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Glaubt ihr an Gott ?

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    gott

Glaubt ihr an Gott?


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    65
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Glaubt jemand hier ernsthaft, daß dieser Säugling, wenn er erstmal sprechen, laufen etc. kann an Allah oder Buddah glaubt?
Da sprichst du aber von Religion - das ist anerzogen, aber nicht das gleiche wie Gott.
Man braucht auch keinen Säugling für ein Experiment. Die offene Frage ist, woher stammt der Begriff Gott und die dazu gehöernde Anschauung von einer übergeordneten Existenz - die in allen Kulturen gleich ist. Es stellt sich die Frage, ob der Begriff Gott nicht aus der gleichen Kategorie stammt, wie Begriffe wie Kausalität, Zeit, Zufall oder gut und böse.
 
Vor allem finde ich es ja immer so klasse, dass man der Katholischen Kirche zuschreibt, dass sie quasi von selbst friedlicher geworden ist.

Die Menschen sind nur klüger geworden.

Und hätte die Kirche heute noch die "Macht", so würde sie den selben Mist machen, den sie immer getan hat: Andersgläubige - sei es nun andere Religionen oder einfach Menschen, die anderer Meinung sind - gnadenlos verfolgen.

Die Religionen sind nicht aus eigener Kraft friedlich geworden.
 

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Glaubt ihr an Gott?
Das ist doch die falsche Frage. Wer dabei nachbohrt merkt schnell, dass es zu dem Begriff Gott und Glaube mehr Auslegungen gibt als Wörter in der Bibel.
 
Die Religionen sind nicht aus eigener Kraft friedlich geworden.

Das ist unerheblich. Ob sie das heute noch so machen würden, wenn man sie ließe - nur hypothetisch. Aber in Wirklichkeit hat man wohl eingesehen, daß man die Schäfchen auf andere Art - siehe z.B. Katholiken-Tage - gewinnt. Insofern haben sich die Kirchen dem Zeitgeist angepasst.

Und im anderen Falle: Da es kaum glaublich ist, das jeder Säugling quai ein "Gott-Gen" von Geburt aus in sich trägt - kann auch dieser Gedanke nur von außen kommen. Natürlich, wenn der Säugling zuerst mal zu sich kommt, wird er plötzlich die ganze Natur um sich herum wahrnehmen und sich fragen, welcher listige Schöpfer sich soviel Zeug einfallen ließ. Und wenn er älter geworden ist, wird er dann merken - wie ich - das der Schöpfer so gescheit nicht gewesen sein kann.

Da sprichst du aber von Religion - das ist anerzogen, aber nicht das gleiche wie Gott.

Das hatte ich schon mal bemerkt: Es gibt keinen Gott ohne Religion. Die Kirchen sind es, und ihr Buch das uns Gott nahebringt. ( bringen soll ) Daraus ist alles entstanden. Es gibt und gab hier schon jede Menge Versuche dieses trennen zu wollen. Das schreibt ja fast jeder - Gott ist toll, aber was die Kirchen draus gemacht haben... Das ist schon klar, wer will schon mit einem Haufen alter, schwarzer und verklemmter, rückständiger und alter Männer in einen Topf geworfen werden? Da trennt man dies doch lieber - aber dann bleibt nichts von einem Gott übrig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist doch die falsche Frage. Wer dabei nachbohrt merkt schnell, dass es zu dem Begriff Gott und Glaube mehr Auslegungen gibt als Wörter in der Bibel.

Da bin ich ganz Deiner Ansicht. Aber was ist schon die richtige Frage?
 
Übrigens gibt es keinen "Gott" ohne diese Ansammlung von Kurzgeschichten - die Bibel. Niemand ist von Geburt aus gläubig - das ist eine reine Erziehungssache. Insofern kann man die Kirche zwar verteufeln, aber die Wurzeln für den Glauben werden von dort gesetzt.

