Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Gibt es hier Buddhisten?

  • Starter*in Starter*in Fuechsin
  • Datum Start Datum Start
Das Problem ist, in einem einzigen Einatmen kann ich mich nicht in dieses Gefuehl versenken. Habe ich diese Meditationsanweisung falsch verstanden oder sehe ich das zu verkrampft und muss einfach Geduld haben?
Diese und andere Meditationstechniken erlernt man nicht von heute auf morgen, habe Geduld mit Dir! Buddistische Mönche üben das jeden Tag und das ihr ganzes Leben lang. Der "sitzende Weg" der Mönche ist dabei einfacher, weil sie weniger als wir den weltlichen Dingen anhaften und viel Zeit haben ihren Geist zu schulen. Im normalen Alltag ist das viel schwerer zu integrieren, aber eines brauchen wir alle auf diesem Weg = Geduld!

Denke nicht soviel - spüre nach - auch der Leere! Schicke Deine Gedanken fort. Mir hilft dann immer das Bild von ziehenden Wolken, die wie meine Gedanken kommen und gehen, doch sie sind nicht der Himmel!

Halte das Gefühl nicht fest, dann kann es wieder kommen! Lade es ein, ohne Dich darauf zu versteifen. Mitgefühl wächst nicht nur in der Meditation, es wächst in unserem Alltag. Mache Deine Alltag zur Übung. Je offener wir durch die Welt gehen, desto eher erkennen wir uns selbst und damit auch unsere Gegenüber. Denn Du bist ich und ich bin Du. Daraus entsteht dann wie von selbst das Mitgefühl, weil Buddha in jedem von uns ist, auch in dem obdachlosen Trinker von der Straße.
Dann kommt Dein Mitgefühl aus dem Herzen und nicht aus dem Verstand, weil Du ihn erfühlst und Dich selbst in ihm siehst.

Wenn Du denken möchtest:
Was bedeutet Leid? Erst wenn Du seinen Sinn verstehst, kannst Du es wahrhaft im Kern und mit all seinen Konsequenzen akzeptieren. Ich glaube nicht, dass Du dann Zeit für Schwerfälligkeit hast, denn dann ist die Zeit für tiefgreifende Veränderungen in Dir gekommen. Denn dann folgt die Frage: Warum und wodurch leide ich?
Daraus entsteht ein emotionales Verständnis, auch allen anderen Wesen dieser Welt gegenüber. Mitgefühl!

liebe Grüße
Claris
 
Hallo Füchsin!

Falls unter euch ein Praktizierender ist, koennt ihr mir vielleicht erklaeren wie man Mitgefuehl waehrend der Meditation trainiert?
Vor kurzem dachte ich noch, dass ich vielleicht gar keines mehr in mir haette, aber dann ist mir doch auch wieder aufgefallen dass ich es schon auch fuer gewisse Menschen empfinde. Ich moechte nun aber daran arbeiten, es intensiver und generell und ausnahmslos fuer alle leidenten Menschen empfinden zu koennen.
Wäre es nicht besser, sich aktiv um seine Mitmenschen zu kümmern, statt nur sein Mitgefühl mit ihnen zu kultivieren?
Alle Buddhisten, die ich bisher getroffen habe, hatten eine Leichtigkeit und Froehlichkeit wie ich sie sonst selten erlebt habe. Woher kommt diese, liegt es nur wirklich daran, dass sie ihr Positives und Negatives gleichermassen anzunehmen versuchen?
Kann es wirklich wünschenswert sein, Negatives an sich selbst anzunehmen? Sollte man nicht versuchen, eigene Negativitäten an sich abzubauen?

Und was die Faulheit angeht, so sollte man diese meines Erachten auch bekämpfen. Beim Buddhismus habe ich oft das Gefühl, das Negative Dinge einfach akzeptiert, statt bekämpft werden.
 
Man muss erst erkennen das es etwas negativ ist oder falsch ist und sich dann auf die Suche macht nach anderen Lösungen.Die dann positiv sind.

Es wird bekämpft.
 
Hallo Füchsin!


Wäre es nicht besser, sich aktiv um seine Mitmenschen zu kümmern, statt nur sein Mitgefühl mit ihnen zu kultivieren?

Naja um anderen zu helfen sollte man ja erstmal etwas Mitgefuehl fuer ihre Situation haben.

Kann es wirklich wünschenswert sein, Negatives an sich selbst anzunehmen? Sollte man nicht versuchen, eigene Negativitäten an sich abzubauen?

Und was die Faulheit angeht, so sollte man diese meines Erachten auch bekämpfen. Beim Buddhismus habe ich oft das Gefühl, das Negative Dinge einfach akzeptiert, statt bekämpft werden.

Ich bezweifle, dass du den Buddhismus richtig verstehst. Mit Verdraengung hat das eigentlich nichts zu tun. Ich mache das zwar faelschlicherweise auch, aber das ist ganz sicher nicht die Kernaussage des Buddhismus.
 
