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Frusttagebuch: Mutter

Würde auch den Kontakt auf einem Minimum halten, aber sie zu den Seniorenangeboten schicken. Meine Oma hatte immer viel zu tun, Garten, großes Haus, backen.... Aber für 1x die Woche haben wir sie dort angemeldet und sie fand es super.... Dort wurden Spielenachmittage veranstaltet, man hat einen anderen Tag gebastelt usw. ....
 
Wegen ihrer schwierigen und egozentrischen Art hatte sie vermutlich nicht die Kraft, nicht die ausreichende Belastbarkeit und Nerven gehabt ein Kind aufzuziehen, auch wenn sie gerne (für sich selber) eine gute Mutter gewesen wäre.

Ihr problematisches Verhalten wird mit ihrer eigenen Biografie im Zusammenhang stehen.
 
Dieser Muttertyp ist für mich die narzisstische Mutter..
Die Beschreibung des Narzismuss "unter einem geringen Selbstwert leiden. Anderen gegenüber verhalten sie sich abwertend und sind arrogant" passt durchaus gut auf meine Mutter.
Selbst die Auswirkung auf Kinder (also mich) passen zum großen Teil, zumindest hatte ich auch immer das Gefühl es allen Recht machen zu müssen und habe Probleme tiefere Beziehungen aufzubauen.

Das habe ich damals mit meinem Arzt durchgesprochen, der zwar nicht das Wort "Narzismuss" in den Mund nahm aber mir klar machte, dass meine Mutter solche negativen Auswirkungen auf mich hat.
Ich hatte dies anfangs verneint, weil ich ja von meinen Großeltern erzogen wurde und nicht von meiner Mutter. Dennoch scheint es ein Teil meines Psyche zu sein, dass ich von Mutter und Vater "abgelehnt" wurde. Insofern glaube ich, dass ich eine innere Angst habe, von anderen Menschen abgelehnt zu werden. Ich habe damals bei Arzt geweint als wir soweit kamen.

Ich glaube, was mich heute im Erwachsenenalter am meisten stört, ist dass meine Mutter die Schuld bei meiner Großmutter und mir sucht und dieses Thema auch immer wieder ungefragt auf den Tisch bringt. Es gibt Situationen, in denen mich das triggert. Wir haben vielleicht mal ausnahmsweise eine Stunde lang ein relativ gutes Gespräch und beim Verabschieden sagt meine Mutter "siehst du, ich bin garnicht so böse wie die Oma mich immer hingestellt hat".
 
Für Narzissten sind IMMER andere Leute an allem schuld ...nur nicht sie selber.
Kritik an ihrer Person können sie nicht ertragen.

Also nimm ihre Sätze nicht so ernst und wortwörtlich.

Vermutlich wurde deine Mutter so schwierig, weil sie von ihrer eigenen Mutter (oder Vater) als Kind nicht gut behandelt wurde.


Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Oma über ihre Tochter/ deine Mutter gelästert hat.
 
Um deine Mutter besser zu verstehen wäre es wichtig ihre eigenen Gründe zu kennen, weshalb es ihr mit ihren Eltern als Kind nicht gut ging.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum unternimmst Du nichts mit Deiner Mutter statt immer nur am Telefon zu quatschen. Fahr mit Ihr an einen See, organisiere für Sie ein Treffen in irgendeinem Freundschaftsverein, ältere Leute, die sich treffen, um Spaß zu haben, geh mit Ihr mal ins Museum, raus essen, mach ne Fahrradtour. Die leute werden Depri, weil Sie nicht mehr aus der Bude rauskommen.
 
Um deine Mutter besser zu verstehen wäre es wichtig ihre eigenen Gründe zu kennen, weshalb es ihr mit ihren Eltern nicht gut ging.
Ich kenne beide Seiten (meine Mutter und ihre Eltern) eigentlich recht gut, habe aber nie einen trifftigen Grund dafür finden können.
Meine Großeltern hatten erst einen Sohn (meinen Onkel), dann kam einige jahre später meine Mutter zur Welt . Mein Opa berichtete mir, wie sehr er sich nach einem Sohn noch eine Tochter gewünscht hatte und wie glücklich er bei ihrer Geburt war.
Mein Onkel machte einen Bilderbuchlebenslauf, hatte einen guten Job und zwei Kinder.
Meine Mutter begann ihr Leben bereits damit, dass sie nie pünktlich zur Schule kam und regelrecht aus dem Bett gezerrt werden musste. In ihrem späteren Leben folgten diverse wechselnde romantische Beziehungen und mehreren ungeplanten Schwangerschaften, daraus schließlich ein Kind -> Ich.

Ich glaube schon, dass es für meine Mutter schwierig gewesen sein kann mit einem "perfekten Bruder" als Vorbild und einer sehr liebevollen aber auch dominanten Mutter. Vielleicht wurde ihr auch zu viel erlaubt und sie wurde zu sehr verwöhnt während gleichzeitig am Ende die Enttäuschung über ihren Werdegang groß war.
Allerdings waren die Erwartungen meiner Großeltern nie wirklich hoch. Ich bin in der gesamten Familiengeschichte der erste mit Abitur. Meine Großmutter war unendlich stolz auf mich als darauf auch noch ein Studium folgte.