das ist doch Blödsinn. Gott (bzw. Götter) gab es schon lange vor der Schrift. An welche Gott haben denn dann bitte die Vorfahren geglaubt? Hatten ja nicht alle die Direktverbindung zu Gott, wie Adam und Eva...
Also den Glauben gab schon vorher.
Ich finde die Frage, woher dieser Glaube kommt, spannend und würde mir das so erklären:
Einem Baby ist Gott erstmal ziemlich wurscht, weil für das ist alles neu und spannend und unerklärlich (wenn es so tiefgehende Gedanken hat). Wenn es älter wird, stellen sich aber viele die Frage: "Wo komm ich her", "wo kommt das alles in meiner Umwelt her", "Was passiert, wenn ich sterbe", etc. Also Fragen, die man nicht so direkt beantworten kann (abgesehen jetzt mal von dem biologischen Kram). Und dafür sucht man sich eine Erklärung, so ein Gott ist da natürlich prima. Und an dieser Stelle kommt dann auch die Erziehung ins Spiel. Ich denke, irgendjemand wird der Tochter von Rübe eine diesbezügliche Erklärung gegeben haben (kann ja auch durch ein anderes Kind gewesen sein, oder so). Ich kenne viele kleine Kids, die sich für sowas interessieren, dass kann sich später ja noch ändern.
Hat sicher auch was damit zu tun, dass ein Gott (den man ja super personifizieren kann - wie es bspw. Mike gerne tut 😉 ) "fassbarer" ist für ein Kind als wissenschaftliche Erklärungen...

C) läßt sich die Nichtexistenz dieser Gestalten leicht nachweisen.

Machs doch einfach. Wir sind alle gespannt darauf!
Wenn Du nämlich mal gelesen hättest, um was es da geht, wäre Dir sicherlich aufgefallen, daß es auf eben diesen Beweis 1 Million Dollar gibt. Willkommen im Club der Millionäre, Eufrank!

Ich finde, bei diesen Spagetthiemonstern/ rosa-durchsichtigen Einhörnern gibt es einen Haken. Sie SIND im Prinzip Gott, weil ihnen nämlich die Eigenschaften Gottes zugeschrieben werden. Statt des alten, bartigen Herrn auf dem Thron halt eben ein Wesen aus Nudeln. Ihm wurde nur ein anderer Name und ein anderes Aussehen gegeben. So gesehen ist das Spagettimonster genauso wenig beweisbar/widerlegbar wie die Existenz des christlichen, muslimischen, buddhistischen,... Gottes - das ist ja gerade der Witz an der Sache. (wobei ich denke, dass Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Piraten und der Klimaerwärmung durchaus widerlegen könnten 😉 - aber der Rest...)
Aber es ist eben auch kein Gegenargument für Gott.

Jep, und das bin ich auch eindeutig eher geneigt zu glauben als an den einen, allmächtigen, wohlmöglich katholischen, Gott.

ich denke, vielleicht liegt hier auch ein bisschen die Schwierigkeit der Unterhaltung. Ich habe das Gefühl die Nichtgläubigen gehen alle davon aus, dass wenn man an Gott glaubt, diesen alten Herrn auf dem Thron meint, der im Himmel auf uns wartet und neben ihm hockt Jesus und ne Horde Engel. Alles schön sichtbar, wenn man erstmal tot ist.
Für mich ist Gott was ganz anderes. Aber das ist wahnsinnig schwer zu erklären. Vielleicht so etwas wie eine Kraft, wie die Seele. Eben keine Person, sondern eine Größe. Und dieser Gott hat sehr, sehr wenig mit dem Papst zu tun.... Kirche, Papst, Bibel, das ist weltlich... Die wissen auch nicht mehr als wir 😉

Also das Experiment von Dr.House wäre zu kompliziert. Alles abschaffen - man kriegt ja noch nicht mal ein Holzkreuz mit der fürchterlichen Abbildung eines Marteropfers aus einer bayrischen Schule raus.
Es wäre einfacher zu machen und wird auch gemacht. Ein deutsches Ehepaar ( oder gleich Madonna ) adoptiert einen Säugling aus dem Iran oder Indonesien. Und läßt ihn ganz normal aufwachsen. Glaubt jemand hier ernsthaft, daß dieser Säugling, wenn er erstmal sprechen, laufen etc. kann
an Allah oder Buddah glaubt?
Na los, ich bitte um Antworten.....

