Tyra
Sehr aktives Mitglied
Ich sehe keinen Grund Wissenschaft und Glauben zu trennen. Was ja auch genaugenommen gar nicht möglich ist.
finde ich schon wichtig...und möglich ist es auch...in gewissem Maße natürlich.
Ähm und wenn ein Gläubiger allen Ernstes von Gottesbeweisen spricht bestünde in der heutigen Zeit die Gefahr (vgl. Dawkins) als wahnsinnig zu gelten und ggf. falls man davon spricht in echt mit Gott zu reden etc. unter der Diagnose: Psychose in der Psychiatrie landen.
Also mal aus dem Nähkästchen der Uni an der ich arbeite geplaudert: ...ich kenne Wissenschaftler, Geisteswissenschaftler, Naturwissenschaftler die ihren christlichen Glauben durchaus von ihrer Arbeit zu trennen wissen...zumindest im ausreichenden Maße um ihre wissenschaftliche Integrität und ihren Ruf als seriöser Wissenschaftler wahren zu können. Ihren Glauben praktizieren sie dann privat. nach der Arbeit, zu Hause und im Kreise ihrer Familie.
Wenn ein christlich gläubiger Wissenschaftler durchs REM auf die Schönheit fraktaler Zellstrukturen blickt mag er denken: toll was Gott so alles erschaffen hat, aber er läßt diesen Gedanken dann weg und schreibt das nicht in seine allgemeinen Veröffentlichungen. Ein atheistischer Wissenschaftler schaut dann durchs Mikroskop und denkt: toll was die Evolution so hervorgebracht hat und schreibt das auch nicht in seine Veröffentlichung...man reflektiert sich in seiner Arbeit ausreichend selbst und bringt dann das Ergebnis der eigenen Forschung und fertig. So können atheistische und auch christlich Gläubige (oder Moslems oder Andersgläubige) Wissenschaftler in der Regel (Ausnahmen gibt es aber die bestätigen diese Regel 😉)bestens in einem gemeinsamen Bereich = der Wissenschaft kooperieren ohne sich dabei groß mit ihrem Privatglauben dabei gegenseitig auf die Füße zu treten...Nur so ist auch überhaupt wissenschaftlicher Fortschritt (wohin auch immer er uns auch tragen wird) möglich. Unter anderem Kant sei dank ist da mittels der Methode wissenschaftliche Beweise aus dem Glaubensbereich raus zu lassen, also die beiden Felder Glauben und Wissenschaft (ausreichend und etwas sauberer) zu trennen etwas mehr Ruhe in beide Bereiche gekommen...Für die Wissenschaft hat das an sich einen sehr raschen Aufschwung gebracht....
Wenn man sich mal wissenschaftliche Abhandlungen aus den Vorjahrhunderten durchliest erkennt man gravierende Unterschiede...dort wurde sehr häufig der Glaube direkt mit reingebracht....das hat sich jedoch bis hin zur heutigen Zeit stark verändert...mit guten und ggf. auch teilweise nachteiligen Folgen...wer weiss...auf jeden Fall hat es uns den Luxus gebracht heute hier miteinander mittels einer hochkomplexen Technologie miteinander zu kommunizieren.
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