Übrigens gibt es keinen "Gott" ohne diese Ansammlung von Kurzgeschichten - die Bibel. Niemand ist von Geburt aus gläubig - das ist eine reine Erziehungssache. Insofern kann man die Kirche zwar verteufeln, aber die Wurzeln für den Glauben werden von dort gesetzt.
das ist doch Blödsinn. Gott (bzw. Götter) gab es schon lange vor der Schrift. An welche Gott haben denn dann bitte die Vorfahren geglaubt? Hatten ja nicht alle die Direktverbindung zu Gott, wie Adam und Eva...
Also den Glauben gab schon vorher.
Ich finde die Frage, woher dieser Glaube kommt, spannend und würde mir das so erklären:
Einem Baby ist Gott erstmal ziemlich wurscht, weil für das ist alles neu und spannend und unerklärlich (wenn es so tiefgehende Gedanken hat). Wenn es älter wird, stellen sich aber viele die Frage: "Wo komm ich her", "wo kommt das alles in meiner Umwelt her", "Was passiert, wenn ich sterbe", etc. Also Fragen, die man nicht so direkt beantworten kann (abgesehen jetzt mal von dem biologischen Kram). Und dafür sucht man sich eine Erklärung, so ein Gott ist da natürlich prima. Und an dieser Stelle kommt dann auch die Erziehung ins Spiel. Ich denke, irgendjemand wird der Tochter von Rübe eine diesbezügliche Erklärung gegeben haben (kann ja auch durch ein anderes Kind gewesen sein, oder so). Ich kenne viele kleine Kids, die sich für sowas interessieren, dass kann sich später ja noch ändern.
Hat sicher auch was damit zu tun, dass ein Gott (den man ja super personifizieren kann - wie es bspw. Mike gerne tut
😉 ) "fassbarer" ist für ein Kind als wissenschaftliche Erklärungen...
C) läßt sich die Nichtexistenz dieser Gestalten leicht nachweisen.
Machs doch einfach. Wir sind alle gespannt darauf!
Wenn Du nämlich mal gelesen hättest, um was es da geht, wäre Dir sicherlich aufgefallen, daß es auf eben diesen Beweis 1 Million Dollar gibt. Willkommen im Club der Millionäre, Eufrank!
Ich finde, bei diesen Spagetthiemonstern/ rosa-durchsichtigen Einhörnern gibt es einen Haken. Sie SIND im Prinzip Gott, weil ihnen nämlich die Eigenschaften Gottes zugeschrieben werden. Statt des alten, bartigen Herrn auf dem Thron halt eben ein Wesen aus Nudeln. Ihm wurde nur ein anderer Name und ein anderes Aussehen gegeben. So gesehen ist das Spagettimonster genauso wenig beweisbar/widerlegbar wie die Existenz des christlichen, muslimischen, buddhistischen,... Gottes - das ist ja gerade der Witz an der Sache. (wobei ich denke, dass Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Piraten und der Klimaerwärmung durchaus widerlegen könnten
😉 - aber der Rest...)
Aber es ist eben auch kein Gegenargument für Gott.
Jep, und das bin ich auch eindeutig eher geneigt zu glauben als an den einen, allmächtigen, wohlmöglich katholischen, Gott.
ich denke, vielleicht liegt hier auch ein bisschen die Schwierigkeit der Unterhaltung. Ich habe das Gefühl die Nichtgläubigen gehen alle davon aus, dass wenn man an Gott glaubt, diesen alten Herrn auf dem Thron meint, der im Himmel auf uns wartet und neben ihm hockt Jesus und ne Horde Engel. Alles schön sichtbar, wenn man erstmal tot ist.
Für mich ist Gott was ganz anderes. Aber das ist wahnsinnig schwer zu erklären. Vielleicht so etwas wie eine Kraft, wie die Seele. Eben keine Person, sondern eine Größe. Und dieser Gott hat sehr, sehr wenig mit dem Papst zu tun.... Kirche, Papst, Bibel, das ist weltlich... Die wissen auch nicht mehr als wir
😉
Also das Experiment von Dr.House wäre zu kompliziert. Alles abschaffen - man kriegt ja noch nicht mal ein Holzkreuz mit der fürchterlichen Abbildung eines Marteropfers aus einer bayrischen Schule raus.
Es wäre einfacher zu machen und wird auch gemacht. Ein deutsches Ehepaar ( oder gleich Madonna ) adoptiert einen Säugling aus dem Iran oder Indonesien. Und läßt ihn ganz normal aufwachsen. Glaubt jemand hier ernsthaft, daß dieser Säugling, wenn er erstmal sprechen, laufen etc. kann
an Allah oder Buddah glaubt?
Na los, ich bitte um Antworten.....
Ich denke, ich hab das oben schon erklärt. Das Kind glaubt vielleicht an einen Gott, wenn es Erklärungen sucht und diese Art von Erklärung aufschnappt. Alles andere ist natürlich der Umwelteinfluss. Der Säugling spricht ja auch nicht plötzlich indonesisch oder übernimmt indonesische Traditionen. Das ist ja eindeutig Kultur und Sozialisation. Religion ist nichts anderes. Aber der Wunsch nach einem "Gott" (und die Gestalt ist ja erstmal egal - ob den alten Mann oder einen Kürbis anpreise) ist fast allen Kulturen gemeinsam.
mikenull meinte:
Das hatte ich schon mal bemerkt: Es gibt keinen Gott ohne Religion. Die Kirchen sind es, und ihr Buch das uns Gott nahebringt. ( bringen soll ) Daraus ist alles entstanden. Es gibt und gab hier schon jede Menge Versuche dieses trennen zu wollen. Das schreibt ja fast jeder - Gott ist toll, aber was die Kirchen draus gemacht haben... Das ist schon klar, wer will schon mit einem Haufen alter, schwarzer und verklemmter, rückständiger und alter Männer in einen Topf geworfen werden? Da trennt man dies doch lieber - aber dann bleibt nichts von einem Gott übrig.
Ist die Frage nach Gott und Religion nicht so ein bisschen wie die Frage mit dem Huhn und dem Ei???
Ich brauche sehr wenig Religion und schon gar keine Kirche, um an Gott zu glauben (ich muss noch nichtmal meine Gebete mit Amen beenden).
Was ist denn dann Religion?
Im Prinzip doch erstmal eine kleine Menge an Leuten, die an das gleiche glaubt. Und DANN erst entstehen Rituale, Schriften, evtl. Bildnisse, etc. und entwickelt sich weiter.
Also wäre doch der Glauben zuerst da, oder?
Übrigens ist Kirche ja auch nicht gleich Kirche. Mit einigen Freikirchen kann ich mich durchaus arrangieren (da gibts ja viele Untschiede) und besuche auch gerne mal einen Gottesdienst oder treffe mich mit Leuten (das sind sogar junge), um über Gott zu sprechen- auch um in der Bibel zu lesen. Aber eben nicht, um sie wörtlich zu interpretieren, sondern um Gleichungen, Symbole zu verstehen und mitzunehmen. Ähnlich wie Geschichten, die man sonst so kennt, aus denen man was mitnimmt - ohne, dass man sie wortwörtlich auseinanderrupft, nach Fehlern sucht und ins Lächerliche zieht.
Und auch bevor ich in diese Freikirche ging, habe ich an Gott geglaubt, ohne dafür eine Kirche besuchen zu müssen oder die Bibel aufzuschlagen (ich hatte noch nichtmal eine)