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Friedhof--Problem--Ich kann das nicht.

Ein Angehöriger muss dabei sein,es muss unterschrieben werden....
Mir graut davor.
Heisst das ein Angehöriger muss zuschauen wie das Grab geöffnet und die Knochen freigelegt werden? Das ist aber makaber. Das könnte ich auch nicht.

Dass die Störung der Totenruhe für dich ein Problem ist kann ich nachvollziehen. Drei Jahre ist einfach zu kurz. Aber leider kannst du es drehen und wenden wie du willst, seine Totenruhe wird gestört werden. Ob nun so oder so.

Wenn ich für mich entscheiden müsste, würde ich die Gebeine nicht nachträglich einäschern lassen. Entweder sofort oder gar nicht. Ich würde vermutlich das ok geben, ihn in ein kleineres Grab umzubetten. Vielleicht hast du sogar die Möglichkeit die neue Stelle auszusuchen. Ich würde auch nicht bei der Ausgrabung dabei sein wollen, denn was immer da zum Vorschein kommt sollte nicht die letzte Erinnerung an den geliebten Mann sein. Ich würde es jemand anderem überlassen, aber dann bei der Neubestattung dabei sein wollen.
 
Ich habe heute endlich mit meinem Sohn darüber gesprochen...
Die Idee mit der Asche fand er nicht so gut.
Und ich glaube inzwischen,dass ich auch noch irgendwie einen Platz brauche,den ich besuchen kann,wenn mir danach ist.
Im meinem Heimatort,habe ich eine Freundin auf dem Friedhof,die als Kind gestorben ist und immer noch nach 40 Jahren gehe ich kurz vorbei,wenn ich Mal wieder dort bin.
Komischerweise hat mich dieser verfrühte Verlust auch geprägt.
Sie war 7,als sie starb.
Manchmal denke ich immer noch an sie.Sie,die nicht mehr leben durfte.Irgendwie habe ich das als Antrieb genommen,in meinem Leben immer wieder aufzustehen und das Beste draus zu machen.Weil sie nicht konnte.
Und ich möchte meinen Kindern nicht die Möglichkeit nehmen,in einigen Jahren,wenn sie vielleicht dann einmal brauchen,den Ort aufzusuchen,wo wir uns damals von ihren Vater verabschieden mussten.
Und vielleicht brauche ich das auch noch zwischendurch.
Mir graut immer noch vor dieser Umbettung,aber ich werde nicht alleine gehen und irgendwie überstehe ich das auch noch.
 
Heisst das ein Angehöriger muss zuschauen wie das Grab geöffnet und die Knochen freigelegt werden?
Soweit ich weiß, muß ein Angehöriger dabei sein, wenn das Grab geöffnet wird. Eben, damit bestätigt wird, daß das richtige Grab geöffnet wurde.
Das Problem ist, es sind nicht immer Knochen, die nach drei Jahren Liegezeit freigelegt werden. Hat man in Griechenland kein Familiengrab, werden die Überreste in einem "Gemeinschaftsgrab" bestattet. Das hat etwas vom Pestfriedhof in Smithfield, auf den man gestoßen ist...
Und ich möchte meinen Kindern nicht die Möglichkeit nehmen,in einigen Jahren,wenn sie vielleicht dann einmal brauchen,den Ort aufzusuchen,wo wir uns damals von ihren Vater verabschieden mussten.
Und vielleicht brauche ich das auch noch zwischendurch.
Weißt Du dann auch, wohin umgebettet wurde?
Das sind ja auch größere Areale.
 
Die Umbettung soll ja erst passieren.
Man kann einen Platz in der Gedenkwand mieten,wo man dort auch den Namen anbringen kann und ich glaube ein Foto.
Die Idee von diesem Gemeinschaftsgrab finde ich auch grauenhaft.Das will ich auf keinen Fall.
Die drei Monate Verlängerungszeit ,die ich " erkauft " habe sind nächsten Monat um....
Und ja,ein Angehöriger muss dabei sein....😞
 
