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Glaubt ihr an Gott ?

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    gott

Glaubt ihr an Gott?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    65
Status
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Hallo Dr. House!

Ich habe gesagt, dass man die von Dir erwähnten trivialen Gestalten nicht mit Gott vergleichen kann.

Dazu Du:
Warum nicht? Sie sind allle nicht belegbar. Was macht denn Gott so besonders?
Außerdem hättest Du gerne einen Beweis für die Nichtexistenz dieser Gestalten.

Nehmen wir mal zB das Spaghettimonster. Dieses ist die "Gottheit" einer von Bobby Henderson im Juni 2005 gegründeten Spassreligion. Es ist quasi eine literarische Gestalt, der nicht mehr Wirklichkeit wie etwa James Bond zukommt. Traurig, dass ich mich im Rahmen der hiesigen Diskussion mit solchen Trivialitäten herumärgern muss!

Das Besondere an Gott ist, dass er aus der Relativität der uns umgebenden Erscheinungen herausgehoben ist. Er steht der Natur quasi gegenüber. Er ist mehr ein Schlussstein der menschlichen Erkenntnis. Er rundet sie ab und gibt Antwort auf die letzten Fragen. Er vermittelt Einheit in dem scheinbaren Chaos des Lebens. Er ist der Bürge dafür, dass gerechtetes Verhalten auch einmal seine Würdigung finden wird. Er ist also quasi auch der Garant für den Sinn des Lebens.

Damit dürfe auch Deine zweite Frage
B: Tatsächlich? Warum ist denn Gott wichtig für die existenziellen Fragen?
wenigstens im Ansatz beantwortet sein.
Klar müßte ich hier noch viel mehr ins Detail gehen. Aber ich glaube, dass Du auch ein Gespür dafür hast, dass es im Leben triviales wie die Bundesliga und existenziales wie den Sinn des Lebens, die Bedeutung des eigenen Todes etc. gibt. Wenn nicht, dann entschuldige!
 
Hallo Leser!

mikenull meinte:
Die Antwort darauf kannst Du Dir ja selber geben. Warum "glaubt" dann ein Moslem an Allah, ein Buddist an Buddah? Automatisch? Ohne damit irgendwo in Berührung gekommen zu sein? Das spräche ja für die Existenz vieler Götter!
Nein, wenn man ein Kind völlig ohne Berührung zu einem Gott aufwachsen ließe, würde es nicht an solches Zeug glauben.
Wenn ein Kind frei von kultureller Beeinflussung aufwächst, würde es sich irgendwann (vermutlich in der Pubertät) fragen, was der Sinn des Lebens ist etc. Solche Fragen gehören einfach zum Menschsein; es sind Existenzialien.

Dieses Kind hätte nun im Prinzip zwei bis drei Antwortmöglichkeiten:

A) das Kind nimmt die Existenz eines höheren Wesens an (idealistische Denkweise)

B) das Kind glaubt nur an das, was es sieht (fatalistisch-deterministische Denkweise)

C) es schwankt in seinem weiteren Leben zwischen diesen Positionen
 
Vielleicht sollten sich einige hier mal Sofies Welt durchlesen...
(Philosophie für Kinder)

Da steht nicht, ob es Gott gibt oder nicht. Aber da wird ziemlich gut begründet, warum solche Mythen entstehen. Eben weil man ne Erklärung braucht. Und je weniger man sich durch die Wissenschaft erklären kann, desto mehr brauchte man einen "Gott" (das schließt jetzt alles mit ein). Dann würden sie vielleicht kapieren, dass der Gedanke an ein höheres Wesen nicht ganz so sinnlos und kirchlich ist, wie hier dargestellt.

Und natürlich ist das im gewissenen Sinne egoistisch.

Ich brauche Gott, um mir eine Erklärung zu geben, einen Halt.

Ja und???


Dr. House, erklär mir doch bitte mal, was daran jetzt so schlimm sein soll?

Bzw. wieso man sonst an Gott glauben soll?

Oder warum es weniger "egoistisch" ist, an nichts zu glauben?

