Arktur
Sehr aktives Mitglied
Ich habe gerade zum ersten Mal in diesen Thread reingeschaut, anlässlich des Todes meiner Mutter, und ich muss allerdings feststellen, dass ich erstaunlich viele Ähnlichkeiten zwischen der hier beschriebenen und meiner Mutter finden lassen.
Insbesondere z.B. der ständige Versuch, mich an sich zu binden, das kenne ich schon seit meiner Kindheit und hat sich bis zum hohen Alter erstreckt. Und immer die Vorwürfe, wenn ich sie nicht so oft besucht habe, wie sie es wollte.
In den letzten Jahren lebte sie in einem Senioren- und Pflegeheim. Und bei jedem meiner Besuche tat sie so, als ob ich sie seit vielen Monaten nicht mehr besucht hätte ("Gott sei Dank, der verlorene Sohn ist da."). Dass ich vor kurzem erst da gewesen war, hatte sie schon längst vergessen (das lag wahrscheinlich auch an der zunehmenden Demenz). Soweit ich mitbekommen habe, hat sie auch ständig die Pflegekräfte gestresst, weil sie immer nur von mir geredet hatte, wann ich denn endlich wieder zu Besuch kommen würde. Jedenfalls wurde ich oft schon am Eingang von einer Pflegekraft empfangen mit den Worten "Endlich, er ist wieder da."
Tatsächlich waren die letzten Jahre bei mir eine ständige Gratwanderung zwischen den Anforderungen und Vorwürfen meiner Mutter einerseits, und der Tatsache andererseits, dass sie allmählich hinfällig und altersschwach wurde (da hat sie mir trotzdem leid getan, und ich wollte nicht, dass sie leiden musste). Aber beim Lesen der Beschreibungen konnte ich meine eigene Mutter teilweise fast 1 zu 1 wiedererkennen.
Insbesondere z.B. der ständige Versuch, mich an sich zu binden, das kenne ich schon seit meiner Kindheit und hat sich bis zum hohen Alter erstreckt. Und immer die Vorwürfe, wenn ich sie nicht so oft besucht habe, wie sie es wollte.
In den letzten Jahren lebte sie in einem Senioren- und Pflegeheim. Und bei jedem meiner Besuche tat sie so, als ob ich sie seit vielen Monaten nicht mehr besucht hätte ("Gott sei Dank, der verlorene Sohn ist da."). Dass ich vor kurzem erst da gewesen war, hatte sie schon längst vergessen (das lag wahrscheinlich auch an der zunehmenden Demenz). Soweit ich mitbekommen habe, hat sie auch ständig die Pflegekräfte gestresst, weil sie immer nur von mir geredet hatte, wann ich denn endlich wieder zu Besuch kommen würde. Jedenfalls wurde ich oft schon am Eingang von einer Pflegekraft empfangen mit den Worten "Endlich, er ist wieder da."
Tatsächlich waren die letzten Jahre bei mir eine ständige Gratwanderung zwischen den Anforderungen und Vorwürfen meiner Mutter einerseits, und der Tatsache andererseits, dass sie allmählich hinfällig und altersschwach wurde (da hat sie mir trotzdem leid getan, und ich wollte nicht, dass sie leiden musste). Aber beim Lesen der Beschreibungen konnte ich meine eigene Mutter teilweise fast 1 zu 1 wiedererkennen.
