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Geht´s uns denn wirklich sooo schlecht?

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Hallo zusammen,

ich bin heute zum ersten Mal hier und habe genau dieses Thema in meinen Antworten angesprochen. Wenn ich mir die vielen Beiträge hier anschaue, dann hat das mit der Realität nicht viel zu tun.

Natürlich ist es richtig, daß wir einen Reallohnverlust haben. Es ist wahr, daß Politiker ihre Diäten um 9% erhöhen und die gleichen Poliker - Herr Minister Schäuble als Arbeitgebervertreter im öffentlichen Dienst - eine Lohnerhöhung bei dem kleinen Mann um 8% ablehnt und stattdessen 5% über zwei Jahre verteilt und Mehrarbeit als sehr großzügig empfindet. Unsere Politiker predigen Wasser und trinken Wein.

Nur wer wählt denn diese Politiker? Abgeordnete? Parteien? Seit Jahren die gleichen Gesichter in verschiedenen Rollen?

DU!

Die Politikverdrossenheit, also fehlendes Interesse an Politik und auch an unserer Gesellschaft nimmt immer mehr zu. Das Jammern wird immer lauter und wer tut etwas dagegen? "Du bist Deutschland" - diese private Initiative für mehr Verantwortungsgefühl ist dringend notwendig. Jammern hilft nicht, tu etwas dagegen. Die Gewerkschaften, daß sind die, die für die Löhne kämpfen, haben immer weniger Mitglieder. Arbeiter haben keine Lust zu streiken und bleiben zu Hause - damit meine ich nicht Nokia, sondern die normalen Streiks während der Tarifverhandlungen. Wenn die Lokführer für mehr Lohn kämpfen, und gerade sie haben mit 11% mehr ein Zeichen für andere gesetzt, dann gibt es viele Menschen, die das nicht verstehen. Klar, dann muß man sich ja bewegen, organisieren, Fahrgemeinschaften bilden, mit dem Fahrrad fahren, einen Tag Urlaub nehmen, sich durch das Chaos durchwurschteln - Streik ist doof, aber woher sollen dann höhere Löhne kommen? Darüber machen sich die wenigsten Gedanken, wenn sie den Streikenden vor laufender Fernsehkamera in den Rücken fallen. Das dieser Streik richtungsweisend für alle kommenden und aktuellen Tarifverhandlungen war und dadurch auch die eigenen Löhne anstatt wie immer um 1,5% in diesen Tagen um 8% steigen, daß haben die wenigsten verstanden. Ohne Interesse an Politik, Gesellschaft und Gemeinschaft mit fehlendem Zusammenhalt aller Arbeiter und Angestellten wird sich nichts verändern.

Aber es ist ja auch viel bequemer auf der Couch zu liegen anstatt auf die Straße zu gehen. Da lässt es sich auch viel gemütlicher über Poltiker, Vorstandsvorsitzende und die Globalisierung jammern. Gleichgültigkeit kennt keine Grenzen.

Gruß,

Dominik aus Mönchengladbach.

diesen Text habe ich als Gast geschrieben ................ vor 5 Minuten *grins*
 
Ich glaube hier werden zwei Themen durcheinander geworfen. Einmal hier und das Thema wegen dem Unterhalt.

Von mir aus verurteilt mich, schlagt mich, macht sonstwas mit mir. Soll mir recht sein.

Aber..........ich frage mich wie es möglich sein kann, dass Menschen verbal ausrasten, weil man ihre "Hilfe" nicht annimmt?

Hab ich irgendwo konrekt! um Hilfe gebeten???

Hab ich nicht!
Ich habe auch Niemanden hier direkt und persönlich angegriffen!!

Ich habe mich und meine Sichtweisen erklärt - mehr nicht.

Und
 
falsche Taste gedrückt - sorry.

Und selbst wenn ich zu -in Euren Augen- zu dickschädelig zu doof oder sonstwas "wäre", das ist dennoch kein Grund für solche "Ausraster".

