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Gescheiterte Ehe, bevor sie überhaupt begann

Dann LASS IHN LOS, versuche es zumindest! Such nicht den Kontakt zu ihm und lass ihn sein Ding machen. Dass das alles weh tut, ist klar. Du hattest andere Erwartungen, du hast dir ein anderes Leben mit ihm gewünscht und nun bist du allein mit dem Kind.
Aber durch den Schmerz musst du durch, das dauert. Hast ja schon begonnen, dir dein Leben neu zu organisieren, das ist gut. Aber natürlich wird es noch lange Zeit weh tun, da hilft keine Therapie. Das Wichtigste ist, dass du ihn losläßt und dich auf deine kleine Familie konzentrierst.
 
lebenszauber, ich hab ja schon gesagt, dass das nicht das ist, womit ich die Probleme habe ...

Aber wahrscheinlich ist es schwer, nachzuvollziehen, was genau ich suche, wenn man nicht in einer ähnlichen Situation war.
 
lebenszauber, ich hab ja schon gesagt, dass das nicht das ist, womit ich die Probleme habe ...

Aber wahrscheinlich ist es schwer, nachzuvollziehen, was genau ich suche, wenn man nicht in einer ähnlichen Situation war.

WAS genau suchst du denn? Dass alles wieder gut wird? Das wird es nicht. Dass ihr friedlichen Kontakt habt? Das wird es auch nicht im Moment. Dass du den Schmerz über deine Enttäuschung ausschalten kannst? Geht leider nicht so schnell ...
 
Ich könnte mir vorstellen, dass Dein größtes Problem ist, dass Du nicht weißt, warum es so ist wie es ist. Das macht Dich hilflos und anstatt wütend zu werden, wirst Du traurig. Eine gern gebrauchte Umlenkung von Gefühlen. Du empfindest Dich als ungerecht behandelt, was ja auch so ist und Du willst es verstehen. Dabei hilft er Dir aber nicht, das hält Dich in der Spannung und Trauer weiter fest.

Es bleibt nur - loslassen. Dann verstehst Du es eben nicht. Musst Du auch nicht, auch wenn Du es nachvollziehbar möchtest. Es ist wie es ist, also richte Dich jetzt für Dich selbst und Dein Kind ein. Hechele ihm nicht mehr nach, stell keine Ansprüche, die er sowieso nicht erfüllt und wo ihn auch kein Mensch dazu zwingen kann. Außer natürlich dem Unterhalt für das Kind. Die Geschichte an sich ist vorbei, halte sie mit nichts aufrecht. Es wird sich nicht ändern.

Lerne, wütend zu sein. Lass Deine Gefühle zu und sag Dir, Du kannst diese Situation mit ihm nicht ändern. Du kannst ihn auch nicht dazu zwingen, eine Beziehung zu Eurem Kind zu haben. Du kannst es Dir nur wünschen. Er muss es aber selbst entscheiden, er muss selbst kommen (wollen). Drücke die Unterhaltsforderungen durch und lass ihn los.

Lieben Gruß, kiablue
 
Hallo,

du machst einen vernünftigen, starken und verantwortungsvollen Eindruck. Aber auch nur wenn man nicht genauer liest was du wirklich geschrieben hast. 🙁

Wir wissen nicht wieso er sich derart verhält und weshalb er sich plötzlich, exakt nach Heirat und Scheidung um nichts mehr kümmert was "euch" angeht! Wenn nichts vorgefallen ist, muss er vorher genauso gewesen sein.

Ebenfalls würde ich gerne wissen, wie seine aktuelle Wohnsituation ist wenn er ja nicht bei dir wohnt. Zahlt er da wo er jetzt ist keine Miete? Hätte er seinen Anteil an der gemeinsamen Wohnung während des Studiums überhaupt leisten können?