Sorry, aber ich kapier Dein Argument einfach nicht.
 
Es ist quasi eine literarische Gestalt, der nicht mehr Wirklichkeit wie etwa James Bond zukommt. Traurig, dass ich mich im Rahmen der hiesigen Diskussion mit solchen Trivialitäten herumärgern muss!

Er rundet sie ab und gibt Antwort auf die letzten Fragen. Er vermittelt Einheit in dem scheinbaren Chaos des Lebens. Er ist der Bürge dafür, dass gerechtetes Verhalten auch einmal seine Würdigung finden wird. Er ist also quasi auch der Garant für den Sinn des Lebens.

wie den Sinn des Lebens, die Bedeutung des eigenen Todes etc. gibt.


Zum einen ist doch auch Gott nun noch nicht wirklich soo alt. Gemessen am Erdzeitalter, mein ich. Haben die Neanderthaler womöglich an Gott geglaubt? Oder gab es die gar nicht, da ja Adam und Eva unser aller Urahnen sind? Und an was haben die Steinzeitmenschen geglaubt?
Die Menschheit hat sich also entwickelt, hat diverse Glaubensformen entwickelt. Durchgesetzt haben sich die großen Religionen. Ich denke, das hat was mit Geld und Macht zu tun. Hätten die Naturreligionen ebenso eine Finanzkraft wie der Vatikan, dann gäb es bestimmt mehr Anhänger. Es ist ein großes Geschäft mit dem Glauben.
Und Gott gibt Antworten auf die letzten Fragen? Kann ich nicht finden. Im Gegenteil, er wirft Fragen auf. Fragen, warum Kinder und Säuglinge sterben müssen, aus Hunger, während sich andere die fetten Kilos wieder abtrainieren müssen um gesund zu bleiben. Das ist ungerecht. Das trifft die Schwächsten, Unschuldigsten. Warum?? Erbsünde vielleicht? Und die Frage meiner Tochter wurde auch noch nicht beantwortet: wer hat Gott erschaffen?
Der Sinn meines Lebens ist nicht Gott. Der Sinn meines Lebens sind meine Kinder. Und mein eigener Tod hat den Vorteil für diese Welt, dass ich einfach Platz mache für die kommenden Menschen. Wenn ich mein Leben sinnvoll nutze, wenn ich etwas tue, um anderen zu Helfen, dann tu ich das nicht, damit ich am Ende des Tunnels ins Paradies komme.
Oft in letzter Zeit ( ich habe grade eine sehr schwere Phase ) denk ich, es wäre schön, einfach an jemanden glauben zu können, die Verantwortung dieser "Person" zu übergeben. Und ich hab mich auch schon ertappt, wie ich in ganz besonders schweren Momenten dachte "lieber Gott, mach das das aufhört". Aber ich kann es einfach nicht, ich kann nicht an so eine Person glauben. Dazu kommt noch, dass ich katholisch bin ( jaja ) und als Frau in der katholischen Kirche einfach als Minderwertig gelte. Auch so eine Frechheit....
 
Hallo Mikenull,
Da es kaum glaublich ist, das jeder Säugling quai ein "Gott-Gen" von Geburt aus in sich trägt - kann auch dieser Gedanke nur von außen kommen. Natürlich, wenn der Säugling zuerst mal zu sich kommt, wird er plötzlich die ganze Natur um sich herum wahrnehmen und sich fragen, welcher listige Schöpfer sich soviel Zeug einfallen ließ.
Ich hatte geschrieben, es ist unlogisch, dass die Idee von Gott anerzogen ist. Damit meinte ich nicht, dass es ein Gott-Gen gibt. Das wäre wirklich schwer vorstellbar, das stimmt. Ich meinte die Problematik aus der Erkenntnistheorie. In diesem Zusammenhang denke ich, dass es fraglich ist, ob Gott eine Idee sein kann, die sich Menschen ausgedacht haben können.

Es gibt ja einen gewissen Rahmen, in dem Menschen denken. Zum Beispiel kann man sich seine Umgebung nicht vorstellen, wenn man sie sich nicht in einem dreidimensionalen Raum vorstellt. Vier Dimensionen kann man sich schon nicht mehr anschaulich machen. Trotzdem geht die Physik inzwischen davon aus, dass es tatsächlich sehr viel mehr Dimensionen gibt - 21 oder 23 glaub ich.
Raum und Zeit sind darum etwas, was man als Mensch zum denken braucht - ohne gehts nicht. Genauso ist es mit Kausalität. Man kann sich nicht vorstellen, dass etwas ohne Ursache passiert. Wenn ein Apfel vom Baum fällt, dann passiert das durch die Schwerkraft. Sich vorzustellen, dass ein Apfel ohne eine Ursache vom Baum fällt wäre für uns problematisch.
Ein anderes Beispiel wäre das Prinzip entweder-oder. Man kann sich zum Beispiel nur vorstellen, dass eine Frau entweder Schwanger ist, oder nicht. Das sie gleichzeitig einerseits schwanger, andererseits aber nicht schwanger ist - das wäre nicht vorstellbar. Elektronen sind nach dem gegenwärtigen Modell aber gleichzeitig einerseits Materie und andererseits Wellen.

Die Frage, ob es "Ursache und Wirkung" und "entweder - oder " wirklich gibt, oder ob es nur Prinzipen in unserem Denken sind, werden Menschen in mit letzter Sicherheit nie beurteilen können, weil wir ausserhalb dieser Prinzipien nicht nachdenken können. Genauso ist die Frage woher diese Prinzipien kommen nicht zu beantworten.

Weil man diese Prinzipien aber zum denken benötigt, müssen sie schon vorhanden sein, wenn wir anfangen zu denken - denn es ist nicht vorstellbar, dass man sich das womit man denkt selbst ausdenkt. Vorher und nachher, und dass von nix auch nur nix kommen kann sind ja wieder Prinzipien unseres Denkens.

Die Frage ist, ob der Begriff oder die Idee "Gott" auch ein solches Prinzip ist, das zum Denken benötigt wird. So wie EuFrank es sehr schon beschrieben hat, steht Gott der Natur gegenüber. Ist es nicht naheliegend, die Idee "Gott" als Prinzip zu sehen, ohne das die Grenzen des menschenmöglichen Denkens für den Menschen selbst nicht vorstellbar sind?

Das man als Mensch denkt, ist evident - nur ist es inkonsequent sich vorzustellen, dass durch Denken der Anfang und die Grenzen des Denkens selbst hergestellt werden. Hierbei würde eine Ursache fehlen. Und genau dort setzt die Idee "Gott" an. Diese Idee ist darum aus meiner Sicht zu elementar um anerzogen zu sein. Ob es Gott wirklich gibt oder nicht, kann darum durch Denken auch nicht erfasst werden.

@ Rübe, die Frage wäre doch eher, wie lange es schon Menschen gibt, die an Gott glauben, oder?
 
Zum einen ist doch auch Gott nun noch nicht wirklich soo alt. Gemessen am Erdzeitalter, mein ich. Haben die Neanderthaler womöglich an Gott geglaubt? Oder gab es die gar nicht, da ja Adam und Eva unser aller Urahnen sind? Und an was haben die Steinzeitmenschen geglaubt?

Sicher nicht an diesen christlichen Gott. Aber ich denke (und meine, dass dies auch durch Zeichnungen bestätigt ist), dass auch Steinzeitmenschen religiöse Kulte hatten und einem Wesen (sei es jetzt Gott, die Sonne, das große Mammut oder Mutter Erde) für erfolgreiche Jagden gedankt und um gute Ernten gebeten haben.


Die Menschheit hat sich also entwickelt, hat diverse Glaubensformen entwickelt. Durchgesetzt haben sich die großen Religionen. Ich denke, das hat was mit Geld und Macht zu tun. Hätten die Naturreligionen ebenso eine Finanzkraft wie der Vatikan, dann gäb es bestimmt mehr Anhänger. Es ist ein großes Geschäft mit dem Glauben.

Weiß ich nicht, ob das unbedingt was mit Finanzen zu tun hat. Ich könnte mir auch vorstellen, dass eben die Wissenschaft auch viele dieser Naturreligionen widerlegt hat. Wenn ich wissenschaftlich Donner, Regen und Blitz erklären kann, dann brauche ich keinen Donnergott mehr. Früher konnten sich die Menschen den Krach am Himmel nicht erklären und haben ihn den Göttern zugeschrieben.
Vielleicht, wer weiß, kann irgendwann die Wissenschaft beweisen, dass es auch diesen Gott, an den ich glaube nicht gibt. Vielleicht kann sie auch das Gegenteil beweisen. So oder so würde dann diese Religion aussterben...


Und Gott gibt Antworten auf die letzten Fragen? Kann ich nicht finden. Im Gegenteil, er wirft Fragen auf. Fragen, warum Kinder und Säuglinge sterben müssen, aus Hunger, während sich andere die fetten Kilos wieder abtrainieren müssen um gesund zu bleiben. Das ist ungerecht. Das trifft die Schwächsten, Unschuldigsten. Warum?? Erbsünde vielleicht? Und die Frage meiner Tochter wurde auch noch nicht beantwortet: wer hat Gott erschaffen?

Nein, er gibt nicht Antworten auf alle Fragen. Die ersten Fragen hab ich schon mal am Anfang versucht zu beantworten, so wie Christen sie beantworten würden (sie überzeugen mich auch nicht 100%ig).
Fakt ist aber, dass der christliche Glauben die Gerechtigkeit nicht auf der Erde sucht, sondern eben nach dem Tod. Das kann man glauben oder eben nicht.

Die letzte Frage ist unheimlich spannend und bringt regelmäßig meinen Kopf zum Platzen 😉 . Weil die Antwort auf diese Frage die nächste Frage mit sich zieht. Wenn ich sage, XY hat Gott erschaffen, dann stellt sich die Frage, wer hat XY erschaffen.. u.s.w.
Das ist aber übrigens in der Wissenschaft auch nicht besser. Was war denn vor dem Urknall? Nichts? Aber wie kann auch Nichts etwas werden? Oder woher kam das Nichts??
Unabhängig von Gott hab ich mir irgendwann überlegt, dass es vielleicht ein Kreislauf ist. Den Kreise haben keinen Anfang und kein Ende...
 
Sicher nicht an diesen christlichen Gott. Aber ich denke (und meine, dass dies auch durch Zeichnungen bestätigt ist), dass auch Steinzeitmenschen religiöse Kulte hatten und einem Wesen (sei es jetzt Gott, die Sonne, das große Mammut oder Mutter Erde) für erfolgreiche Jagden gedankt und um gute Ernten gebeten haben

Hier geht es um den derzeitigen Glauben! Der ist, wie ich schon schrieb, nicht so arg alt. Ich denke auch nicht das dieser Gott bzw. Glaube irgendein feststehender Begriff ist - sondern bis in die jetzige Minute im Stande der weiteren Ausschmückung ist. Jeder glaubt was anderes und jeder schreibt Gott andere Fähigkeiten zu.

Ich meinte die Problematik aus der Erkenntnistheorie. In diesem Zusammenhang denke ich, dass es fraglich ist, ob Gott eine Idee sein kann, die sich Menschen ausgedacht haben können.

Kein Kind wird aus dem Nichts erwachen und das was es sieht einem Gott zuschreiben - weil es zunächst mal überhaupt nur menschengemachtes sieht.
Und warum soll Gott keine erdichtete Sache sein. Die Götter vor ihm waren allesamt nur erfunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber woher kommt dann der Kreis?🙂

gemein

den hat Gott gemalt 😉

keine Ahnung, wie gesagt, mein Kopf platzt, wenn ich darüber nachdenke, weil es vor dem Ursprung ja immer noch einen früheren Zustand gegeben haben muss...

Das ist ähnlich wie das mit dem universum.. Was ist denn danach? Wenn das Universum zu Ende ist?? Irgendwie muss es ja weitergehen und das Nichts müss ja auch irgendwie aussehen...

Also die Unendlichkeit ist schon ganz heftig...
 
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