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Geplante Veränderung des Opfer-Entschädigung-Gesetzes

Hallo,

weiß jemand zufällig was mit den Leuten ist, die OEG nach 10a erhalten?

10a ist ja einkommensabhängig, was bekommen die an Grundrente?

Bei 10a bekommt man Grundrente ab einen GdS v. 50, Ausgleichsrente bei Bedarf, keinen Berufsschadenausgleich.

Lt. dem Entwurf konnte ich nicht rauslesen, was mit OEG 10a ist.

Danke für eure Hilfe u. viele Grüße
Poldinchen
 

@Weltenbummler25

Ich will dir ja nicht das Wort im Munde verdrehen, aber du schreibst ja selber


um zu retten, was noch zu retten ist


Man bekommt die Vermutung, das der Landschaftsverband den Gewaltopfern jeglichen Handlungsspielraum nehmen möchte, so dass die Opfer immer unter ihren Fittichen bleiben. Man sieht es ja auch ganz gut daran, dass zukünftig die Opfer alle 5 Jahre einen neuen Antrag stellen müssen und jeder weiss, wer einen Antrag nach Opferentschädigung gestellt hat, hat lange nicht das bekommen was einem zusteht. Hier kann man ja von sehr starken Differenzen im GdS ausgehen. Zudem sollen dann auch die Prozente des GdS zusammengezogen werden, bedeutet, dass das OEG von den Opfer-Verbänden komplett neu ausgerichtet werden müsste, denn z.B. ein GdS von 70 und 80 unterscheidet sich drastisch in der Schwere. Der harte Kampf ----- der wiederkehrend nach den fünfjährigen Anträgen auf uns zu käme, ist zermürbend, unzumutbar und auch opferverachtend, insbesondere für "Altfälle" ! ! Weiter darf kein Verschlimmerungsantrag innerhalb der 5 Jahre gestellt werden u.a..
Ich kann im neuen Gesetz kaum etwas positives entnehmen. Dein Optimismus in allen Ehren, aber die Realität zeigt doch schon aktuell wohin die Reise gehen soll. Erfahrungen prägen.

LG

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Landschaftsverband neue opferfreundliche Änderungen im bevorstehenden Gesetz 2022 vornehmen wird, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.
 
Es ist furchtbar, wie die Ämter mit den Opfern umgehen, das haben sie mit mir auch gemacht. Die wissen selber nicht, was sie da tun, und was diese maßlose Härte mit den Opfern macht, das macht einen sprachlos, nur um nichts zahlen zu müssen. Ich habe allerdings kein Interesse, das einfach so hinzunehmen, wenn es schon diese Tagung geben wird, werde ich hingehen. Sie ist ha dafur da, um sich auszutauschen.

Ich habe wenig Zuversicht, ich bin kein optimistischer Mensch, den Glauben an mich selbst haben mir die Täter leider weitestgehend weggenommen. Traurig, aber wahr.

Ich möchte hier einige Dinge korrigieren. Es entscheidet hier nicht der Landschaftsverband, sondern das Ministerium für Arbeit und Soziales, und in erster Linie die Bundesregierung als das gesetzgebende Organ. Sie wird das Gesetz verabschieden, der Landschaftsverband hat keine Befugnis, die Gesetze zu verändern. Die Auseinandersetzung ist mit dem BMAS und dem Land und dafür zuständige Abgeordneten aus Bund und dem eigeen Land zu führen, da gibt es schon die Möglichkeit, etwas zu ändern.

Das BMAS will grundsätzlich nicht den Opfern schaden, das sieht man daran, daß sie argumentiert haben, daß sie die Opfer schützen wollen, indem sie von der 2-Jahres-Regelung abweichen, und alle 5 Jahre Gutachten ansetzen wollen. Nur: in Ausnahmefällen haben die Ämter darauf verzichtet, und das ist das Ärgerliche daran, jetzt können sie nicht mehr auf Gutachten verzichten. Das allerdings die Ämter auf Gutachten verzichten und verzichtet haben, ist im Grunde positiv und wohlwollend gewesen, eines der wenigen guten Aktionen.

Und die Regierung will die Höhe der Grundrenten anheben, diese werden nicht angerechnet. Neben der Grundrente wird es BSA geben . BSA heißt dann anderes, also es wird mehr Geld durch Grundrente und dem BSA geben, der dann anders heißen wird.