Und den ultimativen Punkt welcher mir Rätsel aufgibt: Du heiratest und lässt dich schwängern von einem Mann, mit dem du nichtmal einen normalen Beziehungsalltag innerhalb eigener vier Wände, die ihr beide bewohnt, kennenlerntest? Dann berichtest du auch noch von einem Wunschkind, während der Vater nichtmal mit beiden Beinen finanziell auf dem Boden angekommen ist? Der keineswegs gefestigt im Leben steht, aber bereits einen Ring am Finger trägt und Nachwuchs hat.

Was ist denn da bei euch los? 😕



@ zierliche

Schulden, auch innerhalb einer Ehe, macht jeder selbst! Da muss der andere nicht haften. Nur für Dinge die Beide unterschrieben haben. ( zb. Mietvertrag )
 
lebenszauber, ich schrieb ja schon, dass ich Wege suche, mit dem Schmerz umzugehen - und eben in solchen kritischen Situationen, wo ich allein bin, nachdenke und traurig werde - oder wo ich auf einen Schmerzauslöser stoße, nicht zu verzweifeln.

Ja, ich denke, ihr habt ein paar sehr gute Sachen angesprochen, auf die ich achten will ...

1. verzeihen, nicht vergessen
2. in schweren Momenten Dinge zum Auspowern suchen (raus gehen, laufen, malen, Musik, mit jemandem reden, die Gedanken und Gefühle aufschreiben, mir Zeit und Freiheit geben, wütend zu sein)
3. akzeptieren, dass ich nicht verstehen kann, wieso er sich so verhält - und dass ich nichts ändern kann (außer eben, das beste aus meinem und dem Leben meines Sohnes zu machen)
4. weiterhin schauen, dass ich die sozialen Kontakte pflege - und auch mal ein bisschen Verantwortung (das Kind) abgeben kann.

Also - danke euch!

Wer noch Tipps oder Gedanken beizutragen hat: nur zu - ich freue mich drüber.
 
Portion Control,

ich kann es dir auf diesem Wege nur unvollkommen erklären, da es sonst Seiten umfassen würde - aber ich versuchs mal.

Ich bin ein Mensch, dem lange Zeit im Leben alles recht leicht fiel.

Als ich einen Ausbildungsabschnitt erreichte, bei dem sich dies änderte, d.h., als ich an meine Leistungsgrenze und auch eine Grenze meiner eigenen Persönlichkeit kam, lernte ich meinen Mann kennen. Er fing mich auf. Er tat mir unendlich gut. Er wirkte stark. Er war in einer Lebensphase, in der er grad einen sehr schweren Schritt überwunden hatte - und viel emotionalen Schwung mitbrachte.

Ich kämpfte mich - mit seiner und der HIlfe anderer Leute, auch mit Hilfe der Psychotherapeutin - durch den letzten Ausbildungsabschnitt - und bestand das Staatsexamen, was ich niemals mehr für möglich gehalten hatte.

Alles schien gut. Wir planten unsere Hochzeit ... dann bekam ich ein Jobangebot in einem anderen Ort. Er sagte: "Nimm das an, ich komme mit!" Ich kannte ihn nicht gut genug, um zu wissen, dass er eigentlich riesengroße Angst vor neuen Schritten hat - und dass er genauso wie bereits vor unserem Kennenlernen wieder ins Schlingern geraten würde. Soll heißen: was er überwunden hatte, war seine Bachelorarbeit - aber es fehlten noch 2 kleine Hausarbeiten. Ich dachte, seine Therapie hat ihm geholfen - und die beiden Arbeiten wären nur noch ein Klacks - so sagte er es auch immer. Er sagte viel - und tat meist das Gegenteil ... das merkte ich aber er, nachdem wir verheiratet waren ... zuvor war er ein völlig anderer Mensch - so schien es mir zumindest.

Also - er hat schon vor unserem Kennenlernen mit sich selbst und dem Studium Probleme gehabt - Angst vor Veränderungen, vor zwischenmenschlichen Problemen ... aber er hat das eben alles sehr, sehr erfolgreich vertuscht - oder ich war zu dumm und blauäugig.