Ich habe erklärt und erklärt und erklärt.....das sind Erklärungen - keine Reiszwecken.
 
Ich finde es nicht gut, wie jetzt alle aufeinander rumhacken. Das angesprochene Thema scheint in sich sehr diffizil zu sein.

Ich kann Catherines Problem nachvollziehen, denn das passiert mir auch manchmal. Sie versucht ihre Meinung über einen Zustand zu erläutern und würzt diese Erläuterungen mit eigenen Erfahrungsberichten. D.h. im Prinzip nur, sie kann das Jammern und Beschweren anderer Leute sehr wohl nachvollziehen, da sie in einigen Berührungspunkten ähnliches erlebt hat. Das bedeutet keinesfalls, dass ihr augenblicklicher Zustand tatsächlich so aussehen muss. Diese Art der Argumentation, das habe ich öfter schon selbst erlebt, kann für andere nur schwer nachvollziehbar sein und teilweise auch völlig unsinnig erscheinen.

Zum Beispiel in bezug auf das Threadthema:
Mir und meinem Mann geht es zwar nicht gerade wonneproppen super gut, aber auch nicht unbedingt schlecht. Wir haben das, was man wohl einen soliden Lebensstandard nennt. Dennoch kann ich mich aufregen, wenn ich sehe, wieviel in Deutschland den Bach runter geht. Ich kann mich darüber aufregen, dass es einen Haufen Leute gibt, die das Sozialsystem ausnutzen und damit denen, die wirklich darauf angewiesen sind, das Leben unglaublich schwer machen, weil ihnen keiner mehr glaubt. Ich kann mich darüber aufregen, dass die Lohnerhöhung meines Mannes gänzlich von gestiegenen Preisen für Gas, Strom, Lebensmitteln und Sprit drauf gehen und am Monatsende effektiv weniger aufs Konto kommt wie vorher. Ich kann mich darüber aufregen, wenn Kinder ausgegrenzt werden, weil sie keine teuren Designerklamotten oder ähnliche unwichtige Statusdinge besitzen. Ich kann mich darüber aufregen, dass man sich die Attentäter aus der Münchener U-Bahn nicht richtig zu bestrafen traut, weil alle Welt sonst wieder über Nazi-Deutschland schimpft. Ich kann mich darüber aufregen, dass Bestrebungen im Gange sind, unsere Demokratie in einen präventiven Überwachungsstaat umzuwandeln.

Ja ich bin eine Nörglerin im Sinne des Threaderstellers. Aber ich sehe es nicht ein, angesichts dieser heftigen und gewaltigen Probleme zu schweigen. Ich bin ein mündiger Bürger und habe das Recht und die Verpflichtung mich öffentlich darüber zu äussern und geeignete Gegenmaßnahmen in Form von Meinungsaustausch und Wahlverhalten zu ergreifen.

Aber, um nochmal kurz auf Catherines Problem zurück zu kommen, ich bin weder Topmanager, noch Hartz4-Empfänger, noch Kind, noch Nazi, noch Angehöriger des alten Mannes aus der U-Bahn, noch Terrorist oder was weiss ich noch alles. Aber trotzdem kann ich mich legitim über die Dinge beschweren, die meiner Meinung nach schief laufen.

Und nun vertragt euch wieder und diskutiert in Ruhe und sachlich, denn ich persönlich finde das Thema an sich sehr interessant.
 
Zu den letzten Antworten hier finde ich, dass man das nicht ganz unkommentiert stehen lassen sollte:

Niemand ist hier ausgerastet und schon gar nicht verbal. Hier hat nur Catherine sich persönlich betroffen und angegriffen gefühlt. Ich habe hier auch mehrfach geantwortet.
Hauptthema war: gehts uns denn wirklich sooo schlecht. Ich habe mir bei Catherine nicht nur ihre Antworten hier, sondern auch die in ihren anderen Themen angeschaut, ich mache mir lieber ein umfassenderes Bild als hier etwas loszulassen, was dann weder Hand noch Fuß hat.
Fakt ist: sie hat mehrfach von sich - nochmal ganz dick geschrieben - von sich und ihren Kindern - geschrieben, dass es ihnen nicht so gut geht. Viele andere hier, u. a. Tigerente, Micky und noch mehr, haben versucht, mit Ratschlägen und aus eigener Erfahrung mitzuteilen, wie man seine eigene Lage verbessern kann. Das Echo war dann fast immer: ne, also das kann ich nicht ... das geht bei mir nicht ... das will ich nicht ... Na ja, o. k., dann bitteschön, soll doch alles so bleiben, wie es ist.
Für mich sind es dann aber auch solche Menschen, die ihre Lage beklagen, aber auch nichts dagegen tun. Und das sind die, die jammern und in ihrer Lage verharren. In Deutschland braucht niemand zu hungern und niemand unter einer Brücke wohnen, kein Kind müsste ohne Frühstück zur Schule gehen. Aber soweit denken die Eltern dann auch oft nicht, ihre Energie richtet sich darauf, mit dem wenigsten Aufwand an Einsatz nichts zu erreichen.
Und das verstehen viele hier nicht, die es bereits vorgelebt haben, die wissen, dass man nicht "unten" bleiben muss, man muss und kann sich hocharbeiten, im eigenen Interesse und vor allem im Interesse der Kinder.
Und je mehr Ratschläge, Hinweise direkt an Catherine kamen, desto getroffener fühlte sie sich.
Wir könnten ja einen neuen Thread eröffnen: Mir und meinen Kindern gehts so schlecht, aber ich fühl mich wohl dabei ...:mad: (Damit es nicht wieder einen Aufschrei gibt: das ist ironisch gemeint!).
Eisherz
 
Wenn in Deutschland niemand zu hungern braucht, sollte man aber ganz schnell diese gräßlichen allgemeinen Suppenausgaben schließen.......
( damit es nicht wieder einen Aufschrei gibt: Das ist ironisch gemeint )
 
Danke, danke, danke 🙂🙂🙂
Ein Mensch der mein Geschriebenes verstanden hat, freut mich total, echt!!!!🙂🙂🙂

Ich finde es nicht gut, wie jetzt alle aufeinander rumhacken. Das angesprochene Thema scheint in sich sehr diffizil zu sein.

Ich kann Catherines Problem nachvollziehen, denn das passiert mir auch manchmal. Sie versucht ihre Meinung über einen Zustand zu erläutern und würzt diese Erläuterungen mit eigenen Erfahrungsberichten. D.h. im Prinzip nur, sie kann das Jammern und Beschweren anderer Leute sehr wohl nachvollziehen, da sie in einigen Berührungspunkten ähnliches erlebt hat. Das bedeutet keinesfalls, dass ihr augenblicklicher Zustand tatsächlich so aussehen muss. Diese Art der Argumentation, das habe ich öfter schon selbst erlebt, kann für andere nur schwer nachvollziehbar sein und teilweise auch völlig unsinnig erscheinen.

Zum Beispiel in bezug auf das Threadthema:
Mir und meinem Mann geht es zwar nicht gerade wonneproppen super gut, aber auch nicht unbedingt schlecht. Wir haben das, was man wohl einen soliden Lebensstandard nennt. Dennoch kann ich mich aufregen, wenn ich sehe, wieviel in Deutschland den Bach runter geht. Ich kann mich darüber aufregen, dass es einen Haufen Leute gibt, die das Sozialsystem ausnutzen und damit denen, die wirklich darauf angewiesen sind, das Leben unglaublich schwer machen, weil ihnen keiner mehr glaubt. Ich kann mich darüber aufregen, dass die Lohnerhöhung meines Mannes gänzlich von gestiegenen Preisen für Gas, Strom, Lebensmitteln und Sprit drauf gehen und am Monatsende effektiv weniger aufs Konto kommt wie vorher. Ich kann mich darüber aufregen, wenn Kinder ausgegrenzt werden, weil sie keine teuren Designerklamotten oder ähnliche unwichtige Statusdinge besitzen. Ich kann mich darüber aufregen, dass man sich die Attentäter aus der Münchener U-Bahn nicht richtig zu bestrafen traut, weil alle Welt sonst wieder über Nazi-Deutschland schimpft. Ich kann mich darüber aufregen, dass Bestrebungen im Gange sind, unsere Demokratie in einen präventiven Überwachungsstaat umzuwandeln.