Ich denke, ich hab das oben schon erklärt. Das Kind glaubt vielleicht an einen Gott, wenn es Erklärungen sucht und diese Art von Erklärung aufschnappt. Alles andere ist natürlich der Umwelteinfluss. Der Säugling spricht ja auch nicht plötzlich indonesisch oder übernimmt indonesische Traditionen. Das ist ja eindeutig Kultur und Sozialisation. Religion ist nichts anderes. Aber der Wunsch nach einem "Gott" (und die Gestalt ist ja erstmal egal - ob den alten Mann oder einen Kürbis anpreise) ist fast allen Kulturen gemeinsam.

mikenull meinte:
Das hatte ich schon mal bemerkt: Es gibt keinen Gott ohne Religion. Die Kirchen sind es, und ihr Buch das uns Gott nahebringt. ( bringen soll ) Daraus ist alles entstanden. Es gibt und gab hier schon jede Menge Versuche dieses trennen zu wollen. Das schreibt ja fast jeder - Gott ist toll, aber was die Kirchen draus gemacht haben... Das ist schon klar, wer will schon mit einem Haufen alter, schwarzer und verklemmter, rückständiger und alter Männer in einen Topf geworfen werden? Da trennt man dies doch lieber - aber dann bleibt nichts von einem Gott übrig.

Ist die Frage nach Gott und Religion nicht so ein bisschen wie die Frage mit dem Huhn und dem Ei???
Ich brauche sehr wenig Religion und schon gar keine Kirche, um an Gott zu glauben (ich muss noch nichtmal meine Gebete mit Amen beenden).

Was ist denn dann Religion?
Im Prinzip doch erstmal eine kleine Menge an Leuten, die an das gleiche glaubt. Und DANN erst entstehen Rituale, Schriften, evtl. Bildnisse, etc. und entwickelt sich weiter.

Also wäre doch der Glauben zuerst da, oder?

Übrigens ist Kirche ja auch nicht gleich Kirche. Mit einigen Freikirchen kann ich mich durchaus arrangieren (da gibts ja viele Untschiede) und besuche auch gerne mal einen Gottesdienst oder treffe mich mit Leuten (das sind sogar junge), um über Gott zu sprechen- auch um in der Bibel zu lesen. Aber eben nicht, um sie wörtlich zu interpretieren, sondern um Gleichungen, Symbole zu verstehen und mitzunehmen. Ähnlich wie Geschichten, die man sonst so kennt, aus denen man was mitnimmt - ohne, dass man sie wortwörtlich auseinanderrupft, nach Fehlern sucht und ins Lächerliche zieht.

Und auch bevor ich in diese Freikirche ging, habe ich an Gott geglaubt, ohne dafür eine Kirche besuchen zu müssen oder die Bibel aufzuschlagen (ich hatte noch nichtmal eine)
 
Was ich ja interessant finde, ist das der Glaube in den wirklich aller meisten Fällen, der pure Egoismus ist.

Gott muss herhalten, wenn wir Erklärungen brauchen:
Er war der, der die Blitze geschickt, Ernte gegeben und natürlich Krankheiten bzw. Gesundheit gegeben hat. usw.

Neuerdings ist Gott etwas sehr diffuses.
Man nennt ihn die Kraft, die das Universum geschaffen hat, er ist die innere Stimme von Moral und Vernunft oder er ist die Natur.

Gott muss herhalten, wenn es einem schlecht geht:
Man ist krank und betet zu Gott, man erhofft sich von seinem Glauben Stärke und Kraft in schwierigen Zeiten usw.

Gott muss herhalten, wenn wir uns mit unserer kleinen - endlichen - Existenz auseinander setzen und der Machtlosigkeit, die wir gegenüber schrecklichen Geschehnissen haben:
Man möchte ein Leben nach dem Tod, man möchte in den Himmel, böse Menschen sollen in die Hölle, man möchte wiedergeboren werden usw.

Die meisten religiösen Menschen wollen immer nur was von Gott.
Erklärungen, Gesundheit, ein Leben nach dem Tod, Stärke, Moral, Abrechnung usw.

Wer glaubt denn einfach nur an Gott, ohne diese Dinge von ihm zu wollen?
 
Was ich ja interessant finde, ist das der Glaube in den wirklich aller meisten Fällen, der pure Egoismus ist.

Gott muss herhalten, wenn wir Erklärungen brauchen:
Er war der, der die Blitze geschickt, Ernte gegeben und natürlich Krankheiten bzw. Gesundheit gegeben hat. usw.

Neuerdings ist Gott etwas sehr diffuses.
Man nennt ihn die Kraft, die das Universum geschaffen hat, er ist die innere Stimme von Moral und Vernunft oder er ist die Natur.

Gott muss herhalten, wenn es einem schlecht geht:
Man ist krank und betet zu Gott, man erhofft sich von seinem Glauben Stärke und Kraft in schwierigen Zeiten usw.

