Die Frage ist, inwieweit Du Dir Deine Religion zurechbiegst, sag ich mal.
Ich könnte mich mit gutem Grund ja schon als Gläubigen bezeichnen, wenn ich ich die Erschaffung der Welt einem Schöpfer irgendwie zurechnen könnte. ( einfach so eine Annahme, na ja, vielleicht hat da einer seine Finger im Spiel gehabt oder so ) Davon gibt es mit Sicherheit viele, die so denken. Auch hier gesehen: Ich glaube weil es mir guttut, oder ich glaube, weil es zumindest wegen später sicherer ist.
Aber ist das oder sind das Gläubige?
Ähm...na ja, man kann ja nicht sagen, es sind keine Gläubige, weil sie ja schon an was glauben...ja, natürlich nicht im klassischen, strengen Sinne aber. Ich habe da auch lange nach einem Wort für gesucht. Bis mir mal einer sagte, daß heißt einfach spirituell.
Wenn du an Gott zweifelst und denkst, es könnte ihn aber geben, aber du zweifelst, heißt es agnostisch...
und wenn du Gott definitiv ausschließt Atheistisch...und nur der Atheist ist von den Dreien der, der definitiv an nichts glaubt.
Der Spirituelle glaubt ein bißchen was, halt, was ihm Spaß macht...dabei wird er nicht darauf beharren, daß er als einziger Recht hat, und will seine Vorstellungen nicht durchdrücken. Wenn jemand es für blöd hält, ist ihm das egal und er läßt denjenigen damit in Ruhe.
Der Agnostiker ist ähnlich, er glaubt es könnte was geben, ist sich aber immer unsicher...
Also diese beiden Sorten glauben ja schon an was...darum kann man sie schon gläubig nennen. Rein von der Definition her. Was schön ist am Spirituellen und am Agnostiker...die können sich halt nie in was reinsteigern. Dazu sind sie einfach nicht fanatisch genug. Ich dachte eigentlich, die Atheisten auch nicht-aber-mittlerweile gibt es schon Atheisten, die sich über Agnostiker aufregen, dabei ist das so nah beieinander. Und sowas find ich halt dämlich, weil Haarspalterei. Die genannten Gruppen könnten in einer ziemlichen Harmonie miteinander auskommen...
Hier nochmal was aus Wikipedia zu Spiritualität...damit ihr mich versteht
"Der Psychologe
Rudolf Sponsel definiert Spiritualität als mehr oder minder bewusste Beschäftigung „mit Sinn- und Wertfragen des Daseins, der Welt und der Menschen und besonders der eigenen Existenz und seiner Selbstverwirklichung im Leben“.
[3] So umfasst sie auch eine besondere, nicht notwendig im konfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung eines
Menschen (...habe ich mal gekürzt weil ich es nicht genau geraftt habe was er meint, und ich hier erklären wollte, wie ich so drauf bin.)
Die Bedeutungsinhalte der Spiritualität sind nach Untersuchungen von Büssing et al. (2006) vom weltanschaulichen Kontext abhängig, beziehen sich aber immer auf eine immaterielle, nicht sinnlich fassbare Wirklichkeit (Gott, Wesenheiten, Kräfte), die dennoch erfahr- oder erahnbar ist (Erwachen, Einsicht, Erkennen) und die der Lebensgestaltung eine Orientierung gibt. Zu unterscheiden sind hier eine suchende Haltung von einer glaubend annehmenden bzw. einer wissend erkennenden Haltung."
Dazu: Ich habe die SUCHENDE Haltung.
Und warum. Weil ich von Natur aus alles analysiere. Ich habe eine nicht zu bremsende Neugier in mir. Alles, was noch nicht erklärt ist, würde ich gerne erklären, d.h. ich suche eine Erklärung. Möglichwerweise ist das; was wir noch als paranormale Phänomene bezeichnen, ein völlig erklärbarer Teil der Naturwissenschaft. Darüber denke ich nach. Auch darüber, was ist Gott, wie definieren die PLUMPEN Menschen Gott; was aber könnte Gott wirklich sein. usw. usw. Daß man so vieles noch nicht ausschließen kann, macht es äußerst schwierig. Also tatsächlich kann man ja nicht ausschließen, daß es ETWAS gibt, was anders funktioniert, als alles, was wir kennen (oh wei, das klingt total Banane, ich hab's heut nicht mit formulieren LOL) und was sich vor unseren Augen verbirgt; eine Art universelles Gedächtnis z.B. ... aber bevor ich hier abgehobenes Zeug laber, was eh keiner rafft...an Doc House und alle die's für blöd halten...ich beschäftige mich damit, weil ich sonst durchdrehe. Echt.
An dem Tag wenn ich nix mehr zu analysieren hab, was ich noch nicht kenne, an dem Tag, an dem ich mich nicht mit abgedrehten Vermutungen mehr befassen dürfte und das analysieren...da sterb ich vor Langeweile.
In der Schule hatt ich (sorry will nicht angeben, aber ist so) scho immer nur 1er und fand scho alles langweilig da hab ich mich halt irgendwann mal für sowas interessiert damit ich noch was zum nachdenken hab.
Also Spiritualität in der suchenden Haltung kann sich wirklich positiv auf Leute auswirken, die ansonsten vor Langeweile wie ich (TATSÄCHLICH!) schon schwere Depressionen (!) hatten. Seit ich angefangen hab über sowas ellenlang nachzudenken bin ich total glücklich! Ich würd sogar sagen, daß ist der einzige Grund, warum es sprituelle Menschen gibt...sie müssen permanent eine Überdosis an Grübelei im Schädel spüren LOL