Ja ich bin eine Nörglerin im Sinne des Threaderstellers. Aber ich sehe es nicht ein, angesichts dieser heftigen und gewaltigen Probleme zu schweigen. Ich bin ein mündiger Bürger und habe das Recht und die Verpflichtung mich öffentlich darüber zu äussern und geeignete Gegenmaßnahmen in Form von Meinungsaustausch und Wahlverhalten zu ergreifen.

Aber, um nochmal kurz auf Catherines Problem zurück zu kommen, ich bin weder Topmanager, noch Hartz4-Empfänger, noch Kind, noch Nazi, noch Angehöriger des alten Mannes aus der U-Bahn, noch Terrorist oder was weiss ich noch alles. Aber trotzdem kann ich mich legitim über die Dinge beschweren, die meiner Meinung nach schief laufen.

Und nun vertragt euch wieder und diskutiert in Ruhe und sachlich, denn ich persönlich finde das Thema an sich sehr interessant.
 
Dazu fällt mir ein passenden Vorfall ein, während einer Weiterbildung im Computerbereich.

Eine Frau, die noch nie an einem Computer gesessen hat, kam nicht mit. Sie verstand nur Bahnhof und machte die ganzen Leute um sie herum ganz hibbelig.
Und was mach ich?
Ich frage die Dozentin ob sie nicht etwas langsamer den Stoff durchnehmen könne, "man" käme gar nicht mit und überhaupt.

Ein Raunen ging durch die Gruppe, was ich denn überhaupt wolle und was ich nicht verstehen würde.
Ja es wäre halt zu schnell und ob "man" denn nicht etwas mehr Zeit bekommen könne.

Die Leute rechts und links neben mir kapierten gar nix mehr, weil sie wußten, dass ich wohl sehr gut mitkam.

Großes Durcheinander.
Ich selbst habe in dem Moment nicht begriffen was eigentlich geschehen war, bis es mir dann irgendwann nachts dämmerte.

Ich sprach ja gar nicht für mich - sondern für diese andere Frau!!!

Keine Ahnung warum ich das tue und warum ich es in dem Moment auch nicht merke.
Hinterher, wenn das Durcheinander da ist, kommt mir der Gedanke -oha, hast´s schon weider getan.

Komisch, oder?
 
Ich habe hier nur teilweise ein bisschen was überflogen, weiß also nicht was schon alles geschrieben wurde.
Aber ich glaube, es ist Tatsache, das auch bei uns in Deutschland mittlerweile viele Menschen hungern. Vielleicht nicht verhungern, aber Hunger haben !
Ich habe meine kinder auch alleine großgezogen, und konnte aus Gesundheitsgründen viele Jahre nicht arbeiten gehen. Es ist wahrhaftig kein Zuckerschlecken sich auf den Ämtern rum zu schlagen und sich demütigen zu lassen.
Gott sei Dank kann ich nur sagen, wurde auch mir immer irgentwie geholfen. Auch ich hatte besorgte, fürsorgliche Eltern die mir sehr geholfen haben und auch andere Menschen, die mir bei gestanden haben.
Das hat aber leider nicht jeder.
Diejenigen denen es noch nie finanziell schlecht ging, bekommen von so etwas natürlich überhaupt nichts mit.
Natürlich gibt es auch viele die es eigendlich nicht betrifft, die nur am jammern sind, die meine ich damit nicht!

Aber Catherine ich kann nur sagen, ich finde es schön, das Du auch an Andere denkst - mach weiter so ! 🙂


Liebe Grüsse

Lena
 
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