Eben. Der Kellner erwartet gar nichts von ihm. Außer daß er wie jeder andere Erwachsene auch die Speisekarte lesen kann und sich da etwas aussucht. Und das nicht wie ein Kind, das sich nicht entscheiden kann.
Habe ich das verneint?
Ich glaube, ich habe es sogar explizit gesagt.
Und wie findet der Kellner das heraus?
Indem er extra in die Küche geht und fragt: "Habt ihr mit dem 22er schon angefangen?" Die Küchencrew weiß selbstverständlich (Ironie), was auf dem Bon für die 22 steht. Es muß jemand die Arbeit, an der man gerade ist, unterbrechen und den entsprechenden Bon suchen und dann an den Stationen nachfragen "Was habt ihr gerade in Arbeit?" Denn die wissen nicht, für welche Tische sie die Teller vorbereiten, die wissen nur nach der Ansage "Bon neu", daß sie z.B. drei Lachs und drei Forellen brauchen und in welcher Zeitspanne das ablaufen soll. Das ist so einfach auch nicht, weil ein Tellergericht ja aus mehr als nur aus Fisch besteht und die noch Beilagen nachmachen müssen.
Der Kellner wiederum, der da Extraminuten verschwendet, obwohl Tisch 18 zahlen und Tisch 9 bestellen und an Tisch 14 zwei Weißbier fehlen, muß auf seinem Handheld die Bestellung von Tisch 22 suchen, das Schnitzel stornieren und die neue Bestellung einbuchen, was zwar sofort im Bondrucker in der Küche erscheint, aber dann am Bonbrett entsprechend eingeordnet werden muß. Von der Möglichkeit "Das Schnitzel ist schon paniert" reden wir ja gar nicht erst.
Ganz ehrlich, über solche Gäste, die meinen, ein Dienstleister muß nach ihrer Nase nach hüpfen, gerade in solchen Fällen wie beim TE, gibt es in sämtlichen Gastrokategorien eine einhellige Meinung...