Ich denke, er hat sich tatsächlich gewünscht, dass es funktioniert - mit der Familie. Aber er hat schnell gemerkt, dass er den Anforderungen nicht gewachsen ist, dass er sein Junggesellenleben zu sehr liebt, dass er Angst vorm Arbeiten hat. Angst davor, dass nicht mehr sein Vater seinen Lebensunterhalt bezahlt (er ist übrigens 33), sondern er selbst die Verantwortung übernehmen muss. Und das nicht mal nur für sich selbst, sondern irgendwie auch noch für Frau und Kind.

Ich bin tatsächlich ein starker Mensch ... und ich hab versucht, ihm Zeit zu geben ... hab erstmal die Miete in der gemeinsamen Wohnung allein bezahlt, damit er sich in Ruhe umstellen kann. Aber bei ihm kam keine Veränderung. Immer nur, wenn ich oder die Umstände (Semesterende oder sein Vater z.B.) Druck ausübte, kam so ein klitzekleiner Schritt nach vorn ... aber meist dann auch wieder der Rückzug.

Alle Differenzen, alles Schwere hätten mich nicht umgehaun oder von ihm weggetrieben - aber ich merkte, dass er sich immer nur um sich drehte - und sich daran nichts änderte ... ich ging Schritte auf ihn zu ... und wenn ich meine Bedürfnisse ansprach - dass mir auch mal was zu viel ist, dann wurde er wütend oder ignorierte mich einfach.

Ich hab mich auf seine Worte verlassen. Er hat den Vertrag mit unterschrieben und mich jeden Tag, jede Woche, jeden Monat vertröstet ... er käme schon nach, er bräuchte noch Zeit. Für mich wurde alles immer schwerer ... ich musste sehen, wie ich hochschwanger die gebraucht gekauften Kindersachen (Bett, Wickelkommode ...) in die Wohnung bekomme ... und er war einfach weg. Das hätte ich vielleicht sogar auch noch verkraftet, wenn da wenigstens ein emotionaler ZUsammenhalt gewesen wäre - und er wenigstens verstanden hätte, wie schwer es für mich war - aber er hat es ignoriert. Er hat die Zeit verstreichen lassen - und auch sein Studium nicht weitergemacht ...

Er wohnt in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung und bekommt Geld von seinem Vater dafür. Mit diesem Geld hätte er problemlos seinen Anteil hier zahlen können ... bzw. wenn er wenigstens praktische Hilfe geleistet hätte, hätte ich auch gar nicht so aufs Geld gepocht, sondern gern so sparsam gelebt ... dann hätte ich ja dafür auch etwas bekommen.

Hochzeit und Zusammenzug waren quasi für denselben Monat geplant ... ich hab mich einfach drauf verlassen, was er sagte. Ich habe zuvor niemals einen Menschen kennengelernt, der so wenig zu dem steht, was er sagt - der oftmals sogar genau das Gegenteil tut.

So, nun weißt du so grob, was bei mir los ist.
 
Hallo,

du machst einen vernünftigen, starken und verantwortungsvollen Eindruck. Aber auch nur wenn man nicht genauer liest was du wirklich geschrieben hast. 🙁

Wir wissen nicht wieso er sich derart verhält und weshalb er sich plötzlich, exakt nach Heirat und Scheidung um nichts mehr kümmert was "euch" angeht! Wenn nichts vorgefallen ist, muss er vorher genauso gewesen sein.

Ebenfalls würde ich gerne wissen, wie seine aktuelle Wohnsituation ist wenn er ja nicht bei dir wohnt. Zahlt er da wo er jetzt ist keine Miete? Hätte er seinen Anteil an der gemeinsamen Wohnung während des Studiums überhaupt leisten können?