Ich bezweifle, dass du den Buddhismus richtig verstehst. Mit Verdraengung hat das eigentlich nichts zu tun. Ich mache das zwar faelschlicherweise auch, aber das ist ganz sicher nicht die Kernaussage des Buddhismus.

Ich denke du liegst da ganz richtig. Um etwas vermeintlich "negatives" in sich zu "beseitigen", muss ich es doch erst einmal akzeptieren, kennenlernen und wissen, worum es sich wirklich handelt und vielleicht auch warum es so ist. Wenn ich es dann kenne und akzeptiere, kann ich mich bemühen, es zu relativieren und es vielleicht sogar nach Möglichkeiten zu "beseitigen".

Mir fallen beim Stichwort "Buddhismus" immer Worte wie Akzeptanz, Gleichmut und Ruhe ein, nix mit Verdrängung oder "Weltflucht" und so. 😉
 
Genau!
Das Problem ist, dass ich es aber tatsaechlich als Verdraengung nutze, und das obwohl ich zig Buecher darueber gelesen habe wie es eignetlich geht, scheine ich es immer noch nicht geschnallt zu haben.
Ich werde jetzt mal in ein Meditationszentrum gehen. So wie ich das jetzt mache, hat das ja keinen Sinn...
 
Genau!
Das Problem ist, dass ich es aber tatsaechlich als Verdraengung nutze, und das obwohl ich zig Buecher darueber gelesen habe wie es eignetlich geht, scheine ich es immer noch nicht geschnallt zu haben.
Ich werde jetzt mal in ein Meditationszentrum gehen. So wie ich das jetzt mache, hat das ja keinen Sinn...

Ich bezeichne mich übrigens nicht als Buddhist, hab auch nur einige Bücher gelesen und verstehe daher auch noch nicht alles, kann noch nicht alles soooo nachvollziehen. 😉

Aber vielleicht liegt dein Haken da, dass du dich tatsächlich unter Druck setzt und "verkrampft" etwas erreichen möchtest? Im Zusammenhang mit dem Buddhismus sagt "man" ja auch, dass wenn man der Weisheit hinterherjagt, man gerade am weitesten davor entfernt ist?

Vielleicht ist das "werden" auch hier sinnvoller und ergiebiger, als das Ersehnte schon erreicht zu haben?
 
Genau!
Das Problem ist, dass ich es aber tatsaechlich als Verdraengung nutze, und das obwohl ich zig Buecher darueber gelesen habe wie es eignetlich geht, scheine ich es immer noch nicht geschnallt zu haben.
Ich werde jetzt mal in ein Meditationszentrum gehen. So wie ich das jetzt mache, hat das ja keinen Sinn...
Hallo Fuechsin!

Ich rate einfach dazu, sich zu überlegen, ob einem etwas daran liegt, die negativen Dinge des Lebens zu bekämpfen. Wenn man sich gegen dieselben auflehnen will - was eigentlich Ausdruck einer gesunden Psyche ist - dann sollte man nicht eine Weltanschauung wählen, die sich lediglich darauf beschränkt, die negativen Verhältnisse gelassener zu betrachten, aber nichts an denen wirklich zu ändern. Ansonsten wird man innerpsychisch auf einen Konflikt zusteuern.

Leider habe ich den Buddhismus oft als weltflüchtige Weltanschauung (die Bezeichnung "Religion" verdient diese Weltanschauung in meinen Augen nicht) erlebt. Für eine verarmte indische Bevölkerung vielleicht das richtige, nicht aber für westlich orientierte Menschen in reichen Ländern wie der Bundesrepublik. Wir haben eigentlich die Kraft und damit die Pflicht, uns aktiv mit den Widrigkeiten des Lebens auseinanderzusetzen und nicht vor ihnen zu flüchten. Wir müssen Verantwortung übernehmen, weil wir es können.
 
Also dass Buddhisten keine Verantwortung uebernehmen stimmt nicht!!
Es geht gerade darum Verantwortung im Hier und Jetzt zu uebernehmen! Jeden Moment intensiv zu erleben und fuer sein eigenes Glueck und das anderer Einzustehen.

Wer sich nicht mit dem Negativen auseinander setzt kann auch nicht das Positive geniessen. Das ist die Philosophie des Buddhismus. Es ist ganz sicher kein Weglaufen, es geht darum vollkommen da zu sein und in schwierigen Situation nicht davon zu laufen.

Buddha hat direkt das Leid gesucht um sich konstruktiv davon zu loesen.
Ein Schriftstueck besagt, dass er als ein Moench verwundet war alle anderen zum Meditieren ging. Buddha aber hat zuerst den Verletzten versorgt. Er hat nichts verdraengt, er war wachsam und hat daran gearbeitet sein Mitgefuehl fuer andere zu erweitern und zu helfen wann immer er konnte.

http://www.youtube.com/watch?v=oJsXEFY17Mc

leider in English, aber hier wird erklaert, warum man vor Leid nciht weglaufen kann. Wuerds gerne uebersetzen bin aber zimlich muede. werds spaeter aber noch machen...
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben