Es ist furchtbar, wie die Ämter mit den Opfern umgehen, das haben sie mit mir auch gemacht. Die wissen selber nicht, was sie da tun, und was diese maßlose Härte mit den Opfern macht, das macht einen sprachlos, nur um nichts zahlen zu müssen. Ich habe allerdings kein Interesse, das einfach so hinzunehmen, wenn es schon diese Tagung geben wird, werde ich hingehen. Sie ist ha dafur da, um sich auszutauschen.
Ich habe wenig Zuversicht, ich bin kein optimistischer Mensch, den Glauben an mich selbst haben mir die Täter leider weitestgehend weggenommen. Traurig, aber wahr.
Ich möchte hier einige Dinge korrigieren. Es entscheidet hier nicht der Landschaftsverband, sondern das Ministerium für Arbeit und Soziales, und in erster Linie die Bundesregierung als das gesetzgebende Organ. Sie wird das Gesetz verabschieden, der Landschaftsverband hat keine Befugnis, die Gesetze zu verändern. Die Auseinandersetzung ist mit dem BMAS und dem Land und dafür zuständige Abgeordneten aus Bund und dem eigeen Land zu führen, da gibt es schon die Möglichkeit, etwas zu ändern.
Das BMAS will grundsätzlich nicht den Opfern schaden, das sieht man daran, daß sie argumentiert haben, daß sie die Opfer schützen wollen, indem sie von der 2-Jahres-Regelung abweichen, und alle 5 Jahre Gutachten ansetzen wollen. Nur: in Ausnahmefällen haben die Ämter darauf verzichtet, und das ist das Ärgerliche daran, jetzt können sie nicht mehr auf Gutachten verzichten. Das allerdings die Ämter auf Gutachten verzichten und verzichtet haben, ist im Grunde positiv und wohlwollend gewesen, eines der wenigen guten Aktionen.
Und die Regierung will die Höhe der Grundrenten anheben, diese werden nicht angerechnet. Neben der Grundrente wird es BSA geben . BSA heißt dann anderes, also es wird mehr Geld durch Grundrente und dem BSA geben, der dann anders heißen wird.
Ich habe mit dem Satz, retten, was zu retten ist, nicht gesagt, daß alles, wirklich alles so schlecht ist. Ein paar Dinge sind okay. Ich habe mich auch nicht mit allem beschäftigt.
Aber insgesamt muß ich doch den Kopf schütteln. Die wollen ein gutes, gewachsenes Sytem doch erheblich verändern. Es wäre eigentlich schön, wenn jeder, den es betrifft, darüber eine Info bekäme, und wenn dann 5000 bis
10 000 Opfer jedes Quartal demonstrieren würden, wäre das schon interessant.
Eigentlich ging der Impuls auch vom Mißbrauchsbeauftragten aus, das Gesetz sinnvoller zu gestalten, die Begutachtungen traumazentriert und fair zu führen. Es ist ein Skandal, daß sie das nicht angerührt haben. Ich habe da nichts gefunden, im Gegenteil müssen wir noch mehr Angst haben. Aber: Nur wir können darauf hinweisen, wer sonst? Ich gebe in der Tat nicht auf, und auch wenn ich verliere, habe ich wenigstens etwas versucht, das hinterläßt immer etwas Kraftvolles in einem. Mich kriegen sie nicht klein. Ich will nur sagen, bitte gebt nicht auf. Laßt euch nicht das nicht bieten, ihr seid nicht allein.
In einem anderen Forum haben viele regelmäßig die zuständigen Stellen wie BMAS angeschrieben, es ging um eine geplante Gesetzesänderung, und wir haben immer Antworten bekommen, meistens positive Resonanz gefunden. Das Thema war nicht OEG, etwas anderes, etwas was mich auch betrifft. Ich war überrascht, wie einfach das war, und könnte mir vorstellen, daß das hier auch der Fall sein wird. Es ist für das BMAS durchaus bemerkenswert, wenn regelmäßig verschiedene Opfer auf bestimmte Dinge immer wieder hinweisen.