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Frusttagebuch: Mutter

Normalerweise bin ich der letzte, der jemandem raten würde, den Kontakt zu seiner Mutter auf ein Minimum zu reduzieren oder gar abzubrechen, aber hier...
Tut mir leid wenn ich das so offen sage, aber sie scheint einfach nur ein schlechter Mensch zu sein, was sich schon relativ früh angedeutet hat. Sie hat Dich einfach bei ihren Eltern abgegeben und wollte erst wieder Kontakt mit Dir, als es ihr in den Kram gepasst hat. Sie ist manipulativ und erpresserisch.

Du solltest auf gar keinen Fall zu oft und zu lange mit ihr Kontakt haben, sonst wirst Du irgendwann mal so wie sie. Ich würde mir außerdem diese unterschwelligen Erpressungen bezüglich ihres Hauses nicht gefallen lassen, soll sie es doch ruhig verkaufen und dann sehen, wie sie mit dem Geld klarkommt.

Tut mir wirklich sehr leid, dass Du so ein Los gezogen hast 🙁
 
Ich war ehrlicherweise etwas geschockt, als Du geschrieben hast, sie ist erst 65 Jahre alt. So nach Deinen Schilderungen ihrer Art hätte ich eher auf ü80 getippt.
In so einem Alter sollte sich wirklich noch kein Kind um seine Mutter kümmern müssen, wenn sie nicht krank oder sonstwie eingeschränkt ist.
Da würde ich ihr schon eine klare Ansage machen. Du bist erst 65, geh raus, erleb was und beschäftige dich selbst.
 
Ich kenne beide Seiten (meine Mutter und ihre Eltern) eigentlich recht gut, habe aber nie einen trifftigen Grund dafür finden können.
Meine Großeltern hatten erst einen Sohn (meinen Onkel), dann kam einige jahre später meine Mutter zur Welt . Mein Opa berichtete mir, wie sehr er sich nach einem Sohn noch eine Tochter gewünscht hatte und wie glücklich er bei ihrer Geburt war.
Mein Onkel machte einen Bilderbuchlebenslauf, hatte einen guten Job und zwei Kinder.
Meine Mutter begann ihr Leben bereits damit, dass sie nie pünktlich zur Schule kam und regelrecht aus dem Bett gezerrt werden musste. In ihrem späteren Leben folgten diverse wechselnde romantische Beziehungen und mehreren ungeplanten Schwangerschaften, daraus schließlich ein Kind -> Ich.

Ich glaube schon, dass es für meine Mutter schwierig gewesen sein kann mit einem "perfekten Bruder" als Vorbild und einer sehr liebevollen aber auch dominanten Mutter. Vielleicht wurde ihr auch zu viel erlaubt und sie wurde zu sehr verwöhnt während gleichzeitig am Ende die Enttäuschung über ihren Werdegang groß war.
Allerdings waren die Erwartungen meiner Großeltern nie wirklich hoch. Ich bin in der gesamten Familiengeschichte der erste mit Abitur. Meine Großmutter war unendlich stolz auf mich als darauf auch noch ein Studium folgte.

Rückblickend sehe ich auch den Tod meiner Großmutter anders als früher. Meine Oma ist relativ kurz nach meiner Verbeamtung auf Lebenszeit verstorben. Ich weiß wie wichtig ihr das war und ich glaube heute, dass es ihr mit 90 Jahren den Abschied leichter machte zu wissen, dass ihr "drittes Kind" eine sichere Zukunft hatte.

Ich denke aber die meisten Eltern wollen nur das beste und eine sichere Zukunft für ihr Kind. Und auch wenn das Druck aufbauen kann, ist es für mich nicht eine Erklärung für eine narzistische Persönlichkeit oder dafür, dass meine Mutter die ganze Welt hasst.
Vielleicht war der Bruder nicht perfekt...sondern er wurde perfekt, weil er von seiner dominanten Mutter mehr Liebe und Aufmerksamkeit bekam als deine Mutter als Kind.

Früher wurden Söhne oft von Müttern bevorzugt.

Vielleicht wurde deine Mutter zu sehr verwöhnt und vielleicht litt sie unter der Dominanz ihrer Mutter.

Wichtig wäre ihre eigene Sichtweise....
Was hat sie als Kind in Bezug auf ihre Eltern belastet ?
 
Du könntest zu deiner Mutter strenger sein.
Z.B. ihr sagen...
Wenn Sie nocheinmal über Andere
...wie Juden... lästert..dann bricht du für eine gewisse Zeit den Kontakt ab....
Vielleicht für 3 Monate.
 
Könnt ihr euch vorstellen wie unsere Gespräche entsprechend verlaufen? Geldsorgen, emotionale Ausbrüche, Alterswehwehchen, Hass auf andere Menschen, Depri Talk..... Ich erwische mich bei dem Gedanken, dass es mir lieber wäre, wenn sie morgen umkippt....

Leider ist es so, dass sie dich, wenn sie dich mit diesen Gesprächen belastet, dich als Seelsorger und Therapeut ausnutzt.

Dazu kommt noch, dass dich diese Gespräche mit runterziehen und dir schlechte Laune bereiten und dir deine ganze positive Energie entzieht.

Deine Mutter hat vielleicht eine Art Depression und müsste vielleicht behandelt werden. Aber selbst, wenn du 24/7 ihren Gesprächen zuhörst, wirst du niemals einen Therapeuten ersetzen können.
 
