@ Seth; ... Zitat: "In meinen jetzt bald zehnjährigen Diskussionen über den Glauben habe ich noch nie eine vernunftbezogene miterlebt. Das Thema war, ist und wird wohl immer Gegenstand von persönlichen Belangen bleiben."
Ich gebe Dir recht, wobei der Begriff "vernunftbezogen" diskutabel scheint.
Ebenso zu differenzieren scheint es mir nötig zwischen persönlichem Glauben und dem in den Konfessionen und Institutionen.
Als Atheist interessieren mich psychosoziale Aspekte des Glaubens, seine Entstehung, Geschichte und Gegenwart. Einen gemeinsamen Nenner mit Glauben kann und will ich nicht finden, der mit einem Gläubigen hingegen ist möglich und erwünscht.
Woher jemand die Motivation oder Kraft für sein Handeln bezieht ist eigentlich egal. Menschen handeln und dieses Tun sollte rational sein,humanen Zielen dienen und einer entsprechenden Betrachtung standhalten.
Weniger erquickend finde ich gerade in unserer "Musterdemokratie" den Bezug auf Meinungs- und Religionsfreiheit. Offiziell mögen Staat und Kirche getrennt sein, die Praxis sieht anders aus.
... und dies hat Gründe ! Nicht selten in der Vergangenheit verstand es die weltliche Macht in Symbiose mit Institutionen des Glaubens zu herrschen.
Gerade diesen Aspekt erleben wir auch gegenwärtig, selbst wenn hier und da persönliche Überzeugungen mit Füßen getreten werden.
Wenn in den vergangenen Beiträgen u.a. beklagt wurde, daß "Ungläubige" auf Gläubige herabsehen würden, ist dies nichts anderes als die meinerseits bereits vorher angesprochene Unvereinbarkeit von Idealismus und Materialismus, es gibt keine gemeinsame Basis !
... die Verwendung des Begriffes "Ungläubige"bereitet mir allerdings langsam Unbehagen. Er deutet ein Herabsehen in anderer Richtung an und suggeriert fehlenden Glauben.
...einem Matheeleven, der mirein falsches Ergebnis offeriert,würde ich sagen, schau Dir das Problem erneut an !