Rückblickend sehe ich auch den Tod meiner Großmutter anders als früher. Meine Oma ist relativ kurz nach meiner Verbeamtung auf Lebenszeit verstorben. Ich weiß wie wichtig ihr das war und ich glaube heute, dass es ihr mit 90 Jahren den Abschied leichter machte zu wissen, dass ihr "drittes Kind" eine sichere Zukunft hatte.

Ich denke aber die meisten Eltern wollen nur das beste und eine sichere Zukunft für ihr Kind. Und auch wenn das Druck aufbauen kann, ist es für mich nicht eine Erklärung für eine narzistische Persönlichkeit oder dafür, dass meine Mutter die ganze Welt hasst.
 
Warum unternimmst Du nichts mit Deiner Mutter statt immer nur am Telefon zu quatschen. Fahr mit Ihr an einen See, organisiere für Sie ein Treffen in irgendeinem Freundschaftsverein, ältere Leute, die sich treffen, um Spaß zu haben, geh mit Ihr mal ins Museum, raus essen, mach ne Fahrradtour. Die leute werden Depri, weil Sie nicht mehr aus der Bude rauskommen.
Hab ich versucht! Es ist auch tatsächlich so, dass meine Mutter in Gesellschaft aufblühen kann. Nur hält sich keiner dieser Kontakte.
Das beginnt damit dass sie weder für Museum, noch Fahrrad noch sonstwas auch nur einen Cent ausgeben will. Sie würde also auch nie mit jemandem essen gehen wenn er sie nicht einläd. Ganz zu schweigen, dass sie keinerlei Sport machen würde.

Wenn sie dann mal Kontakte gefunden hat, ist sie anfangs Feuer und Flamme ..... um dann aber relativ schnell die bösesten Absichten zu unterstellen. Sie beendet Beziehungen wenn sie zum Beispiel rausfindet, dass der Andere ein unpassendes Sternzeichen oder einen nicht-deutschen Elternteil hat. "Ich wusste doch das ist ein Jude, der will nur an mein Haus!!!"

Ja, meine Mutter ist depri, weil sie alleine ist und nur in der Bude hockt. Recht hast du!
Aber sie sucht und findet stets Wege soziale Kontakte im Keim zu ersticken. Vor allem in sozialen Gruppen hat meine Mutter immer schlechte Karten, weil sie immer gegen jeden lästert. So hat sie es sich jetzt auch mit allen Nachbarn verkracht weil sie wohl glaubt sie können gegen jeden lästern und irgendwann haben die Nachbarn sich mal ausgetauscht....
Wenn man versucht jeden schlecht zu machen, wer will dann dein Freund sein?
 
Deine Mutter ist alt genug um für ihr eigenes Leben verantwortlich zu sein und scheint auch in der Rückschau eher eine Opfer ihrer eigenen Entscheidungen zu sein. Es mag sein dass ihr Charakter negativ durch ihre Kindheit beeinflusst wurde, aber es gibt genug Menschen die mit weitaus schlimmerem zu kämpfen hatten und trotzdem ein gutes Leben führen. Ich glaube nicht dass sich deine Mutter noch ändern wird. Du selbst musst entscheiden wie und in welchem Umfang du Anteil an ihrem Leben haben willst; persönlich würde ich den Kontakt abbrechen oder nur auf das allernötigste beschränken. Das Leben ist schwer genug um nicht auch noch Menschen durchzuschleppen die nicht verstanden haben dass das Zusammenleben ein Geben und Nehmen ist.
 
Deine Mutter ist alt genug um für ihr eigenes Leben verantwortlich zu sein und scheint auch in der Rückschau eher eine Opfer ihrer eigenen Entscheidungen zu sein. Es mag sein dass ihr Charakter negativ durch ihre Kindheit beeinflusst wurde, aber es gibt genug Menschen die mit weitaus schlimmerem zu kämpfen hatten und trotzdem ein gutes Leben führen. Ich glaube nicht dass sich deine Mutter noch ändern wird. Du selbst musst entscheiden wie und in welchem Umfang du Anteil an ihrem Leben haben willst; persönlich würde ich den Kontakt abbrechen oder nur auf das allernötigste beschränken. Das Leben ist schwer genug um nicht auch noch Menschen durchzuschleppen die nicht verstanden haben dass das Zusammenleben ein Geben und Nehmen ist.
Ich denke, es kommt nicht darauf an, was schlimm, was schlimmer und was noch schlimmer ist, sondern darauf, welche Auswirkungen es auf eine Kinderseele hat. Bei mir hatten zum Beispiel die ständigen Bemerkungen meiner Eltern, dass ich nichts tauge und nichts wert bin, verheerende Auswirkungen. Nach außen hin waren wir eine ganz normale Familie mit Vater, Mutter, Kindern, da war quasi überhaupt nichts "Schlimmes".
 

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