Ich habe mit dem Satz, retten, was zu retten ist, nicht gesagt, daß alles, wirklich alles so schlecht ist. Ein paar Dinge sind okay. Ich habe mich auch nicht mit allem beschäftigt.

Aber insgesamt muß ich doch den Kopf schütteln. Die wollen ein gutes, gewachsenes Sytem doch erheblich verändern. Es wäre eigentlich schön, wenn jeder, den es betrifft, darüber eine Info bekäme, und wenn dann 5000 bis
10 000 Opfer jedes Quartal demonstrieren würden, wäre das schon interessant.

Eigentlich ging der Impuls auch vom Mißbrauchsbeauftragten aus, das Gesetz sinnvoller zu gestalten, die Begutachtungen traumazentriert und fair zu führen. Es ist ein Skandal, daß sie das nicht angerührt haben. Ich habe da nichts gefunden, im Gegenteil müssen wir noch mehr Angst haben. Aber: Nur wir können darauf hinweisen, wer sonst? Ich gebe in der Tat nicht auf, und auch wenn ich verliere, habe ich wenigstens etwas versucht, das hinterläßt immer etwas Kraftvolles in einem. Mich kriegen sie nicht klein. Ich will nur sagen, bitte gebt nicht auf. Laßt euch nicht das nicht bieten, ihr seid nicht allein.

In einem anderen Forum haben viele regelmäßig die zuständigen Stellen wie BMAS angeschrieben, es ging um eine geplante Gesetzesänderung, und wir haben immer Antworten bekommen, meistens positive Resonanz gefunden. Das Thema war nicht OEG, etwas anderes, etwas was mich auch betrifft. Ich war überrascht, wie einfach das war, und könnte mir vorstellen, daß das hier auch der Fall sein wird. Es ist für das BMAS durchaus bemerkenswert, wenn regelmäßig verschiedene Opfer auf bestimmte Dinge immer wieder hinweisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe heute das Ministerium auf die Mißstände bei Begutachtungen aufmerksam gemacht, um die Erhaltung des Bestandsschtzes gebeten, und auf die Erfordernis einer traumazentrierten Begutachtung durch Externe hingewiesen. Wenn eine Antwort kommt, melde ich mich. Dann habe ch den Weißen Ring angeschrieben, und gefragt ob eine Veranstaltung für Opfer möglich ist. Ich habe von dem Mißbrauchsbeauftragten per E-Mail erfahren, daß der Entwurf im April in den parlamentarischen, politischen Gesetzgebungsprozeß eingehen wird, und der Betroffenenrat kleine Erfolge erzielen konnte, weiter daran arbeiten und Interessenten darüber informieren will. Ich melde mich, wenn es neues gibt.
 
Bitte nimmt euch doch bitte ein Herz und schreibt doch an den BMAS über das Formular im Internet. Es ist schwierig, wenn ich der einzige bin. Das kostet nur 10 Minuten. Wenn neben mir zumindest noch 2-3 schreiben, oder mehr, dann hat es mehr Nachdruck.

Ich habe mich auf die Gutachten konzentriert, darauf aufmerksam gemacht, daß es wichtig ist, daß diese fair und traumazentriert und geschützt ablaufen sollten, am besten von Externen, daß in irgendeiner Form Schutz vor willkürlichen Entscheidungen eingebaut werden sollte, um nicht klagen zu müssen, habe vorgeschlagen, Berichte von Therapeuten miteinzubeziehen. Daß viel getan wird, um Ansprüche abzuwehren, daher viel Angst bei anerkannten Opfern da ist, aufgrund der schlechten Erfahrungen. Und daß es wichtig ist, einen Bestandsschutz zu erhalten nach 62 BVG, um nicht auch noch im hohen Alter ständig immer wieder begutachtet zu werden, mit dem Risiko, alles zu verlieren.Daß es nach dem alten System in Ausnahmefällen ein Verzicht auf Gutachten möglich war, bei sehr schweren jahrzehntelangen Traumaerkrankungen. Ihr könnt das auch weitestgehend übernehmen.

Ich brauche Unterstützung, wenn das eine Chance haben soll, und es dient euch selbst und allen Betroffenen.
 

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