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Frusttagebuch: Mutter

Das Kapitel "narzisstische Mutter" zieht einem, wenn diese Mütter alt werden und man selber in die Jahre kommt, eine Menge Lebenskraft ab. Da hängt ein Leid dran, das einen selber um Jahre und Jahrzehnte altern lässt. Wer das nicht selber erlebt hat, kann sich das gar nicht vorstellen.
 
Du bist beruflich und finanziell gefestigt,
deine Mutter nervt dich teilweise extrem mit ihrem infantilen und narzisstischen Verhalten, es ist ihr selber nicht bewusst,
du kannst sie nicht verändern, ihr Verhalten triggert dich, zieht dich psychisch runter,
es hindert dich daran dich auf eine Beziehung mit einer Frau einlassen zu können, du verhältst dich oft zu gutmütig zu ihr, sie klammerte an dir und sie lädt ihren psychischen Müll auf dich ab....deshalb würde ich dir raten mal für eine gewisse Zeit den Kontakt zu ihr abzubrechen....egal was sie dazu sagt und wie sie jammert.

Es geht um dich und dein Leben.
Später kann sie dich dann vermutlich nicht mehr so stark nerven und psychisch runter ziehen.

Sie hat dann nicht mehr solch eine grosse Macht über deine Gefühlswelt.
 
Das Kapitel "narzisstische Mutter" zieht einem, wenn diese Mütter alt werden und man selber in die Jahre kommt, eine Menge Lebenskraft ab. Da hängt ein Leid dran, das einen selber um Jahre und Jahrzehnte altern lässt. Wer das nicht selber erlebt hat, kann sich das gar nicht vorstellen.
Oh ja..ich weiss ..dass dies so stimmt.
Ich bin sehr froh und dankbar, dass mich meine mum nicht mehr so nervt.

Ich habe gelernt komplett unabhängig von ihr zu leben.

Früher heulte ich, wenn ich mich auf einen Partner einlassen wollte und an meine Mutter dachte.
Ich war traumatisiert in Bezug auf Nähe.


Wenn man den Kontakt zur Mutter für eine gewisse Zeit abbricht finde ich es fair ihr vorher die Gründe in einem Brief mitzuteilen...auch wenn sie es nicht versteht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe gerade zum ersten Mal in diesen Thread reingeschaut, anlässlich des Todes meiner Mutter, und ich muss allerdings feststellen, dass ich erstaunlich viele Ähnlichkeiten zwischen der hier beschriebenen und meiner Mutter finden lassen.
Insbesondere z.B. der ständige Versuch, mich an sich zu binden, das kenne ich schon seit meiner Kindheit und hat sich bis zum hohen Alter erstreckt. Und immer die Vorwürfe, wenn ich sie nicht so oft besucht habe, wie sie es wollte.

In den letzten Jahren lebte sie in einem Senioren- und Pflegeheim. Und bei jedem meiner Besuche tat sie so, als ob ich sie seit vielen Monaten nicht mehr besucht hätte ("Gott sei Dank, der verlorene Sohn ist da."). Dass ich vor kurzem erst da gewesen war, hatte sie schon längst vergessen (das lag wahrscheinlich auch an der zunehmenden Demenz). Soweit ich mitbekommen habe, hat sie auch ständig die Pflegekräfte gestresst, weil sie immer nur von mir geredet hatte, wann ich denn endlich wieder zu Besuch kommen würde. Jedenfalls wurde ich oft schon am Eingang von einer Pflegekraft empfangen mit den Worten "Endlich, er ist wieder da."

Tatsächlich waren die letzten Jahre bei mir eine ständige Gratwanderung zwischen den Anforderungen und Vorwürfen meiner Mutter einerseits, und der Tatsache andererseits, dass sie allmählich hinfällig und altersschwach wurde (da hat sie mir trotzdem leid getan, und ich wollte nicht, dass sie leiden musste). Aber beim Lesen der Beschreibungen konnte ich meine eigene Mutter teilweise fast 1 zu 1 wiedererkennen.
 
Ich hatte inzwischen ein Gespräch mit meinem Hausarzt und werde nächsten Monat ein Gespräch mit einem Psychologen haben.
Hattest du dir nicht schon Unterstützung durch einen Psychologen gesucht? Wenn nicht, ist es auf alle Fälle eine gute Idee, das jetzt zu machen, finde ich.👍 Aus meiner Sicht hilft es sehr, von Fachleuten klar und unmissverständlich bestätigt zu bekommen, dass die Ansprüche, Forderungen und Vorwürfe von Menschen mit solchen Persönlichkeitsstörungen keinem vernünftigen, angebrachten Maß entsprechen und man sie sich daher nicht zu Herzen zu nehmen braucht, sondern sie guten Gewissens von sich weisen kann.
 
Die Gesellschaft macht leider oft mit verkitschten Bildchen Druck, dass die armen Mütter ja so einsam seien und man sich kümmern müsse: Man habe ja nur diese eine Mutter, und bald sei sie nicht mehr da, bla bla bla... Davon darf man sich nicht irritieren lassen! Diese Macher des Kitschs haben keine Ahnung von dem, was manche Leute mit ihren Müttern durchmachen! Die sollen bitte ganz stille bleiben! Dagegen muss man immun werden. Dass diese Machwerke es für die Betroffenen noch schlimmer machen, erkennen die offensichtlich nicht.

Mütter sind erwachsene Menschen und selber dafür verantwortlich, sich beizeiten passende Sozialkontakte zu suchen.
 
Es gibt im Forum zahlreiche Mütter, die jammern, ihr Kind habe den Kontakt zu ihnen abgebrochen.
Und sie verstehen die Gründe nicht für den Kontaktabbruch.
Sie wissen nicht, welche Anteile sie selber daran haben, wollen es nicht wissen....und dass ihr Kind Jahrzehnte wegen ihrem Verhalten stark gelitten hat wollen sie nicht wahrhaben.
Schuld haben immer die Anderen.

Die Trennung ist dann ein Befreiungsschlag für das Kind.

Ihr Kind hatte natürlich eine wunderschöne Kindheit gehabt, sie waren immer gut zum Kind gewesen, bestimmt hat das Kind eine psychische Erkrankung.

Therapeuten oder böse Partner oder andere Menschen haben ihr Kind gegen sie ausgespielt.
Das Kind wurde von diesen Leuten gegen sie manipuliert und deshalb ist es verschwunden.
Und diese Mütter denken..sie hatten doch alles für ihr Kind getan und das Kind hat sie nur ausgenutzt und es ist egozentrisch und undankbar, weil sie jetzt ihr Kind nicht mehr für ihre eigenen Zwecke benutzen können.

Solche Mütter haben keine Empathie...und ihre Welt dreht sich nur um sich selber .
 
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