbst sehr deutlich, unterliegen sie den Gesetzen der Staaten, in der sie tätig sind. In den USA unterliegen sie z.B. des Patriot Acts und da gibt es die theoretische Möglichkeit, dass Behörden auf die Daten zugreifen können.

Das ist aber bei Yahoo genauso, oder bei Apple, Microsoft, GMX und Web.de in Deutschland usw. Es gibt keinen 100 Prozentigen Schutz im Internet, da hat Eric Schmidt, Google CEO, leider Recht.

Aber wie gesagt, Google wehrt sich am meisten dagegen und wenn irgendwo deine Daten zumindest sicherer sind, als bei anderen Anbietern, dann bei Google.
 
Das ist so nicht korrekt.

Google selbst hat keine Software, die es ermöglicht Menschen zu fotografieren und sie anhand des Bildes im Internet zu identifizieren. Du sprichst wahrscheinlich von einer Software die das kann, die Recognizr heißt.

Diese stammt aber nicht von Google, sondern läuft nur auf dem Handy-Betriebssystem von Google, Android. Google selbst hat aber keine Kontrolle darüber, wer welche Programme für sein Betriebssystem schreibt. Ähnlich wie Microsoft keine Kontrolle darüber hat, wer Programme für ihr Betriebssystem schreibt, Windows.

Des weiteren, obwohl Google nichts damit zu tun hat, muss man auch anerkennen, dass so eine Software eben auch nur dann funktioniert, wenn entsprechende Daten im Netz bereits sind.

Wenn man z.B. auf Facebook oder StudiVZ ein Profil hat und dort sein Foto hochlädt, dann ist das öffentlich, sofern man nicht in den Einstellungen explizit gesagt hat, dass es privat sein soll.

Viele Internetuser gehen immer noch viel zu sorglos mit ihren Daten um.

Google anonymisiert die IP-Adressen und das ist korrekt. Damit ist eine Zuordnung nicht mehr ohne weiteres möglich.

Ok, mag sein dass Google nicht direkt mit diesem Programm in Verbindung steht, ich weiß das nicht wirklich genau. Aber Google ist die Suchmaschine die hinterher alle Infos zusammensucht. Also alles was in Verbindung mit Google steht ist mir sehr suspekt.
Im Übrigen kann man oftmals auch noch so vorsichtig und sorgsam mit seinen Daten umgehen. Ehe man sich versieht laden Freunde ein Foto hoch auf dem man auch ist und man bekommt es vielleicht nicht mal wirklich mit.
Unter anonymisieren versteht Google eben ein, zwei Ziffern der Adresse zu löschen, aber eben nicht die ganze Adresse.
 
Das ist aber bei Yahoo genauso, oder bei Apple, Microsoft, GMX und Web.de in Deutschland usw. Es gibt keinen 100 Prozentigen Schutz im Internet, da hat Eric Schmidt, Google CEO, leider Recht.

Stimmt. Da sollten wir uns nichts vormachen.
 
Hallo Leser!

Es ist sicherlich nicht gut, dass ein kommerziell orientiertes Unternehmen sich eine Vielzahl sensibler Daten unter die Nägel reißt. Dass man mit solch einer Konzentration von Daten und den dazugehörigen technischen Mitteln Missbrauch betreiben kann, brauche ich nicht zu erklären. Allein die Möglichkeit, die Google damit gegeben ist, kann man nicht gutheißen.

Was kann man daraus folgern? Sensible, schützenswerte Daten sollten immer möglichst dezentral vorliegen. Dies kann man durch vielfältige gesetztliche und technisch realisierbare Strukturen und Maßnahmen bewerkstelligen.
 
Ok, mag sein dass Google nicht direkt mit diesem Programm in Verbindung steht, ich weiß das nicht wirklich genau. Aber Google ist die Suchmaschine die hinterher alle Infos zusammensucht. Also alles was in Verbindung mit Google steht ist mir sehr suspekt.

Das ist so nicht korrekt.

Google ist eine Suchmaschinen von vielen und auch wenn ich persönlich glaube, dass sie mir die besten Ergebnisse liefert und sie daher benutze, so gibt es andere Alternativen und die sind bei weitem nicht schlecht.

Microsoft hat letztes eine neue Suchmaschine auf den Markt gebracht, die Bing heißt. Und ich muss sagen, Hut ab. Sie funktioniert sehr, sehr gut und liefert ausgezeichnete Ergebnisse. Daneben kann sie mit Features aufwarten, die es bei Google nicht gibt.

Wenn dir Google also suspekt ist, solltest du Bing mal eine Chance geben.

Im Übrigen kann man oftmals auch noch so vorsichtig und sorgsam mit seinen Daten umgehen. Ehe man sich versieht laden Freunde ein Foto hoch auf dem man auch ist und man bekommt es vielleicht nicht mal wirklich mit.

Was aber dann nicht an Google liegt, sondern am Freundeskreis.
Im übrigen sind die Algorithmen zur Bilderkennung noch lange nicht so weit, um zweifelsfrei ein Bild zu erkennen. Selbst dann, wenn es unscharf ist und andere Personen mit auf dem Bild sind.

Unter anonymisieren versteht Google eben ein, zwei Ziffern der Adresse zu löschen, aber eben nicht die ganze Adresse.

Das anonymisieren der IP ist denke ich der zurzeit beste Kompromiss zwischen der Privatsphäre der User auf der einen Seite und dem Versuch von Google, aber auch allen anderen Suchmaschinen, die Dienste weiter anzubieten und zu verbessern.

Die IP Adressen werden auch gespeichert, um den Dienst weiter zu verbessern. Die IP Adressen geben oft auch Auskünfte, wo sich ein User befindet, also grob. Ob in Europa oder Asien, ob in Deutschland oder den USA usw. Das ist wichtig, um die Suchergebnisse zu verbessern und die relevantesten Ergebnisse zu liefern.

Du musst dir das so vorstellen, dass Google bei zwei oder drei Begriffen, die man in die Suchmaske eingibt, versucht die besten Ergebnisse zu erzielen. Die IP Adressen helfen dort, um Statistiken auszuwerten und dadurch Rückschlüsse zu bekommen, was die User mit der Suchanfrage gemeint haben.

Als Beispiel: Wenn man nach "Peter Voss" in der deutschen Google sucht, dann bekommt man den Intendanten. Sucht man nach "Peter Voss" in der englischen Google, bekommt hauptsächlich den KI- Forscher.

Das ist das Prinzip, was u.a. mit der IP angewandt wird. Denn Google kann das nur deshalb, weil es die Statistiken zu den Suchbegriffen auswertet und auch die Region mit einbezieht.

PS: EuFrank, es liegt immer an den Menschen, welchen Anbieter sie benutzen.
 
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