Ich war ehrlicherweise etwas geschockt, als Du geschrieben hast, sie ist erst 65 Jahre alt. So nach Deinen Schilderungen ihrer Art hätte ich eher auf ü80 getippt.
In so einem Alter sollte sich wirklich noch kein Kind um seine Mutter kümmern müssen, wenn sie nicht krank oder sonstwie eingeschränkt ist.
Da würde ich ihr schon eine klare Ansage machen. Du bist erst 65, geh raus, erleb was und beschäftige dich selbst.
Meine Mutter war nie anders. Es liegt nicht an ihrem Alter.
Auch früher war sie bereits mit allem überfordert und hat sich bei allem helfen lassen.

Als meine Mutter ihr Haus gekauft hat, hat meine damals 45 jährige Mutter ihre 75(!) Jahre alte Mutter (also meine Oma) gefragt, ob sie ihr die Wände tapezieren könne.
Meine Oma hatte damals leichte Herzprobleme (mit 80 bekam sie dann später eine künstliche Herzklappe) und ich habe meiner Mutter gesagt, sie soll gefälligst die Wände selber tapezieren oder sich einen Handwerker suchen. Ergebnis: Heute 20 Jahre später sind die Wände noch im Rohbauzustand, weder gestrichen noch tapeziert.

Meine Mutter machts nichts selber.
 
omg, da wird mir ja selbst schon ganz grausig bei dem Gedanken, was da auf Dich zukommt, wenn sie wirklich mal alt wird.
Der einzige (schlechte?) Gedanke, der mir dazu noch einfällt, wäre sie jetzt noch schnell zu verkuppeln. Mit Kontaktanzeigen erstellen hast Du es ja drauf, vielleicht findet sich ja ein opferbereites Männlein.
Klingt erstmal etwas böse, aber es tummeln sich noch genug Männer in der Preisklasse rum, die auch gerne lästern, Mülltonnen korrekt stehen haben müssen etc.
 
Wer hat dir das erzählt? Deine Mutter hat also vor deiner Geburt mehrere Abtreibungen gehabt? Das ist ein so delikates Thema, dass ich mir schwerlich vorstellen kann, dass sie es dir erzählt hat.
Das sind Themen, die ich damals am Küchentisch zwischen meiner Großmutter und meiner Mutter erfahren habe. Meine Mutter bereute damals zum Beispiel eine Abtreibung und sprach mit meiner Oma darüber.

Es ist erfreulich, dass sie dich als ledige Mutter behalten und nicht in ein Kinderheim abgeschoben hat.
Deine Mutter scheint sehr unglücklich gewesen zu sein. und haltlos. SO toll können deine Großeltern nicht gewesen sein. Sonst hätte sie nicht promiskuitiv und offenbar unaufgeklärt kopuliert.
Irgendwie tut ihr mir beide leid, denn ihr seid beide einsam und braucht euch letztlich.
Ich glaube bei der letzten ungewollten Schwangerschaft war sie um die 40 und das hatte wenig mit Aufklärung zu tun.
Ich kann natürlich nicht die Erziehung meiner Mutter abschließend beurteilen, alle Aussagen dazu sind parteiisch. Aber ich bin von den selben Menschen erzogen worden und ich kenne bzw. kannte meine Großeltern. Meine Oma zum Beispiel hat es immer bereut nie einen Führerschein gemacht zu haben und sie hat immer gesagt, dass man unabhängig vom Geschlecht viel können sollte. Männer sollen kochen und Frauen sollen Autofahren können.

Bei meinem Onkel und mir hat diese Erziehung auch funktioniert, nur meine Mutter ist genau das Gegenteil der Erziehungsabsicht geworden und hat keinerlei eigenes Verantwortungsbewusstsein entwickelt.
 
Wegen dem Tapezieren hätte ich ihr einen Handwerker besorgt.
Das tat ich bei meiner Mutter.

Ich vermute auch, dass deine Mutter depressiv ist und ihre Unselbständigkeit und Depressivität mit ihren Eltern und ihrer Kindheit zu tun hat.

Meine Mutter wurde einerseits von ihrer Mutter sehr verwöhnt und andererseits litt sie als Kind unter den Wutausbrüchen von ihrer dominanten Mutter.
Das machte sie depressiv.

In ihrem Alter könnte man ihr helfen mit einer Single Börse einen Partner zu finden, wenn sie dies möchte.
 
In ihrem Alter könnte man ihr helfen mit einer Single Börse einen Partner zu finden, wenn sie dies möchte.
Ich bezweifle daß irgendein Mann die mit der Feuerzange anfassen würde. Keine gute Idee. Die klassischen zänkischen alten Ehepaare sind alle langjährig aufeinander eingespielt, bei denen hat sich die ewige Hassliebe in langen Jahren entwickelt, aber jeden Teil mit seinen ganzen schlechten Angewohnheiten neu zu verkuppeln würde nicht mehr klappen, weil selbst eine andere "Zange" sich dergleichen nicht antun würde.

Wer hat dir das erzählt? Deine Mutter hat also vor deiner Geburt mehrere Abtreibungen gehabt? Das ist ein so delikates Thema, dass ich mir schwerlich vorstellen kann, dass sie es dir erzählt hat.
Es ist erfreulich, dass sie dich als ledige Mutter behalten und nicht in ein Kinderheim abgeschoben hat.
Da standen vermutlich die Unterhaltszahlungen dagegen, die dann immerhin an die Oma flossen. Nicht die Liebe zum Kind, nur das schnöde Geld. Wenn sie damit rechnen konnte (und offensichtlich zu Recht gerechnet hat), daß ihre Mutter sparsam ist und das Geld ansparen wird, dann konnte sie sich auch ausrechnen, daß ihr der Segen irgendwann ganz oder wenigstens teilweise zukommen würde, was ja dann tatsächlich passiert ist.
 

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