Gott muss herhalten, wenn wir uns mit unserer kleinen - endlichen - Existenz auseinander setzen und der Machtlosigkeit, die wir gegenüber schrecklichen Geschehnissen haben:
Man möchte ein Leben nach dem Tod, man möchte in den Himmel, böse Menschen sollen in die Hölle, man möchte wiedergeboren werden usw.

Die meisten religiösen Menschen wollen immer nur was von Gott.
Erklärungen, Gesundheit, ein Leben nach dem Tod, Stärke, Moral, Abrechnung usw.

Wer glaubt denn einfach nur an Gott, ohne diese Dinge von ihm zu wollen?

die Frage finde ich echt sinnlos, weil man ja IMMER seine eigenen Ziele verfolgt, wenn man etwas glaubt oder denkt.
Wo ist denn der Unterschied bzgl. des Egoismusses, ob ich Gott oder Bakterien für eine Krankheit verantwortlich mache?

Ich finde Gott auch nicht diffus, aber okay. Inzwischen erwarte ich von Dir gar nicht mehr, dass Du ernsthaft diskutierst. Du nimmst Gläubige ja eh nicht ernst.

Ja, Gott ist eine Erklärung, eine Hilfe, eine Kraft für mich. Na und? Andere Leute ziehen ihre Kraft aus Alkohol, Drogen, Sex, was weiß ich.

Ich WILL gar nichts von Gott. Dass ich daran glaube, dass es nach Tod für die Seele weitergeht mag ein Wunschgedanke sein. Ist das verwerflich? Für andere mag es ebenso der Wunsch sein, dass das Leben komplett aufhört (vielleicht weil sie soviel Müll angestellt haben, dass sie Angst haben, sich rechtfertigen zu müssen?)

Gott ist für mich eine Erklärung. Und hilft mir, einiges in meinem Leben hinzunehmen, dass ich gerne anders gehabt hätte. Weil ich denke, dass jeder hier eine Aufgabe hat.
Dass ich mit Gott die Fragen beantworte, die ich sonst nicht beantworten kann, ist ja gerade der Sinn im Ganzen.

Wie gesagt, ich kann den Egoismusgedanken nicht nachvollziehen. Ich habe das Gefühl, dir gehen die Argumente aus 😉
 
Ich habe das Gefühl, dir gehen die Argumente aus 😉

Der Gedanke beschleicht mich auch.
Allerdings nicht bei mir. 😉

Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich jetzt auf deinen Post antworten soll, da du kein Gegenargument gebracht hast.

Das es alles angeblich der Sinn von Glauben ist, dass ist wahrlich kein Gegenargument.
Denn die Frage bleibt: Wer würde ohne all diese Dinge noch an Gott glauben?

Edit: "Truthiness" nach Wiki:

Truthiness is a word that U.S. television comedian Stephen Colbert popularized in 2005 as a satirical term to describe things that a person claims to know intuitively or "from the gut" without regard to evidence, logic, intellectual examination, or facts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich ja interessant finde, ist das der Glaube in den wirklich aller meisten Fällen, der pure Egoismus ist.

Gott muss herhalten, wenn wir Erklärungen brauchen:
Er war der, der die Blitze geschickt, Ernte gegeben und natürlich Krankheiten bzw. Gesundheit gegeben hat. usw.

Neuerdings ist Gott etwas sehr diffuses.
Man nennt ihn die Kraft, die das Universum geschaffen hat, er ist die innere Stimme von Moral und Vernunft oder er ist die Natur.

Gott muss herhalten, wenn es einem schlecht geht:
Man ist krank und betet zu Gott, man erhofft sich von seinem Glauben Stärke und Kraft in schwierigen Zeiten usw.

Gott muss herhalten, wenn wir uns mit unserer kleinen - endlichen - Existenz auseinander setzen und der Machtlosigkeit, die wir gegenüber schrecklichen Geschehnissen haben:
Man möchte ein Leben nach dem Tod, man möchte in den Himmel, böse Menschen sollen in die Hölle, man möchte wiedergeboren werden usw.

Die meisten religiösen Menschen wollen immer nur was von Gott.
Erklärungen, Gesundheit, ein Leben nach dem Tod, Stärke, Moral, Abrechnung usw.

Wer glaubt denn einfach nur an Gott, ohne diese Dinge von ihm zu wollen?


Ich!!
 
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