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Glaubt ihr an Gott ?

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Glaubt ihr an Gott?


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    65
Status
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Mein Verstand und meine Vernunft widersprechen der Ansicht, dass die 70 oder 80 Jahre eines Menschlebens alles gewesen sein sollen. So ein absurdes Theater kann es nicht sein.

Du beantwortest dir deine Frage selbst: "Dein Verstand und deine Vernunft....."
Das hat mit dem menschlichen Gehirn zu tun. Es sucht ständig nach Mustern. Wo ein Muster, da eine Ordnung und wo Ordnung, da ein Sinn.

Es kann Zufälle kaum oder nur schwer akzeptieren.
 
Hallo mikenull!

...Gegenfrage: Warum nicht? Und warum "absurdes Theater"?...
Ich versuche in Zusammenhängen zu denken. Das ist vermutlich eine Grundaufgabe meines Erkenntnisvermögens (nicht nur meines). Die mich umgebenden Erscheinungen versuche ich in einen stimmigen, kohärenten, wiederspruchsfreien Zusammenhang zu bringen.

Wenn nun zB ein Mensch 20 Jahre lebt und nur gelitten hat und dann für immer stirbt, dann ist dieses Phänomen nicht mehr in Einklang zu bringen mit meiner ganzen anderen Erfahrung. Das ganze erschiene mir nur noch absurd.

Das absurde Theater, das sich meines Erachtens zB von Existenzialisten wie Sartre und Camus ableitet, beschreibt die Grundstimmung, wenn man nicht mehr an einen höheren Sinn des Lebens glauben kann.

...Warum soll ausgerechnet der Mensch - der nichts weiter ist, als ein fehlgeleiteter Affe - die Gnade erhalten, nach seinem Tod noch eine "irgendwiegeartete" Fortsetzung zu erfahren? Dafür gibt es keinen einzigen Grund. Aber jede Menge Gründe dagegen.
mikenull, nenne mir doch bitte nur die vier wichtigsten Gründe!
 
Hallo Dr. House!

Du beantwortest dir deine Frage selbst: "Dein Verstand und deine Vernunft....."
Das hat mit dem menschlichen Gehirn zu tun. Es sucht ständig nach Mustern. Wo ein Muster, da eine Ordnung und wo Ordnung, da ein Sinn.

Es kann Zufälle kaum oder nur schwer akzeptieren.
Ohne mein Erkenntnisvermögen ist keine Erkenntnis möglich. Oder möchtest Du eine geoffenbarte Erkenntnis?
Methodisches, systematisches Vorgehen ist für mein Erkenntnisvermögen, zu dem auch das Aufspüren von Mustern gehört, eine Grundbedingung von Erkenntnis, übrigens auch eine Grundbedingung der von Dir so favorisierten Wissenschaft - ansonsten würde sich letztere auf unsystematische Zufälligkeiten und Beliebigkeiten stützen (was zu keiner sicheren Erkenntis mehr führen würde).
 
Ich sag´s mal ganz provokant: Der Himmel ist der Raum für die Looser.
Eine Erfindung der Religionen um auch dem letzten armen Teufel noch eine Perspektive geben zu können. ( damit er nicht ausrastet ) Und dankbar klammern sich die Verlierer an diesem Modell fest. Die Grundlage aller Religionen übrigens.

Wahrscheinlich wird jetzt Kritik von Dr.House kommen, der dies anders sieht, aber

wie kann ein Mensch so vermessen sein, sich selbst auch noch eine Fortsetzung nach diesem irdischen Leben zuzubilligen - nachdem er ( als Masse! ) diese Schöpfung zumindest nachhaltig gestört und zerstört hat? Im Prinzip ist jedes Tier besser und hätte - wenn überhaupt - einen Nachschlag im Himmel verdient.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dr. House!

Ohne mein Erkenntnisvermögen ist keine Erkenntnis möglich. Oder möchtest Du eine geoffenbarte Erkenntnis?
Methodisches, systematisches Vorgehen ist für mein Erkenntnisvermögen, zu dem auch das Aufspüren von Mustern gehört, eine Grundbedingung von Erkenntnis, übrigens auch eine Grundbedingung der von Dir so favorisierten Wissenschaft - ansonsten würde sich letztere auf unsystematische Zufälligkeiten und Beliebigkeiten stützen (was zu keiner sicheren Erkenntis mehr führen würde).

Natürlich gehört es zur Wissenschaft. Doch ändert es nichts an der Tatsache.
Der Wunsch nach einem Sinn, stammt ursächlich vom Gehirn. Mustererkennung.

Wo man auf rationale Weise kein Muster erkennen kann, strickt man sich sein Muster zurecht.

Gott ist liebevoll -> es gibt aber Leiden auf der Erde -> also erfindet man die Klausel vom "freien Willen". usw.

Des weiteren gibt es da auch den Wunsch des Menschen, etwas besonderes, einzigartiges zu sein.
Wie Mike schon sagte, warum sollte ausgerechnet der Mensch, ein Leben nach dem Tod haben?

Und wie ich schon geschrieben habe: Was ist mit Tieren? Was ist mit Schlachttieren? Was ist mit unseren Vorfahren, Homo erectus usw. ?
Haben sie auch alle eine Seele? Sind sie jetzt auch im Himmel?

Es ist unlogisch, dass auf den modernen Menschen anzuwenden, aber nicht auf Tiere und unsere Vorfahren.
Doch das kann man auch wieder erklären, mit der Fähigkeit mit Paradoxen leben zu können, die ich hier schon mal erklärt habe.
 
Hallo Mikenull,

Im Prinzip ist jedes Tier besser und hätte - wenn überhaupt - einen Nachschlag im Himmel verdient.
Was mich interessieren würde -mal abgesehen von dem Streit um Gott und Religion- wäre:
Das Prinzip nach dem es besser und schlechter gibt. Wo kommt dieses Prinzip deiner Meinung nach her?
 
Ich erlaube mir, auch mal darauf zu antworten.
Das Prinzip ist evolutionär bedingt.
Gutes Sozialverhalten als Garant zum überleben der Gruppe.
 
Ja, das passt zusammen, Dr. House. Was meinst du zu dem Teil der Frage, mit dem "besser"?

Also, hat die Gruppe überlebt, weil sie gutes Sozialverhalten hatte? Dann wäre "besser" und "schlechter" ja nicht erforderlich und es könnte Zufall sein.

Oder, ist es besser für die Gruppe, wenn sie überlebt - und schlechter wenn sie verschwindet?
 
Zum überleben der Gruppe war ein gutes Sozialverhalten untereinander notwendig. Daraus hat sich eine Art Konsens des guten Benehmens entwickelt. Eine Art Mindestanforderung des sozialen Verhaltens.

Diese Mindestanforderung kann man annehmen, oder im positiven wie negativen Sinne, ablehnen.
 
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