ie Umbettung soll ja erst passieren.
Man kann einen Platz in der Gedenkwand mieten,wo man dort auch den Namen anbringen kann und ich glaube ein Foto.
Die Idee von diesem Gemeinschaftsgrab finde ich auch grauenhaft.Das will ich auf keinen Fall.
Das meine ich ja.
Du hast dann ja keinen speziellen Platz, der euch gehört...Deinem Mann, Dir und den Kindern.
Ich habe mich in der Vergangenheit aktiv mit meiner Sterblichkeit auseinandersetzen müssen und mir sind die Zwänge, die in Deutschland herrschen, akut sauer aufgestoßen. Sowohl, was das Sterben an sich betrifft, als auch der Umgang nach dem Tod. Aber in Griechenland ist es noch viel schlimmer bzw. kann es viel schlimmer sein.
Und ich glaube inzwischen,dass ich auch noch irgendwie einen Platz brauche,den ich besuchen kann,wenn mir danach ist.
Es wird meines Wissens umgebettet in ein Gemeinschaftsgrab.
Würdest Du denn dann wenigsten ungefähr wissen, wo Dein Mann liegt?
 
Die Knochen kommen dann in einer kleineren Kiste,die dann ein Platz in der Gedenkwand findet.
Ein Ossarium. Aber es kann auch gut sein...ich will echt nicht absichtlich in einer Wunde bohren, bitte denke das nicht...daß "zuviel" da ist nach nur drei Jahren Liegezeit. Und das soll oft der Fall sein. Dann gibt es diese Option nicht.
Es hilft alles nichts, Du musst eine Entscheidung treffen, auch wenn es irre schmerzt.
Ich habe heute endlich mit meinem Sohn darüber gesprochen...
Kann es nicht Dein Sohn für Dich übernehmen?
Vielleicht ist er viel stärker, als Du denkst.
Für ihn ist der Verlust zwar auch sehr schmerzhaft, aber aus einer anderen Warte wie bei Dir.
 
Kann es nicht Dein Sohn für Dich übernehmen?
Vielleicht ist er viel stärker, als Du denkst.
Für ihn ist der Verlust zwar auch sehr schmerzhaft, aber aus einer anderen Warte wie bei Dir.
Das möchte ich auf keinen Fall.
Mein Sohn ist gerade 21 geworden.Es mag sein,dass wenn ich ihn darum bitten würde,das er das machen würde,mir zuliebe.Aber ich möchte die Last nicht auf ihn übertragen.
Meine Tochter wird 23.
Sie soll das auch nicht.
Vielleicht frage ich meine Kinder,ob sie mitkommen möchten,ich verstehe es vollkommen, wenn sie nicht wollen.
denke das nicht...daß "zuviel" da ist nach nur drei Jahren Liegezeit.
Das habe ich auch schon gehört.
Ich hoffe ,dass das Schicksal mir ein bisschen milde gestimmt ist und das ok ist....
Wenn das Ganze schon passieren muss,möchte ich das hinter mir haben,das belastet mich so und so lange ich das vor mir herschiebe,habe ich das Gefühl,dass mich das lähmt.
 
Das möchte ich auf keinen Fall.
Mein Sohn ist gerade 21 geworden.Es mag sein,dass wenn ich ihn darum bitten würde,das er das machen würde,mir zuliebe.Aber ich möchte die Last nicht auf ihn übertragen.
Meine Tochter wird 23.
Sie soll das auch nicht.
Vielleicht frage ich meine Kinder,ob sie mitkommen möchten,ich verstehe es vollkommen, wenn sie nicht wollen.
Du hast da einen Denkfehler.
Bitte nimm Deinen Kindern nicht von vornherein diese Option...nur weil es Dir sehr weh tut oder Du denkst, Du musst sie beschützen.
Mein Dad ist mit 45 gestorben, meine Mama war damals knapp 41.
Der Unterschied zu Deiner Situation: Es geschah nicht plötzlich. Er ist an Krebs gestorben, aber so elendig. Meine Mama war seither auch nicht mehr ganz. Als wenn ihr etwas amputiert worden wäre, eine Gliedmaße oder ein Sinnessinn. Ich selbst war im Alter Deiner Kinder.
Aber glaube mir...die sind nicht auf der Milchsuppe dahergeschwommen. Ich kann mir gut vorstellen, die wissen schon, was Sache ist, so...naja, ist für alle schwer. Ist einfach scheiße.

Aber trotzdem muß es jetzt getan werden.

Ich hoffe ,dass das Schicksal mir ein bisschen milde gestimmt ist
Auf das würde ich mich nach den sehr trockenen Sommern in den vergangenen Jahren nicht verlassen.
 

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