Und den ultimativen Punkt welcher mir Rätsel aufgibt: Du heiratest und lässt dich schwängern von einem Mann, mit dem du nichtmal einen normalen Beziehungsalltag innerhalb eigener vier Wände, die ihr beide bewohnt, kennenlerntest? Dann berichtest du auch noch von einem Wunschkind, während der Vater nichtmal mit beiden Beinen finanziell auf dem Boden angekommen ist? Der keineswegs gefestigt im Leben steht, aber bereits einen Ring am Finger trägt und Nachwuchs hat.

Was ist denn da bei euch los? 😕



@ zierliche

Schulden, auch innerhalb einer Ehe, macht jeder selbst! Da muss der andere nicht haften. Nur für Dinge die Beide unterschrieben haben. ( zb. Mietvertrag )

Danke ...
 
Hallo ImmerMeer

Du bist ein Mensch dem bisher alles ziemlich leicht fiel. Als du dann an deine Grenzen gekommen bist und rödeln musstest, konntest du es ohne fremde Hilfe nicht.

Da fing er dich auf, mit seinem emotionalen Schwung. Er war in diesem Moment eine fremde Hilfe. Diese fremde Hilfe hast du dann zu deinem Liebes- und Ehepartner gemacht. Wohl in der Hoffnung, dass so eine neuerliche Grenzsituation nicht mehr auftreten wird, man mit besagtem emotionalem Schwung sorgenfrei durchs Leben gehen würde.

Ebenso hast du ihm geholfen, in vielerlei Art und Weise.

So kann man sagen, dass da zwei Hilfsbedürftige eine abhängig/helfende Beziehung aufgebaut haben. Die Hoffnung bestand wohl darin, dass auf diese Art und Weise immer Hilfe da sei.

Natürlich hilft und unterstützt man sich in einer Liebesbeziehung, aber das ist niemals der Hautpzweck der Sache, denn niemand kann dauernd helfen, selbst aus Liebe nicht. Und helfen kann man anderen Menschen nur, wenn man selber keine Hilfe benötigt. Auch kann man andere Menschen nur lieben wenn man Hilfe nicht nötig hat, sozusagen mit beiden Beinen im Leben steht und für sich selber sorgen kann.

Für sich selber sorgen konntet ihr beide nicht und seid gerade deswegen diese Beziehung eingegangen.

So wie du es beschreibst hast du sehr viel alleine gestemmt, riesige Schritte gemacht, gegen die deine Probleme mit dem Staatsexamen damals, lulli sind. Alleine dafür, für diese Veränderung, gebührt dir große Hochachtung. Diese Hochachtung und den Stolz auf die erworbenen oder schon dagewesenen Fähigkeiten solltest du dir selber sehr sehr hoch anrechnen. Damit hast du bewiesen, dass du mit großen Problemen und dem praktischen Leben fertig wirst.

Leider entspricht das wohl nicht deinem inneren Wesen, das es mehr gewohnt ist leicht und spielerisch mit allem fertig zu werden und das immer auf Hilfe zählen konnte (nehme ich mal an) und jedem durch eben dieses innere Wesen Hilfe und Zuversicht spenden konnte. Dieses innere Wesen und die Situation in der du dich wohlfühlst und alles klappt (vielleicht die Situation in der deiner Herkunftsfamilie) wünschen sich nun die behütete Situation zurück, in der du in einer Umgebung mit emotionaler Zuversicht aufblühen kannst. Du verstehst es nicht und gibts dauernd dir noch die Schuld, so nach dem Motto es hätte doch wie früher, es hätte doch so schön sein können, wenn ich nicht .......

Du bist nicht selber daran Schuld, dass du mit vielen Schmerzen ins richtige Leben eingetreten bist, aber du hast es geschafft. Du brauchst ihn nicht mehr. Er konnte dir nie helfen und du konntest ihm nie helfen. Du hast dir selber geholfen und so etwas ist unbezahlbar.
 

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